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	<title>Medienpädagogik Praxis-Blog &#187; Video im Liegen</title>
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	<description>Materialien, Methoden, Projektbeispiele, Tipps, Tricks und aktuelle Informationen für die medienpädagogische Praxis in Jugendarbeit und Schule.</description>
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		<title>Bodenständige Inspirationen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 04:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch Liegevideo-Projekte können zusätzliche Inspirationen gut gebrauchen. Einige haben wir schon geliefert, neues Futter gibt es nun mit dem Musikvideo &#8220;Double Vision&#8220;. Dessen aufwändige Umsetzung, die im MakingOf zu sehen ist, ist zwar weit von den Realitäten in der Medienpädagogik entfernt (und das Video ist leider reichlich sexistisch), im Kleinen lassen sich jedoch viele schöne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1853" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1853" title="Videos im Liegen in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/11/20101202liegevideodoublevis.jpg" alt="Videos im Liegen in der Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus &quot;Double Vision&quot;</p></div>
<p>Auch Liegevideo-Projekte können zusätzliche Inspirationen gut gebrauchen. Einige haben wir schon geliefert, neues Futter gibt es nun mit dem Musikvideo &#8220;<a title="zum Video bei youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=5iWxD0GZVVk" target="_blank">Double Vision</a>&#8220;. Dessen aufwändige Umsetzung, die im <a title="zum Video bei youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=LXawCmNjFhM" target="_blank">MakingOf</a> zu sehen ist, ist zwar weit von den Realitäten in der Medienpädagogik entfernt (und das Video ist leider reichlich sexistisch), im Kleinen lassen sich jedoch viele schöne Ideen abschauen.</p>
<p>[Dank an Stefan Oberst für den Tipp!]</p>
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		<title>Videos im Liegen updated</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/11/23/videos-im-liegen-updated/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 05:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Endlich: Wir haben einen weiteren &#8220;Videopunk&#8221;-Workshop gemacht und diesmal unter anderem mit Videos im Liegen/Liegevideos gearbeitet. Das nutzen wir als Anlass, unseren HowTo-Artikel zu überarbeiten und mit unseren neuen Erfahrungen zu ergänzen. Wir bieten damit eine Anleitung für die Umsetzung in der Medienpädagogik – inklusive einer Materialliste. Die Produkte Als kleines Appetithäppchen zuerst die Ergebnisse unseres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1847" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1847" title="Videos im Liegen in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/11/20101123videoimliegen.jpg" alt="Videos im Liegen in der Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus &quot;Jump &#39;n&#39; Rum&quot;</p></div>
<p>Endlich: Wir haben einen weiteren &#8220;Videopunk&#8221;-Workshop gemacht und diesmal unter anderem mit Videos im Liegen/Liegevideos gearbeitet. Das nutzen wir als Anlass, unseren HowTo-Artikel zu überarbeiten und mit unseren neuen Erfahrungen zu ergänzen. Wir bieten damit eine Anleitung für die Umsetzung in der Medienpädagogik – inklusive einer Materialliste.<span id="more-1814"></span></p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Die Produkte</span></h3>
<p>Als kleines Appetithäppchen zuerst die Ergebnisse unseres Videopunk-Workshops: zwei &#8220;Remakes&#8221; von klassischen Computerspielen – Super Mario</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DmBWrTH8CgU?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/DmBWrTH8CgU?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>und Tetris</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/N-lF3uO8nys?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/N-lF3uO8nys?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>außerdem hier noch unsere ersten Kreationen beim Medienpädagogik-Praxistag – mit einem Menschenturm</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LGJIbLCt5Fg?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/LGJIbLCt5Fg?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>und Kettensägenjonglage</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IaNCSjGyOW4?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/IaNCSjGyOW4?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Liegevideos in der Medienpädagogik</h3>
<p><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;">Videos im Liegen sind geeignet, um damit medienpädagogisch zu arbeiten. Zwar sind die zu erzählenden/erzählbaren Geschichten begrenzt und damit die inhaltliche Arbeit an einem Thema nur eingeschränkt möglich. Dafür bietet das „Genre“ sehr schöne Möglichkeiten kreativ zu spielen, Grenzen (bspw. der Schwerkraft) und auch abgefahrene Ideen zu realisieren (Kettensägenjonglage geht mit richtigen Menschen nur auf diesem Weg).</span></p>
