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	<title>Medienpädagogik Praxis-Blog &#187; Jugendschutz</title>
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	<description>Materialien, Methoden, Projektbeispiele, Tipps, Tricks und aktuelle Informationen für die medienpädagogische Praxis in Jugendarbeit und Schule.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 05:00:00 +0000</lastBuildDate>
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<copyright></copyright>
		<item>
		<title>Kinder und Jugendliche zu einem kompetenten Aufwachsen mit dem Netz befähigen</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/11/28/jmstv-medienkompetenz/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 05:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Forderung von Jürgen Ertelt in der Diskussion um den Jugendmedienschutz In der Auseinandersetzung um die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) wurden bereits viele kritische Beiträge (siehe u.a. hier) veröffentlicht. Diese grundsätzliche Kritik ist auch nach einem Jahr der gescheiterten Neuauflage des JMStV aktuell und soll an dieser Stelle keine Wiederholung finden. Vielmehr möchte ich weitere Überlegungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Forderung von Jürgen Ertelt in der Diskussion um den Jugendmedienschutz</strong></p>
<div id="attachment_2488" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-2488" title="JMStV und Medienkompetenz" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/11/20111128jmstvmedienkompeten.jpg" alt="JMStV und Medienkompetenz" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Internet Open&quot; von balleyne auf flickr.com (CC BY)</p></div>
<p>In der Auseinandersetzung um die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) wurden bereits viele kritische Beiträge (siehe u.a. <a title="zum Artikel" href="http://www.newsgrape.com/a/jugendmedienschutz-staatsvertrag-ein-ungetum-stolpert-uber-die-internet-evolution/" target="_blank">hier</a>) veröffentlicht. Diese grundsätzliche Kritik ist auch nach einem Jahr der gescheiterten Neuauflage des JMStV aktuell und soll an dieser Stelle keine Wiederholung finden. Vielmehr möchte ich weitere Überlegungen für einen akzeptablen Jugendmedienschutz im Zeitalter digitaler Medien und Internet zur fortzuführenden Diskussion stellen.</p>
<p>Diese Wege sollten wir im Interesse der jungen Generation (an)gehen:<span id="more-2411"></span></p>
<ul>
<li>Medienkompetenz stärken mit definierten, tragfähigen Zielen (siehe unten) bei Kindern, Jugendlichen, Eltern und anderen Sozialisationsbegleitern in Schule und Freizeit, sowie bei Politikern und anderen Entscheidern. Eltern und andere Erziehende befähigen, ihren Pflichten gerecht werden zu können.</li>
<li>Internet als Durchdringung der Gesellschaft verstehen und vermitteln, mediale Angebote im Netz in ihrer mehrdimensionalen, kommunikativen Ausprägung begreifen und darstellen. Freie Meinung und informationelle Selbstbestimmung als voraussetzendes Gut der Demokratie achten und vermitteln, zur Teilhabe an Gesellschaft mittels Medien motivieren. Netzsperren als Zensur einordnen, geächtete und strafrechtlich relevante Inhalte mit polizeilichen Maßnahmen und gerichtlichen Entscheidungen entgegnen. Keine subsummierende, gesonderte Gesetzgebung zu bestehenden Gesetzen auflegen, vorhandenen Rechtsrahmen ausreichend nutzen. Das Internet ist kein &#8220;rechtsfreier Raum&#8221;.</li>
<li>Permanenten, offenen ethischen Diskurs unter Beteiligung aller Betreffenden, besonders Jugendlichen und Erziehenden, initiieren und abbilden.</li>
<li>Bewertung von Inhalten durch Nutzende und Erziehende als Aushandlungsprozess entwickeln. Softwaregestützte, Crowdsourcing basierende Bewertungshilfen transparent und nachvollziehbar einsetzen, Empfehlungslisten zur Orientierung offen (wie Wikipedia) erarbeiten und mit Suchmaschinen-Ergebnissen transparent verbinden. Inhalte-Anbietende  auffordern, freiwillig und unverbindlich ihre Inhalte als Orientierung für personalisierte Empfehlungslisten zu kennzeichnen. Keine automatisierte Ausblendung so getaggter Inhalte, Kennzeichnungen ausschließlich als Basis für eigene Bewertungen und Empfehlungen  verstehen. Ziel ist das Erreichen einer persönlichen Filter-Souveränität.</li>
<li>Selbstregulierung als Anspruch aller Nutzenden definieren.</li>
</ul>
<p>Und: Gesetzlicher Jugendmedienschutz erfüllt als so gestaltete Offensive sehr wohl seinen verfassungsrechtlichen Auftrag.</p>
<hr />
<h3>Exkurs</h3>
<p>Die viel beanspruchte (oben genannte) Medienkompetenz braucht Ziel-Beschreibungen, sonst macht sie keine Aussage.</p>
<p>Meine Aufstellung anzustrebender Ziele:</p>
<ul>
<li>Angstfreie Nutzung des Netzes und der Medien</li>
<li>Aneignung, Vermittlung und kreative Interpretation von Anwendungswissen</li>
<li>Medien als soziales Element verstehen und nutzen</li>
<li>Medien nutzen für Solidarität und Vernetzung</li>
<li>Medien kommunikativ nutzen und selber mediale Inhalte produzieren.</li>
<li>Mit Medien und Inhalten kreativ experimentieren</li>
<li>Medien als Quelle sinnlicher Erfahrung wahrnehmen und ästhetisch einordnen können, Ästhetik digitaler Werke weiterentwickeln</li>
<li>Wert medialer Inhalte (be)achten, selber Werte schaffen und teilen.</li>
<li>Problemlagen von Medieninhalten erkennen</li>
<li>Ethische Fragen zu Medieninhalten positionierend diskutieren</li>
<li>Medien nutzen um eigene Interessen zu artikulieren</li>
<li>Meinungen respektieren und für die Freiheit der Meinungsvielfalt eintreten</li>
<li>Wissen über Besitzverhältnisse von Medien</li>
<li>Kritisches Bewusstsein hinsichtlich Macht der Medien und ihrer Besitzer-Interessen</li>
</ul>
<hr />
<p>Ich freue mich auf den weiteren Diskurs. Aktivitäten, die den derzeitigen Stand der Auseinandersetzung und des parlamentarischen Willens hinsichtlich des JMStV durch voreiliges Schaffen von Fakten durch u.a. übereilter Anerkennung seitens der <a title="zur Website" href="http://kjm-online.de" target="_blank">KJM</a> von bereits ausführlich kritisierten sog. Jugendschutzprogrammen torpedieren, sind diesem Prozess nicht zuträglich und führen zu einer sich bestätigenden Ablehnung nicht funktionaler Jugendmedienschutz-Maßnahmen.</p>
<p>Eine gute Basis für eine zielführende Entwicklung zu einem akzeptablen Jugendmedienschutz könnte ein <a title="zum Download des PDF" href="http://dialog-internet.de/dokumente/unterarbeitsgruppen/umgang-mit-schaedigenden-inhalten/DialogInternet_Jugendschutz_Praesentation_110913.pdf" target="_blank">Arbeitsergebnis der UAG „schädigende Inhalte“ des Dialog-Internet.de</a> sein. Hier werden unterschiedliche Ansätze für Kinder und Jugendliche als anpassbares Risikomanagement verfolgt. Im Mittelpunkt stehen keine Filterprogramme, sondern ein (flexibler) Verbund von redaktionell empfehlenden, medienpädagogisch intervenierenden und technischen Maßnahmen.</p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/11/20111128uagdijmstv.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2487" title="Empfehlungen aus dem Dialog Internet" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/11/20111128uagdijmstv480.jpg" alt="Empfehlungen aus dem Dialog Internet" /></a></p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-2485" title="Jürgen Ertelt" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/11/juergenertelt.jpg" alt="" />Dies ist ein Gastbeitrag von Jürgen Ertelt. Der Autor (*1957) ist Sozial- und Medienpädagoge und arbeitet als Koordinator im Projekt „youthpart &#8211; Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft“ bei <a title="zur Website" href="http://www.ijab.de" target="_blank">IJAB</a>, Fachstelle für internationale Jugendarbeit, in Bonn. Dort ist er u.a. für die Modellentwicklung von Partizipationsmöglichkeiten mittels Internetangebote verantwortlich. Dabei stehen Beteiligungsmöglichkeiten Jugendlicher in zu entwickelnden eGovernment-Angeboten im Fokus.</em></p>
<p><em>Jürgen Ertelt ist seit mehr als 25 Jahren medienpädagogisch aktiv. Er ist Mitglied in der <a title="zur Website" href="http://www.gmk-net.de " target="_blank">GMK</a> und im Trägerverein des <a title="zur Website" href="http://www.jff.de" target="_blank">JFF</a>. Politisch engagiert er sich zu Herausforderungen des Internets mit Blick auf Demokratie, Staat und Gesellschaft.</em></p>
<p><em><em><a title="zur Website" href="http://ertelt.info" target="_blank">http://ertelt.info</a></em><br />
</em><em><a title="zum Twitter-Account" href="http://twitter.com/ertelt" target="_blank"> http://twitter.com/ertelt</a></em><br />
<em><a title="zum Facebook-Profil" href="http://facebook.com/ertelt" target="_blank"> http://facebook.com/ertelt</a></em></p>
<h3>Nutzungslizenz</h3>
<p><a title="zur Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank">http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/</a></p>
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</ul>
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		<title>&#8220;Zuerst denken, dann klicken&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 05:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Facebook kann schon tricky sein: Manche Features sind nicht auf den ersten Blick sichtbar, von einigen Privatsphäre-Einstellungen ganz zu schweigen, immer mal wieder geistern Wurm-Postings durch die Community oder Anwendungen tun nicht das, was sie zu tun vorgeben. Die Seite &#8220;mimikama&#8221; ist da eine große Hilfe für die Medienpädagogik: Teilweise mehrmals täglich erscheinen hier Tipps [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2445" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-2445" title="Facebook-Infos für die Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/11/20111121mimikama.jpg" alt="Facebook-Infos für die Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Facebook&quot; von MoneyBlogNewz auf flickr.com (cc by)</p></div>
<p>Facebook kann schon tricky sein: Manche Features sind nicht auf den ersten Blick sichtbar, von einigen Privatsphäre-Einstellungen ganz zu schweigen, immer mal wieder geistern Wurm-Postings durch die Community oder Anwendungen tun nicht das, was sie zu tun vorgeben.</p>
<p>Die Seite &#8220;<a title="zur Website" href="http://www.mimikama.at/" target="_blank">mimikama</a>&#8221; ist da eine große Hilfe für die Medienpädagogik: Teilweise mehrmals täglich erscheinen hier Tipps rund um Facebook – von der <a title="zum Artikel" href="http://www.mimikama.at/allgemein/facebook-smileys-sonderzeichen-emoticons-fr-den-chat-und-die-persnlichen-nachrichten/" target="_blank">Smilie-Liste</a> (cool!) über Hintergründe zur Impressumspflicht bis zu aktuellen Trojanerwarnungen. Und das alles &#8220;von Facebooknutzern für Facebooknutzer&#8221;. Gefällt mir!</p>
<p>[thx Maren Risch]</p>
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		<title>Jugendschutz und Computerspiele im Wandel der Zeit</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/09/14/jugendschutz-und-games-im-wandel-der-zeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 04:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerrit Neundorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der medienpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und Computerspielen diskutiert Mensch früher oder später meist auch Themen wie Jugendschutz, Alterskennzeichnungen und natürlich Indizierungsverfahren. Das diese Diskussionen nicht neu sind, ist bei einem Medium wie dem Computerspiel gut nachvollziehbar, denn bereits 1984 wurden die ersten Indizierungsverfahren zu Spielen wie „Speed Racer“ und „Battlezone“ durch die damalige Bundesprüfstelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2300" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/09/indiziert.jpg"><img class="size-full wp-image-2300" title="Fotorecht in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/09/indiziert.jpg" alt="Fotorecht in der Medienpädagogik" width="240" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">...und doch wertvoll!</p></div>
