eBooks selbst machen (1/4): die Basics

Ausschnitt aus «From Print to EBooks» // CC BY-NC-SA

eBooks sind in der Medienpädagogik sicher nicht mehr der neue heiße Scheiß, aber wir machen unser Blog schließlich nicht wegen der Trends, sondern wegen der Praxis. 🙂 Und gerade im Zusammenhang mit der Arbeit mit Tablets bekommen eBooks durchaus wieder eine stärkere Relevanz: Kinder und Jugendliche können damit Inhalte selbst aufbereiten – für andere, sich dabei aber auch selbst Gegenstände aneignen bzw. den eigenen Blick auf die Dinge artikulieren. Und Pädagog_innen können umgekehrt auch Inhalte bereitstellen.

Bis es soweit kommt, ist die Einstiegshürde meiner Meinung nach nicht unbedingt niedrig, denn gerade wenn verschiedene Plattformen berücksichtigt werden sollen und die späteren eBooks am Ende frei und kostenlos verfügbar sein sollen, dann finden sich die Ersteller_innen in einem Wust von Dateiformaten, Produktionsumgebungen und Leseprogrammen. Ein Grund für mich, eine kleine Artikelserie zu produzieren, in der ich mein Wissen und meine Quellen ein wenig systematisiere. Ich bitte ausdrücklich um Ergänzungen in den Kommentaren, denn mein Überblick kann nur ein Anfang sein.

Am Anfang steht für mich die Orientierung im Dschungel von Formaten, Produktionsweisen und auch Akteur_innen. Und hier empfehle ich mehrere Quellen:

  • Die Lehrer_innenfortbildung Baden-Württemberg bietet auf ihrer Website einen sehr guten Einstieg, der die Basics behandelt, aber auch schnelle Ergebnisse verspricht. Besprochen werden wichtige Hintergründe, vor allem aber auch Softwaretools.
  • Matthias Andrasch beschreibt auf pb21 ebenfalls die eBook-Produktion in nachvollziehbaren Schritten.
  • Sehr tiefgehend, aber gleichzeitig leicht verständlich (wenn auch auf Englisch) ist „From Print to Ebooks: a Hybrid Publishing Toolkit for the Arts“, eine Publikation von Margreet Riphagen vom renommierten Institute of Network Cultures.  Das eBook bietet Hintergründe, beschreibt Dateiformate und Herstellungsweisen und ist unter einer CC BY-NC-SA-Lizenz hier als Download verfügbar (EPUB, 5MB).
  • Der größte Knackpunkt ist sicher der EPUB3-Standard, der mit der Einbindung von HTML5 und Multimedia-Elementen am meisten (pädagogisch) verspricht, aber bisher fast nicht umgesetzt wird, außer in einer proprietären Variante von Apple. Hier kann das kostenlose Buch von O’Reilly einen Überblick schaffen.

Und in weiteren Artikeln werde ich verschiedene Möglichkeiten skizzieren, wie eBooks selbst hergestellt werden können.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 27.01.2015

8 Kommentare

  1. Dirk Krause am 27.01.2015:

    Hi,

    in dem Zusammenhang bin ich vor längerem auf das hier gestossen:
    http://e-book-creator.at/
    bzw.
    https://github.com/oiat/e-book-creator

    Sieht interessant aus, aber ich hatte bisher leider keine Gelegenheit das mal auszuprobieren.

    VG, Dirk

  2. Dirk Küpper am 27.01.2015:

    Dieses eBook kennt Ihr schon?
    http://biologie.oncampus.de/loop/BIOLOGIE_1

  3. Eike Rösch am 27.01.2015:

    Danke, lieber Dirk, für den Hinweis!
    Der e-Book-Creator ist ehrlich gesagt der Anlass für die Artikelserie, denn vor vier Wochen hab ich ähnliches gedacht wie Du. Nächste Woche ist er dann dran.

  4. eBooks selbst machen (2/4) im Browser mit dem «E-Book-Creator» | Medienpädagogik Praxis-Blog am 03.02.2015:

    […] eBooks selbst machen (1/4): die Basics (3) […]

  5. Joachim Kessler am 19.02.2015:

    Ein E-book selbst zu erstellen ist auf der einen Seite eine tolle Möglichkeit schulische Inhalte nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln und den SchülerInnen zur Verfügung zu stellen.
    Aber: das kostet viel Zeit und es besteht die Tendenz, dass ganz viele Kolleginnen überall auf der Welt das „Rad“ neu erfinden. Schade, dass man nur wenig zusammen arbeitet.
    Wäre das toll, eine Art Unterrichts-Wiki zu entwickeln, also ein Unterrichts-E-Book, an dem alle mitarbeiten können??!!

  6. kittylein am 20.02.2015:

    ich bin schon auf die verschiedenen möglichkeiten gespannt.

  7. Kurt Söser am 25.02.2015:

    Danke für den Überblick. Ich bin bei OneNote hängen geblieben, das fur alle Plattformen Kürbis erhältlich ist und erstelle meine Arbeitsaufträge damit. So konnten die Schülerinnen und Schüler alles digital erledigen. Hier ein Beispiel: http://www.kurtsoeser.at/2015/01/27/lerneinheit-kosten-und-preistheorie/

  8. Edgar am 30.06.2015:

    Ebooks sind interessant, leider stehen jedoch häufig die verschiedensten Rechte im Weg.

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