<p>Gleichzeitig sind die Ideen relativ leicht umzusetzen. Alle Videos hier sind in Tagesworkshops möglich; gerade bei aufwändigen StopMotion-Produktionen gerät mensch bei einem Tag jedoch an seine Grenzen.</p>
<p>Insgesamt können Liegevideos als faszinierende Produkte, die leicht realisiert werden können, ein schönes Appetithäppchen für Jugendliche sein, in die Videoarbeit einzusteigen.</p>
<h3>Die Zeit</h3>
<p>Planen Sie zeitlich nicht zu knapp, alleine die Konstruktion und die Sicherung der Kamera benötigen rund eine Stunde. Außerdem empfiehlt sich eine Vorbesichtigung der Location, um am Workshoptag klar zu haben was wie wo aufgebaut/-gehängt wird.</p>
<p>Auch die Umsetzung ist nicht ohne, auch wenn schnell Ergebnisse zu sehen sind. Wenn das Konzept aufwändiger ist <em>und</em> mit StopMotion gearbeitet wird. Sollte die Gruppe zum ersten Mal mit StopMotion animieren <em>und</em> zum ersten Mal ein Video im Liegen produzieren, will <em>beides</em> geübt sein, hier muss also die doppelte Zeit eingeplant werden.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Idee und Inhalt</span></h3>
<p>Passende Ideen, die auch dem &#8220;Genre&#8221; gerecht werden, sind anfangs nicht leicht zu finden. Spätestens nach einigen Beispielfilmen kommen sie aber fast wie von selbst. Unserer Erfahrung nach sind folgende Inhalte besonders geeignet:</p>
<ul>
<li>Tätigkeiten, die leicht ikonografisch darstellbar sind. Also insbesondere Sportarten (<a title="zu den Videos" href="http://www.datenstrudel.de/index.php?prid=8" target="_blank">Flatolympics</a>), aber auch die Menschenturm-Akrobatik.</li>
<li>Alles was ohne Schwerkraft leichter funktioniert: Akrobatik, Sprünge, KungFu, aber auch Weltall-Szenen.</li>
<li>Musikvideos, Computerspiele oder Filmszenen, die sich in 2D leicht nachstellen lassen.</li>
</ul>
<p>Wie immer erleichtert auch hier bei allem Spaß ein kleines Drehbuch und/oder Storyboard die Planung und den Ablauf des Drehs. Gerne kann das Konzept kurz und einfach sein – lieber auf einen Aspekt konzentrieren und den richtig ausarbeiten.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Ort/Raum und Aufbau</span></h3>
<p>Selbstverständlich muss die Kamera senkrecht über dem Boden hängen und das relativ hoch. Wir haben einen Raum mit entsprechender Deckenhöhe ausgewählt – einmal einen Veranstaltungsraum, einmal eine Turnhalle. Der Kameraplatz sollte gut zu erreichen sein – über Treppe, Empore oder Leiter, in der Turnhalle sind bewegliche Basketballkörbe eine Steilvorlage. Im Sommer ist bei gutem Wetter auch ein Fenster mit einem freien Platz davor eine gute Liegevideo-Location.</p>
<p>Die Kamera muss erstaunlich hoch hängen: Mindestens fünf Meter sollten es schon sein, sonst ist der Bildausschnitt nicht groß genug um entweder groß gewachsene AkteurInnen oder das Geschehen ganz abzubilden.</p>
<p>Ausserdem sollte an die Möglichkeit gedacht werden, einen Monitor, Beamer oder PC mit dem aktuellen Kamerabild so zu installieren, dass er von der Aktionsfläche eingesehen werden kann. Dann kann nämlich der/die Regieanweisende seine Anweisungen zuverlässig einbringen und die AkteurInnen können sich selber beim Spielen beobachten und bekommen so einen besseren Eindruck ihrer Bewegungen und dem Wirken im Bild.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Setting und Filmhintergrund</span></h3>
<p>Der Bildausschnitt/die Aktionsfläche sollte, einmal festgelegt, zur Orientierung abgeklebt oder anderweitig auf dem Boden gekennzeichnet werden. So kann souverän mit dem Bildausschnitt gespielt werden, insbesondere mit Auf-/Abtritt. Ausserdem erleichtert es den Aufbau der Requisiten.</p>
<p>Der Hintergrund, also in unserem Fall die Unterlage, sollte abhängig von der Handlung mit Bedacht gewählt werden. Ist viel Bewegung im Spiel (Rollbretter oder zappelnde AkteurInnen), muss der Untergrund glatt und hart sein und darf keine Falten werfen. Hier scheidet eine Decke oder ähnliches aus, es muss schon eine Plane sein.</p>
<h3>Bewegung</h3>
<p>Das ist die zentrale Herausforderung bei Liegevideos: Bewegung. Wer schon mal versucht hat im Liegen eine Gehbewegung zu machen, wird sich schnell wie ein Marienkäfer auf dem Rücken vorgekommen sein. Um trotzdem Bewegung ins Spiel bzw. den Film zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Rollbretter oder StopMotion.</p>
<p>Bewegung auf Rollbrettern ist weitgehend selbsterklärend, die Hauptaufgabe ist, die (gezielte) Bewegung in verschiedene Richtungen zu bewerkstelligen. Dafür sind HelferInnen empfehlenswert, die entweder schubsen, an Gliedmaßen ziehen – oder die Rollbretter mit stabiler Angelschnur bewegen.</p>
<p>Mit Stopptrick ist alles möglich, allerdings nimmt die Animation ein wenig den Spaß des im-Liegen-Schauspielens. Den Liegenden sollten präzise Anweisungen von den Außenstehenden gegeben werden <em>oder</em> &#8220;AnimatorInnen&#8221; eingesetzt werden, die die Liegenden bewegen.</p>