<p>In der medienpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und Computerspielen diskutiert Mensch früher oder später meist auch Themen wie Jugendschutz, Alterskennzeichnungen und natürlich Indizierungsverfahren. Das diese Diskussionen nicht neu sind, ist bei einem Medium wie dem Computerspiel gut nachvollziehbar, denn bereits 1984 wurden die ersten Indizierungsverfahren zu Spielen wie „<a title="YouTube Video Speed Racer" href="http://www.youtube.com/watch?v=ggAhDG1sRPg" target="_blank">Speed Racer</a>“ und „<a title="YouTube Video Battlezone" href="http://www.youtube.com/watch?v=zo4bSrD4ZDQ" target="_blank">Battlezone</a>“ durch die damalige Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) durchgeführt.</p>
<p>Spätestens seit der Listenstreichung des Shooters „Doom“ nach nunmehr 17 Jahren durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) und der neuerlichen Alterskennzeichnung mit <a title="USK Pressemitteilung zu Doom" href="http://www.usk.de/service/presse/details-zum-presseartikel/article/doom-erhaelt-nach-listenstreichung-usk-kennzeichen-ab-16/" target="_blank">einer Freigabe ab 16 Jahren durch die USK</a>, wird das Thema breit in der Medienpädagogik diskutiert. Hier sehe ich schöne Ansätze, für Projekte zum Thema Computerspiel und Jugendmedienschutz. Dabei könnte Fragen nach politischen, ästhetischen, inhaltlichen, aber auch wert- und normorientierten Ansätzen im Wandel der Zeit nachgegangen werden. Für alle Beteiligten, die Jugendlichen wie auch die Pädagogen, entsteht hierbei eine Win-win-Situation, da einerseits für das Thema Jugendschutz sensibilisiert wird und anderseits Fragen nach Wirkungsvermutungen bzw. – befürchtungen im historischen Kontext, auch bei nichtspielenden Erwachsenen, neue Denkansätze liefern.</p>
<p>Weiterführende möchte ich hierzu auch die Anmeldung im Freiverteiler der „<a title="BPjM Aktuell" href="http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/publikationen.html" target="_blank">BPjM Aktuell</a>“ empfehlen, welche entsprechende themenbezogene Impulse liefern kann. Auch die Einbeziehung der aktuellen &#8220;<a title="Artikel &quot;20 Seiten Transparenz&quot; zur USK" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/08/08/20-seiten-transparenz/" target="_blank">Leitkriterien &amp; Grundsätze der USK</a>“ sind hier sicherlich hilfreich.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>20 Seiten Transparenz</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/08/08/20-seiten-transparenz/</link>
		<comments>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/08/08/20-seiten-transparenz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 04:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerrit Neundorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich tat mir die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) schon immer Leid… Auf der einen Seite standen die Kritiker, die die vergebenen Kennzeichnungen zu „lasch“ fanden und auf der anderen Seite die, denen die Spruchpraxis viel zu „streng“ war. Beiden Seiten gemein war jedoch der Ruf nach mehr Transparenz, was die Alterskennzeichnung von Games angeht. Nachdem u.a. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2197" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-2197" title="StopMotion-Animation in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/08/USK_LOGO.jpg" alt="USK veröffentlicht Leitkriterien" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">www.usk.de</p></div>
<p>Eigentlich tat mir die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) schon immer Leid… Auf der einen Seite standen die Kritiker, die die vergebenen Kennzeichnungen zu „lasch“ fanden und auf der anderen Seite die, denen die Spruchpraxis viel zu „streng“ war. Beiden Seiten gemein war jedoch der Ruf nach mehr Transparenz, was die Alterskennzeichnung von Games angeht.</p>
<p>Nachdem u.a. die Ergebnisse der durch das Hans-Bredow-Institut durchgeführten  <a title="HPI USK Studie" href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/pressemitteilung/mehr-transparenz-fuer-bessere-akzeptanz" target="_blank">Studie zum Jugendschutzsystem im Bereich Video- und Computerspiele</a> bereits 2007 den Grundstein für den strukturellen Umbau der USK legten, legt nun die USK selbst mit der Veröffentlichung der <em>Leitkriterien der USK für die Prüfung von Computer- und Videospielen</em> nach. Neben den „Grundsätze der USK“ liegt somit das Fundament aller Computer- und Videospielekennzeichnungen, eben jene Leitkriterien, für alle abrufbar offen.</p>
<p>Beide Dokumente lassen sich auf der <a title="USK Grundsätze und Leitkriterien" href="http://www.usk.de/die-usk/grundsaetze/" target="_blank">Seite der USK</a> finden.</p>
<p>Spannend sind für mich hierbei vor allem die schnellen Reaktionen der Gamer nahen Zeitschriften und Onlineportale, die nicht nur als erste über die Veröffentlichung der Kriterien berichteten, sondern zugleich <em>ernüchtert </em>feststellten, dass die Kriterien keine Grundlage für eine persönliche Einschätzung der Gamer zur USK Kennzeichnung kommender Titel sei. Sie begründen dies u.a. damit, dass die Auslegungen und Diskussionen der Kriterien innerhalb eines Prüfausschussen natürlich immer individuell und damit keine Prüfschablonen sind – und das ist auch gut so!</p>
<p>Nichts desto trotz oder gerade deswegen sehe ich hier einen spannenden Ansatzpunkt für die Medienpädagogik sich z.B. mit Jugendlichen aber auch Erwachsenen anhand von Grundsätzen und Leitkriterien der USK-Kennzeichnungspraxis projektbezogen zu nähern &#8211; insbesondere deshalb, da sich die USK bei der Formulierung ihrer Leitkriterien auch am <em>gesellschaftlichen Diskurs</em> orientiert!</p>
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		<item>
		<title>JMStV reloaded – Strategien für einen akzeptablen Jugendmedienschutz (Teil 3)</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/02/15/jmstv-reloaded-%e2%80%93-strategien-fur-einen-akzeptablen-jugendmedienschutz-teil-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 05:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reitet das Netzpferdchen! Internetführerscheine sind die offline-Variante von Quiz-Spielen auf Webseiten der Jugendschutz-Agenturen. Medienführerscheine haben Konjunktur als Verschulungsversuch der Medienerziehung. Statt Medienkompetenz in Kritik und Praxis selbst aneignend zu erarbeiten, soll der „Stoff“ zwischen Buchdeckeln gepackt, klassisch gelehrt und abgeprüft werden. Gerade die sonst beispielhaften Medienkompetenz-Initiativen in Rheinland-Pfalz (zB. diese und diese) werden gekontert mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>
<div id="attachment_1988" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1988" title="JMStV und Jugendmedienschutz in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/02/20110215jmstv.jpg" alt="JMStV und Jugendmedienschutz in der Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;sea-horse inflatably&quot; von twicepix auf flickr.com</p></div>
<p>Reitet das Netzpferdchen!</h3>
<p>Internetführerscheine sind die offline-Variante von Quiz-Spielen auf Webseiten der Jugendschutz-Agenturen.</p>
<p>Medienführerscheine haben Konjunktur als Verschulungsversuch der Medienerziehung. Statt Medienkompetenz in Kritik und Praxis selbst aneignend zu erarbeiten, soll der „Stoff“ zwischen Buchdeckeln gepackt, klassisch gelehrt und abgeprüft werden. Gerade die sonst beispielhaften Medienkompetenz-Initiativen in Rheinland-Pfalz (zB. <a title="zum Landesfilmdienst RLP e.V." href="http://www.lokal-global.de" target="_blank">diese</a> und <a title="zu medien+bildung.com" href="http://medienundbildung.com" target="_blank">diese</a>) werden gekontert mit einem verpflichtenden (!) <a title="zum Artikel" href="http://www.zachseinblog.de/index.php/2010/12/29/kurz-uwhcdzt-internetfuhrerschein-fur-kinder-in-rheinland-pfalz/" target="_blank">Surf-Führerschein</a>, mit dem Schüler ihre Fähigkeiten unter Beweis (!) stellen sollen. Ein Curriculum gibt es freilich noch nicht. Wohl aber <a title="zum Artikel" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-die-print-lobby-kinder-indoktriniert/" target="_blank">Verleger-Interessen</a> um das <a title="zum Artikel" href="http://gutjahr.biz/blog/2011/02/bloggen-ist-das-neue-blond/" target="_blank">„richtige“ Medienbild</a> zu vermitteln – nicht nur in Bayern. Auch in NRW klopfen bereits die Schulbuchverlage an der Tür der Staatskanzlei, die von <a title="zur Website" href="http://www.eumann.de" target="_blank">Marc Jan Eumann</a> versprochene Einbeziehung von medienpädagogischen Institutionen in der Ausgestaltung der im <a title="zum Dokument" href="http://www.nrwspd.de/db/docs/doc_30009_2010713112745.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> vereinbarten <a title="zum Artikel" href="http://www.netzpolitik.org/2010/nrw-medienkompetenzland-dank-jmstv-und-schwimmausweis/" target="_blank">Netzpferdchen</a>-Initiative steht weiterhin aus.<span id="more-1986"></span></p>
<p>Wir müssen vielmehr eine „Therapie“ befürchten, wie sie von der SPD seit 2009 auch beschlossenes <a title="zum Artikel" href="http://www.carsten-poerksen.de/presse/archiv-presseberichte-2009/092009-spd-pressestelle-46.html" target="_blank">Bundesprogramm</a> ist. Schämt euch hierfür:</p>
<p><em>„Zugleich ist zu konstatieren: Die Auflagen und Reichweiten der regionalen Tageszeitungen sinken kontinuierlich &#8211; und im Ergebnis &#8211; dramatisch. Vor allem Jüngere verzichten immer häufiger auf die Nutzung  der Tageszeitung. Dies bestätigt die aktuelle JIM-Studie 2008. Auf die  Frage, auf welches Medium Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren am  wenigsten verzichten können, hat das Internet das Fernsehen mit 29  Prozent zu 16 Prozent deutlich hinter sich gelassen. Das Schlusslicht bilden die Tageszeitungen.“</em></p>
<p><em>„Lediglich drei Prozent der Jugendlichen  erklären die Tageszeitung zum Favoriten. Im Jahr 2000 waren es immerhin noch 9 Prozent &#8211; und das Fernsehen war in jenem Jahr mit 34 Prozent einsamer Spitzenreiter.“</em></p>
<p><em>„Keine Patentrezepte &#8211; aber Nichtstun wäre genau das Falsche!“</em></p>
<p><em> </em><em>„Wie lässt sich dieser Trend stoppen, wenn er sich schon nicht umkehren lässt? Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber deshalb sollte nicht auf  alle <strong>Therapiemöglichkeiten</strong> verzichtet werden. So könnte die Zeitung  integraler Bestandteil des Unterrichts und der Ausbildung werden. Aus  einzelnen, hervorragenden Projekten wie „ZeitungsZeit“ oder „Zeitung in  der Schule“ müssen flächendeckende und verbindliche Angebote an allen  Schulen werden (vgl. dazu: Rager/Schäder: ZeitungsZeit &#8211; Nachrichten für die Schule. Evaluationsbericht 2008). In diesen Kontext gehört auch das Thema Medienkompetenz. Angesichts der Vielzahl verfügbarer Quellen  geht es um die Fähigkeit des Einzelnen, gezielt Informationen aus der Datenflut herauszufiltern, diese einzuordnen und zu bewerten (vgl. dazu: Medienkompetenz 2.0 &#8211; Impulse für eine vernetzte Bildungs- und  Medienpolitik, Beschluss auf dem Hamburger SPD-Parteitag 2007).“</em></p>
