Spannendes vom Chaos Communication Camp #CCCamp15

CCCamp 2015 - Foto: CC-BY @klapauzius

Alle vier Jahre lädt der Chaos Computer Club Menschen auf das Chaos Commmunication Camp ein, um dort zu hacken, coden, entwickeln, socializen, Netzwerke auf- und auszubauen – gemeinsam zu leben und lernen.

Zumindest ein kleiner Teil dieser zahlreichen Aktivitäten – die Vorträge auf den Hauptbühnen – wird dabei auch ausserhalb des Camps zugänglich. Wir haben hier die wichtigsten Talks aus medienpädagogischer Perspektive aufgeführt – alle Talks finden sich hier.

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Fiona Krakenbürger fasst ihre Erfahrungen im CCC, aber auch aus Perspektive ihrer Bachelor-Arbeit zusammen – diese lässt sich dann auch gleich in github im Original lesen. Viele Schlüsse lassen sich auch auf medienpädagogische Angebote anwenden.

Kontrolle ist gut. #Landesverrat ist besser.


Was die letzten Wochen und Monate passiert ist, fassen Markus Beckedahl und Andre Meister von netzpolitik.org zusammen. Dabei wird sehr deutlich, wie versucht wird, durch Abschreckung die Pressefreiheit einzuschränken um weitere Aufklärung zum Überwachungsskandal zu verhindern. Ein höchst relevantes Thema aus mehreren Perspektiven für die Medienpädagogik.

Politische Lösungen für technische Probleme?

Hier beleuchtet Linus Neumann, CCC, welchen komplexen technischen Anforderungen Gesetzgeber und gesetzgebende Struktur sowie Politik nicht gerecht werden. Der Talk ist für Medienpädagog_innen möglicherweise technisch anspruchsvoll, dennoch sehr empfehlenswert, da sie genau die Gegenperspektive zur sonst gehörten/gängigen aufmacht und so relevante Einblicke und Basiswissen für die Medienpädagogik vermittelt.

Kissing – Heiße Tipps und Techniken

Der Moderator von „Wissen macht Ah!“ und „Die Sendung mit der Maus, Ralph @hyperjinx Caspers gibt Einblicke in seine Arbeit und erläutert, wie sie es schaffen, komplexe (technische) Phänome einfach und verständlich zu erklären. Welche Medienpädagog_innen wünschen sich diese Superhelden-Fähigkeit nicht regelmässig?

 

Refugees Emancipation


Internet sollte ein Grundrecht sein – besonders wenn man von der eigenen Familie getrennt in einem unbekannten Land ein neues Leben aufbauen muss. Bei Refugees Emancipation bauen Flüchtlinge gemeinsam mit Flüchtlingen Internet-Cafés z.B. in Flüchtlingsheimen auf, Chu Eben erzählt von dieser Entwicklung und formuliert auch wichtige Forderungen und Kritik an der Zivilgesellschaft. Aus dem Club-Umfeld hat sich ein Support-Projekt gegründet (Disclaimer: dem der Autor angehört), das sich auch an zahlreiche andere Orte übertragen lässt inklusive medienpädagogischer Workshops.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere spannende Talks, ein Blick auf die gesamte Liste lohnt sich!

Das grandiose Foto ist von Robert Anders während dem Gewitter geschossen worden – die spannende Geschichte zur Evakuierung gibt es bei fm4, darüber hinaus hat Breitband einen tollen Beitrag über das #CCCamp15 gemacht, beide lassen soziale und technische Dimensionen dieser Veranstaltung ganz gut erahnen.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Daniel Seitz für medienpaedagogik-praxis.de
Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.