<p>Die Gruppe sollte sich früh für eine der beiden Bewegungsvarianten entscheiden und diese dann ausprobieren mit mit den jeweiligen Möglichkeiten experimentieren.</p>
<p>Auch der Hintergrund kann auch für scheinbare Bewegung sorgen, indem er unter den AkteurInnen weggezogen wird. Die Maus zeigt das sehr schön in &#8220;<a title="zum Film" href="http://www.youtube.com/watch?v=hxp3f9eL_u0" target="_blank">Skispringen im Liegen</a>&#8221; mit der Sprungschanze, den ZuschauerInnen und dem Schnee beim Landen.</p>
<h3>AkteurInnen</h3>
<p>Wie bei fast allen Videoprojekten sind 5-8 Menschen pro Liegevideo eine gute Zahl, abhängig von der Zahl der Figuren im Film. In der Gruppe sollten konkrete Aufgaben/Rollen vergeben werden: Regie, SchauspielerInnen, Kamera/Computer, Ton (optional), AnimatorInnen/SchubserInnen/ZieherInnen, Basteln, Continuity, etc.</p>
<p>Umgekehrt gilt auch: Hat mensch trotz aller Organisationsbemühungen nur einen eng begrenzten Personenpool, macht es mehr Sinn einen Stopp-Trick zu machen als einen Flat-Movie, bei dem dann – aufmerksame Beobachter werden es sicher stellenweise in unserem Beispiel gesehen haben – mangels HelferInnen entweder die AkteurInnen etwas verloren im Bild herumdümpeln oder ihre Bewegungen inadäquat einsetzen.</p>
<h3>Materialliste</h3>
<ul>
<li>ausreichend Zeit</li>
<li>eine lange (Bock)Leiter</li>
<li>eine Kamera, die sich (an der Decke) nicht von selbst regelmäßig in den Standby-Modus schaltet</li>
<li>Spanngurte um die Kamera zu befestigen</li>
<li>Gaffa für den Notfall (sollte ohnehin immer am Menschen sein, siehe MacGyver)</li>
<li>ggf. ein langes Kabel, um die Kamera mit einem Monitor, Beamer o.ä. zu verbinden (S-Video, Cinch).</li>
<li>der dazu passende Beamer oder Monitor</li>
<li>Bei der StopMotion-Variante muss die Kamera direkt mit einem langen (!!!) FireWire oder USB-Kabel an den Computer angeschlossen werden!</li>
<li>Kopfunterlagen für Liegende (bei StopMotion), Decken, Kissen für Rollbretter</li>
<li>Planen, Decken, Folien oder ähnliches um die „Leinwand“ zu gestalten</li>
<li>Rollbretter, die nach Möglichkeit nicht breiter sein sollten als die darauf zum Einsatz kommenden Personen (Skateboards empfehlen sich nicht, da sie nur bi- und nicht multidirektional sind)</li>
<li>dünne aber dennoch stabile Schnüre um die Rollbretter zu bewegen (dicke Angelschnur, Paketschnur, dünne Stahlseile)</li>
<li>Pappe(n), Krepppapier</li>
<li>Stifte, Schere, Kleber, etc.</li>
</ul>
<p><em>Dieser Artikel wurde zeitgleich auch auf der </em><a title="zum Artikel" href="http://lokal-global.de/liegevideos.html" target="_blank"><em>Website des Instituts für Medienpädagogik und Medientechnik</em></a><em> beim Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz e.V. veröffentlicht.</em></p>
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		<item>
		<title>Perspektivwechsel im Liegen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und dabei hatte alles so harmlos angefangen: Als wir über das Video &#8220;Au Sol&#8221; von Guillaume Reymond schrieben, das das Konzept des Videos im Liegen in den Raum bringt, sprachen wir noch von einer anderen Anwendung von Liegevideos &#8220;in 3D&#8221;. Das kann es auch sein. Aber im Grunde ist es viel mehr: Wenn mensch solche Videos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1258" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1258" title="Liegevideos im Raum als Methode der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/11/20091123liegevideosraum.jpg" alt="Screenshot aus &quot;Hurra, die Schule brennt&quot;" width="240" height="138" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus &quot;Hurra, die Schule brennt&quot;</p></div>
<p>Und dabei hatte alles so harmlos angefangen: Als wir über das Video &#8220;<a title="zum Video bei youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=igZrmpFKIAw" target="_blank">Au Sol</a>&#8221; von Guillaume Reymond schrieben, das das Konzept des Videos im Liegen in den Raum bringt, sprachen wir noch von einer anderen Anwendung von Liegevideos &#8220;in 3D&#8221;. Das kann es auch sein. Aber im Grunde ist es viel mehr: Wenn mensch solche Videos produziert, dann verändert sich mit einem Schlag der Blick auf den Raum und die Umgebung. Daher handelt es sich meiner Meinung nach eine hervorragende Methode, um sich auf Kameraarbeit vorzubereiten und den eigenen Blick zu schärfen.</p>
<p>Auch diese Methode haben wir zusammen mit den <a title="zur Beschreibung des Workshops" href="http://www.videofilmtage.de/videopunk.html" target="_blank">VideopunX</a> bei den video/film tagen 2009 ausprobiert und schreiben hier über unsere Erfahrungen und Tipps für die Umsetzung.</p>
<p><span id="more-1254"></span></p>
<h3>Das Ergebnis</h3>
<p>Als Teilergebnis ist folgender Musikclip entstanden &#8211; mit selbst produziertem Soundtrack:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/E3Bp3x_tr2M&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/E3Bp3x_tr2M&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Der Beipackzettel</h3>