<p><a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/sixtus" target="_blank">Mario Sixtus</a> twitterte zum Thema treffend: „Auffällig, dass nur die von einem Internetführerschein phantasieren, die selbst durch die Prüfung rasseln würden.“ (<a title="zum Tweet" href="http://twitter.com/#!/sixtus/status/27761834643685377" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<h3>Perspektiven und Strategien für den erneuten JMStV-Novellierungsprozess</h3>
<ul>
<li>Es ist deutlich sichtbar, dass noch mehr Lobbyarbeit für demokratische Netzinteressen notwendig wird. Leider gibt es hierfür keinen Finanzier, es bleibt beim unverzichtbaren ehrenamtlichen Engagement.</li>
<li>Zwar bemüht sich die KJM im Titel zu ihren <a title="zu den KJM-Veranstaltungen" href="http://www.kjm-online.de/de/pub/aktuelles/veranstaltungen.cfm" target="_blank">JMStV-Veranstaltungen</a> „transparent“ zu sein, allerdings ist ein transparente Verhandeln des JMStV nicht wahrnehmbar. Die unverzichtbare Transparenz des Novellierungsprozesses und eine ernsthafte Beteiligung an den Verhandlungstischen und Gremien ist unmissverständlich und nachdrücklich einzufordern! Dieser Forderung können sich gleich die Länder-Parlamente und Landes-Parteien anschließen. Eine frühzeitige Einbindung vermeidet ein wiederholtes spätes Scheitern der Novellierung.</li>
<li>Die bisherigen Verlautbarungen der Parteien sind zu überprüfen und eindeutige Positionen einzufordern. Solange Jugendschutz Ländersache ist, sollte Jugendmedienschutz auch ein Wahlkampfthema in den Ländern sein– Landtagswahlen gibt  es in 2011 ja reichlich. Die Piratenpartei stimmt bereits ein <a title="zum Papier" href="https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/1208.html" target="_blank">Positionspapier</a> zum JMStV ab.</li>
<li>Eine verstärkte Mobilisierung von Eltern, Schülern, Lehrern, (Medien-)Pädagogen und Jugendarbeitern ist notwendig um die Auseinandersetzung breiter aufzustellen. Sie sollten auch zur inhaltlichen Ausgestaltung von Medienführerscheinen angesprochen und einbezogen werden.</li>
<li>Die <a title="zur Website" href="http://re-publica.de/11/" target="_blank">re:publica</a> und das <a title="zur Website" href="http://politcamp.org" target="_blank">Politcamp</a> sollten noch stärker das JMStV-Thema aufgeifen und Medienkompetenz und „Medienführerscheine“ diskutieren.</li>
<li>Alternative Jugendschutz-Software-Initiativen nach dem crowdsourcing-Modell sollten Unterstützung erfahren und ebenso als „Jugendschutzprogramm“ bezeichnet und anerkannt werden. Die Aktivitäten von <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/mrtopf" target="_blank">@mrtopf</a> unter <a title="zur Website" href="http://werateit.de" target="_blank">werateit.de</a>, <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/henningtillmann" target="_blank">@henningtillmann</a>, <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/kinkon" target="_blank">@kinkon</a> und <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/elternansnetz" target="_blank">@elternansnetz</a> sind erfreuliche Ansätze, die Mut machen und neue Wege für einen innovativen Jugendschutz unter Mitwirkung aller zu Beteiligenden eröffnen.</li>
<li>Kritisch zu hinterfragen ist die Rolle der <a title="zur Website" href="http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/root.html" target="_blank">BPjM</a> im Novellierungsprozess. Hier sollte nicht nur die Bundespolitik die veränderte Ausrichtung mehr thematisieren.</li>
<li>Und, wird der neue <a title="zur Website der BLM" href="http://www.blm.de/de/pub/root.cfm" target="_blank">BLM</a>-Präsident auch wieder <a title="zur Website" href="http://www.kjm-online.de" target="_blank">KJM</a>-Vorsitzender? Eine Kandidatin ist <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/gabrieleausla" target="_blank">Gabriele Goderbauer-Marchner</a>, die in ihrem Blog (!) Herausforderungen für die BLM in der <a title="zum Artikel" href="http://gabriele-goderbauer-marchner.de/2011/02/08/herausforderungen-fur-die-blm-kommunikationsrevolution/" target="_blank">Kommunikationsrevolution</a> nennt. U.a. die Aussage &#8220;Die Mediennutzer haben auch ein Anrecht auf Qualität im Internet.&#8221; gibt den Hinweis wachsam zu bleiben.</li>
</ul>
<p>Ich freue mich auf auf eure Unterstützung bei der digitalen Ausgestaltung einer lebendigen Gesellschaft!</p>
<h3>Lizenz</h3>
<p>Dieser Artikel steht unter einer <a title="zur Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank">CC-Lizenz</a> und kann unter bestimmten Bedingungen frei verwendet werden.</p>
<p><em><img class="alignleft" title="Jürgen Ertelt" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/02/juergenertelt.jpg" alt="Jürgen Ertelt" width="73" height="73" />Dies ist ein Gastbeitrag von Jürgen Ertelt. Der Autor (*1957) ist Sozial- und Medienpädagoge, arbeitet als Koordinator bei jugendonline.eu. Dort ist er u.a. für das Netzwerk netzcheckers.net verantwortlich.<br />
Als Webarchitekt und Autor entwirft er Community-Software für die pädagogische Arbeit. Zur Zeit arbeitet er an Angeboten im Bereich mobiles Lernen mit digitalen Medien.</em></p>
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</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>JMStV reloaded – Strategien für einen akzeptablen Jugendmedienschutz (Teil 2)</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/02/14/jmstv-reloaded-strategien-fur-einen-akzeptablen-jugendmedienschutz-teil-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 05:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schnittchen in Sicht &#8211; Veranstaltungen zum JMStV Derzeit ist der “alte” Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in Kraft. Deshalb gelten auch Sendezeiten für Alter eingeschränkte TV-Inhalte oder Film-Trailer in den Mediatheken und auf Kino-Webseiten. Es gilt also weiterhin konstruktiv den JMStV in die Kritik zu nehmen und Alternativen zu diskutieren. Nach der gescheiterten Novellierung sind natürlich die mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>
<div id="attachment_1985" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1985" title="Der JMStV und die Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/02/20110214jmstv.jpg" alt="Der JMStV und die Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;322/365: Montownia Theatre&quot; von Magic Madzik auf flickr.com</p></div>
<p>Schnittchen in Sicht &#8211; Veranstaltungen zum JMStV</h3>
<p>Derzeit ist der “alte” Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in Kraft. Deshalb gelten auch Sendezeiten für Alter eingeschränkte TV-Inhalte oder Film-Trailer in den Mediatheken und auf Kino-Webseiten. Es gilt also weiterhin konstruktiv den JMStV in die Kritik zu nehmen und Alternativen zu diskutieren. Nach der gescheiterten Novellierung sind natürlich die mit dem JMStV verbundenen Lobby-Interessen oder Regulierungsansprüche nicht zwingend anders.</p>
<p>Leider ist zu beklagen, dass offenbar die Befürworter nichts ernsthaft von der bisher ausgeführten Kritik in ihren weiteren Diskussionen reflektiert aufnehmen oder thematisieren. Die <a title="zur Website" href="http://www.kjm-online.de" target="_blank">KJM</a> titelte ihre <a title="zur Pressemitteilung" href="http://www.kjm-online.de/de/pub/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilungen_2011/pm_012011.cfm" target="_blank">Veranstaltung am 28.1.11</a> als Fachgespräch zu <a title="zur Website" href="http://kjm.ip-streaming.net/JMStV2011/110128/Jugendschutzprogramme.php" target="_blank">L</a><a title="zur Website" href="http://kjm.ip-streaming.net/JMStV2011/110128/Jugendschutzprogramme.php" target="_blank">ösungsansätzen für Jugendschutzprogramme</a>.  Eine andere Sicht war nicht erwünscht, allein <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/alvar_f" target="_blank">Alvar Freude</a> war als Alibi-Vertreter der „Netzaktivisten“ aufs Podium geladen um auf ihn den Frust über den gescheiterten JMStV-E zu projizieren. Parteipolitische Vertreter sind auch nicht auf den KJM-Podien erwünscht, obwohl gerade jetzt ein politischer Aushandlungsprozess um den Jugendschutz stattfinden müsste. Die magere Einbindung der Kritiker und der Politik lassen jetzt schon einen „JMStV reloaded“-Prozess für 2011 befürchten.<span id="more-1983"></span></p>
<p><a title="zur Website" href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank">Netzpolitik.org</a> fragt danach, <a title="zum Artikel" href="http://www.netzpolitik.org/2011/jugendmedienschutz-und-wie-gehts-weiter/" target="_blank">wie&#8217;s weiter geht</a> und listet die nächsten drei Veranstaltungen auf:</p>
<ul>
<li>Am 15.2.11 laden <a title="zur Website" href="http://fsf.de" target="_blank">FSF</a> und <a title="zur Website" href="http://fsm.de" target="_blank">FSM</a> zum „<a title="zur Einladung" href="http://fsf.de/fsf2/aktivitaeten/veranstaltungen/medienimpuls/2011/mi_2011_02_15_jugendschutz.html" target="_blank">Medienimpuls</a>“ ein, der als einzigen kritischen Podiumsgast <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/corona100" target="_blank">Holger Bleich</a> verzeichnet.</li>
<li>Am 18.2.11 lädt die Fraktion der Grünen im Landtag NRW zum <a title="zur Einladung" href="http://www.gruene.landtag.nrw.de/cms/default/dok/367/367119.zukunftsfaehigen_jugendmedienschutz_geme.html" target="_blank">Podium</a> zu einem „zukunftsfähigen Jugendmedienschutz“ mit u.a. Alvar Freude ein.</li>
<li>Am 18.3.11 wird sich <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/rastadler" target="_blank">Thomas Stadler</a> zu den „<a title="zur Veranstaltung" href="http://www.kjm-online.de/de/pub/aktuelles/veranstaltungen/reset_-_anforderungen_an_eine.cfm" target="_blank">Anforderungen an einen neuen JMStV</a>“ wacker einbringen.</li>
</ul>
<p>Es bleibt bei klassischen Podien-Veranstaltungen, ein <a title="zum Wikipedia-Artikel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp" target="_blank">Barcamp</a> zum Jugendmedienschutz wartet auf einen initiativen Veranstalter.</p>
<h3>Arge Argumente</h3>
<p>Zur aufmerksamen und kritischen Begleitung der Veranstaltungen lohnt es, sich der bisher sichtbaren Argumentationslinien der JMStV-Protagonisten anzunehmen.Vieles kann man schon fast nicht mehr ertragen, einiges ist „<a title="Wikipedia zu &quot;RTL Samstag Nacht&quot;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/RTL_Samstag_Nacht" target="_blank">gefickt eingeschädelt</a>“:</p>
<ul>
<li>Es wird voraussetzend impliziert, dass man als Kritiker gegen Jugendschutz sei (obwohl in jeder Kritik das wie und nicht das ob infrage gestellt wurde).</li>
<li>Es wird postuliert, dass etwas getan werden muss, man überhaupt was tun muss, es besser als nichts sei, besser restriktiver als gar nicht, dass man nicht nichts machen kann und dass das eine machen nicht das andere nicht lassen heißt. Hingegen zielt die Kritik darauf, die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen für Jugendmedienschutz zu analysieren und mit Bedacht tragfähige Alternativen zu gestalten. Bis dahin sollte man besser nichts tun als Falsches tun.</li>
