Thema Skype »
Skype-Telefonate aufnehmen
Erst kürzlich bin ich gefragt worden, mit welchem Tool es möglich sei, ein Skype-Interview aufzunehmen. Da mein Gegenüber ein Windows-User war, konnte ich ihm ganz getrost die Freeware MP3 Skype Recorder nahelegen. Mit diesem kostenlosen Tool ist es möglich, laufende oder neue Skype Gespräche mit 128 Kbit/s mono oder stereo aufzunehmen. Wer doch lieber höhere Bitraten und das wav-Format schätzt, kann sich gerne die kostenlose Alternative Callgraph Recorder ansehen.
Auf dem Mac sieht das alles ein wenig komplizierter aus. Ich selber kannte da kein Tool und habe mich erst auf die Suche begeben müssen. Als einzig wirklich gute Alternative habe ich Callrecorder for Skype gefunden. Dieses Programm ist mit 19$ leider nicht so wirklich kostenlos, dafür aber auch in der Lage, Skype-Video aufzunehmen.
Forfone: kostenlose Festnetztelefonie mit Android und iOS
Dass man mit einem Smartphone über die Datenverbindung auch telefonieren kann, ist seit Skype kein Geheimnis mehr. Auch wenn Skype seit Neustem wieder den Videochat mit dem Handy unterstützt, gibt es meiner Meinung nach bei diesem App zwei Nachteile: Erstens muss ich einen Benutzeraccount haben, der auch als Anruferkennung sichtbar ist und zweitens kosten Festnetzgespräche immer noch Geld.
An dieser Stelle setzt der Dienst Forfone an. Android und iOS – Benutzer (also auch Menschen mit einem iPod oder iPad) ist es hiermit möglich, kostenlos über das Internet ins Festnetz zu telefonieren. Auch Telefonate zu anderen Forfone-Usern sind gratis. SMS in deutsche Mobilfunknetze kosten 9ct, Gespräche ins internationale Festnetz sind ab 1,9ct möglich.
Das besondere an Forfone ist, dass bei einem Anruf kein Benutzeraccount als Absenderkennung versendet wird, sondern die Mobilfunknummer des Gerätes. Dies macht einen Rückruf des Gesprächspartners wesentlich einfacher. Auch sind die Gespräche nicht nur im W-Lan Netz, sondern auch über 3G möglich.
Ich habe die App über das Vodafone 3G Netz [Sprachprobe 3G] und über eine 16.000 er DSL Leitung [Sprachprobe DSL] getestet. Während ich meinen Gegenüber wirklich sehr klar und deutlich verstanden habe, war meine Ausgabe wohl durch einige Ruckler gekennzeichnet. Dennoch war ich sehr überrascht über die relativ gute Gesamtqualität. Ich denke, dass Apps wie Forfone durchaus das Potential haben, auch in der Kinder- und Jugendarbeit genutzt zu werden. Sofern es z.B. darum geht, bei Rollenspielen, Ralleys etc. die Kommunikationskosten gering zu halten, oder während Auslandsfreizeiten günstige Telefonate anzubieten, liegt man hier nicht verkehrt … vorausgesetzt eine gute 3G oder W-Lan Verbindung ist vorhanden.
Fring: kostenlose Videotelefonie vom Handy über UMTS und W-LAN
Bislang war Videotelefonie über das Mobiltelefon ein recht teurer Spass und kam daher für viele Menschen erst gar nicht in Frage. Neuen Wind in dieses Thema brachte zum einen der stetige Ausbau des UMTS Netzes, zum anderen aber die neue und kostenlose Software-Version von Fring. Symbian Handys, wie z.B. unser Medienpädagogik Handy Nokia N85 und iPhones sind somit zum ersten Mal in der Lage, einen Skype-Call mit Videounterstützung über eine UMTS oder W-Lan Verbindung zu tätigen. Diese neue Möglichkeit bringt vor allen weitere Impulse in die medienpädagogische Arbeit. In Verbindung mit einem Datentarif entstehen neue Optionen, sei es im mobilen Büroalltag oder im Outdoor Geländespiel. Natürlich ist die Qualität der meisten Front-Kameras nicht mit der Webcam eines iMacs zu vergleichen, dennoch wird selbst mit einem Nokia E71 ein akzeptables Bild geliefert. Auf jeden Fall ist ein erster großer Schritt getan, jetzt müssen vor allem die Handyhersteller mit anständiger Hardware nachlegen.
Der (Windows-)Geist aus der Flasche

"Swing" von 96dpi auf flickr.com
Manchmal geht es auch am Mac eben doch nicht ohne – Windows – sei es, um Computerspiele laufen zu lassen, um Websites mit einem schlechten Browser zu testen oder um einzigartige Programme zu nutzen. Mit BootCamp und Programmen wie VirtualBox oder Parallels sind Mac-UserInnen da gut versorgt, allen Lösungen ist aber gemeinsam, dass sie eine gültige Windows-Lizenz benötigen.
Nicht immer kann und will mensch dafür Geld in der Medienpädagogik ausgeben, gerade wenn es um einmalige Projekte und/oder Tests geht. Genau dafür gibt es nun eine kostenlose Lösung für Mac OS X: WineBottler. Das Programm basiert auf “Wine“, das ebendiese Aufgabe für Linux erledigt, und lässt die genutzten Programme angepasst im vorhandenen Betriebssystem laufen.
Ein erster Praxistest hat gezeigt, dass das Programm hält, was es verspricht – so kann ich nun das ausgereiftere Windows-Skype auf meinem Mac laufen lassen und auch den Riva FLV Encoder nutzen. Allerdings gilt das bei fast allen Programmen nur mit Einschränkungen: Umfangreiche Software erfordert teilweise Gebastel; mir ist es bei verschiedenen Versuchen nicht gelungen, die entsprechenden Programme direkt zum laufen zu bringen. Die Wine-Website bietet dafür zahlreiche Anleitungen und eine Kompatibilitätsliste. Dennoch: WineBottler ist sehr vielversprechend und lohnt in den genannten Ausnahmefällen einen Versuch. Übrigens basiert auch die kommerzielle Software “CrossOver” auf Wine.
½10 Uhr bei MedienpädagogInnen: kleiner Chat für Zwischendurch
MedienpädagogIn 1 möchte auf die Schnelle mit MedienpädagogIn 2 etwas besprechen, will aber weder Telefon (der/die NachbarpädagogIn von MedienpädagogIn 1 könnte mithören) noch e-mail (zu viele Klicks erforderlich und nicht interaktiv genug) oder einen Messenger dazu benutzen. Also geht er/sie auf http://www.tinychat.com/, erstellt mal eben schnell einen Chat, läd den oder die KollegIn ein und kann in aller Stille besprechen. Das Besondere daran: keine Anmeldung, keine Kosten, nur 2 1/2 Klicks erforderlich, weitere gewünschte Gesprächspartner können eingeladen werden.
Dank an netzlernen.ch für die Info.
Kostenloses Webstreaming
Immer wieder taucht bei medienpädagogischen Projekten oder bei anderen Anlässen die Frage auf, wie mensch denn im Wetten-dass-Style jemanden per Videokonferenz dazuschalten oder ein Event per Streaming übertragen könne. Dank Skype muss diese Frage nicht mehr zwangsläufig mit einem Kopfschütteln beantwortet werden, aber ich habe mich immer wieder gefragt, ob es nicht eleganter ginge, am besten ohne eigenes Programm und nur im Browser und für viele BenutzerInnen gleichzeitig sichtbar. Jetzt weiß ich: das geht!