<p>Diese Methode ist nicht ohne! Wer sich darauf einlässt und damit mit dem Raum spielt, kann schnell den Bezug zu Unten und Oben verlieren &#8211; das Ergebnis ist ein Gefühl, wie es in der Schwerelosigkeit vorkommen könnte, mit entsprechenden auch körperlichen Folgen: Zwei Menschen aus unserer Gruppe ist es wirklich schlecht geworden, darunter auch ich &#8211; und meinen Magen haben bisher weder die wildesten Achterbahnen noch ausgiebige Turbulenzen im Flugzeug beeindruckt.</p>
<p>Außerdem stellt sich zumindest anfänglich auch ein Gefühl von Verwirrung ein, vor allem, wenn mensch sich &#8220;theoretisch&#8221; damit auseinandersetzt, also versucht, sich das Verdrehte vorzustellen. Wenn mensch praktisch an die Sache rangeht und einfach ausprobiert, verliert sich das jedoch wieder schnell.</p>
<p>Das sollte bewusst sein bevor es losgeht. Dann können einzelne Anwesende sich ohne Probleme auch einfach mal für einen Augenblick rausziehen.</p>
<h3>Motivation, Ziele und grundsätzliche Überlegungen</h3>
<p>Ähnlich wie bei den eigentlichen &#8220;Videos im Liegen&#8221; liegt mensch hier auch ganz einfach vor der Kamera. Aber während der Boden bei herkömmlichen Liegevideos zu einer 2D-Zeichenfläche wird, wird hier der Raum verdreht; der Reiz der Videos entsteht durch die Veränderung/Verdrehung des Raumes und Zweckentfremdung von Gegenständen und Gebäudeelementen.</p>
<p>Der Haupteffekt ist also die intensive Auseinandersetzung mit der Umgebung und das Einlassen auf neue, außergewöhnliche Blickwinkel &#8211; ein wichtiges Element der Kameraarbeit. Auch ohne letztendliches Produkt ist dies ein Wert für sich und eine gelungene Vorübung für spätere Projekte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1259" title="Escher goes Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/11/20091124liegevideotreppe.jpg" alt="Escher goes Medienpädagogik" width="480" height="264" /></p>
<p>Jedoch auch als eigenständiges Projekt begeistern Liegevideos im Raum. Sie versprühen einen punkig-künstlerischen Charme.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1260" title="20091124liegevideospinde" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/11/20091124liegevideospinde.jpg" alt="20091124liegevideospinde" width="480" height="277" /></p>
<p>Die entstehenden Filme können einfach faszinieren, weil sie unserem Gehirn ständig Rätsel aufgeben, sie sind aber auch schnell lustig: Die Bewegung am Boden ist witzig, horizontales Jonglieren ungewohnt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1261" title="20091124liegevideogitarre" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/11/20091124liegevideogitarre.jpg" alt="20091124liegevideogitarre" width="480" height="276" /></p>
<h3>Tipps zur Umsetzung</h3>
<ul>
<li>Banal, aber alles andere als trivial: Die Kamera muss um 90° gedreht werden. Ein entsprechendes Stativ ist super, ansonsten muss eine andere Lösung/ein anderer Unterbau her.</li>
<li>Der Boden ist die Wand, die Kamera sollte also ausreichend davon entfernt sein, um die Perspektive zu verbessern: Darauf achten, dass sie weit genug von allen Wänden Böden entfernt ist, das geht sonst im Trubel schnell vergessen.</li>
<li>Zum Eingewöhnen zunächst einfach spielerisch den &#8220;neuen Blickwinkel&#8221; ausprobieren: Durchs Gebäude gehen, einzelne Aufnahmen machen, experimentieren.</li>
<li>Das funktioniert in kleinen Gruppen (3-4 Personen) gut, mit Konzept/Drehbuch können aber auch mehr Menschen mitarbeiten/schauspielern.</li>
<li>Bei den Aufnahmen dem/der späteren BetrachterIn Zeit lassen für die Verwirrung (das verdrehte Motiv lange genug zeigen), dann aber den Effekt durchaus auch durchbrechen (&#8220;richtig&#8221; durchs Bild laufen, aufstehen etc.).</li>
<li>Die Schwerkraft ist gnadenlos. Gerade in den ungewöhnlichen Lage fühlt mensch sich schnell wie am Boden festgewachsen. Üben, üben, üben!</li>
<li>Umgekehrt lässt sich alles, was ohne Schwerkraft leichter ist, ohne Probleme darstellen: Handstand, Hochspringen, &#8230;</li>
<li>Für Bewegung am Boden gilt das gleiche wie für herkömmliche Liegevideos: Rollbretter verwenden, Stopptrick oder ähnliches (<a title="zum Liegevideo-HowTo in unserem Blog" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/09/22/medienpadagogik-praxistag-10-liegevideo/" target="_self">hier das Liegevideo-HowTo</a>).</li>
</ul>
<h3>Materialliste</h3>
<ul>
<li>ein Stativ mit kippbarem Stativkopf oder eine alternative Kamerastütze</li>
<li>Rollbretter o.ä. für Bewegung am Boden</li>
<li>evtl. Verkleidung und andere Ausstattungsgegenstände</li>
</ul>
<h3>Insgesamt</h3>
<p>eine schöne Methode, die nach anfänglichem Unwohlsein und Ratlosigkeit schnell eine eigene Dynamik entwickelt. Die TeilnehmerInnen verdrehen dann immer gekonnter den Raum und wählen zunehmend Perspektiven, die begeistern.</p>
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</ul>
