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	<title>Medienpädagogik Praxis-Blog &#187; Praxistest</title>
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	<description>Materialien, Methoden, Projektbeispiele, Tipps, Tricks und aktuelle Informationen für die medienpädagogische Praxis in Jugendarbeit und Schule.</description>
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		<title>Videoschnittprogramme für „Fortgeschrittene“</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 05:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian Weidmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele unter uns Medienpädagogen würden sich mit ihrem medientechnischen Können spontan in der goldenen Mitte einordnen. Wenn es darum geht, Homepages zu programmieren, Tonaufnahmen durchzuführen, Filme zu drehen und zu produzieren sind wir alle keine Anfänger mehr, aber voll ausgebildete Experten meistens auch nicht. Wir sind eben Fortgeschrittene, oft auch als Prosumer (Wortmix aus Produzent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2549" title="Videoschnitt mit Prosumer-Programmen in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2012/01/20120118videoschnitt.jpg" alt="Videoschnitt mit Prosumer-Programmen in der Medienpädagogik" width="240" height="150" />Viele unter uns Medienpädagogen würden sich mit ihrem medientechnischen Können spontan in der goldenen Mitte einordnen. Wenn es darum geht, Homepages zu programmieren, Tonaufnahmen durchzuführen, Filme zu drehen und zu produzieren sind wir alle keine Anfänger mehr, aber voll ausgebildete Experten meistens auch nicht.</p>
<p>Wir sind eben Fortgeschrittene, oft auch als Prosumer (Wortmix aus Produzent und Konsument) bezeichnet, und diese Gruppe ist stetig am wachsen. Dies haben auch die Herstellerfirmen von Videoschnittprogrammen erkannt und wagen vermehrt den Spagat zwischen Bedienerfreundlichkeit für Anfänger und Leistungsfähigkeit eines Profi-Programmes.</p>
<p>Grund genug für uns, zwei Exemplare dieser Gattung unter die Lupe zu nehmen und zu sehen, wie sehr sie die fortgeschrittenen Ansprüche eines Medienpädagogen bedienen.Getestet haben wir das Flaggschiff des Herstellers Magix „Video Pro X3“ sowie die neuste Version von Final Cut, die jetzt den Namenszusatz „Pro X“ trägt. Wie es bei meinen Artikeln zur Tradition gehört, habe ich auch diese Programme am Interaktiven Whiteboard (kurz: „IWB“) getestet, um zu sehen, wie gut sie sich in diesem Kontext anwenden lassen.<span id="more-2537"></span></p>
<h3>Final Cut Pro X<strong></strong></h3>
<p>Böse Zungen behaupten, das neue <a title="zur Website" href="http://www.apple.com/de/finalcutpro/" target="_blank">Final Cut Pro X</a> (kurz: „FCPX“ ) ist das Ergebnis einer billigen Affäre zwischen dem alte Final Cut und iMovie. Diese Häme kommt nicht von ungefähr, denn der neue Hersteller Apple hat tatsächlich Elemente aus beiden Anwendungen zu einem völlig neuen Programm zusammengefügt, was mit den früheren Final Cut Versionen nicht mehr vergleichbar und leider auch nicht mehr kompatibel ist. Der Unterschied ist auch preislich spürbar.  Mit 239,99 €  wurde der Preis deutlich gesenkt und soll eben vor allem den ambitionierten Nutzer und nicht mehr so sehr die Profis ansprechen. Diese sagen sich im Übrigen in Internetforen und –blogs scharenweise von dem Programm los und arbeiten lieber mit der alten Version oder anderen Programmen weiter.</p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2012/01/FCPX1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2547" title="Screenshot Final Cut Pro X" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2012/01/Screen_FCPX.jpg" alt="" width="480" height="262" /></a></p>
<p>Der Trubel im Vorfeld soll mich jedoch nicht von einer objektiven Bewertung abhalten. Ich begreife FCPX als eigenständiges Programm und werde deshalb im Folgenden keine Vergleiche zu den Vorgängerversionen ziehen. Die Benutzeroberfläche von FCPX präsentiert sich mir als sehr aufgeräumt und ich finde mich sofort zurecht. iMovie-Veteranen haben einen Vorteil, denn die Ereignis-Mediathek wurde 1 zu 1 übernommen. Dann geht erst mal alles wir gehabt. Die Daten werden in die Timeline gezogen und zu einem Gesamtfilm zusammengefügt. Das funktioniert auch am Whiteboard sehr gut sowie auch Standardaktionen wie das Zerteilen von Clips, da alles über große und schnell erreichbare Icons ausgewählt werden kann.</p>
<p>Ein nerviges Manko ist die überarbeitete „magnetische Timeline“. Parallel liegende Filmobjekte sind immer an das Hauptobjekt in der Mitte der Timeline angeschlossen. Löscht man dieses, geht auch der ganze Rest verloren. Ebenfalls hinderlich für eine zügige Bearbeitung ist das Rendern im Hintergrund, was die Leistung des Rechners stark beansprucht. Dies sollte man unbedingt in den Grundeinstellungen deaktivieren. Außerdem sollte man viel Platz für temporäre Renderdaten auf der Festplatte einplanen. Ist man mit dem Grobschnitt fertig, kommt das Mehr im Vergleich zum iMovie zum Tragen. Jedes Objekt kann frei transformiert, dreidimensional verzerrt und beschnitten werden und mit dem Setzen von Keyframes, kann man dem Film bereits sehr viel individuelle Note geben. Texteinblendungen können in jeder erdenklichen Weise angepasst werden.</p>
<p>Als sehr innovativ und einsteigerfreundlich empfinde ich die Anwendung von Keyingeffekten. Die zu löschende Farbe wird per Farbsample direkt aus dem Film ausgewählt und mit etwas Ausprobieren, an den wenigen Einstellungsreglern, kommt auch der Laie zu sehr professionellen Ergebnissen. Meiner Meinung nach, kann man dieses Programm durchaus auch in Filmprojekten mit Anfängern am Videoschnitt verwenden. Die Einarbeitung dürfte in den meisten Fällen nur minimal mehr Zeit beanspruchen als für iMovie, MovieMaker &amp; Co, denn die Standardaktionen können alle benutzt werden, ohne sich in komplizierte Menüs zu verstricken. Der oben angesprochene Spagat ist also durchaus gelungen. Ausgereift ist das Programm allerdings noch nicht so sehr, wie die alte Final Cut-Reihe, denn Programmabstürze und Verarbeitungsfehler gehören zu der Arbeit mit diesem Programm leider noch dazu.</p>
<h3><strong></strong>Magix Video Pro X3</h3>
<p>Anders sieht es da mit „<a title="zur Website" href="http://www.magix.com/de/video-pro-x/" target="_blank">Video Pro X3</a>“ von Magix aus. In seiner mittlerweile dritten Auflage hat dieses Programm nicht mit solchen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Preislich muss man fast das Doppelte einkalkulieren (Ladenpreis: 399,99 €). Das Programm bietet dafür auch mehr Funktionen als FCPX. Ob man dieses Mehr für seine Arbeit benötigt, sollte man am besten vorher mit der kostenlosen Demoversion für sich selbst herausfinden.</p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot_X3_2.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2548" title="Screenshot Magix Video Pro X3" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2012/01/Screen_X3.jpg" alt="" width="480" height="270" /></a></p>
<p>Auf den ersten Blick wirkt Pro X3 etwas „vollgestellter“ als die Final Cut-Konkurrenz. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass der Unterschied gar nicht so groß ist. Es fehlen lediglich die klaren Trennlinien zwischen den verschiedenen Bereichen. Dafür kann man diese frei skalieren, was bei FCPX nur eingeschränkt möglich ist. Die Grundbefehle werden durch großzügige und leicht verständliche Icons angewählt, so dass man hier auch mit dem IWB gut arbeiten kann. Leider war es mir aber nicht möglich aus dem Importfenster oder dem Effektbrowser Objekte in die Timeline zu ziehen. Hier muss man dann leider doch zum Rechner zurückkehren.</p>
<p>Befindet sich erst mal alles in der Timeline, kann man aber um so besser am IWB mit den Objekten hantieren. Für Kreuzblenden schiebt man die Objekte einfach ineinander und die Anfasspunkte für die übrigen Blenden reagieren sehr direkt. Äußerst hilfreich sind die Schnellwahlbuttons am unteren Rand. Per Knopfdruck kann man die Ansicht in der Timeline auf das ausgewählte Objekt reduzieren oder in Übersicht auf das Gesamtprojekt wechseln.  An Bearbeitungsmöglichkeiten stehen wie gesagt mehr Funktionen zur Verfügung als bei FCPX. Der Ton lässt sich mit einem kompletten virtuellem Mischpult samt EQ, Kompressoren und weiteren Möglichkeiten individuell anpassen.</p>
<p>Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, Filme in stereoskope 3D-Bilder umzuwandeln. Einen schnellen Rechner vorausgesetzt, kann man hier faszinierende Ergebnisse erzielen. Man muss jedoch generell etwas mehr Zeit investieren, da insbesondere bei Feineinstellungen die Menüführung nicht immer selbsterklärend ist. Magix-Veteranen hingegen sollten sich in dem Programm recht schnell zurechtfinden, da einige Strukturen auch in anderen Programmen von Magix zum Einsatz kommen.</p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Abschließend möchte ich zu einer groben Empfehlung kommen und natürlich in Punkto „Bedienbarkeit am IWB“ darauf eingehen, was sich im Vergleich zu unseren letzten Tests getan hat. Den Mittelweg zwischen einfacher Bedienbarkeit  und großem Funktionsumfang haben beide Programme recht gut gefunden. Was die Übersichtlichkeit und intuitive Bedienbarkeit angeht, hat Final Cut Pro X die Nase etwas vorn, was beim Produzenten „Apple“ nicht weiter verwundert. Ganz ausgereift ist das Programm aber noch nicht, was die auftretenden Abstürze deutlich zeigen. Immerhin geht nie etwas verloren, da das Programm permanent automatisch speichert.</p>
<p>Mehr Funktionen, allerdings auch für mehr Kosten, erhält man mit Pro X3 von Magix. Gerade wenn man ein 3D-Projekt angehen möchte, ist das Programm zu empfehlen. Man sollte allerdings mehr Einarbeitungszeit einplanen, als bei Einsteigerprogrammen oder FCPX. Im Bereich Anwendbarkeit am interaktiven Whiteboard schlagen beide Programme den richtigen Weg ein. Die Grundfunktionen werden über große, leicht erreichbare Buttons zur Verfügung gestellt, was die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich erhöht. Zusätzlicher Pluspunkt bei Pro X3 sind die Schnellwahlbuttons für den Bildausschnitt, mit denen  man noch fixer in der Timeline agieren kann.</p>
<p>Es bleibt jedoch dabei, dass komplexe Manöver im Videoschnittprogramm immer noch vor dem Rechner ausgeführt werden müssen. Um Mouse und Tastatur in Punkto Geschwindigkeit und Präzision den Rang ablaufen zu können, müsste meiner Meinung nach eine Schnittsoftware mit speziellem Konzept für IWBs entwickelt werden. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald sich hier etwas tut.</p>
<h3>Update (24.1.2012)</h3>
<p>Wir lernen immer gerne dazu und deshalb möchte ich die wichtigen Infos, die Norbert Thien bereits in den Kommentar-Bereich eingestellt hat, hier an prominentere Stelle platzieren. Also:  Magix Video Pro X3 ist wesentlich günstiger für alle schulischen und gemeinnützigen Einrichtungen (Näheres dazu <a href="http://education.magix.com/de/solutions/gemeinnuetzige-einrichtungen/">hier</a>) im Academic Suite zu beziehen. Dieser beinhaltet neben Video Pro X3 noch die Programme <a href="http://education.magix.com/de/products/academic-suite/samplitude-music-studio-17/">Samplitude Music Studio 17</a> und  <a href="http://education.magix.com/de/products/academic-suite/xara-designer-pro-6/">Xara Designer Pro 6</a> zum Preis von 99,- € (Einzellizenz) bzw. 399,- € (Klassenlizenz).</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Audioschnitt mit Hindenburg Journalist</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 04:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Update 17.7.2011: Offenbar gibt es keine kostenlose Variante von Hindenburg mehr. Der Hersteller bietet nur noch eine 30-Tage-Testversion und eine Edu-Version, die allerdings nur günstiger als die Vollversion ist.] Eher duch Zufall stieß ich kürzlich auf ein ganz hervorragendes Audioschnittprogramm, dem ich hier eine ganz klare Empfehlung für die Medienpädagogik aussprechen möchte. Zugegeben – “Hindenburg” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2111" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-2111" title="Kostenloses Audioschnittprogramm für die Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/05/20110523hindenburg.jpg" alt="Kostenloses Audioschnittprogramm für die Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">LZ-129 in Lakehurst. Quelle: Wikimedia Commons</p></div>
<p>[Update 17.7.2011: Offenbar gibt es keine kostenlose Variante von Hindenburg mehr. Der Hersteller bietet nur noch eine 30-Tage-Testversion und eine Edu-Version, die allerdings nur günstiger als die Vollversion ist.]</p>
<p>Eher duch Zufall stieß ich kürzlich auf ein ganz hervorragendes Audioschnittprogramm, dem ich hier eine ganz klare Empfehlung für die Medienpädagogik aussprechen möchte. Zugegeben – “Hindenburg” ist ein zunächst etwas verwunderlicher Name für ein Audioschnittprogramm. Die Verwunderung legt sich nach einem Besuch auf der Website des Programms beim dänischen Hersteller <a title="Nsaka.com" href="http://nsaka.com/" target="_blank">Nsaka</a>: der Name spielt auf einen der prägenden Momente der Radiogeschichte an, den Bericht vom Unglück des <a title="Wikipedia-Eintrag zur Hindenburg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/LZ_129" target="_blank">Zeppelins “Hindenburg” 1937</a>.</p>
<p>Eigentlich handelt es sich bei Nsakas Hindenburg um ein Programmpaket – einmal um “Hindenburg Journalist” , ein Aufnahme- und Schnitttool speziell für die Belange von Radiojournalisten – und den “Hindenburg Field Recorder”, eine iPhone-App zur Aufnahme und grundlegenden Bearbeitung von Audiomaterial.</p>
<p>Beide Programme erweisen sich als für medienpädagogische / schulische Belange allerbestens geeignet. Die Ausrichtung des Programms auf effizientes radiojournalistisches Arbeiten führt zu einem Verzicht auf überflüssige Funktionsvielfalt. Viele vergleichbare Programme (auch das ansonsten hoch geschätzte Audacity) decken auch den Mehrspurenmix z.B. von Musik ab und bringen die entsprechenden Werkzeuge mit; für das in medienpädagogischen Zusammenhängen oft realisierte Arbeiten mit kleinen Radiobeiträgen, Hörspielen usw. sind diese Funktionen oft eher verwirrend und störend.<span id="more-2110"></span></p>
