Computer-Games selber machen

Screenshot der Spieloberfläche.

Screenshot Draw your game Level

In meiner medienpädagogischen Praxis kommt bei Kindern immer wieder der Wunsch: „Ich will ein Computerspiel machen!“. Alle, die das schon mal gemacht haben wissen, das ist nicht so einfach. Zumal ich immer mehr in kurzzeitpädagogischen Maßnahmen agieren muss.

Mit Draw your game und Bloxels haben wir 2 Apps in Projekten ausprobiert, die vom technischen Ansatz her beide sehr ähnlich sind und es ermöglichen sehr schnell 2D Jump an Run Spiele auf dem Smartphone oder Tablet zu kreieren.

Bei „Draw your Game“ ist der Titel Programm. Man malt auf Papier (oder auch auf dem Bildschirm) mit vier Farben einen Parcour, den dann eine zu setzende Figur bewältigen muss. Jede Farbe hat eine Funktion (Massiv, Gummi, Verbrennen, Flüchtig). Die Elemente lassen sich dann noch animieren, so dass sie sich bewegen. Es gibt es zwei Modi: 1) Verlasse das Spiel rechts unten, oder 2) zerstöre alle blauen Elemente.

So einfach wie es klingt ist es auch: Malen, abfotografieren, Bild umrechnen lassen, Figur setzen – spielen – Korrigieren, ergänzen, schwieriger machen – usw. Die kostenlose Version der App ist leider auf zwei Games beschränkt. Es macht aber irren Spaß.

Für Bloxels kann man ein Setzbrett mit bunten Klötzchen kaufen, muss es aber nicht. Das Setzbrett macht Sinn, wenn man nur mit Smartphone arbeitet. Mit einem Tablet geht die Arbeit auf dem Bildschirm schneller. Trotzdem ist das Setzbrett eine schöne Idee, um vom Analogen ins Digitale zu kommen und Pixelgrafik begreifbar zu machen.

Auf dem Setzbrett werden „Pixelgrafiken“ (Spielfiguren, Landschaft, Goldtaler und mehr) kreiert, die dann abfotografiert im Spiel auftauchen. Man kann auch alle Elemente der der Spiellandschaft über das Setzbrett gestalten und dann in einem zweiten Schritt die Landschaft über das Setzbrett zusammenstellen.

In beiden Fällen eine sehr schöne Form sehr schnell eigene Ideen zu erstellen und ins Spielen zu kommen. Ein Vorteil gegenüber anderen langwierigeren Programmiersessions wie z.B. im KoduGameLab.

Auch in diesen kleinen Spielen geht es schnell um Leveldesign, also Aufgaben schwerer machen, schier unmögliche Wege zu bauen oder einfach schöne Landschaften zu konstruieren. Der Weg über die analoge Konstruktion hilft vor allem jüngeren Kindern die oft abstrakten Programmiervorgänge zu umgehen.

Kennt ihr weitere Möglichkeiten schnell und kreativ Spiele zu erstellen? Dann hier doch bitte Tipps in die Kommentare.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Lambert Zumbrägel für medienpaedagogik-praxis.de
Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 05.06.2018

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2 Kommentare

  1. Heiko Wolf am 07.06.2018:

    Danke, Lambert für den Artikel!

    Sehr niedrigschwellig ist noch SPLODER (http://www.sploder.com).
    Läuft im Browser und es lassen sich Arcade-Spiele, Plattformer sowie Puzzle- und Retro-Shooter-Games erstellen.

    Etwas umfangreicher, aber auch sehr einfach zu erlernen ist noch CONSTRUCT3 (www.construct.net). Mit Construct kannst Du fast alle Arten von Spielen erstellen.

    Und noch ein letztes: auf Code.org kann ein individuelles „Flappy Bird“-Spiel erstellt werden und als Web-App auf Smartphone und Tablet gespielt werden (https://studio.code.org/flappy/1)

    Viel Spaß 🙂

  2. Lambert Zumbrägel am 08.06.2018:

    Super, vielen Dank Heiko, werd ich mal ausprobieren.
    Lambert

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