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		<title>Liegevideo extended &#8211; in 3D!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 22:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht immer noch ein wenig besser – das beweisen die FilmemacherInnen von notsonoisy mit dem Musikvideo &#8220;Au sol&#8221; (&#8220;Am Boden&#8221;) und belehren damit alle, die wie ich bisher dachten, dass Liegevideos in 2D schon an der Spitze der Abgefahrenheit sind. Die französischen KünstlerInnen erweitern das Filmen im Liegen um die 3. Dimension – indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1074" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1074" title="Liegevideos in 3D in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/08/20090828liegevideo3d.jpg" alt="Screenshot aus &quot;Au sol&quot;" width="240" height="154" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus &quot;Au sol&quot;</p></div>
<p>Es geht immer noch ein wenig besser – das beweisen die FilmemacherInnen von notsonoisy mit dem Musikvideo &#8220;<a title="zum Video bei youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=igZrmpFKIAw" target="_blank">Au sol</a>&#8221; (&#8220;Am Boden&#8221;) und belehren damit alle, die wie ich bisher dachten, dass Liegevideos in 2D schon an der Spitze der Abgefahrenheit sind.</p>
<p>Die französischen KünstlerInnen erweitern das Filmen im Liegen um die 3. Dimension – indem sie die Kamera um 90° drehen und damit gefühlt an die Wand hängen. Die eigentliche &#8220;Leinwand&#8221; befindet sich damit wieder auf dem Boden, nutzt aber den gesamten Raum.</p>
<p>Nicht alleine die Idee, sondern auch die vielen kleinen Kniffe, mit denen die MacherInnen während des Films spielen (zentral dabei: die Schwerkraft), beamen das Liegevideo in unsere Kategorie der Medienpädagogik-Inspirationen zum Wochenende. Viel Spaß beim Schauen!</p>
<p>Und wer das alles mal ausprobieren möchte, dem/der sei unser Workshop &#8220;<a title="zur Workshop-Ausschreibung" href="http://videofilmtage.de/videopunk.html" target="_blank">Videopunk</a>&#8221; ans Herz gelegt, der bei den <a title="zur Website der video/film tage" href="http://videofilmtage.de/" target="_blank">video/film tage</a> am 22.-25. Oktober 2009 in Koblenz stattfindet.</p>
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</ul>
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		<title>Traum-Reisen im Bett</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 22:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal gibts zum Wochenende ein Liegevideo im wahrsten Sinne des Wortes: &#8220;Her Morning Elegance&#8221; ist weitgehend auf einem Bett gedreht, auf dem die HauptdarstellerInnen ihre &#8220;Traum-Reisen&#8221; unternehmen. Einmal mehr fliegen und schwimmen unsere AkteurInnen im Liegevideo (und alles in Stopp-Trick-Animation), aber auch sonst sind viele interessante Kleinigkeiten zu entdecken, die das Musikvideo zu einem schönen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1031" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1031" title="&quot;Her Morning Elegance&quot; als Beispielvideo für die Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/07/20090724morningelegance.jpg" alt="Screenshot aus &quot;Her Morning Elegance&quot;" width="240" height="147" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus &quot;Her Morning Elegance&quot;</p></div>
<p>Diesmal gibts zum Wochenende ein Liegevideo im wahrsten Sinne des Wortes: <a title="zum Video bei youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=2_HXUhShhmY" target="_blank">&#8220;Her Morning Elegance&#8221;</a> ist weitgehend auf einem Bett gedreht, auf dem die HauptdarstellerInnen ihre &#8220;Traum-Reisen&#8221; unternehmen.</p>
<p>Einmal mehr fliegen und schwimmen unsere AkteurInnen im Liegevideo (und alles in Stopp-Trick-Animation), aber auch sonst sind viele interessante Kleinigkeiten zu entdecken, die das Musikvideo zu einem schönen Beispielfilm für die Medienpädagogik macht.</p>
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		<title>Liegevideo-Inspiration</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/06/26/liegevideo-inspiration/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 22:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pünktlich zum Wochenende gibt es wieder eine Filminspiration. Diesmal aus der Kategorie &#8220;Liegevideo&#8221;: Tomas Mankovsky und seine MitstreiterInnen haben mit &#8220;Sorry I&#8217;m Late&#8221; ein schönes Rennen gegen die Zeit inszeniert, das mit vielen kleinen und netten Ideen bezaubert. Verwandte Artikel Videos im Liegen updated (1) Video im Liegen (0) Traum-Reisen im Bett (0) Medienpädagogik-Praxistag 1.0: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_959" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-959" title="Liegevideos für die Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/06/20090626imtoolate.jpg" alt="Screenshot aus &quot;Sorry I'm late&quot;" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus &quot;Sorry I&#39;m late&quot;</p></div>