<p>Hindenburg Journalist präsentiert sich mit einer sehr aufgeräumten Oberfläche, das Programm lässt sich auf Deutsch umstellen. Es sind nach Programmstart 4 Spuren voreingestellt: Sprache, Interview, Hintergrund und Musik. Damit lassen sich alle grundlegenden Anforderungen erfüllen, weitere Spuren können natürlich angelegt werden.</p>
<p>Anders als bei Audacity werden die Aufnahmen in bestehende und jeweils ausgewählte Spuren gelegt, die Aufnahmelautstärke wird automatisch angepasst, die jeweilige Aufnahme bekommt automatisch die Anfasser für Hüllkurve, Blende und Trimmen zugewiesen. Das Einbauen von Blenden und Kreuzblenden ist denkbar einfach, für effizientes Arbeiten gibt es die entsprechenden Kurzbefehle per Tastaturkürzel. Ein Import von Audiomaterial ist selbstverständlich möglich. Beim Export des fertigen Materials wird automatisch auf radiotauglich ausgewogene Lautstärkeverhältnisse geachtet, der Hersteller orientiert sich nach eigener Aussage an den Standards der Europäischen Rundfunkunion EBU.</p>
<p>Das grundlegende Arbeitsverfahren wird gut nachvollziehbar beschrieben im <a title="Handbuch Hindenburg Journalist (Windows)" href="http://nsaka.com/doc/Hindenburg%20Journalist%20Windows.pdf" target="_blank">PDF-Handbuch</a>.<br />
Meine ersten Versuche mit der Software hinterlassen den Eindruck, dass das Programm recht sparsam mit Rechnerressourcen umgeht, der Hersteller empfiehlt die Software auch zum Gebrauch auf Netbooks. Neben der Windows-Version gibt es auch eine für MacOS.</p>
<p>Hindenburg Journalist ist in unterschiedlichen Ausgaben verfügbar: einer kostenlosen Basic-Variante sowie einer Professional-Variante (günstige  59€, Sonderkonditionen für Bildungseinrichtungen und gemeinnützige Institutionen sind verhandelbar). Die kostenlose Variante verzichtet auf einige Funktionen (Filter, Equalizer, die bei Hindenburg offensichtlich sehr mächtige Zwischenablage, kein Autolevel, kein AAC-Export). Dennoch ist sie für die weitaus meisten Anwendungsgebiete im schulischen / medienpädagogischen Bereich hinreichend, anderenfalls ist die Pro-Version doch recht bezahlbar. Insgesamt also eine echte Empfehlung!</p>
<p>Kleine Anekdote am Rande: Auf das Tool bin ich über Umwege gestoßen. Beim Hören einer meiner Lieblingspodcasts – “<a title="HP This American Life" href="http://www.thisamericanlife.org/" target="_blank">This American Life</a>” – nämlich. In einer sehr anrührenden Geschichte innerhalb von <a title="Say anything" href="http://www.thisamericanlife.org/radio-archives/episode/234/say-anything" target="_blank">Episode 234 “Say anything”</a> ging es um einen jungen Mann, der einen suizidgefährdeten Freund durch mit ihm geführte Audiointerviews von seinen Selbstmordgedanken abbringen wollte. Für die Audioaufnahmen hat er sich auf einer Website kundig gemacht, die Radiointeressierten Tools und Techniken nahebringen will: <a title="transom.org" href="http://transom.org/" target="_blank">transom.org</a>. Eine wirklich gute Quelle – und dort gibt es ein sehr ausführliches <a title="Review Hindenburg" href="http://transom.org/?p=12909" target="_blank">Review zu Hindenburg</a>.</p>
<p>Wir haben Hindenburg im Einsatz mit Grundschülern getestet – die Käferklasse der <a title="Lobdeburgschule" href="http://www.lobdeburgschule.jena.de/" target="_blank">Lobdeburgschule </a>(altersgemischt, Klasse 1-3) hatte dabei Geschichten und Gedichte mit Bezug zum Themenbereich Wetter zu schreiben und unter Hilfe des Zivildienstleistenden aufzunehmen. Das Tool hat sich dabei als sehr tauglich erwiesen. Hier eine Gewittergeschichte als kleines <a title="Hörbeispiel Gewittergeschichte" href="https://www.humyo.de/DQTjTPq/hoerspiel_lbs_kaefer/Gedichte_Hindenburg/03-AudioTrack%2003.mp3?a=20s-2lf9Ylw" target="_blank">Hörbeispiel</a>. :-)</p>
<p><em><img class="alignleft" title="Uwe Klemm" src="/wp-content/uploads/2011/03/uweklemm.jpg" alt="" width="80" height="80" />Dies ist ein Gastbeitrag von Uwe Klemm und zuerst in seinem <a title="zum Artikel" href="http://eventualitaetswabe.de/?p=624" target="_blank">Blog</a> erschienen</em><em>. Der Autor ist Lehrer am Angergymnasium Jena und an der Lobdeburgschule Jena, arbeitet darüber hinaus als medienpädagogischer Fachberater am Medienzentrum Jena. Sein besonderes Interesse gilt blended-learning-Szenarien, Web 2.0 als Lerntools, Foto- und Filmarbeit.</em></p>
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		<title>Wie im Märchen: Kostenlos und professionell unter Windows Videos schneiden</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 04:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es klingt wie ein Märchen, ist aber wahr: Es war einmal ein professionelles Videoschnittprogramm, mit dem schnitten ProficutterInnen nicht nur Filme, die die Welt im Kino sah und die mit Preisen überhäuft wurden. Nein, auch die Software selbst erhielt einen Oscar und wurde allenthalben hochgelobt. Das war den MacherInnen aber noch nicht genug und so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1875" title="Professioneller kostenloser Videoschnitt in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/12/20101213lightworksvideoschnitt.jpg" alt="Professioneller kostenloser Videoschnitt in der Medienpädagogik" width="240" height="150" />Es klingt wie ein Märchen, ist aber wahr: Es war einmal ein <a title="zum Wikipedia-Artikel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lightworks" target="_blank">professionelles Videoschnittprogramm</a>, mit dem schnitten ProficutterInnen nicht nur <a title="zur Liste der Filme, die mit Lightworks geschnitten wurden" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lightworks#Popul.C3.A4re_Filme_und_Nutzer" target="_blank">Filme, die die Welt im Kino sah</a> und die mit Preisen überhäuft wurden. Nein, auch die Software selbst erhielt einen Oscar und wurde allenthalben hochgelobt. Das war den MacherInnen aber noch nicht genug und so entschieden sie sich, das Programm kostenlos als OpenSource zur Verfügung zu stellen – ihnen zur Ehre und den NutzerInnen zum Vergnügen. Die FilmemacherInnen in Medienpädagogik und Filmszene frohlockten und lagen sich in den Armen.</p>
<p>Die Rede ist von <a title="zur Lightworks-Website" href="http://lightworksbeta.com/" target="_blank">Lightworks</a>, eine Profi-Videoschnittsoftware für Montage und Mastering, die ab sofort frei und kostenlos zum Download zur Verfügung steht – zunächst für Windows, später auch für OS X und Linux. Ich habe mir die letzten Tage mehrfach die Augen gerieben, aber damit geht ein Traum für die Medienpädagogik in Erfüllung: Ein Videoschnittprogramm mit allem, was das Herz begehrt, ist kostenlos für alle zu haben. Ich glaube sogar, dass das eine Revolution für die Aktive Videoarbeit bedeuten kann.</p>
<p>Grund genug, die frohe Kunde in die medienpädagogische Welt hinauszuposaunen und einen kurzen Praxistest zu machen (s.u.). Der ist vorsichtig begeistert ausgefallen und ich empfehle Lightworks für anspruchsvollere Videoprojekte absolut weiter. [via <a title="zum PAGE-Artikel" href="http://www.page-online.de/emag/technik/artikel/hollywood_fuer_nada_videoediting_lightworks_jetzt_opensource" target="_blank">PAGE</a>]</p>
<p><span id="more-1874"></span></p>
<h3>Installation und allgemeiner Eindruck</h3>
<p>Die Installation ist unproblematisch, bei mir tauchte ein Fehler auf, der durch ein Patch von der Website im Nu behoben ist – für eine Beta-Version verschmerzbar.</p>
<p>Auf den ersten Blick ist Lightworks ein professionelles Videoschnitttool, das alles bietet, was das Herz begehrt. Englisch ist die einzige Programmsprache, was aber auf die Dauer zu verschmerzen ist und sich evtl. noch ändert.</p>
<p>Die Arbeitsoberfläche ist sehr flexibel und muss zunächst an die eigenen Gewohnheiten einstellen. Eine Fensteranordnung wie von anderen Programmen gewohnt lässt sich nicht mit einem Klick einrichten, mit etwas Mühe ist das aber möglich.</p>
<p>Alle denkbaren Feinheiten zu Filmformat, Kameracodec usw. lassen sich einstellen, was für mich zum Teil <em>zu</em> komplex war – die Komplexität ist insbesondere immens höher als bei Final Cut und Premiere. In Teilen ist die Software damit fast <em>zu</em> professionell. Die Eingewöhnung ist insgesamt nicht in Nullkommanichts erledigt, aber dennoch relativ unkompliziert.</p>
<h3>In der Praxis</h3>
<p>Laut Programmbeschreibung ist eine Zusammenarbeit mit anderen Programmen, insbesondere Avid, Premiere und Final Cut Pro problemlos möglich. Sehr cool ist, dass die Tastatur sich wie im Lieblingsprogramm belegen lässt. Der Import einer FCP-Datei ist mir auf die Schnelle nicht gelungen, aber ich habe auch ohne Handbuch gearbeitet.</p>
<p>Die Grundlegenden Schnittprinzipien (Inpunkt, Outpunkt, Insert, &#8230;) finden sich schnell wieder wieder, Funktionsweise ist ähnlich wie bei den Platzhirschen.</p>
<p>Es lässt sich sehr souverän und sehr präzise schneiden, die Bedienweise erschließt sich dabei nicht immer auf den ersten Blick: Nomenklatur, Funktions- und Organisationsprinzip müssen erst gelernt werden. Mit der zur Verfügung gestellten 308seitigen Dokumentation sollte das aber kein Problem sein.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Lightworks ist eine professionelle Software, die alle Möglichkeiten seiner Klasse bietet. Dabei ist es relativ unaufwändig möglich, Erfahrungen aus anderen Programmen auf die Software anzuwenden, die direkte Zusammenarbeit soll auch reibungslos funktionieren.</p>
<p>In Teilen ist Lightworks fast zu komplex, die Nomenklatur und das Funktionsprinzip nicht immer direkt zu erschließen. Durch eine kurze Einarbeitung sollte das aber rudimentär erfahrenen NutzerInnen gut möglich sein. Für ambitionierte Videoschnittprojekte in der Medienpädagogik und als Ersatz für Adobe Premiere, Final Cut Pro oder gar Avid halte ich das Programm für sehr geeignet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Praxistest reloaded: Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/09/06/praxistest-reloaded-videoschnitt-am-interaktiven-whiteboard/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 04:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unsere Whiteboard-Artikel erfreuen sich großer Beliebtheit. Insbesondere nach dem Beitrag zum Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard (IWB) haben wir zahlreiche Mails erhalten, in denen wir nach der Tauglichkeit weiterer Programme gefragt wurden. Gesagt, getan: Wir haben uns ans Smartboard gestellt und einen weiteren Praxistest durchgeführt. Diesmal haben wir uns Pinnacle Studio HD, Magix Video deluxe 16 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1757" title="Videoschnittsoftware am Interaktiven Whiteboard in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/09/20100906iwbvideoschnitt.jpg" alt="Videoschnittsoftware am Interaktiven Whiteboard in der Medienpädagogik" width="240" height="150" />Unsere Whiteboard-Artikel erfreuen sich großer Beliebtheit. Insbesondere nach dem Beitrag zum <a title="zum Artikel" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/06/07/praxistest-videoschnitt-am-interaktiven-whiteboard/" target="_self">Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard</a> (IWB) haben wir zahlreiche Mails erhalten, in denen wir nach der Tauglichkeit weiterer Programme gefragt wurden. Gesagt, getan: Wir haben uns ans Smartboard gestellt und einen weiteren Praxistest durchgeführt.</p>
<p>Diesmal haben wir uns Pinnacle Studio HD, Magix Video deluxe 16 plus und Magix Video easy HD zur Brust genommen und auf die Taglichkeit für die Medienpädagogik getestet. Auch hier verlosen wir unter den KommentatorInnen dieses Artikels Lizenzen der getesteten Programme.</p>
<p><span id="more-1740"></span></p>
<h3>Eins vorweg</h3>
<p>Nach wie vor gilt: Wir, unsere Meinungen und unsere Artikel sind nicht käuflich, das ist eines unserer wichtigsten Prinzipien, auf das sich unsere LeserInnen verlassen können. Für diesen Test haben uns die Firmen Magix und Pinnacle Lizenzen ihrer Software zur Verfügung gestellt. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Programme es leichter hätten – eher im Gegenteil. <img src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":-)" /></p>
<p>Das ist uns wichtig vor diesem Artikel zu betonen. Und um den Benefit doppelt an die LeserInnen weiterzugeben, verlosen wir zur Verfügung gestellte Lizenzen an die KommentatorInnen.</p>
<h3>Testkonfiguration und -anforderungen</h3>
<ul>
<li>Wir haben mit einem Smartboard 685ix (Treiberversion 10) und Windows Vista gearbeitet.</li>
<li>Mit jedem Programm haben wir importiert, Clips eingefügt, grob geschnitten, getrimmt, Audio, Übergänge und Effekte eingefügt.</li>
</ul>
<h3>Die Programme im Test</h3>
<p><strong>Pinnacle Studio HD Ultimate Collection</strong></p>
<ul>
<li>Alle Aktionen funktionieren problemlos, das Programm läuft flüssig.</li>
<li>Die Software ist sehr intuitiv bedienbar und hat eine aufgeräumte, praktische Oberfläche</li>
<li>Pinnacle Studio HD lässt sich allerdings fast nicht anpassen, daher sind am Whiteboard z.T. lange Wege mit den Armen zurückzulegen.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1760" style="margin-right: 20px;" title="Pinnacle Studio HD ultimate collection" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/09/20100906pinnacle.jpg" alt="Pinnacle Studio HD ultimate collection" width="480" height="306" /></p>
<p><strong>Magix Video deluxe 16 plus Sonderedition</strong></p>
<ul>
<li>Alles funktioniert gut, bei eingefügten Effekten reagiert das Programm teilweise etwas ruckelig.</li>
<li>Auch Magix Video deluxe 16plus ist intuitiv bedienbar, hier lässt sich das Interface sehr gut anpassen.</li>
<li>Die Software teilweise fast zu komplex, die Funktionen und Bedienelemente verwirren ansatzweise.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1759" style="margin-right: 20px;" title="Magix Video deluxe 16 plus Sonderedition" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/09/20100906magixvideo.jpg" alt="Magix Video deluxe 16 plus Sonderedition" width="480" height="332" /></p>
<p><strong>Magix Video easy HD</strong></p>