<li>Es wird <a title="zu alternativlos.org" href="http://alternativlos.org" target="_blank">alternativlos</a> wiederholt, dass es keine Alternativen zu sog. &#8220;Jugendschutzprogrammen&#8221; gibt. Dabei wird argumentationslos unterstrichen, dass „Jugendschutzprogramme“ keine Filterprogramme seien %/ . Vernachlässigt wird dabei der bisher fehlende Kriterienkatalog für eine Programm-Anerkennung durch die KJM, der vermutlich erst nach den Aspekten eines fertig gestellten Programms „transparent“ erstellt wird. Es muss an dieser Stelle festgestellt werden, dass das <a title="zum JuSchG" href="http://www.jugendschutzaktiv.de/das_jugendschutzgesetz/gesetzestext/dok/59.php" target="_blank">Gesetz</a> nicht zwangsläufig Jugendschutzprogramme verlangt, sondern andere Maßnahmen zulässt. Hierzu gehören auch präventive Möglichkeiten, die engagierter erarbeitet werden müssen. Auch ist die oft wiederholte Ableitung der Notwendigkeit von „Jugendschutzprogrammen“ von der <a title="zum Grundgesetz" href="http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01.html" target="_blank">Verfassung</a> (!) eine „blendende“ Grundgesetz-Interpretation.</li>
<li>Werden medienpädagogische Überlegungen zur Medienkompetenz-Stärkung von Kritikern eingebracht, hallt direkt der Ausruf &#8220;Medienpädagogik ist kein Jugendschutz&#8221; (u.a. Weigand am 28.1.11) ohne auch nur einen Moment der Notwendigkeit der immanenten Einbindung pädagogischer Begleitung in Gebots- oder Verbotsprozessen Rechnung zu tragen.</li>
<li>Interessant und trickreich auch der Argumentationsstrang wie er von <a title="zu Jugendschutz.net" href="http://www.jugendschutz.net" target="_blank">Friedemann Schindler</a> geführt wird: Da das Internet sowieso schon an vielen Stellen gefiltert wird (z.B. durch Suchmaschinen) und wir uns selbstverständlich Spam- und Virenschutzprogrammen bedienen, sind „Jugendschutzprogramme“ eine  natürliche Option um mit dem Internet &#8482; zurecht zukommen. Die <a title="zur Präsentation" href="http://www.kjm-online.de/files/pdf1/Prsentation_Schindler_Jugendschutzprogramme_28_01_11.pdf" target="_blank">Präsentation</a> seiner Argumente unterschlägt, dass Suchmaschinen vom Nutzer alternativ auszuwählen sind, Virenfilter nach willentlicher Installation und Einstellung allein schädlichen Code (keine Inhalte!) aufspüren, anzeigen und löschen, und Spam-Filter vom Nutzer definierte Belästigungen nach eigener Vorgabe und Aktivierung sondieren.</li>
<li>Einfältig kommt der Verweis auf die ausschließliche Anbieterkennzeichnung daher: „Wer soll´s besser wissen“. Erneut wird, abgesehen von der damit verbunden Zufälligkeit qualifizierter Einschätzungen, die erzieherische Verantwortung und die begleitete Selbsteinschätzung des jugendlichen Nutzers ignoriert.</li>
<li>Grandios ist das Bemühen von Verkehrsregeln-Metaphern in Zeiten von Stoppschild-Diskussionen. So wird zwar Verkehrserziehung – als Synonym für (freiwillige) Medienpädagogik – zugestanden, aber nicht als Bedingung zum Abbau von Verkehrszeichen (= Filterprogramme)  und -Regeln zugelassen. Also: Sperren statt Stärken. Das postulierte Ineinandergreifen von Medienerziehung und technischen Jugendschutz ist nach jetzigem JMStV-Diskussionstand noch weit entfernt von der geforderten Implementierung von Medienpädagogogik als Bestandteil von Jugendschutz</li>
</ul>
<p>In einer <a title="zur PM" href="http://www.kjm-online.de/de/pub/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilungen_2011/pm_032011.cfm" target="_blank">Pressemitteilung</a> der KJM  heißt es  „Chancen von Jugendschutzprogrammen nicht verspielen“. Mit den bisherigen, leicht zu entlarvenden Argumenten, haben die unerwünschten Kritiker mindestens ein Bonus-Spiel frei.</p>
<h3>Studien studieren!</h3>
<p>Gerne werden Studien zu Jugend und Medien zur Untermauerung von z.T. dürftiger Argumente herangezogen. Aktuell wird besonders die vom <a title="zur Website" href="http://www.bitkom.org" target="_blank">Bitkom</a> veröffentlichte Studie „<a title="zur Studie" href="http://www.bitkom.org/66700_66689.aspx" target="_blank">Jugend 2.0</a>“ als Begründung für den Wunsch von mehr als ¼ der Jugendlichen nach „Jugendschutzprogrammen“ hervorgeholt. Es wird passend überinterpretiert. Die Erwartung an mehr Jugendschutz kann ebenso den Wunsch nach mehr elterlicher und pädagogischer Begleitung bedeuten, ein Verlangen nach Filterprogrammen ist darin monokausal nicht zu erkennen. Gleichwohl wird auch nicht das vermeintlich wissenschaftliche Setting der von Bitkom beauftragten Befragung hinterfragt. Die wissenschaftlichen Bedingungen der Untersuchung sind jedenfalls nicht aus deren Publikation zu erfahren.</p>
<p>Zurecht hat <a title="zum Twitter-Stream" href="http://www.twitter.com/einfachben" target="_blank">Benjamin Stöcker</a> in einer Mail-Diskussion darauf verwiesen, dass man selber die Deutungshoheit bei gelieferten Daten einfordern muss. So ist es natürlich eine andere, treffendere Aussage, dass ¾ der befragten Jugendlichen nicht nach Jugendschutz rufen, und so weiter in ihrem selbst eingeschätzten kompetenten Umgang mit dem Netz gestärkt werden sollten um andere unsichere Peers zu unterstützen.</p>
<p>Eine kritische umgekehrte Betrachtung der Zahlenspiele empfiehlt sich ebenso bei der <a title="zur PM" href="http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf10/PM2_2011.pdf" target="_blank">angekündigten</a><a title="zu den Studien" href="http://www.mpfs.de/index.php?id=10" target="_blank"> KIM-Studie</a>.</p>
<p>Weniger Unheil verkündende Studien wie die <a title="zur Website" href="http://www.eukidsonline.de" target="_blank">EU-Kids</a>-<a title="zur Untersuchung" href="http://www.hans-bredow-institut.de/webfm_send/554" target="_blank">Untersuchung</a> werden auffallend weniger zitiert. Versteckt wird die <a title="zur Studie" href="http://www.jff.de/?RUB_ID=5&amp;NAV_ID=35" target="_blank">Akzeptanz-Studie</a> des <a title="zur Website" href="http://www.JFF.de" target="_blank">JFF</a>, die Teil der JMStV-Evaluation war und in der Novellierungsdiskussion schlicht ausgeblendet wurde und wird.</p>
<h3>Lizenz</h3>
<p>Dieser Artikel steht unter einer <a title="zur Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank">CC-Lizenz</a> und kann unter bestimmten Bedingungen frei verwendet werden.</p>
<p><em><img class="alignleft" title="Jürgen Ertelt" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/02/juergenertelt.jpg" alt="Jürgen Ertelt" width="73" height="73" />Dies ist ein Gastbeitrag von Jürgen Ertelt. Der Autor (*1957) ist Sozial- und Medienpädagoge, arbeitet als Koordinator bei jugendonline.eu. Dort ist er u.a. für das Netzwerk netzcheckers.net verantwortlich.<br />
Als Webarchitekt und Autor entwirft er Community-Software für die pädagogische Arbeit. Zur Zeit arbeitet er an Angeboten im Bereich mobiles Lernen mit digitalen Medien.</em></p>
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	<li><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/11/28/jmstv-medienkompetenz/" title="Kinder und Jugendliche zu einem kompetenten Aufwachsen mit dem Netz befähigen (28.11.2011)">Kinder und Jugendliche zu einem kompetenten Aufwachsen mit dem Netz befähigen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2008/08/31/das-aktuelle-jugendschutzgesetz-schwarz-auf-weis/" title="Das aktuelle Jugendschutzgesetz schwarz auf weiß (31.08.2008)">Das aktuelle Jugendschutzgesetz schwarz auf weiß</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/08/17/medienpadagogik-und-pornografie/" title="Medienpädagogik und Pornografie (17.08.2010)">Medienpädagogik und Pornografie</a> (1)</li>
</ul>
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		<title>Jugendmedienschutz-Staatsvertrag &#8211; ein Ungetüm stolpert über die Internet-Evolution</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/02/08/jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-kritik-und-forderungen/</link>
		<comments>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/02/08/jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-kritik-und-forderungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 05:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GastautorIn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Strategien für einen akzeptablen Jugendmedienschutz (Teil 1) Eine kurze Zusammenfassung von Jürgen @Ertelt Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) sollte zum 1. Januar 2011 novelliert werden. Die entsprechende Entwurfsfassung wurde durch die Ministerpräsidentenkonferenz ausgehandelt und lag als intraföderaler Staatsvertrag den einzelnen Länderparlamenten im Laufe des Jahres 2010 zur Abstimmung vor. Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages [1] ist kurz vor Ablauf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Strategien für einen akzeptablen Jugendmedienschutz (Teil 1)</h3>
<p>Eine kurze Zusammenfassung von Jürgen <a title="zum Twitter-Account" href="http://www.twitter.com/ertelt" target="_blank">@Ertelt</a></p>
<div id="attachment_1972" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1972" title="Der JMStV und die Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/02/20110208jmstv.jpg" alt="Der JMStV und die Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;untitled&quot; von &quot;/&lt;&quot; auf flickr.com</p></div>
<p>Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) sollte zum 1. Januar 2011 novelliert werden. Die entsprechende Entwurfsfassung wurde durch die Ministerpräsidentenkonferenz ausgehandelt und lag als intraföderaler Staatsvertrag den einzelnen Länderparlamenten im Laufe des Jahres 2010 zur Abstimmung vor.</p>
<p>Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages [<a title="zum Text" href="http://www.telemedicus.info/article/1878-Lesefassung-des-Jugendmedienschutz-Staatsvertrags-2011.html" target="_blank">1</a>] ist kurz vor Ablauf der Ratifizierungsfrist im Dezember 2010 gescheitert. Gut so. Das aktuelle Interesse an dem Thema und die damit verbundene Möglichkeit zur breiten Diskussion sollte nun genutzt werden, um alle Betroffenen an einer grundsätzlichen Reformierung des Jugendmedienschutzes zu beteiligen.<span id="more-1970"></span></p>
<h3>Kritik an der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag-Novellierung</h3>
<p>Die Kritik <em>(unten verlinkt)</em> am abgelehnten Novellierungentwurf des JMStV zeigt, welche Probleme jetzt dringend diskutiert werden müssen:</p>
<div id="magicdomid14">
<ul>
<li>Der klassische Rundfunk-Begriff mit seiner Sender/Empfänger-Trennung darf nicht kurzsichtig auf das interagierende Internet übertragen werden: Die kommunikativen Besonderheiten des Internets, an dem sich jeder als Sender und Empfänger beteilligen kann, müssen berücksichtigt werden. Sendezeitsperren sind in der globalen Internet-Struktur mit unterschiedlichen Zeitzonen nicht zielführend.</li>
<li>Netzsperren durch lokale Filterprogramme bieten keinen echten Jugendschutz. Blacklists und Whitelists sind technisch über Proxys (Zwischenspeicher, die die Anzeige von Webseiten umleiten) umgehbar [<a title="zum Text als PDF" href="http://www.achim-mueller.org/images/jmstv_piraten.pdf" target="_blank">2</a>]. Gesetze dürfen aber Erziehungsberechtigten keine Sicherheit suggerieren, die de facto durch die Regelung gar nicht gewährleistet wird.</li>
<li>Alterseingruppierungen durch Inhalte-Anbieter können ohne besondere Qualifizierung nicht erbracht werden. Sie führen zudem zu Overblocking (Labeling für eine höhere Altersstufe) und zu Chilling-Effects (Verzicht auf Veröffentlichung) und damit zu Netzkultur-Verlust. Die im JMStV-Entwurf ausgesprochene Freiwilligkeit zur Kennzeichnung war faktisch im Grunde nicht gegeben.</li>
<li>Auf das Internet zielende Jugendschutzregelungen dürfen Jugendmedienarbeit nicht behindern, kommerzielle Anbieter dürfen nicht bevorzugt werden und Lobby-Interessen dürfen nicht das Regulat des Jugendschutzes sein. Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur fragte in ihrer Resolution zum JMStV [<a title="zum Text" href="http://gmkblog.de/?p=393" target="_blank">4</a>] zu Recht: &#8220;Wird die Jugendmedienarbeit durch den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zukünftig behindert?&#8221; Der Entwurf ließ ein Zweiklassen-Netz zugunsten kommerzieller Anbieter befürchten. Eine solche Kommerzialisierung des Netzes durch Bevorzugung geschäftlicher Anbieter liefe den Ansprüchen der freiheitlichen Nutzung des Internets zuwider und muss daher in der zukünftigen Diskussion ausgeschlossen werden.</li>