<p>Pünktlich zum Wochenende gibt es wieder eine Filminspiration. Diesmal aus der Kategorie &#8220;Liegevideo&#8221;: Tomas Mankovsky und seine MitstreiterInnen haben mit &#8220;<a title="zur Website zum Kurzfilm" href="http://www.sorry-im-late.com/watch.html" target="_blank">Sorry I&#8217;m Late</a>&#8221; ein schönes Rennen gegen die Zeit inszeniert, das mit vielen kleinen und netten Ideen bezaubert.</p>
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		<title>Medienpädagogik-Praxistag 1.0: Liegevideo</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 22:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben uns vor kurzem zu dritt getroffen um gemeinsam Liegevideos zu drehen und dabei auszuprobieren, ob das „Genre“ für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geeignet ist und um persönlich erste Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln. Hier schreiben wir unsere Erkenntnisse auf und versuchen damit eine Anleitung/ein HowTo zur Verfügung zu stellen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns vor kurzem zu dritt getroffen um gemeinsam Liegevideos zu drehen und dabei auszuprobieren, ob das „Genre“ für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geeignet ist und um persönlich erste Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln. Hier schreiben wir unsere Erkenntnisse auf und versuchen damit eine Anleitung/ein HowTo zur Verfügung zu stellen. Unsere Beispielfilme sind <a title="zum ersten Beispielvideo" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/09/15/medienpadagogik-praxis-podcast4-liegevideo-tryout-der-menschenturm/" target="_self">hier</a> und <a title="zum zweiten Beispielvideo" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/09/15/medienpadagogik-praxis-podcast5-liegevideo-tryout-kettensagenjonglage/" target="_self">hier</a> zu sehen und am <a href="#filme">Ende dieses Artikels</a>.</p>
<p><span id="more-449"></span></p>
<p><strong>Liegevideos und die Medienpädagogik</strong></p>
<p>Um es schnell auf den Punkt zu bringen: Wir finden Videos im Liegen geeignet, um damit medienpädagogisch zu arbeiten. Zwar sind die zu erzählenden/erzählbaren Geschichten begrenzt und damit die inhaltliche Arbeit an einem Thema nur eingeschränkt möglich. Dafür bietet das „Genre“ sehr schöne Möglichkeiten kreativ zu spielen, das Medium zu entdecken und auch abgefahrene Ideen zu realisieren (Kettensägenjonglage geht mit richtigen Menschen nur auf diesem Weg).</p>
<p>Gleichzeitig sind die Ideen relativ leicht umzusetzen. Unsere beiden Videos haben je maximal eine Stunde Drehzeit benötigt. Auch innerhalb eines Tagesworkshops sind Liegevideos also realistisch umzusetzen. Liegevideos können also insbesondere ein Appetithäppchen für Jugendliche sein, in die Videoarbeit einzusteigen.</p>
<p><strong>Idee und Inhalt</strong></p>
<p>Damit haben wir uns nicht leicht getan, irgendwann sind die Ideen aber gesprudelt. Unserer Erfahrung nach sind folgende Inhalte besonders geeignet:</p>
<ul>
<li>Tätigkeiten, die leicht ikonografisch darstellbar sind. Also insbesondere Sportarten (<a title="zu den Videos" href="http://www.datenstrudel.de/index.php?prid=8" target="_blank">Flatolympics</a>), aber auch unsere Akrobatik.</li>
<li>Alles was ohne Schwerkraft leichter funktioniert: Akrobatik, Sprünge, KungFu, aber auch Weltall-Szenen.</li>
<li>Musikvideos oder Filmszenen, die sich in 2D leicht nachstellen lassen.</li>
</ul>
<p>Wie immer erleichtert auch hier bei allem Spaß ein kleines Drehbuch und/oder Storyboard die Planung und den Ablauf des Drehs.</p>
<p><strong>Ort/Raum und Aufbau</strong></p>
<p>Selbstverständlich muss die Kamera senkrecht über dem Boden hängen und das relativ hoch. Wir haben (September!) einen Raum mit entsprechender Deckenhöhe ausgewählt (diese Höhe sollte auch gut zu erreichen sein (Treppe, Empore, Leiter)), ansonsten geht natürlich auch ein Fenster und ein freier Platz davor (allerdings wetterabhängig).</p>
<p>Wir haben schnell festgestellt, dass  die Kamera erstaunlich hoch hängen muss: Mindestens fünf Meter sollten es schon sein, sonst ist der Bildausschnitt nicht groß genug um entweder groß gewachsene AkteurInnen oder das Geschehen ganz abzubilden.</p>
<p>Ausserdem sollte an die Möglichkeit gedacht werden, einen Monitor, Beamer oder PC mit dem aktuellen Kamerabild so zu installieren, dass er von der Aktionsfläche eingesehen werden kann. Dann kann nämlich der/die Regieanweisende seine Anweisungen zuverlässig einbringen und die AkteurInnen können sich selber beim Spielen beobachten und bekommen so einen besseren Eindruck ihrer Bewegungen und dem Wirken im Bild.</p>
<p>Planen Sie zeitlich nicht zu knapp, wir haben allein für die Konstruktion und die Sicherung der Kamera rund eine Stunde benötigt. Außerdem empfehlen wir eine Vorbesichtigung der Location, um am Workshoptag klar zu haben was wie wo aufgebaut/-gehängt wird.</p>
<p><strong>Setting und Filmhintergrund</strong></p>
<p>Der Bildausschnitt/die Aktionsfläche sollte, einmal festgelegt, zur Orientierung abgeklebt oder anderweitig auf dem Boden gekennzeichnet werden. So kann souverän mit dem Bildausschnitt gespielt werden, insbesondere mit Auf-/Abtritt. Ausserdem erleichtert es den Aufbau der Requisiten.</p>