<ul>
<li>Alle Aktionen funktionieren gut, allerdings verhält sich auch dieses Programm bei eingefügten Effekten teilweise ruckelig.</li>
<li>Die Software ist intuitiv bedienbar, das Interface lässt sich allerdings nicht anpassen.</li>
<li>Wir haben keine Timeline-Ansicht finden können. Für viele Videoprojekte scheidet die Software daher aus.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1758" style="margin-right: 20px;" title="Magix Video easy HD" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/09/201009magixvideoeasy.jpg" alt="Magix Video easy HD" width="480" height="347" /></p>
<h3>Fazit</h3>
<ul>
<li>Alle Programme sind whiteboard-geeignet. Sie sind sich in ihrer IWB-Funktionalität so stark ähnlich, dass unser Whiteboard-Test eigentlich zum Vergleich der Programmfunktionen und -leistung wird.</li>
<li>Die Magix-Programme schwächeln teilweise bei komplexerer Videoanzeige.</li>
<li>Pinnacle Studio HD hinterlässt den souveränsten Eindruck.</li>
<li>Allerdings: Der Windows Movie Maker bleibt unser eigentlicher Gesamttestsieger für den Videoschnitt am IWB unter Windows, weil er kostenlos alle Funktionen bei einer guten Performance und einem geeigneten Interface bietet.</li>
<li>Wer mehr Funktionalitäten möchte, ist mit den hier getesteten Programmen mit den genannten Einschränkungen gut aufgehoben.</li>
</ul>
<h3>Lizenzen zu vergeben</h3>
<p>Wir verlosen je zwei zur Verfügung gestellte Lizenzen der Programme &#8220;Magix Video deluxe 16 plus&#8221; und &#8220;Magix Video easy HD&#8221; sowie eine Lizenz von &#8220;Pinnacle Studio HD ultimate collection&#8221;. In die Lostrommel kommen alle, die bis zum 19.9.10 um 23.59 in einem Kommentar ihre Meinung/Erfahrung zum Einsatz von IWBs in der Videoarbeit ergänzen. Die GewinnerInnen werden per Mail benachrichtigt, weswegen eine funktionierende Mailadresse im Kommentar erforderlich ist (wird nicht veröffentlicht). Viel Erfolg!</p>
<p><em><img class="alignleft" title="Adrian Weidmann" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/06/adrian.jpg" alt="" width="60" height="60" />Diesen Artikel habe ich gemeinsam mit Adrian Weidmann verfasst. Adrian Weidmann studiert Diplom-Pädagogik an der Uni Mainz und schreibt derzeit seine Diplomarbeit über den Einsatz Interaktiver Whiteboards an Schulen.<br />
</em></p>
<p><em>Vielen Dank an die AG Medienpädagogik der Uni Mainz für die zeitweise Überlassung des Smartboards!</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Linux und Videoschnitt(-software) – eine medienpädagogische Alternative?</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/08/30/linux-und-videoschnitt-software-%e2%80%93-eine-medienpadagogische-alternative/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 04:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medienpaedagogik-praxis.de/?p=1725</guid>
		<description><![CDATA[Die Arbeit mit Videos spielt im Rahmen der aktiven Medienarbeit eine große Rolle und die Möglichkeiten selbst Filme zu drehen steigen stetig. Doch leider sind gute Videoschnittprogramme teuer. In diesem Artikel soll dazu eine Alternative vorgestellt werden &#8211; der Videoschnitt mit Linux. Auch wenn Linux bei den meisten nur als das Betriebssystem mit dem &#8220;süßen&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1727" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1727" title="Videoschnitt mit Linux in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/20100830videoschnittlinux.jpg" alt="Videoschnitt mit Linux in der Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Chinstrap Penguin&quot; von Geophaps auf flickr.com</p></div>
<p>Die Arbeit mit Videos spielt im Rahmen der aktiven Medienarbeit eine große Rolle und die Möglichkeiten selbst Filme zu drehen steigen stetig. Doch leider sind gute Videoschnittprogramme teuer. In diesem Artikel soll dazu eine Alternative vorgestellt werden &#8211; der Videoschnitt mit Linux.</p>
<p>Auch wenn Linux bei den meisten nur als das Betriebssystem mit dem &#8220;süßen&#8221; Pinguin bekannt ist, bietet es eine Menge Programme zum Schneiden. Doch sind sie nur kostenlos oder auch brauchbar im Kontext von aktiver Medienarbeit? Dieser Frage soll in diesem Artikel nachgegangen werden.</p>
<div>
<p><span id="more-1725"></span>Auch wenn Linux immer noch als Außenseiter gilt und neben den beiden führenden Betriebssystemen (Windows, Mac OS X) einen eher marginalen Stand hat, gibt es doch einige Gründe, die dafür sprechen Linux für den Videoschnitt in der Medienpädagogik zu verwenden. Eines der schlagkräftigsten Argumente wird in Zeiten von knappen Kassen wohl der kostenlose Zugang sein. Dieser betrifft sowohl das Betriebssystem (OS) als solches, als auch die zum Einsatz kommenden Programme. Aber auch der Gedanke des freien Austauschs von Information und Wissen, also das Prinzip des Teilens, ist zu benennen. Mit diesem Artikel soll dem interessierten Ein- bzw. Umsteiger ein Überblick über die Landschaft von Schnittsoftware unter Linux gegeben werden und diese auf die Verwendbarkeit in medienpädagogischen Projekten geprüft werden.</p>
</div>
<p>Bevor ich jedoch in das Thema Videoschnitt einsteige, seien mir noch einige Aussagen zu Linux gestattet. War Linux noch vor einigen Jahren ein echtes Insider-Programm, welches sich nur von “Eingeweihten” bedienen ließ, hat sich dies mittlerweile grundlegend geändert. Betrachtet man z.B. Ubuntu 10.4 kommt dieses wie ein “echtes” Betriebssystem daher, mit bunten Icons, einer benutzerfreundlichen Oberfläche und all den anderen Dingen, die man von Windows oder dem Mac OS gewohnt ist. Für alle, denen das noch nicht ausreicht, gibt es die Möglichkeit Kubuntu zu installieren und durch die KDE-Oberfläche alles noch bunter und verspielter wirken zu lassen.</p>
<p>Vorbei sind auch die Zeiten des langwierigen Eintippens von Codezeilen beispielsweise zur Installation von Software. Ich nutze Ubuntu nun schon seit mehreren Jahren und bin meist darum herum gekommen. Nur einige Programme in meiner experimentierfreudigen Nutzerkarriere machten dies erforderlich. Bei diesen Problemen findet man aber schnell Hilfe im Netz. Linux kann also getrost als benutzerfreundliches Betriebssystem bezeichnet werden.</p>
<p>Nun stellt sich die Frage: Kann Linux in medienpädagogischen Projekten eingesetzt werden? Ich denke ja! Gerade in Zeiten von prekären Arbeitslagen und hohen Armutszahlen halte ich dies sogar für nötig. Auf diese Weise kann ein Beitrag geleistet werden Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Informationen zu gewähren, ohne die Kostenfrage für Software berücksichtigen zu müssen. Welche Software steht nun aber für die Videoarbeit unter Linux zur Verfügung? Bevor diese Frage beantwortet werden soll, möchte ich hier noch darauf verweisen, dass der folgende Text nur einen Bruchteil der erhältlichen Programme darstellt. Er soll als eine Einführung in das Thema betrachtet werden. Vorgestellt werden vier Programme, die einen kleinen Überblick geben, angefangen vom kleinen Schnittwerkzeug bis hin zum mächtigen Schnittprogramm. Darunter befinden sich Pitivi Video-Editor, Open Shot, Kdenlive und Cinelerra. Diese Programme sollen im Folgenden kurz vorgestellt, der Leistungsumfang beschrieben und die Vor- bzw. Nachteile dargestellt werden.</p>
<h3>Pitivi Video-Editor</h3>
<p>Wie auf den ersten Blick zu erkennen, handelt es sich beim Pitivi Video-Editor um ein recht einfaches und unkompliziertes Videoschnittprogramm. Neben dem notwendigen Ausgabe- bzw. Sichtungsmonitor sind hier nur noch ein Fenster für den Schnitt und ein Bereich für die Clip-Bibliothek vorhanden. Die wenigen Buttons über dem Clip-Bibliothekfenster und die Buttons unterhalb der Zeitleiste stellen die wichtigsten Funktionen zum Arbeiten bereit. Hiermit können die Clips importiert, bearbeitet (d.h. geschnitten, getrennt und gruppiert) und der Film schließlich exportiert werden. Das sind auch schon die wichtigsten Funktionen, die zum Bearbeiten zur Verfügung stehen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1728" title="Screenshot von PiTiVi" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/20100830PiTiViNew.jpg" alt="" width="480" height="391" /></p>
<p>Aber auch wenn der Pitivi Video-Editor eher amateurhaft daher kommt, kann er in einigen Bereichen glänzen. So hat man eine große Anzahl an Video- bzw. Audiospuren die automatisch angelegt werden, sobald ein neuer Clip unter die letzte Spur gezogen wird. Hier übertrifft er manch proprietäre Software bei Weitem. Auch die Handhabung ist, durch die geringe Anzahl von Funktionen, sehr einfach und intuitiv zu erlernen. Dies macht Pitivi für die Arbeit mit Kindern oder aber älteren Menschen interessant, da schon nach kurzer Einarbeitungszeit mit dem Schnitt begonnen werden kann.</p>
<p>Nach so viel Gutem möchte ich nun zu den Nachteilen kommen. Als erstes fällt auf, dass Pitivi keine Daten „aufnehmen” kann, d.h. es ist nicht möglich eine Kamera über FireWire zu verbinden und Daten z.B. von einem MiniDV-Band zu importieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, die Daten müssen bereits im Computer vorliegen. Jedoch stellt dies nur ein Problem für Nutzer dar, die noch über die MiniDV Technik verfügen. Für Nutzer von Kameras mit SD-Speicher ist dies kein Problem, da die Daten direkt auf den PC kopiert werden können. Weiterhin fehlen Pitivi Effekte und Blenden. Das Programm verfügt nur über die Möglichkeit harte Schnitte oder aber weiche Blenden zu generieren. Diese müssen jedoch vom Nutzer selbst gestaltet werden. Andere Blenden wie z.B. Irisblenden oder ähnliches fehlen ganz. Das gleiche gilt für die Bearbeitung der Audiospur, auch hier ist neben der Lautstärkeregelung keine weitere Bearbeitungsmöglichkeit gegeben. Zum Schluss sei auf das bisweilen größte Manko hingewiesen: dem Programm fehlt jegliche Möglichkeit einen Titel oder Abspann zu erzeugen, hierzu muss auf andere Software zurückgegriffen werden. Das ist schade, denn Vor- und Abspann gehören zu jedem guten Film und sollten im Editor unbedingt vorhanden sein. Hier bleibt nur an die Entwickler zu appellieren, dieses in einer nachfolgenden Version zu integrieren.</p>
<p>Pitivi ist dennoch ein Videoeditor, der für den Gebrauch in kleineren Projekten oder aber zum Schneiden von Urlaubsvideos vollkommen ausreichend ist. Auch für Einsteiger in die Welt des Videoschnitts stellt Pitivi eine gute Wahl dar.</p>
<h3>OpenShot</h3>
<p>OpenShot ist ebenfalls ein recht einfaches Programm, das jedoch in seinem Funktionsumfang Pitivi überlegen ist. Leichte Bedienbarkeit, einfache Oberfläche und intuitives Bedienen zeichnen diese Software aus, wodurch OpenShot gut in die pädagogische Arbeit integriert werden kann. Wie beim zuvor dargestellten Programm kommt auch OpenShot mit wenigen Buttons aus, welche die meisten Funktionen dieser Software abdecken. Da die Buttons direkt auf der Oberfläche liegen und für den Nutzer leicht zu finden sind, ist die Bedienung ein Kinderspiel und endet nicht in einer heillosen Sucherei.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1729" title="Screenshot von OpenShot" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/20100830OpenShot.jpg" alt="" width="480" height="344" /></p>
<p>Zur Oberfläche: auf der rechten Seite ist der Bildschirm (Video-Vorschau) zu sehen, auf dem der jeweilige Videoclip angezeigt wird. Im gesamten unteren Bereich befindet sich die Zeitleiste. In diese können die Clips gezogen werden um sie dort zu bearbeiten. Auch wenn hier nur zwei Spuren angezeigt werden, stehen bei der späteren Arbeit weitaus mehr zur Verfügung, da immer neue Spuren angelegt werden können. Die Spuren sind sowohl als Audio- als auch Videospuren zu verwenden. Im oberen linken Bereich befindet sich die Clipbibliothek (Projektdateien). Hier werden die Clips hinterlegt und können dann vom Nutzer einfach mit der Maus in die Zeitleiste gezogen werden. Zusätzlich finden wir hinter dem Projektdateien-Fenster zwei weitere Reiter mit der Aufschrift „Übergänge” bzw. „Effekte”. Diese Menüpunkte beinhalten kleine Helfer, um den Film aufzuwerten.</p>
<p>In diesem Punkt ist der größte Unterschied zwischen Pitivi und OpenShot zu sehen. Waren die Möglichkeiten bei Pitivi im Bereich Effekte und Übergänge eingeschränkt, wartet diese Software mit einer ganzen Reihe von gestalterischen Möglichkeiten auf. Bei der Verwendung ist jedoch darauf zu achten, dass die Blenden nicht zwischen zwei aufeinander folgende Clips gezogen werden, sondern wie bei alten Adobe Premiere Versionen, in den Bereich zwischen den Spuren gelegt werden. Die Übergänge werden also zwischen die Clips der ersten und zweiten Videospur gezogen. Ebenfalls vorhanden ist in diesem Programm ein Titelgenerator, sodass die Möglichkeit gegeben ist den Film komplett fertigzustellen, also mit Vor- und Abspann zu versehen. Titel können im Menüpunkt „Titel” aufgerufen und bearbeitet werden. Hierzu stehen dem Nutzer verschiedene voreingestellte Varianten zur Verfügung die, bis zu einem gewissen Grad, verändert und angepasst werden können.</p>
<p>Leider &#8211; und hiermit komme ich zu den Nachteilen dieser Software &#8211; fehlt bei OpenShot ein Generator für einen „rollenden” Abspann, was den „Kinoeffekt” des Films etwas schmälert. Hier müsste also auch ein externes Programm zur Hilfe genommen werden, oder man gibt sich mit Standtexten zufrieden. Ebenfalls ist es nicht möglich Filme von Band, also von der Kamera, einzuspielen. Der Nutzer ist somit auch hier auf eine Kamera angewiesen, die die Clips schon in einer passenden Form in den Computer kopieren kann. Ein wichtiger und für mich entscheidende Kritikpunkt liegt darin, Video- und Tonsignale nicht voneinander trennen zu können. Dies lässt das Programm etwas zurückfallen, da ich diese Funktion von einem „richtigen” Schnittprogramm erwarte.</p>
<p>Alles in allem kann jedoch gesagt werden, dass OpenShot einen besseren Eindruck als Pitivi macht und mit Blenden und Effekten aufwartet. Gerade bei experimentierfreudigen Projekten sind diese eine große Hilfe und machen Spaß. OpenShot kann somit auch bei etwas aufwändigeren Produktionen eingesetzt werden. Durch ihre leichte Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit auf jeden Fall eine Software, die zu empfehlen ist für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.</p>