<li>Vertragsfindungsverfahren müssen öffentlich einsehbar sein und alle betroffenen Akteure sinnvoll einbinden. Das Verfahren zum JMStV war kaum transparent und für Laien nicht nachvollziehbar. Selbst juristisch fundierte visualisierte Interpretationen [<a title="zum Flow-Chart" href="http://spreerecht.de/jugendschutz/2010-12/flow-chart-zum-neuen-jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv" target="_blank">3</a>] konnten die Komplexität des Entwurfs nicht auffangen. Eine Einbeziehung der eigentlich Betroffenen &#8211; Eltern, Jugendliche, privat publizierende Nutzer und deren Interessenvertreter &#8211; erfolgte nicht. Ebenso wurden die Parlamente erst spät einbezogen, ein politischer Willensbildungsprozess wurde durch einen bürokratischen Vorgang ersetzt.</li>
<li>Die bestehende Gesamtsituation muss realistisch betrachtet und analysiert werden. Es gibt im Netz natürlich viele Seiten, die als &#8220;entwicklungsbeeinträchtigend&#8221; qualifiziert werden können. Von denen sind  aber die allerwenigsten mit den Instrumentarien des nationalen Jugendmedienschutzrechts erfassbar: Ob aufgrund des deutschen Jugendmedienschutzes Webseiten mit einer Alterskennzeichnung oder einer &#8220;Sendezeitbeschränkung&#8221; versehen werden oder nicht, ist im globalen Netz unerheblich.  Solche Regelungen dienen eigentlich nur dazu, in der Öffentlichkeit den Anschein thematisch-politischer Tätigkeit zu erwecken. Um echten, wirksamen Jugendschutz geht es aber nicht.</li>
</ul>
</div>
<p>Aus diesen Punkten wird deutlich, dass für einen wirksamen, zukunftsorientierten Jugendschutz technische Entwicklungen und die Dimension des Globalen viel stärkere Berücksichtigung finden muss.</p>
<p>Das Aufstellen hoher gesetzlicher Hürden ist zu vermeiden, damit Kinder und Jugendliche nicht ins Stolpern geraten. Vielmehr muss es darum gehen, jungen Menschen ein verantwortliches Aufwachsen im und Wachsen mit dem Netz zu ermöglichen.</p>
<h3>Ablehnung des JMStV ist ein Sieg der Vernunft</h3>
<p>Die Ablehnung der Novelle des JMStV war ein erster Sieg der Vernunft. Um eine wirklich zukunftstragende Lösung zu erarbeiten, sind einige weitere Punkte in die weitere Diskussion mit einzubeziehen.</p>
<p>So wirft eine politische Betrachtung des Geschehenen auch grundsätzliche Fragen zum staatlichen Verständnis des in der Verfassung verbrieften Jugendschutzes auf:</p>
<p>Diskutiert werden müsste angesichts der Globalität des Netzes die Frage, wer eigentlich für diesen Themenkomplex zuständig sein und auf welcher Ebene hier Entscheidungen getroffen werden sollen. Ist es ratsam, Jugendmedienschutz als Staatsvertrag zu regulieren, der in aller Regel von den Länderparlamenten weder umfassend diskutiert noch geändert, sondern nur abgenickt werden kann?</p>
<div id="magicdomid27">Neben dem sich hieraus ergebenden Demokratiedefizit ist auch ein Mangel an beratender Expertise im Vorfeld ersichtlich:</div>
<p>So beinhalteten sämtliche im Entwurf geforderten Regulierungen keinerlei schlüssige und nachvollziehbare Quellen dazu, welche Inhalte in welcher Form überhaupt auf die geistig-seelische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen Einfluss nehmen. Sie stützen sich auf vage Behauptungen und darauf, dass andere Staaten damit bereits erfolgreich seien. Ausreichend belegt ist regelmäßig nichts von beidem.</p>
<p>Völlig an der Realität vorbei ging im nunmehr abgelehnten Entwurf außerdem die Umdefinierung des Erziehungsauftrags &#8211; weg von dem grundgesetzlich verankerten Elternrecht und -pflicht: Mit dem Entwurf sollten nun aber statt der Eltern die Anbieter von Medieninhalten in Verantwortung gebracht werden und ihre Angebote beschneiden.</p>
<p>Es wird hier eine fragwürdige Rechtslage hergestellt, noch dazu, ohne die in die Verantwortung Gezogenen in die Ausgestaltung des Gesetzes mit einzubeziehen.</p>
<h3>Jugendschutz im Internet – Kluge Strategien für ein sicheres Netz</h3>
<p>Förderung von Medienkompetenz darf nicht als Reparaturbetrieb des Jugendschutzes gesehen werden. Aufgabe der Medienkompetenz-Förderung ist nicht das Beschneiden von Rechten, sondern das Fördern kreativer Potenziale, die technische, inhaltliche und gesellschaftliche Innovationen hervorbringen.</p>
<p>Medienkompetenz-Stärkung ist eine Notwendigkeit in der pädagogischen Arbeit. Angebote, die die Kompetenz zur kritischen Auseinandersetzung mit Inhalten und gesellschaftlichen Fragestellungen stärken, müssen immanenter Bestandteil des Jugendschutzes sein und untrennbar in einem zukünftigen Jugendmedienschutz-Gesetz als Verpflichtung verankert werden.</p>
<div id="magicdomid36">Die Adressaten der Medienkompetenz-Vermittlung sind bei der Aufstellung gesetzlicher Regeln stets einzubeziehen. Medienpädagogik muss dafür Sorge tragen und Lobby für Kinder und Jugendliche sein.</div>
<p>Einen tragenden, effektiven Schutz vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten bietet nicht die Unterdrückung dieser Inhalte, sondern ein verantwortungsvolles, gemeinschaftliches und respektvolles Miteinander zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, auch in Medienfragen. Das ist anstrengend – aber nachhaltig. Technische Lösungen können qualifizierte Erziehung nicht ersetzen.</p>
<p>Es gibt bereits gute Ideen für modernen Jugendmedienschutz. So könnten Community-gestützte Crowdsourcing-Modelle offene und transparente Dienste für Jugendliche und ihre Eltern sein: Empfehlungen sind besser als Verbote. Dialoge vermeiden Verordnungen. Informationelle Selbstbestimmung braucht keine Selbstzensur.</p>
<p>Sich mutig für neue Wege zu öffnen ist der beste Schritt nach vorn, um sich von nicht-funktionalen Filtern zu verabschieden und chancenorientiert das Internet als Lernort zu realisieren. Kinder, Jugendliche und Eltern, die ernsthaft partizipieren können, werden selbstgewähltem Jugendschutz mit hoher Akzeptanz begegnen. Damit ist die eigentliche Absicht, einen gesellschaftlich getragenen ethisch-moralischen Diskurs zu eröffnen, konstruktiv angegangen. Jugendschutz als Verfassungsauftrag bekommt endlich die stabile Basis, die dem vordergründigen Anliegen der jetzt gescheiterten JMStV-Novelle verloren gegangen ist.</p>
<h3>Links</h3>
<p>(1) <a href="http://www.telemedicus.info/article/1878-Lesefassung-des-Jugendmedienschutz-Staatsvertrags-2011.html">http://www.telemedicus.info/article/1878-Lesefassung-des-Jugendmedienschutz-Staatsvertrags-2011.html</a></p>
<p>(2) <a href="http://www.achim-mueller.org/images/jmstv_piraten.pdf">http://www.achim-mueller.org/images/jmstv_piraten.pdf</a></p>
<p>(3) <a href="http://spreerecht.de/jugendschutz/2010-12/flow-chart-zum-neuen-jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv">http://spreerecht.de/jugendschutz/2010-12/flow-chart-zum-neuen-jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv</a></p>
<p>(4) <a href="http://gmkblog.de/?p=393">http://gmkblog.de/?p=393</a></p>
<ul>
<li><a title="zur Website" href="http://ak-zensur.de/mt/mt-search.cgi?search=jmstv&amp;IncludeBlogs=14&amp;limit=20" target="_blank">AK-Zensur</a></li>
<li><a title="zur Website" href="http://www.netzpolitik.org/?s=jmstv" target="_blank">Netzpolitik-Blog</a></li>
<li><a title="zur Website" href="http://www.internet-law.de/index.php?s=jmstv" target="_blank">Internet-Law &#8211; Blog</a></li>
<li><a title="zur Website" href="http://www.pottblog.de/category/politik/jmstv/" target="_blank">Pottblog</a></li>
</ul>
<h3>Autoren</h3>
<p>des ausführlichen Ursprung-Artikels (erscheint in der merz-zeitschrift.de):<br />
Jürgen Ertelt, Bernd Fachinger, Manuela Schauerhammer, Thomas Stadler, Henning Tillmann</p>
<h3>Lizenz</h3>
<p>Dieser Artikel steht unter einer <a title="zur Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank">CC-Lizenz</a> und kann unter bestimmten Bedingungen frei verwendet werden.</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-1971" title="Jürgen Ertelt" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/02/juergenertelt.jpg" alt="Jürgen Ertelt" width="73" height="73" />Dies ist ein Gastbeitrag von Jürgen Ertelt. Der Autor (*1957) ist Sozial- und Medienpädagoge, arbeitet als Koordinator bei jugendonline.eu. Dort ist er u.a. für das Netzwerk netzcheckers.net verantwortlich.<br />
Als Webarchitekt und Autor entwirft er Community-Software für die pädagogische Arbeit. Zur Zeit arbeitet er an Angeboten im Bereich mobiles Lernen mit digitalen Medien.</em></p>
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		<title>Facebook zum Hören und Abschauen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 05:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist sowas wie &#8220;Die Welle&#8221; für social communities: Das kostenlose Hörspiel &#8220;Kennst Du schon Ken?&#8221; beschäftigt sich mit der Dynamik in einem sozialen Netzwerk. Dabei geht es weniger um die vielbeschworenen &#8220;Gefahren im Netz&#8221;, sondern eher um die der sozialen Versuchungen. Doch nicht nur das Thema macht die Produktion interessant für Elternabende und Jugendschutzworkshops [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1922" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1922" title="Hörspiel-Beispiele in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2011/01/20110127hoerspielken.jpg" alt="Hörspiel-Beispiele in der Medienpädagogik" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Microphone&quot; von Matthew Keefe auf flickr.com</p></div>
<p>Es ist sowas wie &#8220;Die Welle&#8221; für social communities: Das kostenlose Hörspiel &#8220;<a title="zur Website des Hörspiels" href="http://www.ken.nomysound.de/Inhalt.html" target="_blank">Kennst Du schon Ken?</a>&#8221; beschäftigt sich mit der Dynamik in einem sozialen Netzwerk. Dabei geht es weniger um die vielbeschworenen &#8220;Gefahren im Netz&#8221;, sondern eher um die der sozialen Versuchungen.</p>
<p>Doch nicht nur das Thema macht die Produktion interessant für Elternabende und Jugendschutzworkshops in der Medienpädagogik – es ist aufgrund seiner Qualität ein tolles Beispielhörspiel für Projekte. Schön zur Orientierung kann dabei auch die Dokumentation des Produktionsprozesses sein und insbesondere auch das frei verfügbare Manuskript – zum Abgucken, Lesen, Nachspielen.</p>
<p>Achja: Ken ist übrigens auch bei <a title="zur facebook-Seite" href="http://www.facebook.com/#!/pages/Kennst-du-schon-Ken/159421240763887" target="_blank">facebook</a>. <img src='http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>JMStV &#8211; eine Verschlechterung des Jugendschutzes?</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/12/15/jugendmedienschutzstaatsvertrag-anderungen-ab-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 04:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Albers-Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele von Ihnen haben sicherlich in den letzten Monaten die Diskussion um die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) mitbekommen. Ich denke, kein anderes Thema wurde derart im Internet behandelt und in den Nachrichten vergessen. Da die Neufassung des JMStVs für viel Auffuhr, aber auch Mißverständnisse gesorgt hat, möchte ich in diesem Artikel eine Übersicht geben, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1880" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1880" title="jmstv" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/12/jmstv.jpg" alt="" width="240" height="159" /><p class="wp-caption-text">Foto by http://pixelscheucher.de</p></div>