<p>Der Hintergrund, also in unserem Fall die Unterlage, sollte abhängig von der Handlung mit Bedacht gewählt werden. Ist viel Bewegung im Spiel (Rollbretter oder zappelnde AkteurInnen), muss der Untergrund glatt und hart sein und darf keine Falten werfen. Hier scheidet eine Decke oder ähnliches aus, es muss schon eine Plane sein.</p>
<p><strong>Bewegung</strong></p>
<p>Das ist die zentrale Herausforderung bei Liegevideos: Bewegung. Wer schon mal versucht hat im Liegen eine Gehbewegung zu machen, wird sich schnell wie ein Marienkäfer auf dem Rücken vorgekommen sein. Um trotzdem Bewegung ins Spiel bzw. den Film zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Rollbretter oder StopMotion.</p>
<p>Rollbretter sind weitgehend selbsterklärend, hier muss mensch auf die Multidirektionalität achten, außerdem auf evtl. HelferInnen (siehe „AkteurInnen“). Mit Stopptrick ist alles möglich, allerdings nimmt die Animation ein wenig den Spaß des im-Liegen-schauspielens.</p>
<p><strong>AkteurInnen</strong></p>
<p>Wie bei fast allen Videoprojekten sind 5-8 Menschen pro Liegevideo eine gute Zahl, abhängig von der Zahl der Figuren im Film. Wird mit Rollbrettern gedreht, empfiehlt es sich eine ausreichende Anzahl (ggf. eineR pro DarstellerIn) von HelferInnen um den Bildausschnitt herum stehen zu haben,  die bei Bedarf für die nötige Bewegungsenergie sorgen können. Bei StoppTrick erübrigt sich das selbstredend.</p>
<p>Umgekehrt gilt auch: Hat mensch trotz aller Organisationsbemühungen nur einen eng begrenzten Personenpool, macht es mehr Sinn einen Stopp-Trick zu machen als einen Flat-Movie, bei dem dann – aufmerksame Beobachter werden es sicher stellenweise in unserem Beispiel gesehen haben – entweder die Akteure etwas verloren im Bild herumdümpeln oder ihre Bewegungen inadäquat einsetzen.</p>
<p>Ansonsten ist die Rollenverteilung im Grunde wie bei „konventionellen“ Videoprojekten: Regie, SchauspielerInnen, Kamera, Ton (optional).</p>
<p><strong>Materialliste</strong></p>
<ul>
<li>Planen, Decken, Folien oder ähnliches um die „Leinwand“ zu gestalten</li>
<li>Spanngurte um die Kamera zu befestigen</li>
<li>Gaffa für den Notfall (sollte ohnehin immer am Menschen sein, siehe MacGyver)</li>
<li>ggf. ein langes Kabel, um die Kamera mit einem Monitor, Beamer o.ä. zu verbinden (FireWire, S-Video für PC, Chinch oder S-Video für Beamer oder Monitor, andere hier nicht berücksichtigte Lösungen)</li>
<li>der dazu passende Beamer oder Monitor</li>
<li>Rollbretter, die nach Möglichkeit nicht breiter sein sollten als die darauf zum Einsatz kommenden Personen (Skateboards empfehlen sich nicht, da sie nur bi- und nicht multidirektional sind)</li>
<li>dünne aber dennoch stabile Schnüre um die Rollbretter zu bewegen (dicke Angelschnur, Paketschnur, dünne Stahlseile</li>
</ul>
<p><a name="filme"></a>Und nun abschließend noch unsere Ergebnisse (Klick auf die Bilder startet die Filme):</p>
<p><strong>Flatcrobatics#1: Der Menschenturm</strong></p>
[See post to watch QuickTime movie]
<p><strong>Flatcrobatics#2: Kettensägenjonglage</strong></p>
[See post to watch QuickTime movie]
<p>[<a title="wieder nach oben" href="#top" target="_self">wieder nach oben</a>]</p>
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		<title>Medienpädagogik Praxis-Podcast#5: Liegevideo-Tryout &#8211; Kettensägenjonglage</title>
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		<comments>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/09/15/medienpadagogik-praxis-podcast5-liegevideo-tryout-kettensagenjonglage/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 10:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Albers-Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unser zweites Praxisprojekt zum Thema Liegevideo: Eine Jonglage mit einer Kettensäge, einer Machete und einer Kabeltrommel, produziert mit einer Stop-Motion Technik. Zu der hier verwendeten Animationssoftware wird es in naher Zukunft auch noch einen How-To Screencast geben. download: Kettensägenjonglage Screencast RSS Feed Verwandte Artikel Videos im Liegen updated (1) Medienpädagogik Praxis-Podcast#4: Liegevideo-Tryout &#8211; der Menschenturm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser zweites Praxisprojekt zum Thema Liegevideo: Eine Jonglage mit einer Kettensäge, einer Machete und einer Kabeltrommel, produziert mit einer Stop-Motion Technik. Zu der hier verwendeten Animationssoftware wird es in naher Zukunft auch noch einen How-To Screencast geben.</p>
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<p><strong>download</strong>: <a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/mediathek/Liegevideo_Kettensaegen.mov" target="_blank">Kettensägenjonglage</a></p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/tag/screencast/feed/" target="_blank">Screencast RSS Feed</a></p>
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</ul>