<h3>Kdenlive</h3>
<p>Kdenlive stellt einen guten Kompromiss zwischen Übersichtlichkeit, leichter Bedienbarkeit und Funktionsumfang dar. Wie im Bild schon zu erkennen ist, komme ich nun von den kleineren Schnitttools zu den mächtigeren Programmen. Das führt dazu, dass nicht mehr alle Funktionen beschrieben werden können. Jedoch will ich versuchen die wichtigsten Funktionen aufzuzeigen und diese mit der o.g. Software zu vergleichen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1730" title="Screenshot von Kdenlive" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/20100830Kdenlive.jpg" alt="" width="480" height="300" /></p>
<p>Die Oberfläche von Kdenlive wirkt aufgeräumt und übersichtlich, hat aber im Hintergrund einige „versteckte” Funktionen. Wie bei den meisten Videoschnitteditoren finden wir auch hier im rechten oberen Bereich einen Bildschirm (Clip-Monitor), der den ausgewählten Clip anzeigt. Jedoch verbirgt sich dahinter noch ein Projektmonitor sowie ein Aufnahmemonitor. Hier wird schon deutlich, dass mit Kdenlive auch Daten von einer MiniDV-Kamera aufgezeichnet werden können. Natürlich ist auch der Import von Clips möglich, die sich bereits auf dem Computer befinden. Rechts neben dem Clipfenster befindet sich das Aktionsverlaufsfenster. Mit diesem können Arbeitsschritte verfolgt und, falls nötig, rückgängig gemacht werden. Im unteren Bereich befindet sich die Zeitleiste zum Bearbeiten und Schneiden der Clips und im linken oberen Bereich das Clipfenster (Clipbibliothek). Dort können alle nötigen Daten (Bilder, Musik &#8230;) abgelegt werden. Auch hier sind mehrere Reiter zu sehen, mit denen sich die vorhandenen Effekte anzeigen lassen, die einem bestimmten Clip zugewiesen sind und in dem die Übergänge bearbeitet werden können. Zwischen dem Clipmonitor und der Clipbibliothek befindet sich die Effektliste in der alle verfügbaren Effekte, Blenden usw. abgelegt sind und ausgewählt werden können. Wie das Einfügen von Clips in die Zeitleiste mittels Drag and Drop (anklicken, ziehen und loslassen), können auch die Effekte einfach gegriffen und auf den jeweiligen Clip gelegt werden.</p>
<p>Kdenlive verfügt über einen guten Textgenerator der, ähnlich wie beim Schnittprogramm Adobe Premiere, ein einfaches Bearbeiten und Erstellen von Titeln ermöglicht. Die Titel können anschließend noch animiert werden und stehen dann in der Clipbibliothek als Film bereit um in die Zeitleiste geschoben zu werden. Wie bei den „großen” Schnittprogrammen ist auch bei Kdenlive eine bildgenaue Bearbeitung der einzelnen Clips möglich. Auch an die Möglichkeit Audio- und Videospur voneinander zu trennen wurde gedacht. Ein besonders Feature ist der eingebaute DVD-Generator. Mit diesem kann im Anschluss an den Schnitt der fertig ausgespielte Film auf eine DVD gebrannt werden. Dabei ist es möglich ein rudimentäres DVD-Menü anzulegen, Kapitel zu vergeben, einen Vorfilm zuzuweisen usw. Auf diese Weise entsteht schnell ein ansehnliches Ergebnis.</p>
<p>Zu den Nachteilen: Kdenlive ist zwar eine Software mit Potenzial, doch ist dieses noch nicht ganz ausgeschöpft um bei den Großen mitspielen zu können. Leider haben die Entwickler auch hier einen Generator für einen rollenden Abspann weggelassen. Das trübt ein wenig die Euphorie dem Programm gegenüber. Auch ist die Stabilität der Software noch nicht so wie man sich das wünscht, was im Klartext bedeutet: die Software kann gelegentlich abstürzen. Das gleiche gilt für das Tool zum Erstellen der DVD, auch hier wäre ein wenig mehr Stabilität zu wünschen.</p>
<p>Im Großen und Ganzen kann Kdenlive aber eine gute Bewertung gegeben werden. Wir haben hier eine Software vorliegen, die zwar noch einige Mängel aufweist, mit der jedoch gut gearbeitet werden kann. Ich denke auch hier ist eine schnelle Einarbeitung in die Software möglich. Durch die vielen Möglichkeiten der Bearbeitung und aufgrund der Handhabbarkeit würde ich dieses Programm unbedingt für die aktive Medienarbeit unter Linux empfehlen.</p>
<h3>Cinelerra</h3>
<p>Bei diesem Programm handelt es sich um ein ausgewachsenes Schnittprogramm aus dem semiprofessionellen Bereich. Es gleicht Adobe Premiere oder Final Cut. Da es jedoch neben einem Schnittprogramm auch eine Video-Compositing Engine mitbringt, kommt es in dieser Betrachtung auch Adobe After Effects gleich. An dieser Stelle wird klar, dass Cinelerra ein mächtiges Schnittprogramm zur Erstellung professioneller Videos ist.</p>
<p>Bevor ich auf die wesentlichen Merkmale dieser Software eingehe, soll auch hier ein kleiner Ausblick zur Oberfläche von Cinelerra gegeben werden. Auf den ersten Blick ist zu sehen, die Software besteht aus einer Vielzahl von Fenstern mit je eigenen Funktionen, d.h. jeder Bereich des Programms ist mit einem eigenen Fenster ausgestattet. Für die meisten User wird dies im ersten Moment verwirrend wirken, jedoch kann man sich hieran schnell gewöhnen und wird nach kurzer Einarbeitung auch die Vorteile dieser Art des Arbeitens erkennen. Denn durch die verschiedenen Fenster hat der User die Möglichkeit die Anordnung der Fenster selbst zu bestimmen und diese so den jeweiligen Bedürfnissen und Phasen der Produktion anzupassen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1731" title="Screenshot von Cinelerra" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/20100830cinelerra.jpg" alt="" width="480" height="286" /></p>
<p>Neben diesem Unterschied sind in Cinelerra die gleichen Bereiche vorhanden wie in den oben erwähnten Programmen. Oben Links befindet sich der Sichtungsmonitor (Compositor), hier wird der fertige Schnitt angezeigt. Außerdem können hierin die Größen der einzelnen Clips verändert werden, um z.B. ein Bild-in-Bild Arrangement zu erstellen. Neben dem Sichtungsmonitor befindet sich der Viewer, hierin können die Rohfilme angesehen und getrimmt werden. Die getrimmten Clips werden dann in das daneben liegende Fenster (Resources) gezogen und stehen im Ordner „Clips“ bereit. In dieser Funktion unterscheidet sich Cinelerra von den bisher vorgestellten Editoren. In Cinelerra werden die Rohdaten also erst getrimmt und dann erst zu einem Film arrangiert. Im Resources-Bereich finden wir auch die Ordner mit den Effekten und den Übergängen. Der Ordner „Media” enthält die Rohfilme. Die getrimmten Clips können auf die Zeitleiste gezogen werden und stehen nun zur Montage bereit. Auch auf einen brauchbaren Titelgenerator muss der User nicht verzichten und kann somit den Film bis zum Schluss in Cinelerra bearbeiten.</p>
<p>Wie man aus diesen Darstellungen entnehmen kann, stellt Cinelerra ein komplexes Schnittsystem dar, was allerdings dazu führt, dass die Bedienung einiger Erklärung und Einarbeitungszeit bedarf. Wer diese Mühen aber auf sich nimmt, hat dafür aber ein Werkzeug zur Hand, mit dem auch komplexe Arrangements gelingen. Dennoch denke ich, dass sich Cinelerra nur bedingt für die medienpädagogische Arbeit eignet. Durch seinen Aufbau und den gewöhnungsbedürftigen Workflow wird eine Menge Zeit benötigt, um die Projektteilnehmer in den Umgang mit dieser Software einzuweisen. Auch die Zuverlässigkeit stellt noch einige Probleme dar, sodass sich in der Arbeit gelegentliche Abstürze nicht vermeiden lassen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Lassen wir die dargestellten Programme nochmals vor unserem inneren Auge Revue passieren, zeigt sich, dass der Videoschnitt in Linux (fast) kein Problem mehr darstellt. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Videoeditoren die sich für den Einsatz im pädagogischen Kontext eignen. Doch bleiben an dieser Stelle auch einige Bedenken zurück. Auch wenn die verschiedenen Programme vorhanden sind, stehen immer noch einige Probleme im Raum. So ist die Anbindung an FireWire Geräte eingeschränkt oder funktioniert bisweilen gar nicht. Auch ist die Stabilität einiger Programme nicht ausreichend, was während der Arbeit zu lästigen Unterbrechungen führt. Gerade bei den komplexeren Programmen konnte ich dies immer wieder feststellen. Wenn es also um Stabilität geht, empfehle ich auf die kleineren Programme wie Pitivi oder OpenShot zu setzen, diese liefen in den Testphasen stabil und ohne Probleme. Ein Trostpflaster ist dennoch, dass selbst wenn z.B.  Kdenlive abstürzte, die Inhalte immer wieder hergestellt werden konnten.</p>
<p>In Projekten mit Schülern habe ich Kdenlive eingesetzt und die Schüler anschließend nach der Handhabbarkeit der Software gefragt. Hierbei waren die Aussagen, trotz gelegentlicher Abstürze, positiv. Die Schüler würden öfter mit diesem Programm arbeiten. Probleme, so meine ich, könnte es in der medienpädagogischen Arbeit mit Cinelerra geben. Diese Software ist zwar in ihrem Umfang und ihrer Komplexität den anderen Programmen weit überlegen, ist aber in der Bedienung nicht intuitiv. Wer also mit diesem Programm pädagogisch arbeiten will, sollte sich vorweg intensiv damit auseinander setzen, um keine Überraschung zu erleben.</p>
<p>Ich hoffe die Lesenden mit den letzten Aussagen nicht entmutigt zu haben. Denn auch wenn die Programme noch einige Mängel aufweisen, sind sie doch für den Gebrauch bestimmt und aus der experimentellen Phase heraus. Darum kann ich nur empfehlen die genannte Software selbst zu probieren und bei Gefallen einzusetzen. Damit wird geholfen die Software weiter zu entwickeln und zu verbessern.</p>
<p>Nebenbei wird durch den Einsatz dieser Software den Teilnehmenden pädagogischer Angebote die Möglichkeit eröffnet die kennengelernten Programme auch nach einem Workshop zu nutzen, da diese frei kopiert und weitergegeben werden können. Hierin sehe ich eine gesteigerte Nachhaltigkeit, die mit proprietärer Software so nicht gegeben ist. Die Möglichkeit zur freien Weitergabe von Freier Software und Open Source Software macht es leicht, zumindest technische Kompetenzen in die Lebenswelt zu transferieren und die erlernten Kenntnisse auch nach dem Projekt anzuwenden.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1726" title="Ronny Krug" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/ronnykrug.jpg" alt="Ronny Krug" width="65" height="92" /><em>Dies ist ein Gastbeitrag von Ronny Krug. Ronny Krug wohnt in Halle/Saale und arbeitet z.Z. beim Landesfilmdienst Sachsen e.V. als Medienpädagoge. Er studierte Sozialpädagogik an der FH Neubrandenburg und an der FH Erfurt. Seine Themenschwerpunkte liegen in der aktiven Medienarbeit (Audio, Video,&#8230;), im Umfeld der &#8220;Open-Bewegung&#8221; und der Systemtheorie. Im Moment arbeitet er an seiner Promotion an der TU Dresden, zum Thema &#8220;Funktionale Untersuchungen zu Freier Software und Open Educational Resources im Bildungssystem&#8221;.</em></p>
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</ul>
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		<title>Praxistest: Audiobearbeitung am Interaktiven Whiteboard</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 04:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unser erster Praxistest Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard ist auf großes Interesse gestoßen, deswegen lege ich gerne nach. Dieses Mal habe ich verschiedene Audiobearbeitungs- und Kompositionsprogramme auf ihre Verwendbarkeit am Interaktiven Whiteboard (kurz IWB) bzw. Smartboard getestet. Eins hat sich gezeigt: Auch für Audioprojekte in der Medienpädagogik sind IWBs geeignet. Ich gebe Empfehlungen für die geeignetste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1687" title="Audiobearbeitung am Interaktiven Whiteboard/Smartboard in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/Titel_klein.jpg" alt="" />Unser erster Praxistest <a href="../2010/06/07/praxistest-videoschnitt-am-interaktiven-whiteboard/">Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard</a> ist auf großes Interesse gestoßen, deswegen lege ich gerne nach.</p>
<p>Dieses Mal habe ich verschiedene Audiobearbeitungs- und Kompositionsprogramme auf ihre Verwendbarkeit am Interaktiven Whiteboard (kurz IWB) bzw. Smartboard getestet. Eins hat sich gezeigt: Auch für Audioprojekte in der Medienpädagogik sind IWBs geeignet. Ich gebe Empfehlungen für die geeignetste Software am IWB und habe einige interessante Anwendungsmöglichkeiten entwickelt.</p>
<p>Unter den KommentatorInnen dieses Artikels verlosen wir zwei Lizenzen eines der getesteten Programme.</p>
<p><span id="more-1676"></span></p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Eins vorweg</span></h3>
<p>Wir, unsere Meinungen und unsere Artikel sind nicht käuflich, das ist eines unserer wichtigsten Prinzipien, auf das sich unsere LeserInnen verlassen können. Für diesen Test hat uns die Firma Magix Lizenzen ihrer Software zur Verfügung gestellt. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Programm es leichter hätte – eher im Gegenteil. <img src='http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das ist uns wichtig vor diesem Artikel zu betonen. Und um den Benefit doppelt an die LeserInnen weiterzugeben, verlosen wir zur Verfügung gestellte Lizenzen an die KommentatorInnen.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Allgemeines</span></h3>
<p>Bei der Bedienung der unterschiedlichen Programme mit dem IWB stellte sich wieder der besondere Nervenkitzel durch das berührungssensitive Display ein. Gerade die Komposition von Musiktracks mit fertigen Samples fühlt sich äußerst intuitiv an. Je komplexer die Benutzeroberfläche allerdings wurde, desto schneller ging die Übersicht verloren. Teilweise half mir nur ein kurzer Blick auf den Laptopbildschirm weiter, um mich wieder orientieren zu können. Daher sind nicht die Programme mit den besten und meisten Funktionen meine Testsieger, sondern diejenigen mit einer möglichst einfachen Benutzeroberfläche.</p>
<div id="attachment_1689" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1689 " title="magix" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/magix_klein.jpg" alt="" width="480" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die virtuellen Regler und Fader sorgen für Studioatmosphere</p></div>
<p style="text-align: center;">
