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Klarer Blick in den Rechtedschungel
Mit dieser Broschüre gehen bei Radio-, Zeitungs-, Video- oder WebseitenmacherInnen in der Medienpädagogik und darüber hinaus sicher ein Dutzend Wünsche auf einmal in Erfüllung: “Alles geklärt – Medienproduktion und Recht” der Medienanstalt Berlin-Brandenburg führt (verständlich) in grundlegende rechtliche Begriffe ein, die bei der Medienproduktion aufkommen.
Aber Klassiker wie Urheberrecht, Nutzungsrecht, Persönlichkeitsrecht, Hausrecht, Geschmacksmusterrecht und Markenrecht werden nicht nur allgemein besprochen, sondern die rechtlichen Situationen für die Bereiche Musik, Text, Foto, Video, Grafik im Detail geklärt. Alles mit vielen Beispielen und Praxistipps von ExpertInnen und gespickt mit Hinweisen zum Weiterlesen. Danach ist dann in der Tat alles geklärt.
Hörspiel-Karaoke
Karaoke ist groß: Ohne viel Aufwand, ohne Auswendiglernen oder Musikinstrument macht es uns zu KünstlerInnen und dabei noch sehr viel Spaß. Die Website Audiyou überträgt das schöne Prinzip auf Hörspiele und liefert damit eine schöne Steilvorlage für die Medienpädagogik: Hörspiel-Karaoke steht zwischen Konsum und vollständigen Selbermachen von Hörspielen. Sowohl alleine als auch in einer Projektgruppe kann das Karaoke helfen, die ersten Schritte zur eigenen Produktion zu gehen.
Die technische Umsetzung hält allerdings nicht ganz, was der Name verspricht: Hörspiel-Karaoke funktioniert nicht mit untertitelten Videos, sondern über Audiospuren, Skripte und Montage in Audacity. Macht nicht ganz so viel Spaß, ist aber medienpädagogisch höchst sinnvoll. Und gratis obendrauf liefert Audiyou noch einige Videotutorials zu Audacity.
Mit Algorithmen komponieren
Eines der Klang-Muster
Eine ganz neue Herangehensweise an Musik bietet WolframTones, ein neues Angebot von den MacherInnen von WolframAlpha: Die NutzerInnen können mit Algorithmen Musik erstellen und dabei durch Experimentieren mit verschiedenen Parametern ganz neue Werke kreieren. Die Produktionen lassen sich downloaden und persönlich nutzen.
Die Ergebnisse sind nicht absolut hochwertig und haben einen 8bit-Charme. Eine nette Erfahrung ist das Angebot aber sicherlich. Leider lassen sich die Produktionen nicht für Videos oder andere Produkte und schon gar nicht für Publikationen nutzen, daher kann die Website in der Medienpädagogik nur als Input für Audioprojekte dienen.
Einen ähnlich spielerisch-kreativen Zugang bietet “Seaquence” – sehr ästhetisch, allerdings hier ganz ohne Downloadmöglichkeit. Die Netzcheckers bieten ein kurzes HowTo.
Multi-Media im Web
"Mainz – Dom im Gegenlicht 6" von hsing_nice auf flickr.com
Gerade komme ich von einem Medienprojekt zurück, bei dem es neben “meinem” Internetworkshop auch einen Radio-, Zeitungs- und Videoworkshop gab. Bei solchen “Multi-Medienprojekten” ist es angesagt, die Gruppen genauso zu verzahnen, wie es in der realen Medienwelt praktiziert wird, also insbesondere Audio- und Videoprodukte auf der Website zu publizieren.
Ein inhaltlich, gestalterisch und strukturell gelungenes Beispiel, wie das in der Praxis aussehen kann, liefert das Journalistische Seminar der Uni Mainz mit seinem Projekt “360 Grad Mainz” – und empfiehlt sich damit auch als Vorbild für die Medienpädagogik.
Checklisten für Medienprojekte
"Free Check It Service" von theclyde auf flickr.com
Professionalität in der Medienpädagogik macht sich wie in allen Bereichen unter anderem auch an der Strukturiertheit fest. In der Vorbereitung von Medienprojekten gibt es immer wieder die selben Dinge zu beachten: Zielgruppe, Zeit, Technik, Methoden etc.
Die PH Zürich hat Checklisten für Audio-, Foto- und Videoprojekte veröffentlicht, die es gerade medienpädagogischen EinsteigerInnen erleichtern, Konzepte zu erstellen. Das vereinfacht die Planung und steigert die Qualität der eigenen Projekte.