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		<title>Medienpädagogik Praxis-Podcast#4: Liegevideo-Tryout &#8211; der Menschenturm</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 09:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Albers-Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits einige Male berichteten wir von interessanten Liegevideos. Grund genug für uns, diese Filmtechnik selbst einmal in einem Praxistag auszuprobieren und auf die Eignung für medienpädagogische Projekte zu testen. Als kleines Appetithäppchen auf den ausführlichen Praxisbericht gibt es heute schonmal die Ergebnisse unseres Praxistages: inspiriert von den Flatolympics starten wir die Flatcrobatics. Look out for [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits einige Male berichteten wir von interessanten <a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/index.php?s=liegevideo" target="_self">Liegevideos</a>. Grund genug für uns, diese Filmtechnik selbst einmal in einem Praxistag auszuprobieren und auf die Eignung für medienpädagogische Projekte zu testen. Als kleines Appetithäppchen auf den ausführlichen Praxisbericht gibt es heute schonmal die Ergebnisse unseres Praxistages: inspiriert von den <a title="zu den Flatolympics-Videos" href="http://www.datenstrudel.de/index.php?prid=8" target="_blank">Flatolympics</a> starten wir die Flatcrobatics. Look out for the Praxisbericht mit HowTo, in dem wir unsere Erfahrungen mit Ort, Material und Technik gesammelt haben! Nächste Woche mehr.</p>
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</p>
<p><strong>download</strong>: <a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/mediathek/Liegevideo_Turm.mov" target="_blank">der Menschenturm</a></p>
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		<title>Liegevideos reloaded</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 22:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der letzte Liegevideo-Beitrag hatte eine ansehnliche Resonanz: Alle finden das Video sehr witzig, super gemacht und sind animiert, selbst mal ein Liegevideo zu machen. Mario (danke!) hat auch weiterrecherchiert und ist auf zwei weitere Beispiele gestoßen: Einmal die &#8220;Flatolympics&#8221; des &#8220;Skispringen&#8221;-Machers Jörn Hintzer und &#8220;Grüßt uns&#8217;re Berge&#8220;. Bei letzterem ist interessant, dass die Macher das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/07/11/video-im-liegen/" title="zum Blog-Beitrag">letzte Liegevideo</a>-Beitrag hatte eine ansehnliche Resonanz: Alle finden das Video sehr witzig, super gemacht und sind animiert, selbst mal ein Liegevideo zu machen. Mario (danke!) hat auch weiterrecherchiert und ist auf zwei weitere Beispiele gestoßen: Einmal die &#8220;<a href="http://www.datenstrudel.de/index.php?prid=8" title="zu den Videos" target="_blank">Flatolympics</a>&#8221; des &#8220;Skispringen&#8221;-Machers Jörn Hintzer und &#8220;<a href="http://de.youtube.com/watch?v=J4fOGBnjyNU" title="zum youtube-Video" target="_blank">Grüßt uns&#8217;re Berge</a>&#8220;. Bei letzterem ist interessant, dass die Macher das Problem, sich nicht richtig im Liegen fortbewegen zu können, mit einfachem StoppTrick gelöst haben. Derart animiert werden sicher bald ein paar MedienpädagogInnen in Mainz ihr erstes Liegevideo produzieren.</p>
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		<title>Video im Liegen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 22:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal in der Reihe &#8220;Beispielvideos für medienpädagogische Videoprojekte&#8221;: Liegevideos. Was sich auf den ersten Blick wie eine besonders kaloriensparende Variante des Videodrehs anhört, ist eigentlich eine recht anstrengende Methode, die aber vor allem sehr unterhaltsame und kreative Ergebnisse bringt. Bei Videos im Liegen wird die Kamera aus einer (größeren) Höhe senkrecht auf den Boden gerichtet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal in der Reihe &#8220;Beispielvideos für medienpädagogische Videoprojekte&#8221;: Liegevideos. Was sich auf den ersten Blick wie eine besonders kaloriensparende Variante des Videodrehs anhört, ist eigentlich eine recht anstrengende Methode, die aber vor allem sehr unterhaltsame und kreative Ergebnisse bringt. Bei Videos im Liegen wird die Kamera aus einer (größeren) Höhe senkrecht auf den Boden gerichtet, der dadurch zu einer Art Malfläche wird, auf der Menschen auf einmal fliegen können und die außergewöhnlichsten Kunststücke möglich sind. Und das alles in 2D. Ganz vorne (auch hier) dabei ist &#8220;<a href="http://www.talent-film.net/portal/index.php?FILMID=115" title="zur Filmbeschreibung" target="_blank">Fliegenpflicht für Quadratköpfe</a>&#8220;, von Null auf Eins (in meiner Hitparade) ist aber gestern die Sendung mit der Maus mit dem Videopodcastbeitrag &#8220;<a href="/wp-content/uploads/2008/07/wdr_fernsehen_die_maus_20080224.mp4" title="zur Podcast-Folge" target="_self">Skispringen im Liegen</a>&#8221; gesprungen. Großes Kino!</p>
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</ul>
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