<p>Viele von Ihnen haben sicherlich in den letzten Monaten die Diskussion um die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) mitbekommen. Ich denke, kein anderes Thema wurde derart im Internet behandelt und in den Nachrichten vergessen. Da die Neufassung des JMStVs für viel Auffuhr, aber auch Mißverständnisse gesorgt hat, möchte ich in diesem Artikel eine Übersicht geben, was sich für Betreiber (nichtkommerzieller) Websites ab Januar ändert, aber auch, warum diese Änderungen alles andere als ausgereift sind und sogar eine Verschlechterung für den Jugendschutz im Internet darstellen.</p>
<p>Grob gesagt handelt es sich bei dem JMStV um ein Jugendschutzgesetz für den Rundfunk und Telemedien, welches von den einzelnen Bundesländern beschlossen wird und somit für Deutschland seine Gültigkeit hat. Bereits in der aktuellen Fassung heisst es:</p>
<p><em>&#8220;Sofern Anbieter Angebote, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen, verbreiten oder zugänglich machen, haben sie dafür Sorge zu tragen, dass Kinder oder Jugendliche der betroffenen Altersstufen sie üblicherweise nicht wahrnehmen.&#8221;</em></p>
<p>Anbieter solcher entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten mussten also im Klartext dafür sorgen, dass z.B. Filme, die ab 16 Jahren freigegeben sind, entweder nur zwischen 22.00 (bzw. 23.00 Uhr) und 06.00 Uhr abrufbar sind, oder aber der Zugang zu diesen Filmen durch ein technisches Mittel (z.B. Altersverifikationssystem) kontrolliert wird.</p>
<p>Mit dem neuen JMStV soll den Betreibern von Internetseiten eine dritte Alternative zur Verfügung stehen, nämlich eine Alterskennzeichnung der Inhalte. Mit Hilfe dieser Kennzeichnungen sollen dann Filterprogramme (die es noch gar nicht gibt) einen altergerechten Zugang ins Internet ermöglichen. Aber genau dieser zusätzliche Service sorgt jedoch für viel Auffuhr, da grundsätzlich durch den Seitenbetreiber (auch für bereits veröffentlichte Inhalte) geprüft werden muss, ob  eine Entwicklungsbeeinträchtigung vorliegt oder nicht. Das bei einer solchen Selbsteinschätzung elementare Fehler unterlaufen können, zeigte ein erster <a href="http://ak-zensur.de/jmstv/" target="_blank">Praxistest</a> des AK Zensur. Einzige Alternative zu einer Selbsteinschätzung ist eine kostenpflichtige Überprüfung der eigenen Inhalte oder ein nicht gerade günstiger Beitritt zur Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM).</p>
<p>Liegen dann für Jugendliche ab 16 Jahren entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte vor, kann der Seitenbetreiber entscheiden, ob er ein technisches Hilfsmittel verwendet, Sendezeiten einführt oder eine Alterskennzeichnung vollzieht. Was wann wer genau machen muss, wird auch sehr gut in einem <a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/12/jmstv_anleitung_1_flowchart.png" target="_blank">Schaubild vom Telemedicus</a> visualisiert. Darüber hinaus gibt es auch eine gute <a href="http://my.juleica.de/jmstv.html" target="_blank">Übersicht</a> für Websites von Kinder- und Jugendeinrichtungen auf myjuleica.de.</p>
<p>Aber Moment? Was ist denn jetzt mit den Filmen ab 16? Genau, diese können dann, sofern sich der Betreiber für ein Label entschliesst und der Anwender keine Filtersoftware installiert hat, ohne Altersnachweis jederzeit von allen Menschen gesehen werden. Verwirrt? Gut, denn so geht es vielen, die sich mit dem neuen JMStV auseinandersetzen.</p>
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		<title>Wegweiser für Kinder: Soziale Netzwerke</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 04:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Albers-Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das es soziale Netzwerke nicht nur für Jugendliche und Erwachsene gibt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Viele Anbieter richten ihr Angebot mittlerweile gezielt an Kinder aus. Diese, für Kinder neue Treffpunkte im Internet, bergen allerdings neben bekannten Möglichkeiten auch viele potentielle Risiken. Das Internet-ABC hat zu diesem Thema einen Wegweiser verfasst. Hier können sich Kinder zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1846" title="abc" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/11/abc.jpg" alt="" width="240" height="150" />Das es soziale Netzwerke nicht nur für Jugendliche und Erwachsene gibt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Viele Anbieter richten ihr Angebot mittlerweile gezielt an Kinder aus. Diese, für Kinder neue Treffpunkte im Internet, bergen allerdings neben bekannten Möglichkeiten auch viele potentielle Risiken.</p>
<p>Das Internet-ABC hat zu diesem Thema einen <a title="Internet ABC" href="http://www.internet-abc.de/kinder/soziale-netzwerke.php?SID=w3vtsrSHHhfG8K6fBfAOhPHxuMkfjLlQ" target="_blank">Wegweiser</a> verfasst. Hier können sich Kinder zum einen über grundsätzliche Funktionen und Bedeutungen von Communities informieren, zum anderen altersgerecht formulierte Beispiele bekannter Risiken betrachten. Hierein fallen u.a. Themen wie Datenschutz, Urheberrecht oder das richtige Verhalten bei Mobbing.</p>
<p>Alle Themenbereiche sind mit praktischen Aufgaben im Quiz-Format verbunden. Somit kann dieser Linktipp entweder in Einzelarbeit  zur Informationsbeschaffung, oder aber gemeinsam mit anderen Kindern / Erwachsenen als medienpädagogische Lerneinheit betrachtet werden.</p>
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</ul>
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		<item>
		<title>Medienpädagogik und Pornografie</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/08/17/medienpadagogik-und-pornografie/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 04:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich kann es nicht mehr hören! Das ätzende und scheinbar nicht totzukriegende Schlagwort von der &#8220;Generation Porno&#8221; beweist meine persönliche These, dass die MacherInnen von Tagungen und Studien in der Titelwahl so kreativ sind wie Schwarzweißkopierer. Aber auch durch endloses Wiederholen wird das Postulat dieser angeblichen &#8220;Generation&#8221; nicht wahrer. Es gibt sie schlicht und ergreifend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1723" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1723" title="Medienpädagogik und Pornografie" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/08/20100817pornografie.jpg" alt="Medienpädagogik und Pornografie" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Mokum_Zoo.XXX&quot; von Caneles auf flickr.com</p></div>
<p>Ich kann es nicht mehr hören! Das ätzende und scheinbar nicht totzukriegende Schlagwort von der &#8220;Generation Porno&#8221; beweist meine persönliche These, dass die MacherInnen von Tagungen und Studien in der Titelwahl so kreativ sind wie Schwarzweißkopierer. Aber auch durch endloses Wiederholen wird das Postulat dieser angeblichen &#8220;Generation&#8221; nicht wahrer. Es gibt sie schlicht und ergreifend nicht!</p>
<p>Das hat schon die Shell Jugendstudie 2006 in Ansätzen gezeigt, explizit untersucht und widerlegt hat das die Studie &#8220;<a title="zur Studie" href="https://www.klicksafe.de/cms/front_content.php?idcat=50&amp;idart=5772&amp;client=1&amp;lang=1" target="_blank">Porno im Web 2.0. &#8211; Die Bedeutung sexualisierter Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen</a>&#8220;. Weitere interessante Einblicke in wissenschaftliche Diskussionen zum Thema bietet die <a title="zum Download des PDF" href="http://www.media-sozial.de/materialien/hausarbeiten/8-internetpornographie-porno-2/download.html" target="_blank">Hausarbeit von Michael Weis (PDF)</a>.</p>
<p>&#8220;Die Jugend&#8221; ist und bleibt gut, auch wenn Sokrates schon das Gegenteil behauptet hat und von jedem neuen Medium geradezu erwartet wird, es würde Jugendliche ins Verderben stürzen. Was Jugendliche brauchen, sind nicht neue Verbote und Sperrzonen, sondern Informationen, Begleitung, Geduld, Grenzen und Vertrauen. Sehr gelungen in diesem Zusammenhang finde ich das Dossier &#8220;<a title="zum Dossier" href="http://www.mediaculture-online.de/Informationen-zum-Thema.1709.0.html" target="_blank">Pornografie: Informationen zum Thema</a>&#8221; von mediaculture online, weil es mit unaufgeregter Informationsarbeit einen emanzipatorischen Ansatz wählt.</p>
<p>Was ist Ihre Meinung zum Thema Pornografie in der Medienpädagogik? Welche Studien und Materialien fehlen hier?</p>
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		<title>Schwimmen lehren oder anleinen?</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/07/07/schwimmen-lehren-oder-anleinen/</link>
		<comments>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/07/07/schwimmen-lehren-oder-anleinen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 04:01:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario von Wantoch-Rekowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Neuauflage des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) ist noch nicht durch die Länderkammern gewunken worden, da wollen wir eine Studie aus den USA an den/die interessierte und ausdauernde MedienpädagogIn bringen. Sie heißt &#8220;Youth safety on a living internet&#8220;, ist auf englisch, allerdings nicht sehr schwer zu lesen und zu verstehen. Die Würze in Kürze: Jugendmedienschutz ist gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1674" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/07/rettungsring.jpg"><img class="size-full wp-image-1674" title="Rettungsring auf der anderen Seite des Zauns - Medienpädagogik oder Zensur?" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/07/rettungsring.jpg" alt="" width="240" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">@ S/S Storskär von *Kicki* auf flickr.com</p></div>
<p>Die Neuauflage des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) ist noch nicht durch die Länderkammern gewunken worden, da wollen wir eine Studie aus den USA an den/die interessierte und ausdauernde MedienpädagogIn bringen. Sie heißt &#8220;<a href="http://www.ntia.doc.gov/reports/2010/OSTWG_Final_Report_060410.pdf" target="_blank">Youth safety on a living internet</a>&#8220;, ist auf englisch, allerdings nicht sehr schwer zu lesen und zu verstehen. Die Würze in Kürze: Jugendmedienschutz ist gut und wichtig, allerdings ist der beste Weg zu einem sicheren Umgang mit dem Internet das Veranwortungsbewußtsein zu schärfen &#8211; dem selbst und anderen gegenüber. Das dürfte PraktikerInnen und aufmerksame BeobachterInnen wenig verwundern, es ist dennoch wichtig, dass solche Erkenntnisse wissenschaftlich fundiert kommuniziert werden. Denn so gibt es eine gewichtige Grundlage für Argumentationslinien.</p>
<p>Noch ein interessanter Vergleich zum in Deutschland geplanten Jugendmedienschutz (ich weiss leider nicht mehr wo ich ihn gelesen habe, der Autor möge mir verzeihen und auf sich verweisen): Mensch bewohnt samt Familie und zwei Kindern ein Grundstück an einem See. Die Kinder, sagen wir 6 und 10 Jahre alt, spielen häufig im Garten, auch nahe am Wasser und füttern die Enten. Um die Kinder vor dem Ertrinken zu schützen haben die Eltern folgende Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li>sie ziehen um, ins Landesinnere</li>
<li>sie lassen eine dicke Mauer errichten, ein Zaun würde zwar erstmal helfen, aber das Bedürfnis ans Wasser zu gehen bliebe</li>
