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Kreativ Schreiben – im Blog

Eine Mischung aus Blog, (Doku-)Soap, kreativem Schreiben und Casting-Show: Das ist “Unser Veedel”, ein Projekt an der Kölner JournalistInnenschule. Die StudentInnen haben sich verschiedene Charaktere für ihre Soap ausgedacht, den Cast per Voting ausgewählt und spinnen nun Beitrag für Beitrag an ihrer Geschichte – und immer wieder nehmen die LeserInnen per Voting auf den weiteren Gang der Dinge.

Für mich ist nicht nur die Geschichte gut geschrieben und unterhaltsam, ich finde, “Unser Veedel” ist eine hervorragende Projektidee auch für die Aktive Medienarbeit in der Medienpädagogik mit Jugendlichen. Denn auch in der Jugendarbeit gibt es Menschen mit Lust auf kreatives Schreiben. Einziges Manko der Seite ist die (textlastige) Gestaltung und die begrenzte Übersichtlichkeit. Aber ansonsten kann mensch von den AutorInnen nur lernen.

[danke an Jürgen]

Radiofeatures beim SWR2 Dokublog

Tonspuren finden, lesen und legen – das macht das SWR2 Dokublog möglich und animiert damit spielerisch zur Auseinandersetzung mit dem Hörfunkgenre ‘Feature’: Die UserInnen können selbst erstellte Features zusammen mit den zu Grunde liegenden O-Tönen hochladen. Diese O-Töne können auch in anderen Produktionen verwendet werden und so entsteht ein Netz von Tonspuren, das sich über die gesamte Website zieht. Eine inhaltlich wie technisch sehr interessante Sache, die auch zur Arbeit mit dem Genre im medienpädagogischen Zusammenhang animiert. Achja: Die interessantesten Beiträge aus dem Dokublog werden in SWR2 gesendet und angemessen honoriert; die Sendungen laufen alle 2 Monate am ersten Donnerstag, 20.03-21.00 Uhr, die nächste am 3. Juli 2008.

Wieviel Zeit benötigt das Web2.0?

In medienpädagogischen Webprojekten geht es oft darum, gemeinsam zu entscheiden, ob Webseiten Funktionalitäten wie Blogs, Foren oder Communities haben sollen oder nicht. Ich persönlich bin da eher vorsichtig, weil ich guten Inhalt erfolgsfördernder finde als technische Spielereien. Und nichts ist schlimmer als ein verwaistes Forum oder Blog. Über das Weiterbildungsblog bin ich nun auf eine geniale Grafik gestoßen, die Wasser auf diese meine Mühlen gibt: Die MacherInnen von Museum2.0 listen Web2.0-Angebote nach ihrem Zeitaufwand auf. Demnach braucht mensch beispielsweise für den Betrieb eines eigenen Blogs mindestens sieben Stunden pro Woche. Das kann ich nur bestätigen…

Blogs und Co. innovativ erklärt

“Was ist Web2.0?” wurde ich heute (tatsächlich) bei einer Präsentation an einer FH gefragt und das hat mir einmal mehr bewusst gemacht, wie wenig selbstverständlich manche Begrifflichkeiten für viele Menschen sind. Diese Erkenntnis ist genauso wichtig wie immer wieder neu zu erklären. Die Videos von CommonCraft machen genau das und haben dabei gleich zweierlei Sinn: Sie transportieren die genannten Inhalte (Erklärungen von Blogs, Wikis, RSS etc.) – und zeigen eine innovative Art und Weise, Informationen aufzubereiten. Sie können damit sowohl Instrument als auch Inspiration für die Medienpädagogik sein.

In jedem Fall: Sie machen Spaß! Hut ab.

Tipps zum Podcasting von Profis

Mensch hat es im Gefühl, aber es ist auch empirisch begründbar: “Ein optimaler Podcast sollte im Durchschnitt 7 Min. 45 Sek lang sein.” Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung von Podcasting-ExpertInnen von Patrick Zoll, aus der sich gute Tipps fürs eigene Podcasten ablesen lassen. Mandy Schiefner hat seine Informationen schön zusammengefasst. Danke für beides.