<h3><span style="font-weight: normal;">Einsatzmöglichkeiten in der medienpädagogischen Praxis</span></h3>
<p>Genau wie bei den Videoschnittprogrammen eignet sich das IWB nicht, um am Feinschliff der Tonerzeugnisse zu feilen. Das funktioniert am Laptop mit Maus und Tastatur schneller und effektiver. Dafür bietet der große berührungssensitive Bildschirm interessante Möglichkeiten, um einer Gruppe die Funktionsweisen von Audioprogrammen vorzustellen, Lieder mit fertigen Samples zu komponieren oder Filmsequenzen zu vertonen:</p>
<ul>
<li>Einführung in die Programme: Für jedeN BeobachterIn sind die Aktionen am IWB leicht nachvollziehbar, da man nicht einen kleinen Mauszeiger verfolgen muss, sondern der/die VorführerIn  vollen Körpereinsatz zeigen muss, um mit dem Programm zu arbeiten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Musikkomposition in der Gruppe: Beim Arrangieren eines neuen Musiktitels mit Hilfe von fertigen Samples kann man gut in der Gruppe arbeiten. Ein Gerangel um die Maus findet nicht statt, da jedes Gruppenmitglied mit seinem Finger ein Musikschnipsel aus der Datenbank in das Arrangierfeld ziehen und positionieren kann. Wichtig hierbei: Da es sich bei diesem IWB um ein Singletouchdisplay handelt, können nicht mehrere Personen gleichzeitig am and´diesem IBW agieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Filmsequenzen vertonen: Auf dem großen Display des IWB lässt sich mit einigen „Handgriffen“ ein anregendes Aufnahmestudio für die Vertonung von Filmen einrichten. Es ist genug Platz, um einen Videomonitor sowie ein Textfenster zum ablesen zu positionieren. Dieser Aufbau erscheint mir dann sinnvoll, wenn mehrere Personen gleichzeitig Geräusche oder Texte aufnehmen und dabei alle einen guten Blick auf das Videofenster benötigen. Achtung: Der Beamer des IWB kann durch seinen Lüfter Störgeräusche erzeugen, weswegen das Mikrofon weiter weg aufgebaut werden sollte.</li>
</ul>
<h3><span style="font-weight: normal;">Audioprogramme im Whiteboard-Test</span></h3>
<p>Zum Test wurde wieder ein Smartboard 685ix, Windows Vista bzw. OS X 10.6.3 als Hardwareplattform verwendet. Mit jedem Programm wurden Audiotracks importiert bzw. erstellt, getrimmt und mit Effekten belegt.</p>
<div id="attachment_1688" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1688 " title="audacity" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/audacity_klein.jpg" alt="" width="480" height="300" /><p class="wp-caption-text">Beidhändiges Arbeiten beschleunigt das Arbeitstempo</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Die  beiden Testsieger sind Audacity und Soundtrack. Die Eindrücke im Einzelnen:</p>
<p><strong>Audacity:</strong></p>
<ul>
<li>Das Freeware-Programm überzeugte durch seine einfache und direkte Bedienbarkeit und ist daher mein Testsieger.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Interface lässt sich nach eigenen Wünschen umgestalten, was für den Whiteboardeinsatz von großer Bedeutung ist. Das Zoomen auf bestimmte Tracksegmente ging sogar schneller als mit der Maus.</li>
</ul>
<p><strong>Soundtrack:</strong></p>
<ul>
<li>In der Kategorie der Kompositionsprogramme ist dieses Programm für  mich die erste Wahl.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Verschieben und Anordnen der einzelnen Songschnipsel  funktioniert einen Tick präziser als mit dem Music Maker.</li>
</ul>
<ul>
<li>Da man für die grundlegenden Funktionen selten Shortcuts benötigt,  geht die Arbeit auch schnell von der Hand.</li>
</ul>
<p><strong>Magix Music Maker 16 Premium</strong>:</p>
<ul>
<li>Die Komposition von neuen Liedern geht leicht von der Hand. Alle Elemente lassen sich leicht bedienen und verschieben.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Bedienen der virtuellen Drehregler und Fader sorgt für Musikstudioatmosphäre beim Bearbeiten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sobald die Bedienelemente aber zu klein werden, ist die Steuerung kaum noch möglich und sehr unübersichtlich.</li>
</ul>
<p><strong>Propellerhead Reason:</strong></p>
<ul>
<li>Bietet schier unerschöpflich viele Möglichkeiten, um eigene Sounds zu kreieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Durch die virtuellen Regler und Verkabelungen kommt die dichteste Studioatmosphäre auf.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Programm ist jedoch auf Grund seiner Komplexität kaum für den medienpädagogischen Einsatz geeignet.  Die Übersicht geht am IWB sehr schnell verloren.</li>
</ul>
<p><strong>Garage Band:</strong></p>
<ul>
<li>Die einfache Bedienungsoberfläche macht das Programm für den IWB-Einsatz geeignet.</li>
</ul>
<ul>
<li>Leider kann man das virtuelle einblendbare Keyboard mit dem nicht IWB verwenden, da das Smartboard mit einer geringen Verzögerung auf Anschläge reagiert.</li>
</ul>
<div id="attachment_1690" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1690 " title="reason" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/reason_klein.jpg" alt="" width="480" height="300" /><p class="wp-caption-text">Bei zu komplexen Anwendungen geht die Übersicht am IWB verloren</p></div>
<h3><span style="font-weight: normal;">Lizenzen zu vergeben</span></h3>
<p>Wir verlosen zwei zur Verfügung gestellte Lizenzen des Programms „Magix Music Maker 16 Premium“. In die Lostrommel kommen alle, die bis zum 29.8.10 um 23.59 in einem Kommentar ihre Meinung/Erfahrung zum Einsatz von IWBs in der Audioarbeit ergänzen. Die GewinnerInnen werden per Mail benachrichtigt, weswegen eine funktionierende Mailadresse im Kommentar erforderlich ist (wird nicht veröffentlicht). Viel Erfolg!</p>
<p><em><img class="alignleft" title="Adrian Weidmann" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/06/adrian.jpg" alt="" width="60" height="60" />Dieser Gastbeitrag ist verfasst von Adrian Weidmann. Der Autor studiert Diplom-Pädagogik an der Uni Mainz und schreibt derzeit seine Diplomarbeit über den Einsatz Interaktiver Whiteboards an Schulen.</em></p>
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		<item>
		<title>Praxistest: Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 04:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht immer teile ich die teilweise großen Heilserwartungen, die insbesondere im schulischen Bereich Interaktiven Whiteboards bzw. Smartboards entgegengebracht werden. Dennoch können solche Boards in manchen Phasen der Gruppenarbeit Prozesse sehr gut unterstützen. Das gilt auch für Videoprojekte in der Medienpädagogik, wenn mehrere Jugendliche zusammen an einem Rechner einen Film schneiden möchten: Mehrere Menschen scharen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1622" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/05/20100607videoschnittwhitebo.jpg" alt="Videoschnitt am Whiteboard in der Medienpädagogik" width="240" height="150" />Nicht immer teile ich die teilweise großen Heilserwartungen, die insbesondere im schulischen Bereich Interaktiven Whiteboards bzw. Smartboards entgegengebracht werden. Dennoch können solche Boards in manchen Phasen der Gruppenarbeit Prozesse sehr gut unterstützen.</p>
<p>Das gilt auch für Videoprojekte in der Medienpädagogik, wenn mehrere Jugendliche zusammen an einem Rechner einen Film schneiden möchten: Mehrere Menschen scharen sich um einen kleinen Bildschirm, es gibt nur eine Maus und eine Tastatur. Interaktive Whiteboards bzw. Smartboards dagegen bieten einen großen Bildschirm, die NutzerInnen können gleichberechtigt mit ihren Händen das Programm bedienen. Wieso also nicht auch Videos in Teilen an einem solchen Board schneiden?</p>
<p>Wir haben den Praxistext gemacht und ausprobiert, wann kollaborativer Videoschnitt an einem Interaktiven Whiteboard in medienpädagogischen Projekten Sinn macht und welche Schnittprogramme sich dafür eignen. Außerdem haben wir einige Praxistipps zusammengestellt. <span id="more-1621"></span></p>
<h3>Der Gesamteindruck</h3>
<p>ist famos: Alle getesteten Schnittprogramme lassen sich gut bis sehr gut am Interaktiven Whiteboard (IWB) bedienen – alles fühlt sich an wie am Computer, allerdings viel direkter, das Programm lässt sich &#8220;anfassen&#8221;, fast entsteht ein &#8220;iPhone-Feeling&#8221;.</p>
<p>Gleichzeitig kann auch die Begeisterung nicht darüber hinwegtäuschen, dass längeres Arbeiten am Board sehr ermüdend sein kann. Auch kann der Mensch direkt am Board aufgrund der Nähe zum Bildschirm schnell den Überblick verlieren. Technisch sind CutterInnen Einschränkungen unterworfen: Da es sich bei dem IWB um ein Singel-Touch-Display handelt, sind Tastaturbefehle sehr umständlich und es kann immer nur mit einer Hand gleichzeitig gearbeitet werden. Insgesamt ist ein IWB mit Videoschnittprogramm auch sehr ressourcenintensiv.</p>
<p>Die geeignetsten Programme sind iMovie06 (OS X) und der MovieMaker (Win).</p>
<div id="attachment_1625" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1625  " style="margin-right: 20px;" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/05/201006iwbmagix.jpg" alt="" width="480" height="300" /><p class="wp-caption-text">Mit dem Schnittprogramm auf Tuchfühlung</p></div>
<h3>Einsatzmöglichkeiten beim Videoschnitt in medienpädagogischen Projekten</h3>
<p>Insgesamt sind IWBs in Projekten aufgrund der genannten Probleme sicher nur phasenweise einsetzbar, dann aber um so sinnvoller:</p>
<ul>
<li>Gemeinsame Festlegung des Rohschnitts: Der Gruppenprozess wird unterstützt, die Zusammenarbeit vereinfacht. Alle Gruppenmitglieder können vor dem Board gemeinsam und gleichberechtigt diskutieren und am Produkt arbeiten.</li>
<li>Einführung ins Programm: Die Bedienung lässt sich anschaulich erklären, einzelne Aspekte können mit den Markern hervorgehoben werden.</li>
<li>Visualisierung von verschiedenen Aspekten: Mit Hilfe der Marker ist eine anschaulische Bildanalyse möglich, konzeptionelle Überlegungen können direkt in die Timeline gezeichnet werden.</li>
</ul>
<div id="attachment_1624" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1624 " style="margin-right: 20px;" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/05/201006iwbkonzepte.jpg" alt="" width="480" height="300" /><p class="wp-caption-text">Konzepte erarbeiten direkt in der Timeline</p></div>
<h3>Praxistipps</h3>
<p>Eine wichtige Frage ist, wie die Zusammenarbeit von mehreren Menschen am Board gestaltet wird. Uns sind verschiedene Möglichkeiten in den Sinn gekommen:</p>
<ul>
<li>EinE ModeratorIn ist am Board, die Gruppe gibt die Anweisungen.</li>
<li>Jeweils eine Person geht für eine Aktion/ihren jeweiligen Vorschlag ans Board.</li>
<li>Eine Person sitzt am Rechner, schneidet im Auftrag der Gruppe, Ideen können auch direkt am Board demonstriert werden.</li>
</ul>
<p>Eine weitere Herausforderung ist die fehlende Tastatur, insbesondere für CutterInnen, die Shortcuts gewöhnt sind. Auch hier gibt es Workarounds:</p>
<ul>
<li>Eine externe Tastatur wird direkt ans Board gestellt.</li>
<li>EinE TastaurbeauftragteR führt die Anweisungen der Gruppe aus.</li>
<li>Kann das Programminterface angepasst werden, so kann der Playbutton zentral positioniert und anschließend zweihändig gearbeitet werden. Das ersetzt zumindest die fehlende Leertaste.</li>
</ul>
<div id="attachment_1626" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1626 " style="margin-right: 20px;" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/05/201006iwbzweihaendig.jpg" alt="" width="480" height="300" /><p class="wp-caption-text">Ein zentraler Playbutton ersetzt die fehlende Leertaste</p></div>
<h3>Videoschnitt-Software im Whiteboard-Test</h3>
<p><strong>Was wir mit was getestet haben</strong></p>
<ul>
<li>Wir haben mit einem Smartboard 685ix, Windows Vista und OS X 10.6.3 gearbeitet, in beiden Fällen mit Treiberversion 10.</li>
<li>Mit jedem Programm haben wir importiert, Clips eingefügt, grob geschnitten, getrimmt, Audio, Übergänge und Effekte eingefügt.</li>
</ul>
<p><strong>MovieMaker 6</strong></p>
<p>Einer der beiden Testsieger:</p>
<ul>
<li>Alle Aktionen hat der MovieMaker einwandfrei gemeistert, teilweise allerdings reagiert das Programm etwas störrisch.</li>
<li>Die Software hat ein einfaches Interface, lässt sich entsprechend (zumindest grob) einrichten.</li>
</ul>
<p><strong>Magix Video Deluxe 2007/2008</strong></p>
<p>Das Programm ist IWB-geeignet, aber insgesamt nicht zu empfehlen.</p>
<ul>
<li>Auch hier funktionieren alle Aktionen sehr gut, das Programm reagiert weicher</li>
<li>Das Interface lässt sich sehr gut einrichten (frei beweglich).</li>
<li>Die Feinbedienelemente sind etwas diffizil zu erreichen (bspw. Anfasspunkte).</li>
<li>Die Software ist fast zu komplex.</li>
<li>Das Programm benötigt sehr viel Rechnerleistung.</li>
</ul>
<p><strong>iMovie06</strong></p>
<p>Der zweite Testsieger:</p>
<ul>
<li>Alle zu bewältigenden Funktionen meistert das Programm sehr gut,</li>
<li>das Interface passt, lässt sich aber auch nicht anpassen.</li>
<li>Die Software reagiert sehr weich, sehr intuitiv; die grafische Umsetzung passt gut zum Smartboard, das Programmverhalten ist sehr motivierend.</li>
<li>Der ansonsten sehr vorteilhafte (Video)Monitor ist zu groß, damit ermüdend und verwirrend.</li>
</ul>
<p><strong>iMovie09</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Das Programm ist<em> die </em>große Enttäuschung des Tests:</span></strong></p>
<ul>
<li>Die &#8220;einfachen&#8221; Funktionen (Grobschnitt, Effekte, Titel, Musik) sind leicht zu bewältigen, allerdings die &#8220;coolen&#8221; Feinfunktionen von iMovie09 nicht.</li>
<li>Die eigentlich sehr intuitive Bedienung ist für das IWB zu diffizil und an Feinheiten der Mausbewegung angepasst, so dass die Zeige- und Klick-Steuerung nicht genügt.</li>
<li>Scrubbing ist unmöglich (?), weil kein &#8220;Schweben&#8221; des Mauszeigers möglich ist.</li>
</ul>
<p><strong>Final Cut Pro 5</strong></p>
<p>Die große Überraschung des Tests: Die sehr komplexe Software lässt sich fast komplett souverän über ein IWB steuern, dennoch macht das wegen der Umständlichkeit in der Praxis nur in Ausnahmefällen Sinn.</p>
<ul>
<li>Alles funktioniert – insgesamt mit einer sehr souveränen Bedienung, da für alles ein Button vorhanden ist.</li>
<li>Das Interface lässt sich gut anpassen.</li>
