Das Emoji-Quiz

Emojis sind heute mehr als nur ein kleiner Smiley am Ende des Satzes, mittlerweile sind die vielen Gesichter und Zeichen nicht mehr wegzudenken. Durch die hohe Anzahl der Emojis werden sie sogar als Ersatz für ganze Wörter benutzt: Sie sollen Launen und Gefühle vermitteln und dem Gegenüber helfen eine Stimmungslage besser zu verstehen. Dennoch kommt es vor, dass Missverständnisse entstehen und die Kommunikation in die falsche Richtung geht.

Das Emoji-Quiz bietet sich als einfaches Spiel für Zwischendurch an und eignet sich, um intensiv über neue Kommunikationswege zu reden. So oder so kommt es sehr gut an und führt zu engagierten Gesprächen über die Emoji-Kommunikation. Die im Quiz dargestellten Filme sind üblicherweise bekannt, so dass alle ab einem Alter von 12 Jahren mitspielen können.

Rahmenangaben

  • Zielgruppe: Jugendliche oder Erwachsene (ab 12 Jahren)
  • Zielsetzung: Hoher Unterhaltungsfaktor und positiver Einstieg in ein Projekt. Förderung des Mediennutzungsverhaltens, bzw. der eigenen medialen Kommunikation. Förderung sozialer Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kooperation und Kommunikationsfähigkeit.
  • Ausstattung: Tablets, Laptops oder PCs, WLAN, Beamer, MS-Office (PowerPoint)
  • Dauer: 2 – 4 Stunden (je nach Umfang, siehe unten)

Vorbereitung

Vor Beginn der Spieldurchführung sollte die technische Ausstattung geprüft und das Spiel heruntergeladen werden. Dann sollte überprüft werden, ob die Datei auf dem Vorführrechner funktioniert.

Im nächsten Schritt werden die Tablets auf ihren Akkustand überprüft. Als App wird die bereits vorhandene Notizen-App empfohlen. Für die dritte Einheit muss die Projektleitung Karten mit alltäglichen Situationen vorbereiten, über die Jugendliche per Messenger reden (z.B. eine Einkaufssituation, Liebeskummer, …). Alle Karten werden in einem Behälter gesammelt, aus dem die Teilnehmer jeweils eine Karte  ziehen.

Ablauf

Erste Einheit: Um einen motivierenden Einstieg in das Thema „Emoji-Sprache“ zu erreichen, wird als erstes das Spiel gespielt. Ziel ist es, dass die Mitspieler nur anhand der Emojis die passenden Film- oder Serientitel erraten. Die Buchstaben der Lösung werden durch Platzhalter symbolisiert. Sollte der Titel weder mit Hilfe die Platzhalter, noch durch das Zitat aus dem Film/Serie erraten werden, können Hilfestellungen in Form von einzelnen Buchstaben eingeblendet werden. Das Spiel beinhaltet verschiedene Filme und Serien, die in ihrer Schwierigkeit variieren. Aufgrund der ausgewählten Filmbeispiele empfiehlt es sich das Quiz mit Jugendlichen ab 12 Jahren  einzusetzen. Je nach Situation kann das Quiz jederzeit beendet werden.

Zweite Einheit: Nach dem Spiel sollten Gruppen gebildet werden, mit der Aufgabe weitere Filme und Serien zu finden, die durch Emojis dargestellt werden können. Daraus werden  in den Gruppen Präsentationen erstellt, die der Gesamtgruppe vorgeführt werden. Während der Besprechung der einzelnen Folien/Präsentationen soll auf die Vielfältigkeit der Emojis aufmerksam gemacht werden.

Dritte Einheit: In der dritten und letzten Einheit müssen die Teilnehmer selbst einen Chatverlauf gestalten, der nur aus Emojis besteht. Jeder bekommt ein Tablet, auf der die übliche „Notizen-App“ geöffnet wird und muss nun eine Karte aus dem Sammelbehälter ziehen. Danach gestaltet jeder seinen eigenen Chatverlauf zu dem gezogenen Thema und präsentiert im Anschluss vor der Gruppe seinen „Emoji-Chat“. Dabei wird schnell verständlich, dass Emojis verschiedene Interpretationen zulassen und Missverständnisse vorkommen können. Aufgrund dieser Chats können viele Gesprächssituationen über die neuen medialen Kommunikationsformen entstehen. Ziel ist es, dass ein Gefühl dafür entwickelt wird, dass nicht jeder Emoji unmissverständlich ist.

Mögliche Variation

Die zweite Einheit kann auch in den Unterricht eingebunden werden, indem die Schüler aus dem Geschichts- und Sozialkundeunterricht die bearbeiteten Themen darzustellen versuchen. Durch die hohe Anzahl an Emojis sind der Kreativität hierbei keine Grenzen gesetzt.

Weitere mögliche Themen wären Apps, Games, YouTube-Stars, Bands, Musiktitel, uvm.

Links:

Die Präsentation zu unserem Quiz steht hier zum Download bereit.
Es gibt übrigens auch einen Emoji-Sprachführer mit weiteren Anregungen.

Wir wünschen viel Spaß beim Spielen und beim Erstellen eigener Emoji-Quizzes!

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Julia Bachert für medienpaedagogik-praxis.de
Julia Bachert Kurzbio
FSJ bei medien+bildung.com, Mitarbeit in unterschiedlichen medienpädagogischen Projekten, Gestaltung und Produktion eigener medialer Produkte (Foto, Video, Audio, Internet, Crossmedia), Einsätze bei Medienbildungsprojekten und Seminaren in schulischen und außerschulischen Einrichtungen sowie in der Erwachsenenbildung
Verfasst am 15.05.2018

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5 Kommentare

  1. Julia Behr am 15.05.2018:

    Vielen Dank für diese Anregung, das Thema Emojis und Kommunikation mit Jugendlichen zu bearbeiten! Im Projekt „ACT ON! Zwischen Selbstbestimmung und Schutzbedarf“ haben wir uns darüber auch mit Jugendlichen (ab 11 Jahren) ausgetauscht und eine Methode entwickelt, die eine gute Ergänzung darstellt. Wir haben ein Emoji-Memory erstellt und mit den Jugendlichen gespielt, um gerade die unterschiedlichen Interpretationen von Emojis und damit verbundenen potentiellen Missverständnissen auf den Grund zu gehen: http://www.jff.de/act-on/ein-emoji-sagt-mehr-als-tausend-worte/

  2. Lia am 29.05.2018:

    Ein inspirierender Artikel, der mich gleich zum Download des Quizzes verleiten wollte. Doch leider führt der Link ins Nichts (Page not found). Gibt es vielleicht noch einen anderen? Danke 🙂

  3. Lambert Zumbrägel am 02.06.2018:

    Wir kümmern uns mal drum.

  4. Lia am 30.06.2018:

    GEFUNDEN 🙂

    http://k210006.vimp.mivitec.net/document/Emoji-Quiz/01564b2607c010449a4871ee48f16708

  5. Lambert Zumbrägel am 04.07.2018:

    Vielen Dank Lia, habe den Link auch im Artikel korrigiert.

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