Praxistest: Audiobearbeitung am Interaktiven Whiteboard
Unser erster Praxistest Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard ist auf großes Interesse gestoßen, deswegen lege ich gerne nach.
Dieses Mal habe ich verschiedene Audiobearbeitungs- und Kompositionsprogramme auf ihre Verwendbarkeit am Interaktiven Whiteboard (kurz IWB) bzw. Smartboard getestet. Eins hat sich gezeigt: Auch für Audioprojekte in der Medienpädagogik sind IWBs geeignet. Ich gebe Empfehlungen für die geeignetste Software am IWB und habe einige interessante Anwendungsmöglichkeiten entwickelt.
Unter den KommentatorInnen dieses Artikels verlosen wir zwei Lizenzen eines der getesteten Programme.
Licht ins Formatewirrwarr und Shortcutlisten zu Foto-, Video- und Audioeditoren
Vorbereitung ist die halbe Miete! Das gilt natürlich auch für medienpädagogische Projekte, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gut vorbereitet zu sein bedeutet aber auch, neben einer guten und realistischen Planung der Projektabläufe, über den Tellerrand hinweg informiert zu sein und evtl. auch Material für die TeilnehmerInnen zur Hand zu haben.
Unter worldwide-studios.com finden sich Listen, die die unterschiedlichen Formate von Audio- und Video- und Fotodateien gegeneinander setzen. Das ist schonmal sehr aufschlußreich, kommt so doch ein wenig Licht in das Dunkel rund um das Formatewirrwarr. Noch interessanter jedoch sind die Listen der Shortcuts für die populären Editionsprogramme rund um Audio, Video, und DVD. Hier sind die Listen leider – vielleicht aber auch verständlicherweise – auf Mac-Software wie z.B. Final Cut Pro, Soundtrack Pro, DVD Studio Pro beschränkt, mit einer Außnahme, die aber, ähnlich wie die anderen Programme auch, auf Grund des Anschaffungspreises nicht allzu oft in der Jugendarbeit Verwendung finden dürften. Die Außnahme bildet Avid Media Composer, die etablierte Alternative zu Mac-Programmen, die (noch) in der professionellen Videoproduktion weit verbeitet ist.
Auch wenn diese Programme nicht dauerhaft in den einzelnen medienpädagogisch aktiven Einrichtungen verortet sind kommen ProjektleiterInnen evtl. doch das eine oder andere Mal in die Verlegenheit mit ihnen zu arbeiten – für all diejenigen sind die Listen sehr hilfreich.
Um der Vollständigkeit willen gibt es auch noch die offizielle Shortcut-Liste zu dem guten alten iMovie HD (6), das zumindest bei mir den Vorzug erhält vor allen späteren Versionen. Wenn Sie Gründe dafür wollen, dann geben Sie in die Suchleiste “imovie” ein, Sie werden fündig und zustimmen!
Urheber? Werk? Urheberrechtsgesellschaft?
Screenshot aus einem Video
So lange es noch existiert, bleibt das Urheberrecht gerade in der Medienpädagogik ein wichtiges Thema. Bei allen guten Materialien, die dazu veröffentlicht werden, sind zentrale Begriffe für NichtjuristInnen nicht leicht zu verstehen: Was ist einE UrheberIn? Was ist ein Werk? Was ist eine Urheberrechtsgesellschaft?
Einen einfachen Weg zum Urheberrechtsverständnis hat die Autorenvereinigung CISAC geschaffen. In drei unterhaltsam, spannend und informativ gestalteten Videos im Comicstil werden die drei genannten Begriffe sehr gut erklärt. Wie geschaffen für den nächsten Vortrag oder Projektinput.
[via PriorMart Blog]
SingStar und Karaoke online
"Empty Guns" von teliko82 auf flickr.com
Bei vielen (medien)pädagogischen Projekten und in fast jedem Jugendhaus ist SingStar weiterhin der Renner: Singen in der Gruppe macht Spaß und die Bewertung lässt schnell Casting-Stimmung aufkommen. Ist die Konsole mal nicht zur Hand und soll spontan Karaoke gesungen oder SingStar gespielt werden, dann müssen Online-Lösungen her.
Schon an anderer Stelle habe ich über ein Online-SingStar-Angebot geschrieben, Mikestar bietet ebenfalls ein technisch einwandfreies Äquivalent, das auch ohne Anmeldung funktioniert. TalentRun benötigt eine (kostenlose) Anmeldung, konzentriert sich auf Karaoke, bietet aber auch Contests an. Karaokeplay hat ein ähnliches Angebot, hier lassen sich aber die Lieder auch ohne Anmeldung singen. Viel Spaß dabei!
[via medienlernen.ch]