<li>Komplexe Funktionen brauchen allerdings ihre Zeit (bis zu 5 Klicks für eine Aktion).</li>
</ul>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-1630" style="margin-right: 10px;" title="Adrian Weidmann" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/06/adrian.jpg" alt="" width="60" height="60" />Diesen Artikel habe ich gemeinsam mit Adrian Weidmann verfasst. Adrian Weidmann studiert Diplom-Pädagogik an der Uni Mainz und schreibt derzeit seine Diplomarbeit über den Einsatz Interaktiver Whiteboards an Schulen.<br />
</em></p>
<p><em>Vielen Dank an die AG Medienpädagogik der Uni Mainz für die zeitweise Überlassung des Smartboards!</em></p>
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</ul>
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		<title>(K)Eine Animation erstellen mit Memoov</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 05:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Dinge sind echt gar keine Empfehlung wert. Aber auch das kann eine hilfreiche Information für LeserInnen sein, deswegen berichte ich dann doch vom Praxistest des Online-Animationstools &#8220;Memoov&#8220;: Ähnlich wie GoAnimate versprechen die MacherInnen des Tools schnell und einfach erstellte coole Animationen im Flash-Zeichenstrick-Stil. Auf den ersten Blick ist die Website auch vielversprechend: einige Locations, viele Chraktere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1388" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1388" title="Online-Flash-Animation in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/01/20100210memoov.jpg" alt="Screenshot eines Memoov-Videos" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">Screenshot eines Memoov-Videos</p></div>
<p>Manche Dinge sind echt gar keine Empfehlung wert. Aber auch das kann eine hilfreiche Information für LeserInnen sein, deswegen berichte ich dann doch vom Praxistest des Online-Animationstools &#8220;<a title="zur Website" href="http://memoov.com/" target="_blank">Memoov</a>&#8220;: Ähnlich wie <a title="zum Artikel über GoAnimate" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/10/13/anspruchsvolle-flash-animationen-im-handumdrehen/" target="_self">GoAnimate</a> versprechen die MacherInnen des Tools schnell und einfach erstellte coole Animationen im Flash-Zeichenstrick-Stil. Auf den ersten Blick ist die Website auch vielversprechend: einige Locations, viele Chraktere und damit vielfältige Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen und zu animieren; darüber hinaus können die Animationen mit selbst eingesprochenem Ton unterlegt werden.</p>
<p>Dann hat für mich aber schon der Spaß aufgehört: Die Bedienung finde ich alles andere als intuitiv, die Dokumentation ist schlecht (und auf Englisch, also für Jugendliche eh nur bedingt geeignet), es muss viel herumprobiert werden mit fragwürdigen Ergebnissen. Dass die Produkte nach all dem Frust auch noch bei youtube publiziert werden, erhöht den Spaßfaktor nicht unbedingt.</p>
<p>Von daher meiner Meinung nach für die Medienpädagogik ungeeignet und allenfalls einen zweiten Blick wert, wenn die Beta-Phase vorbei ist. Was meinen Sie?</p>
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</ul>
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		<title>Der (Windows-)Geist aus der Flasche</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 05:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal geht es auch am Mac eben doch nicht ohne – Windows – sei es, um Computerspiele laufen zu lassen, um Websites mit einem schlechten Browser zu testen oder um einzigartige Programme zu nutzen. Mit BootCamp und Programmen wie VirtualBox oder Parallels sind Mac-UserInnen da gut versorgt, allen Lösungen ist aber gemeinsam, dass sie eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1364" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1364" title="Windows-Programme auf dem Mac in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/01/20100125winebottler.jpg" alt="&quot;Swing&quot; von 96dpi auf flickr.com" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Swing&quot; von 96dpi auf flickr.com</p></div>
<p>Manchmal geht es auch am Mac eben doch nicht ohne – Windows – sei es, um Computerspiele laufen zu lassen, um Websites mit einem schlechten Browser zu testen oder um einzigartige Programme zu nutzen. Mit BootCamp und Programmen wie VirtualBox oder Parallels sind Mac-UserInnen da gut versorgt, allen Lösungen ist aber gemeinsam, dass sie eine gültige Windows-Lizenz benötigen.</p>
<p>Nicht immer kann und will mensch dafür Geld in der Medienpädagogik ausgeben, gerade wenn es um einmalige Projekte und/oder Tests geht. Genau dafür gibt es nun eine kostenlose Lösung für Mac OS X: <a title="zur Website" href="http://winebottler.kronenberg.org/" target="_blank">WineBottler</a>. Das Programm basiert auf &#8220;<a title="zum Artikel bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wine" target="_blank">Wine</a>&#8220;, das ebendiese Aufgabe für Linux erledigt, und lässt die genutzten Programme angepasst im vorhandenen Betriebssystem laufen.</p>
<p>Ein erster Praxistest hat gezeigt, dass das Programm hält, was es verspricht – so kann ich nun das ausgereiftere Windows-Skype auf meinem Mac laufen lassen und auch den <a title="zum Artikel" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/07/02/kostenloser-flash-video-konverter/" target="_self">Riva FLV Encoder</a> nutzen. Allerdings gilt das bei fast allen Programmen nur mit Einschränkungen: Umfangreiche Software erfordert teilweise Gebastel; mir ist es bei verschiedenen Versuchen nicht gelungen, die entsprechenden Programme direkt zum laufen zu bringen. Die <a title="zur Website" href="http://www.winehq.org/" target="_blank">Wine-Website</a> bietet dafür zahlreiche Anleitungen und eine <a title="zur Kompatibilitätsliste" href="http://appdb.winehq.org/" target="_blank">Kompatibilitätsliste</a>. Dennoch: WineBottler ist sehr vielversprechend und lohnt in den genannten Ausnahmefällen einen Versuch. Übrigens basiert auch die kommerzielle Software &#8220;<a title="zur Website von CrossOver" href="http://www.codeweavers.com/products/cxmac/" target="_blank">CrossOver</a>&#8221; auf Wine.</p>
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</ul>
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		<title>Was Sie schon immer mal im Dunkeln schreiben wollten&#8230;</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/09/28/schriftzuege-und-langzeitbelichtung/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 04:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei Langzeitbelichtungsaufnahmen wünscht mensch sich immer wieder Schriftgeneratoren, mit denen Schriftzüge in die Luft gesetzt werden können, schließlich erfordert das Schreiben mit Taschenlampe oder Laserpointer einiges an Übung. Genau das macht die iPhone-App &#8220;Light Writer&#8221;. Wir haben sie flugs einem Praxistest unterzogen, zeigen Beispiele und geben Praxistipps. Um ansehnliche Ergebnisse zu erzielen, muss es schon richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1132" title="Medienpädagogik-Praxis im Dunkeln" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/09/Dunkeltext.png" alt="Medienpaedagogik-Praxis im Dunkeln" width="240" height="150" />Bei Langzeitbelichtungsaufnahmen wünscht mensch sich immer wieder Schriftgeneratoren, mit denen Schriftzüge in die Luft gesetzt werden können, schließlich erfordert das Schreiben mit Taschenlampe oder Laserpointer einiges an Übung. Genau das macht die iPhone-App <a title="zur App im iTunes-Store (öffnet iTunes)" href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=307718716&amp;mt=8" target="_blank">&#8220;Light Writer&#8221;</a>. Wir haben sie flugs einem Praxistest unterzogen, zeigen Beispiele und geben Praxistipps.</p>
<p><span id="more-1130"></span></p>
<p>Um ansehnliche Ergebnisse zu erzielen, muss es schon richtig dunkel, bzw. die Kamera sehr empfindlich eingestellt sein, denn das iPhone-Display ist nicht das hellste. Mit etwas Geduld kommt mensch aber schnell an sein Ziel und die Schriftzüge lassen sich immer gekonnter platzieren. Leider darf der Text nicht zu lang sein – acht Buchstaben werden empfohlen und da waren wir mit unserem &#8220;Medienpädagogik Praxis-Blog&#8221; weit jenseits des Optimums. Auch der Schriftzug selbst ist nicht immer brilliant, aber insgesamt bietet die App bei einem Preis von nur 0,79 Euro ein schönes Gestaltungsmittel, was zum Experimentieren einlädt und angemessene Ergebnisse liefert. Wir werden die Application sicher noch des öfteren einsetzen.</p>
<p>Und hier noch ein paar Praxistipps:</p>
<ul>
<li>Bewegungsfreiraum ist wichtig.</li>
<li>Schnelles Bewegen bringt nicht unbedingt schönere Ergebnisse, eine ruhige und beständige Bewegung ist besser (zu ruhige führen zu Schreibfehlern).</li>
<li>Um den Schriftzug gezielt zu platzieren, das iPhone an den Startpunkt bewegen und leicht anstoßen um den Schriftgenerator zu starten.</li>
<li>Die Seite, auf der das iPhone angestoßen wird (also die Richtung, in die es beschleunigt wird), bestimmt die Fließrichtung des Textes</li>
<li>Ruhig auch mit der Tiefe des Raumes spielen, das bringt schöne Effekte.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1133" title="Eike schreibt Medienpädagogik-Praxis im Dunkeln" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/09/eike-schreibt-im-dunkeln.png" alt="Eike schreibt Medienpädagogik-Praxis im Dunkeln" width="480" height="300" /> <img class="alignleft size-full wp-image-1135" title="Mario schreibt Medienpädagogik-Praxis im Dunkeln" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/09/Mario.png" alt="Mario schreibt Medienpädagogik-Praxis im Dunkeln" width="480" height="300" /></p>
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</ul>
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		<item>
		<title>Das beste Handy für die Medienpädagogik</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/09/07/das-beste-handy-fur-die-medienpadagogik/</link>
		<comments>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/09/07/das-beste-handy-fur-die-medienpadagogik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 04:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Handy auszusuchen ist nie einfach, der Markt ist groß, die Entwicklung schnell – und wenn das Gerät in der Medienpädagogik eingesetzt werden soll kommt dazu, dass Werbebroschüren, Tests und VerkäuferInnen auf ConsumerInnen ausgerichtet sind und wenig auf professionelle SucherInnen. Ich habe lange gesucht und schließlich gefunden und schreibe hier meine Suchkriterien und Entscheidungsgrundlagen auf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1064" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1064" title="Handys in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/09/20090907handy.jpg" alt="&quot;keys&amp;display von yeno*dio auf photocase.com" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;keys&amp;display&quot; von yeno*dio auf photocase.com</p></div>
<p>Ein Handy auszusuchen ist nie einfach, der Markt ist groß, die Entwicklung schnell – und wenn das Gerät in der Medienpädagogik eingesetzt werden soll kommt dazu, dass Werbebroschüren, Tests und VerkäuferInnen auf ConsumerInnen ausgerichtet sind und wenig auf professionelle SucherInnen.</p>
<p>Ich habe lange gesucht und schließlich gefunden und schreibe hier meine Suchkriterien und Entscheidungsgrundlagen auf, um MedienpädagogInnen in einer ähnlichen Lage eine Orientierung zu geben. Haben Sie Ergänzungen, andere Kriterien und Erfahrungen? Ich freue mich über Kommentare.</p>
<p><span id="more-733"></span></p>
<h3><strong>Die Kriterien</strong></h3>
<p>Das Handy soll vor allem bei Videoprojekten eingesetzt werden, aber auch für alle anderen mobilen medienpädagogischen Projekte wie Geocaching geeignet sein. Deswegen stelle ich folgende Anforderungen an das Gerät:</p>
<ul>
<li>Die <strong>Videoauflösung</strong> soll maximal groß sein, idealerweise PAL (aber das hab ich mir schon abgeschminkt, nach dem katastrophalen Test des LG-Handys mit NTSC), aber sonst 640&#215;480. Andere Auflösungen und Codierungen sind sehr wünschenswert.</li>
<li>Die <strong>Optik </strong>sollte gut sein, bspw. von Carl Zeiss.</li>
<li>Die <strong>Speicherkarte</strong> soll austauschbar und möglichst nicht-proprietär sein, idealerweise microSD.</li>
<li>Das Handy sollte möglichst <strong>einfach und alltäglich</strong> sein, um für die Jugendlichen die Übertragung auf ihr eigenes Handy zu vereinfachen. iPhone und Konsorten sind deswegen bspw. für mich raus.</li>
<li><strong>Bluetooth</strong> ist eine triviale Anforderung, sollte aber nicht vergessen werden. <strong>WLAN</strong> wäre nett.</li>
<li>Eine <strong>GPS</strong>-Funktionalität auf dem Level eines einfachen GPS-Empfängers wäre wünschenswert. Insbesondere sollte sich die GPS-Funktion nicht auf Google Maps beschränken, um ohne Internet auskommen zu können.</li>
<li>Ein <strong>erweiterbares Betriebssystem</strong> wäre praktisch (Windows, Google,&#8230;), um ohne großen Aufwand weitere Software-Funktionalitäten installieren zu können.</li>
<li>Die Display</li>
<li>Der <strong>Preis</strong> ist für mich zunächst mal zweitrangig, sollte aber nicht aus dem Auge verloren werden</li>
</ul>
<p>und um die Zahl der KandidatInnen zu verringern, habe ich noch folgende weiteren Kriterien angelegt:</p>
<ul>
<li>die <strong>Bildauflösung</strong> für Fotos</li>
<li>die <strong>Displaygröße</strong></li>
<li>eine eingebaute <strong>Navigationslösung</strong></li>
<li>die maximale Größe der <strong>Speicherkarte.</strong></li>
</ul>
<h3><strong>Der Suchprozess</strong></h3>
<p>ist eine immense Fleißarbeit. Ich habe mir tatsächlich eine Excel-Tabelle angelegt, in der ich die Attribute der einzelnen Handys notiert habe, um sie entsprechend (aus)sortieren zu können. Bei der Auswahl der Geräte sind die beiden Seiten <a title="zu heise mobil" href="http://www.heise.de/mobil/handygalerie/" target="_blank">heise mobil</a> (mit Galerie und gezielter Suche nach bestimmten Attributen) und <a title="zu Xonio" href="http://www.xonio.com/" target="_blank">Xonio</a> (gute Tests und Übersichten) eine große Hilfe.</p>