<li>sie bringen den Kindern schwimmen bei.</li>
</ul>
<p>An dieser Stelle muss mensch vorsichtig sein, ausgenommen von dem Vergleich sind hier natürlich strafbare Handlungen im Internet wie z.B. Pädokriminalität oder -sexualität. Es geht mir eher um die Debatte der Medienkompetenz und die Bewahrung der Kinder vor den Möglichkeiten des Internets. Nur, dass ich hier nicht mißverstanden werde!</p>
<p style="text-align: right;">via wortgefecht.net</p>
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</ul>
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		<item>
		<title>&#8220;Privates im Netz&#8221;: ein Lernkonzept</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/06/17/privates-im-netz-ein-lernkonzept/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 04:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario von Wantoch-Rekowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist immer wieder schwer gut gemeinte Ratschläge so rüber zu bringen, dass der Adressat nicht den erhobenen Zeigefinger zu spüren versucht ist. Die Bundeszentrale für politische Bildung macht uns MedienpädagogInnen, aber natürlich auch in den Schulbetrieb eingebundene PädagogInnen, die Sensibilisierungsarbeit ein Stück weit leichter: Mit &#8220;Die Schulstunde als Talkshow – Unterrichtsmaterialien für die Haupt- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1644" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/06/garagespy.jpg"><img class="size-full wp-image-1644" title="Lernkonzept &quot;Privates im Netz&quot; von der bpb für (Medien-)PädagogInnen" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/06/garagespy.jpg" alt="" width="240" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">von fullyreclined auf flickr.com</p></div>
<p>Es ist immer wieder schwer gut gemeinte Ratschläge so rüber zu bringen, dass der Adressat nicht den erhobenen Zeigefinger zu spüren versucht ist. Die Bundeszentrale für politische Bildung macht uns MedienpädagogInnen, aber natürlich auch in den Schulbetrieb eingebundene PädagogInnen, die Sensibilisierungsarbeit ein Stück weit leichter: Mit &#8220;<a href="http://www.bpb.de/publikationen/10ZB89,0,Privates_im_Netz.html" target="_blank">Die Schulstunde als Talkshow – Unterrichtsmaterialien für die Haupt- und Berufsschule</a>&#8221; bietet sie ein Lernkonzept, das an praktischer Arbeit, am Erleben einer kontroversen Arbeitsatmosphäre ausgerichtet ist und viel Material für Inspiration bietet.</p>
<p>In der ersten Folge &#8220;Privates im Netz&#8221; geht es um die Selbstpräsentation im Internet, um Social Communities, das Schlagwort web2.0. Wir sind gespannt auf die ersten Praxisberichte!</p>
<p style="text-align: right;">Via mekonet.de.</p>
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		<title>Neuauflage: Ein Netz für Kinder &#8211; Surfen ohne Risiko</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 05:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Albers-Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Ende Januar steht die Neuauflage der BMFSFJ Broschüre: Ein Netz für Kinder &#8211; Surfen ohne Risiko zum Download oder zur Bestellung bereit. In getrennten Teilen erhalten zum einen Eltern, zum anderen aber auch Kinder nützliche Tipps und Hilfestellungen rund um die Themen Internet, surfen und Sicherheit. Darüber hinaus gibt es dieses Jahr eine erweiterte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/03/nfk.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1485" title="nfk" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/03/nfk.jpg" alt="" width="240" height="150" /></a>Seit Ende Januar steht die Neuauflage der BMFSFJ Broschüre: <a title="Surfen ohne Risiko" href="http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen%2Cdid%3D4712.html" target="_blank">Ein Netz für Kinder &#8211; Surfen ohne Risiko</a> zum Download oder zur Bestellung bereit. In getrennten Teilen erhalten zum einen Eltern, zum anderen aber auch Kinder nützliche Tipps und Hilfestellungen rund um die Themen Internet, surfen und Sicherheit. Darüber hinaus gibt es dieses Jahr eine erweiterte Linkliste mit Empfehlungen von für Kinder geeignete Internetseiten.</p>
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		<title>InternetABC: neue CD und Unterrichtsmaterialien</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/03/11/internetabc-neue-cd-und-unterrichtsmaterialien/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 05:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario von Wantoch-Rekowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Umgang mit dem Internet anschaulich näher bringen, das ist die Aufgabe von InternetABC. Dazu haben sie jetzt die CD &#8220;Wissen wie&#8217;s geht&#8221; herausgebracht, die Kindern internaktive Lernmodule rund um das Thema Internet bereitstellt. Daneben erhalten Eltern viele Hintergrundinformationen. Außerdem gibt es für LehrerInnen, und auch interessierte MedienpädagogInnen, ein Handbuch mit diversen Unterrichtseinheiten, die alle [...]]]></description>
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<p>Den Umgang mit dem Internet anschaulich näher bringen, das ist die Aufgabe von <a href="http://www.internet-abc.de/kinder/" target="_blank">InternetABC</a>. Dazu haben sie jetzt die CD &#8220;Wissen wie&#8217;s geht&#8221; herausgebracht, die Kindern internaktive Lernmodule rund um das Thema Internet bereitstellt. Daneben erhalten Eltern viele Hintergrundinformationen.</p>
<p>Außerdem gibt es für LehrerInnen, und auch interessierte MedienpädagogInnen, ein Handbuch mit diversen Unterrichtseinheiten, die alle an die in der CD vermittelten Informationen anknüpfen. Dieses Handbuch kann <a href="http://www.internet-abc.de/eltern/download-lehrerhandbuch.php" target="_blank">heruntergeladen</a>, die <a href="http://www.internet-abc.de/eltern/cd-rom-handbuch-bestellen.php" target="_blank">CD kostenlos bestellt</a> werden.</p>
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		<title>Jugendliche anschaulich sensibilisieren &#8211; pleaserobme</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/02/25/jugendliche-anschaulich-sensibilisieren-pleaserobme/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 05:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario von Wantoch-Rekowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[MedienpädagogIn sein ist schwer. Besonders wenn sensibilisierende Gespräche geführt werden sollen ohne dabei den belehrenden und aufmerksamkeitssenkenden Zeigefinger zu heben. Veran-schaulichen und bis zu einem gewissen Grad unterhalten ist die Devise. Bei der aufklärenden Beantwortung der Frage: was stelle ich ins Netz, welche Dienste nutze ich und was passiert mit meinen Daten hilft pleaserobme. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1438" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/02/pleaserobme_Sensibilisierungshilfe-für-MedienpädagogInnen.jpg"><img class="size-full wp-image-1438" title="pleaserobme_Sensibilisierungshilfe für MedienpädagogInnen" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/02/pleaserobme_Sensibilisierungshilfe-für-MedienpädagogInnen.jpg" alt="" width="240" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot von pleaserobme.com</p></div>
<p>MedienpädagogIn sein ist schwer. Besonders wenn sensibilisierende Gespräche geführt werden sollen ohne dabei den belehrenden und aufmerksamkeitssenkenden Zeigefinger zu heben. Veran-schaulichen und bis zu einem gewissen Grad unterhalten ist die Devise.</p>
<p>Bei der aufklärenden Beantwortung der Frage: was stelle ich ins Netz, welche Dienste nutze ich und was passiert mit meinen Daten hilft <a href="http://pleaserobme.com/" target="_blank">pleaserobme</a>. Ich &#8211; ein Einbrecher auf der Suche nach einem möglichen Zielobjekt &#8211; bekomme hier die Informationen die ich brauche: ist der/die BewohnerIn zu Hause oder nicht? Wenn nicht, wie lange wird er/sie in etwa wegbleiben? Um an diese Informationen zu kommen brauche ich mich nicht einmal der Gefahr aussetzen am späteren Tatort zufällig gesehen oder gar überwachungsgefilmt zu werden. Dank pleaserobme sehe ich, dass meine Zielperson in einer Weinhandlung auf Weinsuche ist und ich mir schätzungsweise eine Stunde Zeit lassen kann. Klasse!</p>
<p>Die Seite an sich ist nur eine modifizierte Twitter-Such-Seite, die Services wie Foursquare, Brightkite, Google Buzz usw. nutzt. Das sind alles Dienste mit denen mensch seinen Bekannten und Freunden (so wird die Sache umschrieben und angepriesen) mitteilen kann wo man hingeht oder gerade ist.</p>
<p>Um das Sensibilisierungsgespräch vielleicht noch etwas anschaulicher und eindringlicher zu machen, bietet es sich an eine Versuchsperson eine Versuchsroute aufzeichnen zu lassen. Je emotionaler die Empfindungen der TeilnehmerInnen, desto größer der Wiedererinnerungswert.</p>
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		<title>BAJ-Zeitschrift: „Wenn der Kontakt zum realen Leben verloren geht“</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/02/23/baj-zeitschrift-%e2%80%9ewenn-der-kontakt-zum-realen-leben-verloren-geht%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 10:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Geisler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So lautet der Untertitel der ersten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis&#8221; (KJug) des Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ). Der „Internetsucht“ widmen sich die sechs Beiträge von Praktikern, Wissenschaftler und Dozenten. Die Beiträge umspannen das Thema dabei weitläufig und geben Einblick in die Entstehung der Begrifflichkeiten und somit zu ihrer heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/02/BAJ1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1423" title="BAJ" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2010/02/BAJ1.jpg" alt="" width="240" height="150" /></a>So lautet der Untertitel der ersten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis&#8221; (KJug) des Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ). Der „Internetsucht“ widmen sich die sechs Beiträge von Praktikern, Wissenschaftler und Dozenten.</p>
<p><span id="more-1416"></span>Die Beiträge umspannen das Thema dabei weitläufig und geben Einblick in die Entstehung der Begrifflichkeiten und somit zu ihrer heute häufig komplizierten Verwendung, in die praktische Bedeutung und Notwendigkeit und widmen sich dabei nicht nur der Computerspielsucht, sondern auch dem durchaus brisanten Thema der Online-Pornografie.</p>
<p>Dass hierbei und erst recht aus Sicht der BAJ der Jugendmedienschutz und weitere Rechtsbereiche nicht zu vernachlässigen sind, liegt auf der Hand. Das Heft liest sich insgesamt angenehm sachlich und ist weit entfernt von hysterischen Kassandrarufen, die den Niedergang des Abendlandes beschreiben.<br />
Wer Interesse hat: <a href="http://bag-jugendschutz.de/kjug_aktuell.html" target="_blank">LINK</a></p>
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		<title>Digitaler Selbstmord</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/01/11/digitaler-selbstmord/</link>