Eike Rösch
Themen:

ePortfolios in kurzzeitigen Medienprojekten

ePortfolios bzw. dem Hype darum stehe ich grundsätzlich kritisch gegenüber, weil es sicherlich seine Zeit braucht, bis solche Konzepte und Technologien sich auf breiter Basis durchgesetzt haben. In diesem Sinne sind Visionen wie “ePortfolios für alle bis 2010″ meiner Meinung nach recht utopisch.

Trotzdem ist die Portfolioarbeit sicher eine passende Methode zu (weitestgehend) selbstbestimmter Bildungsarbeit – auch in der Medienpädagogik. Deswegen habe ich versucht, bei einem Internet-Medienprojekt in der Jugendarbeit in der letzten Woche Elemente  davon einzubauen: Individuelle Blogs mit der Aufforderung an die TeilnehmerInnen, ihre Lernerfahrungen der Woche mindestens täglich zu reflektieren.

Meine persönliche Lernerfahrung dabei: Nicht leicht. In solch kurzer Zeit entwickeln die TeilnehmerInnen zwar eine gewisse Erfahrung mit dieser Art der Reflexion (was sich auch in den Postings zeigt), allerdings führt nur lange Erfahrung zu hoher Intensität. Gerade in kurzzeitigen Projekten macht ein ePortfolio also nur Sinn, wenn es in einen größeren Prozess eingebunden ist/Kontinuität gewahrt ist.
Außerdem will auch von der Seite des/der PädagogIn der Rahmen gut gewählt sein. Die Motivation zur Reflexion muss gut rüberkommen, die Fragestellung interessant und gleichzeitig treffend gewählt sein.

Insgesamt aber ein interessanter und ausbaufähiger Anfang. Weitere Versuche folgen bestimmt.

Game based Learning

Martin Hofmann vom Bodensee edublog hat eine gute Linksammlung zum Thema Game based Learning zusammengestellt. Dort findet sich unter anderem der Hinweis auf eine Online-Ringvorlesung zum Thema – und ein Buch über die positiven kognitiven Effekte von Computerspielen. Darauf hab ich gewartet…

Blogs für Kinder

Es gibt zwar mehr und mehr Blogs, aber nur wenige von/für Kinder. Ein gutes Beispiel, wie mensch das ändern kann ist Zoomblox, ein spezielles Blogangebot für Kinder. tirol.com listet weitere Beispiele in diesem Bereich auf.

Quelle: http://medienpaedagogik.kaywa.com/

iEditoren

Es ist unklar, womit es angefangen hat, aber es ist ein neuer Trend: WebeditorInnen, die nach der iLife-Philosophie – so leicht und so schön wie möglich – das Erstellen von Webseiten übernehmen.

In der Apple-Welt gibt es gleich mehrere davon: quasi-Standard ist iWeb, seit der Version ’06 Teil von iLife, besser (weil flexibler und nicht .mac-fixiert) ist allerdings Rapidweaver, außerdem gibt es noch Sandvox, iBlog und Goldfish.

Die Qualität ist überragend, alles ist ziemlich einfach und insbesondere für Privatleute, aber auch für kleine Institutionen sind die Programme eine ideale Lösung.

Ich denke manchmal sogar, dass bei dieser Zielgruppe selbst ein CMS blass wird. Medienpädagogisch sind die beiden Prinzipien (iWeb vs. CMS) eigentlich gleich: Ich gebe meinen Inhalt ein, das Layout kommt oben drauf, um alles andere brauche ich mich nicht zu kümmern. Wie CMSe machen diese Programme das Web-Publishing einfacher, allerdings werden bei beiden Prinzipien keine Grundlagen oder Technologien gelernt (wie wird eine Seite eigentlich gemacht?).
Andererseits können beide auch ein Einstieg bzw. eine Motivation sein, sich mit “mehr” auseinander zu setzen. Immerhin kann mensch nämlich auch die mitgelieferten Templates der genannten Programme editieren. Und da lernt mensch dann schon einiges über HTML und CSS… :-)

Bleibt nur eine Preisfrage: Wann gibt es endlich entsprechende Programme für Windows?!

Hey ho, let’s go!

So. Und los gehts: Das (der?) Blog ist bereit und nun können hier Wissen, Erfahrungen, Gedanken festgehalten werden.

Eike Rösch
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