<h3><strong>Die engere Auswahl</strong></h3>
<p>Ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Kaufentscheidung war eine Auswahl der Handys, die meine Kernkriterien am besten erfüllten. Das sind</p>
<ul>
<li>Nokia N96</li>
<li>Nokia N85</li>
<li>Nokia N86</li>
<li>Nokia N79</li>
<li>Nokia 5800</li>
<li>Nokia 6710</li>
</ul>
<p>Alle anderen Marken sind wegen des proprietären Betriebssystems, der mangelnden Ausstattung oder schlechter Tests ausgeschieden.</p>
<h3><strong>Die Entscheidung</strong></h3>
<p>Schließlich ist das allerbeste, die Geräte gezielt und live in Augenschein zu nehmen. Dazu hab ich mich in ein Elektronikgeschäft meines Vertrauens begeben und die Handys einzeln ausprobiert mit Blick auf Handhabbarkeit und Qualität. Dabei haben sich nochmal ganz neue Erkenntnisse ergeben; das <a title="zum N85 bei heise mobil" href="http://www.heise.de/mobil/handygalerie/?rm=show_details&amp;modell=1442" target="_blank">Nokia N85</a> ist als der Sieger hervorgegangen.</p>
<h3>Andere Überlegungen und Erfahrungen</h3>
<p>Das iPhone ist bei mir von vornherein ausgeschieden, weil es proprietär gestaltet ist und vor allem eine einmalige Bedienweise hat, die nicht auf andere Geräte übertragen werden kann. Die Projektschule Goldau in der Schweiz hat sich hier anders entschieden und <a title="zur iPhone-FAQ der Projektschule Goldau" href="http://www.projektschule-goldau.ch/permalink/246" target="_blank">begründet das gut</a>.</p>
<p>Wie haben Sie sich entschieden? Welche Kriterien legen Sie an ein Handy für die Medienpädagogik an? Welche Erfahrungen haben Sie?</p>
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</ul>
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		<title>Open Source Web Office</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/09/16/open-source-web-office/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 22:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cloud Computing ist ja schön und gut, aber ein schlechtes Gefühl bleibt dabei schon zurück: Mensch muss sich immer wieder die Frage stellen, wo denn die eigenen Daten so landen, wer sie verwaltet und auf welchem Server sie sich eigentlich befinden. Um einiges cooler wären Web-Anwendungen mit der gleichen Funktionalität, die mensch sich auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cloud Computing ist ja schön und gut, aber ein schlechtes Gefühl bleibt dabei schon zurück: Mensch muss sich immer wieder die Frage stellen, wo denn die eigenen Daten so landen, wer sie verwaltet und auf welchem Server sie sich eigentlich befinden. Um einiges cooler wären Web-Anwendungen mit der gleichen Funktionalität, die mensch sich auf dem eigenen Server installieren könnte. Gerade für Medienpädagogik und Jugendarbeit böten sich tolle Möglichkeiten bei maximaler Datensicherheit.</p>
<p>Bis vor kurzem dachte ich, diese Idee wäre eine Utopie und Webanwendungen auf dem eigenen Server unrealistisch. Dann sind mir zwei Anwendungen – eyeOS und OpenGoo – über den Mauszeiger gelaufen, die fast genau das bieten. Und ich habe sie (dank an Manuel) gleich mal auf ihren Praxiswert für die Medienpädagogik kurzgetestet.</p>
<p><span id="more-431"></span></p>
<p><strong>Um was gehts?</strong></p>
<p><a title="zur OpenGoo-Website" href="http://www.opengoo.org/" target="_blank">OpenGoo</a> ist eine einfache Weboffice-Applikation für Arbeitsgruppen, die auf jedem Webserver mit Datenbank und PHP installiert werden kann. Sie bietet jeweils ein Modul für die Verwaltung von Aufgaben, Kalender, Kontakten, Weblinks und internen Nachrichten. Außerdem bietet OpenGoo einen Editor für Textdokumente und Präsentationen (!).</p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2008/09/opengoo.png"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-442" title="Die OpenGoo-Oberfläche" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2008/09/opengoo.png" alt="" width="469" height="292" /></a></p>
<p><a title="zur eyeOS-Website" href="http://eyeos.org/de/" target="_blank">eyeOS</a> geht einen Schritt weiter, macht seinem Namen alle Ehre und liefert wirklich einen browserbasierten Desktop inkl. Drag&amp;Drop und Co. Auch eyeOS kann einfach auf einem normalen Webserver mit mySQL und PHP installiert werden. Mit dem System können verschiedene BenutzerInnen in einer Arbeitsgruppe zusammen arbeiten und dabei standardmäßig auf Kalender, gemeinsame Dokumente, eine Aufgabenverwaltung und einiges mehr zurückgreifen, chatten und sich interne Nachrichten austauschen. Auch hier gibt es integrierte Office-ähnliche Applikationen. Der Clou: Es können beliebig viele weitere &#8220;Programme&#8221; in der Umgebung installiert werden, die weitere Funktionen bieten. Diese kleinen Erweiterungen sind über eine <a title="zur Website mit eyeOS-Applikationen" href="http://eyeos-apps.org/" target="_blank">eigene Website kostenlos verfügbar</a>. Clou Nummer Zwei: Auch OpenGoo kann in diese Oberfläche mit einer eigenen Applikation eingebunden werden!</p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2008/09/eyeos.png"><img class="size-thumbnail wp-image-433 alignnone" title="Die eyeOS-Oberfläche" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2008/09/eyeos.png" alt="" width="466" height="283" /></a></p>
<p>Beide Anwendungen sind OpenSource, damit kostenlos und werden von einer Community entwickelt und gepflegt.</p>
<p><strong>Installation und Handhabung</strong></p>
<p>Sowohl OpenGoo als auch eyeOS sind sehr schnell installiert – ähnlich einfach wie andere PHP-basierte Webanwendungen, die Installation ist gut dokumentiert und benötigt max. 15 Minuten. Großes Manko bei eyeOS ist, dass die Applikation volle Lese- und Schreibrechte für den ganzen Ordner benötigt. Das ist an sich nicht unbedenklich und macht insbesondere bei manchen ProviderInnen Probleme.</p>
<p>Ansonsten ist die Handhabung grundsätzlich recht einfach; aufgrund der Mächtigkeit von eyeOS braucht mensch hier zunächst ein paar Momente bis klar ist, wie Applikationen installiert werden, BenutzerInnenrechte vergeben werden usw. Für beide Anwendungen gibt es hilfreiche Foren (<a title="zum OpenGoo-Forum" href="http://forums.opengoo.org/" target="_blank">OpenGoo</a>, <a title="zum eyeOS-Forum" href="http://forums.eyeos.org/" target="_blank">eyeOS)</a> und ein Wiki (<a title="zum eyeOS-Wiki" href="http://wiki.eyeos.org/Welcome_to_eyeOS_Wiki" target="_blank">eyeOS</a>).</p>
<p><strong>Praxiswert und Fazit</strong></p>
<p>eyeOS ist erstaunlich souverän, funktioniert fließend, hat eine fast umfassende Drag&amp;Drop-Funktionalität und ein wirkliches Desktop-Feeling (so, dass ich als Mac-User immer versuche Exposé aufzurufen). Auch opengoo sieht gut aus, erinnert auf den ersten Blick schon an Google Docs und ist sehr stabil und souverän (bisher eigentlich noch beta).</p>
<p>Bitter ist allerdings (und das gerade zeichnet ja &#8220;professionelle&#8221; CloudComputing-Angebote wie Google Docs aus), dass an vielen Orten Importfunktionen fehlen – insbesondere für Kalender, teilweise auch für Kontakte. Export und Import von Dokumenten im Office-Format ist nicht möglich und damit auch keine &#8220;richtige&#8221; Zusammenarbeit mit Office-Desktop-Programmen.</p>
<p>Gerade letzteres disqualifiziert die beiden Anwendungen für den vollwertigen Einsatz in der alltäglichen Arbeit, wie er theoretisch ja mit Google, Office Live, Acrobat und Co. möglich ist. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass kollaborative, dezentrale medienpädagogische Projekte (bspw. zur Film-Recherche) mit OpenGoo und/oder eyeOS unterstützt werden und die Arbeit mit einem fremdgehosteten Wiki ersetzen. Insbesondere kann die Arbeit mit einem solchen System für den Aspekt des Datenschutzes sensibilisieren.</p>
<p>Und auch wenn beide Systeme bisher nicht mit den Angeboten der &#8220;großen&#8221; HerstellerInnen mithalten können, sie zeigen auf jeden Fall, dass auch aus OpenSource-Bereich auch Cloud-Computing-Anwendungen zu erwarten sind – und dass eigenes Hosting alles andere als eine Utopie ist.</p>
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</ul>
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		<title>Webprojekte mit WordPress</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 22:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der letzten Woche habe ich zum ersten Mal ein medienpädagogisches Internetprojekt mit Jugendlichen durchgeführt, bei dem die Website mit Hilfe von WordPress erstellt wurde. Hier kommt ein kleiner Praxisbericht/Praxistest mit meinen Erfahrungen, Tipps, Lehren und Empfehlungen inkl. eines Vergleichs mit der Arbeit mit Systemen wie Typo3. Setting und Konzept Innerhalb von fünf Tagen sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Woche habe ich zum ersten Mal ein medienpädagogisches Internetprojekt mit Jugendlichen durchgeführt, bei dem die <a title="zum Ergebnis des Workshops" href="http://www.medienwoche-trier.de">Website</a> mit Hilfe von WordPress erstellt wurde. Hier kommt ein kleiner Praxisbericht/Praxistest mit meinen Erfahrungen, Tipps, Lehren und Empfehlungen inkl. eines Vergleichs mit der Arbeit mit Systemen wie Typo3. <span id="more-432"></span></p>
<p><strong>Setting und Konzept<br />
</strong></p>
<p>Innerhalb von fünf Tagen sollte eine internationale Gruppe innerhalb einer medienpädagogischen Veranstaltung mit mehreren Workshops die Erkenntnisse aus diversen Interviews und Ausflügen auf einer mehrsprachigen Internetseite dokumentieren. Grundlage war eine Installation des WordPress-Basispakets auf einem eigenen Webserver. Davon ausgehend sollten die jugendlichen TeilnehmerInnen sämtliche Aspekte der Webseitenentwicklung (inkl. Plugininstallation und Themegestaltung) selbst übernehmen. Dem lag der Gedanke zu Grunde, dass die Jugendlichen so am Ende nicht nur Wissen über die inhaltliche Arbeit an einer Webseite und der Nutzung eines einfachen CMS haben, sondern auch die Pflege und Installation selbst übernehmen können.</p>
<p><strong>Artikelredaktion im Backend</strong></p>
<p>Das Backend/der Adminbereich von WordPress ist sehr übersichtlich gestaltet, die Möglichkeiten sehr klar angeordnet und bezeichnet. Entsprechend einfach und schnell war die Einführung für die Jugendlichen, die sich alle weiteren Funktionen intuitiv erschlossen haben. Eine wichtige Kleinigkeit die die souveräne Autospeichern-Funktion von WordPress – als WorkshopleiterIn kann mensch sich so immer zurücklehnen und ist vor unangenehmen Datenverlusten bei der Artikelredaktion gefeit.</p>
<p>Bis zum Schluss teilweise (insbesondere für die EinsteigerInnen) schwer zu vermitteln war allerdings der Unterschied zwischen Artikeln und Seiten. Erst während des Projekts hat sich auch herausgestellt, dass das einsprachige Backend für manche eine Hürde darstellt, die die entsprechende Sprache nicht hinreichend beherrschen.</p>
<p>Insgesamt sehe ich bei der Redaktion im Adminbereich aber einen klaren Vorteil für WordPress gegenüber komplexeren Systemen wie Typo3.</p>
<p><strong>Webseitengestaltung</strong></p>
<p>Für Jugendliche ist es wichtig, die eigenen Webseiten nach den eigenen Vorstellungen gestalten und schließlich auch mit allen Gimmicks &#8220;pimpen&#8221; zu können. Bei aller Flexibilität von schwereren &#8220;Geschützen&#8221; wie Typo3 ist das deren Archillesferse. Hier ist es nämlich nur aufwändig und mit hohen Anforderungen an das technische Vorwissen der Beteiligten möglich, ein Template zu verändern. Das kann Frust und Unzufriedenheit mit dem eigenen Produkt hervorrufen. Anders mit WordPress: Mit dem <a title="zum WordPress-Themebrowser" href="http://wp-themes.com/" target="_blank">Themebrowser</a> können die TeilnehmerInnen frei einen neuen Look für die eigene Seiten aussuchen, der schnell installiert ist und relativ unaufwändig veränderbar ist. Womit wir bei der</p>
<p><strong>Technik</strong></p>
<p>wären: Die (technische) Installation von neuen Funktionen (Plugins) und neuer Gestaltung (Themes) ist mit WordPress fast intuitiv zu erledigen, vom Ablauf ähnlich, auch für EinsteigerInnen schnell verständlich und mit wenigen Klicks zu erledigen. Entsprechend gut hat die technische Pflege unserer WordPress-Installation durch die Jugendlichen funktioniert. Ich bin mir sicher, dass auch die Grundinstallation von den Jugendlichen hätte übernommen werden können – das hätte nur eine zusätzliche Unsicherheit für den Workshop-Auftakt bedeutet (mensch weiß schließlich nie, wie sich Server verhalten). Sehr schön gerade für die medienpädagogische Arbeit mit Jugendlichen ist die fast unerschöpfliche Auswahl an Erweiterungen für WordPress. Damit sind fast alle Vorstellungen der TeilnehmerInnen zu realisieren.</p>
<p>Meiner Meinung nach macht es die Einfachheit auch sehr wahrscheinlich, dass die Jugendlichen – sollten sie das wollen – nach einem solchen Workshop auch eine eigene Website umsetzen können. Bei Geschossen wie Typo3 ist das relativ unwahrscheinlich, hier lernen sie meist nur das redaktionelle Arbeiten.</p>
<p><strong>Mehrsprachigkeit</strong></p>
<p>Der heikelste Punkt der Woche: Würde es zufriedenstellend funktionieren, unsere Seite mehrsprachig zu machen? Ja, es gelang, aber hier macht Typo3 im direkten Vergleich einen klaren Punkt.</p>
<p>Mit dem Plugin <a title="zur Plugin-Seite " href="http://wordpress.org/extend/plugins/gengo/" target="_blank">Gengo</a> wird WordPress sehr (!) leicht mehrsprachig, allerdings ist das Verhalten im Frontend nicht immer komfortabel (je nach Klick erscheinen beispielsweise alle Sprachen auf einmal), auch im Backend werden die Artikel und Seiten (wordpress-typisch) nicht nach Sprachen getrennt, sondern erscheinen in der Liste. In beiden Situationen verliert mensch bei vier Sprachen schnell mal den Überblick. Trotzdem war die Arbeit mit Gengo auch für die Jugendlichen intuitiv und hat recht reibungslos funktioniert, auch wenn es inkompatibel zu manchen Plugins zu sein scheint.</p>
