Comic-Klassiker zur freien Nutzung

Comics haben eine hohe Relevanz für die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Entsprechend spielen sie auch eine große Rolle in der Medienpädagogik – egal ob Kinder oder Jugendliche ihre Geschichten als «richtige» Comics erzählen oder das mit dem «Nachbargenre» Bildergeschichte bzw. Fotostory tun.

Das «Digital Comic Museum» liefert für solche Projekte wertvolles Material, um sich dabei mit dem Comicgenre selbst zu beschäftigen – mit seinen Themen, klassischen Geschichten, seiner Ästhetik usw.: Die Aktivist_innen, die die Seite betreiben, tragen nämlich klassische Comics zusammen, die als Public Domain verfügbar sind, scannen sie und stellen sie kostenlos auf der Website zur Verfügung. Das sieht auf den ersten Blick aus wie eine Zeitreise in die Anfangsjahre des Netzes, aber bei genauerem Hinsehen ist die Website sehr wertvoll und liefert tausende hochwertige Materialien, die einen riesige Fundgrube für die Auseinandersetzung mit dem Comicgenre bedeuten.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

3 Kommentare

  1. Nerd am 15.06.2015:

    „Comics haben eine hohe Relevanz für die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen.“

    Ist das so? Als Comicfan haben meine Kinder auch ein gewisses Faible dafür. In Religion musste die Große neulich ein Referat über einen bekannten Juden halten. Sie wählte Stan Lee (daran war ich nicht ganz unbeteiligt). Sie bekam Abzüge, da auf ihrem Plakat u.a. Captain America zu sehen, aber nicht beschriftet war. Weder die Lehrerin noch eines der über 20 Kinder wussten, wer das ist. Sechste Klasse, Avengers der erfolgreichste Film aller Zeiten… Wie ist das möglich, fragt man sich da? Im Rahmen eines Seminares mit Jugendlichen habe ich abends zur Belustigung ebenfalls mal Avengers laufen lassen (jaja, Copyright, Schmoppiright) und keiner kannte den Film oder einfach nur die Avengers… Bildungslücken tun sich auf in deutschen Landen!

  2. Manuel Sichert am 19.06.2015:

    @Nerd: Also ich gehe in die sechste Klasse und weiß wer Captain America ist. Aber nur aus dem Film. Comics lese ich nicht.

  3. Schirin S. am 19.09.2018:

    @Nerd
    Comics begrenzen sich nicht nur auf das Superhelden-Genre. Es gibt zahlreiche andere Publikationen, die dann sehr wohl in die Lebenswelt der Heranwachsenden gehören und an diese auch anknüpfen. Evtl sogar etwas mehr als ein Captain America 😉
    Dennoch sollten wir nie vergessen, wie „comicphob“ Deutschland seit jeher war. Erst durch den Manga-Boom (Auer, 2013; Kochansky, 2015) der 2000er-Jahre wurden die jüngeren Generationen etwas aufgeschlossener diesem Medium gegenüber.

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