		<comments>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/01/11/digitaler-selbstmord/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 05:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eike Rösch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, das ist kein unmoralischer Aufruf an MedienpädagogInnen, ihren Schützlingen die Verlockungen des Jenseits nahe zu bringen. Hier geht es vielmehr um Datenschutz, Jugendschutz, die Selbstbestimmung über die eigene (Daten)Identität, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienkonsum und auch um Datensicherheit. Auch wenn Jugendlichen nicht unbedingt nahegelegt werden kann, sämtliche Web2.0-Aktivitäten ad acta zu legen, gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1332" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1332" title="Datenschutz und Jugendschutz bei Communitys in der Medienpädagogik" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/12/20100106suicidemachine.jpg" alt="Screenshot der &quot;Web 2.0 Suicide Machine&quot;" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">Screenshot der &quot;Web 2.0 Suicide Machine&quot;</p></div>
<p>Nein, das ist kein unmoralischer Aufruf an MedienpädagogInnen, ihren Schützlingen die Verlockungen des Jenseits nahe zu bringen. Hier geht es vielmehr um Datenschutz, Jugendschutz, die Selbstbestimmung über die eigene (Daten)Identität, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienkonsum und auch um Datensicherheit.</p>
<p>Auch wenn Jugendlichen nicht unbedingt nahegelegt werden kann, sämtliche Web2.0-Aktivitäten ad acta zu legen, gibt es sicher Gründe, sich gegen den eigenen Account bei Facebook oder Twitter zu entscheiden.  Und dann bietet die neue &#8220;<a title="zur Suicide Machine" href="http://suicidemachine.org/" target="_blank">Web 2.0 Suicide Machine</a>&#8221; sowohl einen effektiven wie ästhetischen Weg, die eigenen Daten samt des Accounts zu löschen: Der/die NutzerIn kann den Löschvorgang beobachten und sieht so &#8216;sein/ihr digitales Leben an sich vorbeiziehen&#8217;. Das kann sicher auch ein guter Einstieg in einen Workshop zum Thema Web 2.0 sein.</p>
<p>Bisher werden Facebook, Twitter und MySpace &#8216;unterstützt&#8217;, weitere Communities sollen folgen.</p>
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		<title>USK vs. PEGI oder: Deutschland allein in Europa</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/12/17/usk-vs-pegi-oder-deutschland-allein-in-europa/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 05:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario von Wantoch-Rekowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alterskennzeichnungen haben in Deutschland einen festen Platz in der Spiele-, aber auch in der Film- und Fernsehindustrie. Was für das Fernsehen die FSF und für Filme die FSK ist für die Spiele die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Das ist eine rein deutsche Institution um Eltern eine Orientierungsmöglichkeit zu geben was Kinder und Jugendliche ab einem bestimmten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1322" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-1322" title="USK und PEGI sollen Handel, Eltern und MedienpädagogInnen eine Orientierung durch Alterskennzeichnungen geben" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/12/USK-vs.-PEGI.jpg" alt="USK vs. PEGI" width="240" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Call of Duty 4: Modern Warfare&quot; bie USK und PEGI</p></div>
<p>Alterskennzeichnungen haben in Deutschland einen festen Platz in der Spiele-, aber auch in der Film- und Fernsehindustrie. Was für das Fernsehen die FSF und für Filme die FSK ist für die Spiele die <a href="http://usk.de" target="_blank">USK</a> (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Das ist eine rein deutsche Institution um Eltern eine Orientierungsmöglichkeit zu geben was Kinder und Jugendliche ab einem bestimmten Alter spielen dürfen. Darüber hinaus sind die Angaben bindend, d.h. an den 14-jährigen Jugendlichen dürfen keine Spiele mit einer USK 16 oder gar 18 abgegeben werden. Was im Einzelhandel im Großen und Ganzen auch recht souverän zu funktionieren scheint. Etwas anders sieht es aus, wenn mensch in die Kinderzimmer schaut oder sich mit Kindern und Jugendlichen unterhält. Insbesondere MedienpädagogInnen kennen das, wenn Sprößlinge auf sie zu kommen und ein 16&#8242;ner oder 18&#8242;ner Spiel auf den Einrichtungscomputern spielen möchten (mit dem Hinweis, dass er/sie das zu Hause auch spielen dürfe). Fast alle kennen Spiele und haben sie auch schon mal gespielt die laut USK für sie noch nicht freigegeben sind, sehr viele haben solche Spiele auch zu Hause.</p>
<p><span id="more-1226"></span>Doch darüber möchte ich mich zumindest in diesem Beitrag nicht im Detail äußern. Wer sich jedoch eine interessante Argumentationslinie zu Alterskennzeichnungen und v.a. Zensur anschauen möchte, dem seien <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31298/1.html" target="_blank">dieser</a> und <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31299/1.html" target="_blank">dieser</a> Artikel von Hans Schmid auf Telepolis empfohlen.</p>
<p>Was die USK für Deutschland, ist <a href="http://www.pegi.info/de/index/id/953" target="_blank">PEGI</a> für den Rest Europas. PEGI (Pan-European Game Information) <a href="http://www.pegi.info/de/index/id/49/" target="_blank">funktioniert</a> ähnlich wie das deutsche Modell, es ist aber nicht bindend sondern in den meisten Staaten lediglich eine Empfehlung. Abgesehen davon ist der Rest Europas wesentlich liberaler, oder Deutschland fährt mit seiner USK einen besonders harten Gang &#8211; je nach Standpunkt. Das zeigt sich, wenn mensch einen Titel in die PEGI und die USK Datenbank einträgt und die Ergebnisse vergleicht. Ich habe mir aus <a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/11/10/die-angst-vor-der-kritik/" target="_blank">aktuellem Anlass</a> &#8220;Call of Duty&#8221; vorgenommen, in allen Variationen. Das Ergebnis ist nicht erstaunlich: Bei PEGI sind alle Titel bis auf &#8220;World At War&#8221; und &#8220;Modern Warfare&#8221; ab 16 spielbar, manche Titel sind in Finnland sogar ab 15 empfohlen. Die USK gibt alle Titel erst ab 18 frei, nur manche Versionen für mobile Spielgeräte sind ab 16. Wer machts nun richtig?</p>
<p>Was PEGI meines Erachtens der USK voraus hat ist eine Kennzeichnung die Inhalte eines Spiels betreffend. So wird beispielsweise gekennzeichnet wenn Gewaltdarstellungen, illegale Drogen, Sex, Diskriminierung, Glückspielelemente enthalten sind oder die Sprache vulgär ist. Online-Spiele werden mit einem Symbol versehen, wobei hier wohl eher keine Jugendschutzkriterien entscheidend sind (es sei denn es geht um Suchtpotentiale) sondern eher ein Genre oder Mehrwert eines Spiels angezeigt werden soll. Außerdem gibt es ein &#8220;PEGI OK&#8221; Label, das für Spiele im Internet konzipiert wurde und darauf hindeutet, dass es keinerlei jugendgefährdende Inhalte gibt. Um den freien Spielebereich kümmert sich jedoch keine der beiden Kennzeichnungsstellen, wobei auch das ein wichtiges Feld wäre. Schließlich stehen MedienpädagogInnen immer wieder vor dem selben Problem wenn sie ein spannendes freies Spiel gefunden haben: sie dürfen es eigentlich aufgrund der fehlenden Kennzeichnung nicht einsetzen. Aber dazu bedarf es einer grundlegenden Reform, zumal sich die Finanzierung rund um die Prüfungen als schwierig erweisen dürfte.</p>
<p>Interessant die Frage wie lange die Systeme nebeneinander existieren können! Und: Sind wir zu hart oder die zu sanft im Umgang mit dem Jugendschutz? Wo stehen Sie, liebeR LeserIn? Shooter für alle oder verbieten, das Teufelszeug?</p>
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		<title>iTunes und der Kinderschutz</title>
		<link>http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2009/11/23/itunes-und-der-kinderschutz/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 23:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Albers-Heinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die Netzsperren-Diskussion wurde bei manchen NetzaktivistInnen der Jugendschutzbegriff diskreditiert. Aber es muss eine Unterscheidung getroffen werden zwischen nötigem Jugendmedienschutz und der Zensur von Inhalten. Die Netzsperren-Idee ist da sicher übers Ziel hinaus geschossen, dadurch dürfen aber andere Maßnahmen nicht in Frage gestellt werden. Aus diesem Grund muss, unabhängig der Vermittlung von Medienkompetenz, die Schutzfunktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1245" title="itunes" src="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2009/12/itunes.jpg" alt="itunes" width="240" height="157" />Durch die Netzsperren-Diskussion wurde bei manchen NetzaktivistInnen der Jugendschutzbegriff diskreditiert. Aber es muss eine Unterscheidung getroffen werden zwischen nötigem Jugendmedienschutz und der Zensur von Inhalten. Die Netzsperren-Idee ist da sicher übers Ziel hinaus geschossen, dadurch dürfen aber andere Maßnahmen nicht in Frage gestellt werden.</p>
<p>Aus diesem Grund muss, unabhängig der Vermittlung von Medienkompetenz, die Schutzfunktion vor allem gegenüber Kindern berücksichtigt werden. Kinder gehen weniger sorgsam mit Inhalten um, klicken mal einfach drauf los und werden dann mit Inhalten konfrontiert, mit denen der kindliche Geist überfordert ist. Eine mediendidaktische Erziehung, eine Förderung der Medienkompetenz, wie sie bei Jugendlichen praktiziert wird, findet bei Kindern keinen Nährboden. Daher benötigen Kinder einen besonderen Schutz.</p>
<p><span id="more-1242"></span></p>
<p>Aber unabhängig der Diskussion um Schutzmaßnahmen im Internet möchte Ich heute auf die Schwachstelle der sehr bekannten Software iTunes von Apple aufmerksam machen.</p>
<p>Seit einiger Zeit ist es dort möglich, im Store Filme anzusehen und auszuleihen, z.T. auch Filme, die eine Altersfreigabe FSK 18 haben. Laut <a href="http://www.kjm-online.de/public/kjm/bogus.php?download_id=1" target="_blank">Jugendmedienschutzstaatsvertrag</a> (JMStV) dürfen Inhalte, die für Kinder und Jugendliche <a href="http://www.artikel5.de/gesetze/jmstv.html#p5" target="_blank">nicht geeignet sind</a>, nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden.</p>
<p>Um im Store einkaufen zu können, muss sich der Benutzer mit einer Kreditkartennummer anmelden. Die Schwachstelle des Systems liegt nun in der Möglichkeit, dauerhaft das Passwort zu speichern, denn diese Zugansdaten bilden zudem die Altersverifikation für die nicht jugendfreien Inhalte.</p>
<p>Wird das Passwort also aus Bequemlichkeit gespeichert, bleibt der Benutzer, sogar nach einem Neustart des Computers, eingeloggt und authentifiziert.</p>
<p>Sitzt nun nach dem Neustart des Computers ein Kind davor, um sich neue Musik auf den iPod zu laden, kann es nicht nur ungehindert auf Papas Kreditkarte einkaufen, sondern auch Medien konsumieren, die erst ab 18 Jahre freigegeben sind.</p>
<p>Nutzen Kinder iTunes? Wenn wir uns betrachten, wie viele Kinder einen iPod haben und hierfür zwangsweise iTunes benötigen, wird klar, wie weit die Software verbreitet ist und verwendet wird.</p>
<p>Das Programm besitzt zwar einen Jugendschutzfilter, der sich (erstmal gefunden und dann richtig eingestellt) allerdings nur auf den Store bezieht, nicht aber auf die bereits heruntergeladenen Medien. Auch ist es möglich, verschiedene Medientypen ein- oder auszublenden, jedoch sind die Dateien für alle Benutzer vorhanden oder verschwunden. Nichts desto trotz wären die Filme über einen Dateimanager im iTunes Ordner zu finden.</p>
<p>Die einzige Möglichkeit, einem Kind ein &#8220;sichereres&#8221; iTunes zu bieten (neben der Entwicklung eines Kinder-iTunes) ist die Einrichtung eines eingeschränkten Benutzerkontos unter Windows oder MacOS. Über diesen Weg muss auch der iTunes Benutzer neu angelegt werden, der Jugendschutzfilter kann arbeiten und ungeeignete Inhalte sowie Papas oder Mamas Kreditkartennummer bleiben unendeckt.</p>
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