<p>Dennoch ist die konkrete Arbeit an einer mehrsprachigen Seite mit Typo3 weitaus souveräner zu meistern. Gleichzeitig ist hier wiederum die Vorarbeit ungleich aufwändiger.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Gesamteinschätzung ist natürlich von dem medienpädagogischen Ziel abhängig: Geht es darum, dass die Jugendlichen weitgehend selbst die Technik meistern, einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen werfen können und Aussehen und Funktionalität selbst bestimmen? Oder geht es darum, das redaktionelle Arbeiten mit einem (fast) professionellen CMS zu erlernen und sich eher auf die Inhalte zu konzentrieren? Im ersten Fall lautet die Antwort (derzeit) ganz klar WordPress, im zweiten Fall natürlich Typo3.</p>
<p>Darüber hinaus hat sich während meines Projektes für mich gezeigt, dass WordPress ganz große Vorteile bei der Übersichtlichkeit und BenutzerInnenfreundlichkeit hat sowie sehr hilfreiche Funktionalitäten wie das automatische Speichern von Datensätzen bietet. WordPress bleibt also auf jeden Fall zumindest im Rennen wenn es um die Konzeption von zukünftigen Internetprojekten mit Jugendlichen geht.</p>
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		<title>Praxistest: iMovie 08 in der Medienpädagogik</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2007/12/06/praxistest-imovie-08-in-der-medienpadagogik/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 14:44:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der Veröffentlichung von iLife 08 scheiden sich die Geister: Ist das neue, fast revolutionär veränderte iMovie 08 (bzw. 7.0) besser als die Vorgängerversion? Insbesondere die fehlende Timeline und die damit unmögliche Audionachbearbeitung haben die KritikerInnen auf den Plan gerufen. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass es in medienpädagogischen Videoprojekten Einsatzgebiete gibt, wo iMovie 08 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Veröffentlichung von iLife 08 scheiden sich die Geister: Ist das neue, fast revolutionär veränderte iMovie 08 (bzw. 7.0) besser als die Vorgängerversion? Insbesondere die fehlende Timeline und die damit unmögliche Audionachbearbeitung haben die KritikerInnen auf den Plan gerufen. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass es in medienpädagogischen Videoprojekten Einsatzgebiete gibt, wo iMovie 08 sehr gut geeignet ist.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund habe ich mir schon lange vorgenommen, einen Praxistest zu machen – heute ist es endlich soweit: Ich taste mich an das neue Programm ran – inklusive dem neuen GarageBand, das iMovie wohl gut ergänzen soll. Und los gehts:<span id="more-134"></span></p>
<p><strong>Bevors losgeht: Die Systemvoraussetzungen</strong></p>
<p>Apple verrät folgendes auf der iLife-Website:</p>
<ul class="square">
<li>Mac Computer mit einem Intel, PowerPC G5 oder PowerPC G4 Prozessor</li>
<li>iMovie erfordert einen Mac mit einem Intel Prozessor, einen Power Mac G5 (2x 2,0 GHz oder schneller) oder einen iMac G5 (1,9 GHz oder schneller).</li>
<li>iDVD erfordert einen Prozessor mit 733 MHz (oder schneller).</li>
<li>512 MB Arbeitsspeicher, 1 GB empfohlen. HD-Video erfordert mindestens 1 GB Arbeitsspeicher.</li>
<li>Mac OS X 10.4.9 (oder neuer)</li>
<li>3 GB verfügbarer Speicherplatz auf der Festplatte</li>
<li>DVD-Laufwerk für die Installation</li>
<li>QuickTime 7.2 (oder neuer)</li>
</ul>
<p>Damit ist eins schonmal klar: PowerBooks und iBooks sind raus. Und viele Institutionen der Jugendarbeit müssen sich gar nicht erst Gedanken drüber machen, ob nun das neue iLife Paket gut ist oder nicht. Mein PowerBook kann ich also auch beiseite lassen und baue erstmal nen neuen iMac auf.</p>
<p><strong>Nach der Installation: Update!</strong></p>
<p>Je nach Installations-DVD empfiehlt sich direkt nach der Installation ein Softwareupdate, da die erste ausgelieferte Version alles andere als ausgereift war. Aktuell (Anfang Dezember 2007) ist V7.1.</p>
<p>Und wer es noch nicht wusste: Die alte iMovie-Version (6) bleibt auf der Festplatte, bzw. wer sich zum ersten Mal iLife gekauft hat, kann sich die <a title="zur Apple-Seite" href="http://www.apple.com/support/downloads/imovieHD6.html" target="_blank">alte Version bei Apple runterladen</a>.</p>
<p><strong>Das Programmfenster</strong></p>
<p>Nichts ist mehr wie es war: iMovie ist neu programmiert, die Bedienung völlig anders und damit auch der Fensteraufbau.  Auf den ersten Blick ist alles sehr schick, ästhetisch und übersichtlich.</p>
<p>Das Fenster hat im Groben drei Bereiche: Das Vorschaufenster/den Monitor, den Ereignis-Bereich mit der so genannten &#8220;Ereignis-Mediathek&#8221; und den Projektbereich mit der &#8220;Projekt-Mediathek&#8221;. In den Mediatheken wird alles verfügbare Material aufgelistet (die Ereignisse sind das Rohmaterial, Projekte sind die geschnittenen Versionen), dabei unterscheidet das Programm nicht mehr zwischen dem geöffneten und anderen Projekten – alles, was auf der Platte ist, wird angezeigt. Alles sehr ähnlich zu iPhoto und durchaus schlüssig.</p>
<p><img src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2007/12/imoviefenster.png" alt="Das iMovie-Programmfenster" width="498" height="300" /></p>
<p>Der Film entsteht im <a title="Der Projektbereich" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2007/12/projektbereich.png">Projektbereich</a>, der in der Standardansicht oben neben dem Monitor ist. Das ist für UmsteigerInnen gewöhnungsbedürftig, ein &#8220;<a title="Swap-Button" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2007/12/swapbutton.png">Swap-Button</a>&#8221; links in der Fenstermitte tauscht aber Ereignis- und Projektbereich (auf sehr beeindruckende Weise), womit das Projekt nach unten und in gewohnte Gefilde kommt.<br />
Allerdings lässt sich am rechten Rand der <a title="Der Materialbereich" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2007/12/materialbereich.png">Materialbereich</a> einblenden mit Sounds, Effekten, Titeln, was zusammen mit dem Ereignisbereich eine schlüssige Kombination ergibt (in diesem Fall sind alle &#8220;Rohmaterialien&#8221; in der unteren Bildschirmhälfte, was die Arbeit für EinsteigerInnen nachvollziehbarer macht). Also die Ereignis-Mediathek eher nach unten.</p>
<p><strong>Der Filmimport</strong></p>
<p>Hier gibt es in der Bedienung keine großen Unterschiede. Sehr praktisch (insbesondere für EinsteigerInnen) ist die &#8220;Automatisch&#8221;-Funktion, die den ganzen Importvorgang inkl. zurückspulen erledigt.</p>
<p>Hier zeigt sich auch die praktische Implikation der Neuorganisation des Filmmaterials: Importiertes Material wird auf der Platte gesichert, unabhängig von einem Projekt (!). Der Importvorgang ist also vom Schnitt völlig unabhängig – so kann in Etappen importiert werden, bzw. können mit dem gleichen Material mehrere Schnittvorgänge/-projekte bestritten werden ohne neu importieren zu müssen. Es ist immer alles Material auf der Festplatte verfügbar. Praktisch.</p>
<p>Ganz nebenbei speichert iMovie 08 das Projekt on the run selbst. Es gibt keine &#8220;Speichern&#8221;funktion mehr, Apfel-S gehört der Vergangenheit an! Damit können keine Änderungen mehr verloren gehen; ein aktueller Projektstand kann durch &#8220;Duplizieren&#8221; des Projekts in der Projektmediathek gesichert werden.</p>
<p><strong>Schnitt/Bearbeitung</strong></p>
<p>Was am Anfang nervt, wird mit der Zeit genial: &#8220;skimming&#8221;. Bewegt mensch die Maus über Material, wird der Film abgespielt (&#8220;gescrubbed&#8221;). Dabei wird standardmaäßig auch Audio abgespielt &#8211; nervt, lässt sich aber leicht abstellen.</p>
<p><img src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2007/12/skimming.jpg" alt="Skimming und Drag&amp;Drop" width="497" height="366" /></p>
<p>Mit dieser Methode ist das Material schnell durchgeschaut, klicken und markieren wählt den Filmausschnitt – und mit Drag&amp;Drop ist der schnell dem eigenen Film zugefügt. Gerade wenn es schnell gehen soll und auch für EinsteigerInnen lässt sich so schnell und intuituiv schneiden. Das Finetuning/Trimmen ist nicht einfach und erfordert Fingerspitzengefühl, aber funktioniert.</p>
<p>Schade: das intuitive &#8220;Durchschneiden&#8221; (Clip teilen) mit der legendären Tastenkombination Apfel-T (alleine die war eine medienpädagogische Steilvorlage) funktioniert nicht mehr. Die Filmzusammenstellung erfolgt nur durch skimming/drag&amp;drop, erst im Projekt kann mensch Clips teilen, allerdings ohne Tastenkombination.</p>
<p><strong>Bild und Ton abstimmen, Audionachbearbeitung</strong></p>
<p>Ein wichtiger Schnittvorgang ist so unmöglich: Bilder über vorhandenen Ton drüberlegen, bspw. ein Bild über einen Teil eines Interviews. Aber es funktioniert umgekehrt: Der Clipabschnitt mit dem gewünschten Ton wird wie gehabt markiert, Drag&amp;Drop mit Apfel-Shift bewegt dann nur den Ton &#8220;unter&#8221; einen vorhandenen Clip (wie Hintergrundmusik).</p>
<p>Richtige Tonnachbearbeitung ist in iMovie 08 unmöglich, allerdings gibt es eine Grobabstimmung, die wiederum sehr leicht bedienbar ist:  Bei MouseOver über Clips werden <a title="Nachbearbeitungssymbole" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2007/12/nachb_symbole.jpg">Nachbearbeitungssymbole</a> eingeblendet, u.a. für Ton, womit die Spur leiser gestellt und/oder ein/ausgeblendet werden kann. Sehr cool hierbei auch das Symbol für eine einfache Farbkorrektur, mit der sich sehr leicht der Weißabgleich nachstellen lässt.</p>
<p>Soll es intensiver in der Audionachbearbeitung zur Sache gehen, muss mensch das Projekt nach GarageBand exportieren (das dann so souverän funktioniert wie iMovie bisher). Dazu muss allerdings der Filmschnitt beendet sein. Oder es hilft nur noch ein Umstieg auf iMovie 06 oder Final Cut Pro. Leider.</p>
<p><strong>Effekte, Übergänge und Titel</strong></p>
<p>Ein großer Aufschrei der UserInnen nach der iLife-Veröffentlichung betraf die fehlenden Effekte und Übergänge. Ich persönlich finde das nicht wirklich tragisch, denn mehr als die drei Standard-Übergänge (die sind dabei) sind eh nicht ästhetisch und Effekte eh nur in seltenen Fällen. Jugendliche werden das anders sehen, denn auch Pimpen von Filmen ist in.  Denen werden die fliegenden Bilder, Strude, Gewitter, Erdbeben usw. fehlen und eine Auseinandersetzungsmöglichkeit geht dadurch verloren. Die Grundelemente des Filmemachens sind aber dabei.</p>
<p>Eins allerdings nicht: SlowMotion!!! Das fehlt nun wirklich und mensch muss sich Tricks und anderer Programme bedienen, um die Filmgeschwindigkeit zu verlangsamen oder zu beschleunigen. <a title="zu einem Tipp zum Thema SlowMotion" href="http://karsten.schluter.googlepages.com/slowmowithim08" target="_blank">Hier</a> ist ein Workaround.</p>
<p>Die Titel sind schön, leicht einzufügen und auch intuitiv nach dem Einfügen zu verändern.</p>
<p><strong>Film fertigstellen/Export</strong></p>
<p>Der große Knaller kommt zuletzt: iMovie 08 kann den Film nicht direkt auf eine DV-Kamera ausspielen! Und als ob das nicht genug wäre: Der Export in das DV-Format (um das Ausspielen mit iMovie 06 vorzunehmen) führt zu Qualitätsverlusten (ob das ein Bug oder ein Feature ist, darüber streiten sich noch die Geister in den Foren)!</p>
<p>Außerhalb der Möglichkeit, generell das Programm zu wechseln gibt es <a title="zum Tipp zur DV-Qualität" href="http://karsten.schluter.googlepages.com/slowmowithim08" target="_blank">hier</a> einen Workaround, um hohe DV-Qualität zu erreichen. Hoffen wir auf die nächste Version.</p>
<p>Da nicht nur Steve Jobs momentan große Stücke auf Web2.0 hält, gibt es dafür reichhaltige Funktionen, um die eigene Produktion schnell auf Handy, iPod, iPhone – oder eben auf YouTube zu veröffentlichen. Für Jugendliche interessant, insgesamt wiegt das aber nicht die fehlende DV-Qualität auf.</p>
<p><strong>FAZIT</strong></p>
<p>Insgesamt gibt es Ausschlusskriterien: Qualitativ hochwertige Arbeit ist wichtig für professionelle Medienpädagogik, also insbesondere das Ausspielen auf eine Kamera und das Arbeiten in DV-Qualität. Will mensch sich hier keinen zusätzlichen Aufwand aufhalsen, sollte er/sie iMovie08 gleich links liegen lassen.</p>
<p>Gehts auch ohne, dann ist iMovie ein schönes und leicht zu bedienendes Schnittprogramm für absolute EinsteigerInnen und/oder wenns sehr schnell gehen muss und/oder sehr einfache Projekte, die insbesondere keinen aufwändigen Tonschnitt benötigen. Es reiht sich damit ein in eine Abfolge von immer komplexer werdenden Programmen, die lautet: iMovie 08, iMovie 06, Final Cut Express, Final Cut Pro.</p>
<p>Im Allgemeinen können die Erfahrungen aus Schnittseminaren auf andere Programme übertragen werden. Das gilt für iMovie 08 bedingt. Durch die innovative Bedienung (und die fehlende Timeline) ist die Übertragbarkeit des Programmaufbaus nicht offensichtlich. Wer auf iMovie 08 das Schneiden erstmals lernt, wird also schon mit iMovie 06 Probleme haben.</p>
<p>Diese Vorgängerversion bleibt glücklicherweise bei der Installation auf der Festplatte bzw. kann von der Apple-Seite <a title="zur Apple-Seite" href="http://www.apple.com/support/downloads/imovieHD6.html" target="_blank">heruntergeladen</a> werden.  Sie ist und bleibt state-of-the-art  was einfache Schnittprogramme für EinsteigerInnen angeht. Am &#8220;unteren Ende&#8221; wird sie allerdings für bestimmte Projekte gut vom neuen iMovie ergänzt. Und neue Versionen bringen hoffentlich auch ersehnte Funktionen wieder zurück.</p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p>- <a title="zum Blog" href="http://imovie08.blogspot.com" target="_blank">&#8220;Unlocking iMovie08&#8243;</a>: Ein Blog mit Unmengen von Tipps und Workarounds</p>
<p>- <a title="zur Apple" href="http://www.apple.com/de/support/imovie/shortcuts/" target="_blank">Apple: iMovie-Tastenkombinationen</a></p>
<p>- <a title="zum Forumbeitrag mit den Tricks" href="http://www.macuser.de/forum/showthread.php?t=286942" target="_blank">Tricks für iMovie in einem Forenbeitrag </a></p>
<p>- <a title="zum Direktdownload von iMovie06" href="http://supportdownload.apple.com/download.info.apple.com/Apple_Support_Area/Apple_Software_Updates/Mac_OS_X/downloads/061-3532.20070807.nq3ER/iMovieHD6.dmg" target="_blank">Download von iMovie 06</a><br />
<a title="zur Apple" href="http://www.apple.com/de/support/imovie/shortcuts/" target="_blank"></a></p>
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