Autorenarchiv »
Praxisbericht: OwnCloud im Arbeitsalltag
Im letzten Jahr habe ich das erste Mal von OwnCloud berichtet. Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Möglichkeit, ein eigenes Cloud-System entweder auf einem Netzwerkspeicher oder einem Webspace zu installieren. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich OwnCloud noch in der Beta-Phase und lief noch nicht ganz rund. Mal gab es Darstellungsprobleme im Backend oder es sind einfach Dateien verschwunden.
Mittlerweile habe ich seit einigen Monaten erst Version 4.5.3 und jetzt 4.5.4 im Einsatz, sowohl in einer dienstlichen Testumgebung in meinem Büro als auch in meinem privaten Umfeld. Die Installation von OwnCloud ist denkbar einfach – die Anwendungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Aus diesem Grund erfolgt an dieser Stelle in kleiner Zwischenbericht, was alles funktioniert und wofür ich OwnCloud einsetze…
Doodle-Alternativen mit Blick auf Datenschutz
Termine online koordinieren – das ist eine feine Sache und Doodle ist für viele Menschen ein Dienst, der nicht mehr wegzudenken ist. Allerdings untersagen viele Firmen und IT-Richtlinien aus datenschutzrechtlichen Gründen die Nutzung von Doodle.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne eine schöne Alternative vorstellen, den DFNTerminplaner vom Deutschen Forschungsnetz. Bewusst wird hier der Fokus auf den Datenschutz gelegt, es werden keine IP Adressen gespeichert, es ist keine Anmeldung erforderlich und es werden keine Daten weitergegeben. Sehr schön finde ich auch die Option, eine Umfrage mit einem Ablaufdatum zu versehen. Mit diesem Datum werden dann auch sämtliche gespeicherten Daten vom Server gelöscht.
Ein ähnliches Angebot findet man auf der Seite der Technischen Universität Dresden. Hier besteht neben der Funktion der Terminabsprache auch die Möglichkeit, ein ganz normale Umfrage zu gestalten.
Lightpainting / Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtete Fotos sind Bilder, die mit einer erhöhten Belichtungszeit der Kamera aufgenommen werden (Programm M). Während sich die Blende eines Fotoapparates bei gewöhnlichen Fotos innerhalb von Millisekunden öffnet und wieder schließt, ist sie bei langzeitbelichteten Fotos mehrere Sekunden (20-30) oder sogar Minuten geöffnet.
Unbewegliche Motive werden in diesen Bildern scharf aufgenommen, während bei beweglichen Gegenständen oder Personen lediglich geisterhafte Silhouetten, bzw. die Bewegungswege dargestellt werden. Somit sind tolle Kombinationen aus bewegten und unbewegten Motiven auf dem Foto möglich. Den ganzen Beitrag lesen
Audio Post-Produktion online mit Auphonic
Mit Auphonic möchte ich Ihnen heute einen online-Dienst vorstellen, der eine anspruchsvolle Audio Post-Produktion verspricht. Der Vorteil von Web-Angeboten liegt auf der Hand: Es ist egal, welches Betriebsystem auf einem Computer installiert ist, auch der Besitz einer Schnitt- und Bearbeitungssoftware ist nicht erforderlich.
Rohaufnahmen können bei Auphonic in verschiedenen Dateiformaten hochgeladen werden. Dort übernimmt der Web-Service dann eine umfangreiche und voll automatisierte Optimierung der Datei. So werden z.B. unterschiedliche Lautstärken, die nunmal in einem Interview entstehen, automatisch angeglichen, Musik, Sprache und andere Hintergrundeffekte werden berücksichtigt und von Störgeräuschen befreit.
Auphonic ist ein wirklich feines Angebot, unsere Testdatei wurde sehr schnell bearbeitet und das Ergebnis hat überzeugt.
Take this Lollipop
Erst letzte Woche wurde ich auf einem Elternabend angesprochen, ob ich denn dieses Video mit dem Stalker kennen würde, der plötzlich das komplette Facebook Profil einer Person auf dem Bildschirm hatte? Wie das denn gehen würde?
Nun, gemeint war die Seite takethislollipop.com, die seit einiger Zeit viral per Facebook und Twitter geteilt wird. Zu sehen ist in einem Video ein dubios wirkender Mensch in einem dunklen Raum vor seinem Computer. Er gibt Login Daten bei Facebook ein und plötzlich erscheint das eigene Profil auf dem Bildschirm.
Der Film zeigt sehr gut das Vorgehen eines Stalkers, der Fotos auswertet und Orte herausfindet, in dem er die Ortsangaben bei Facebook kontrolliert bzw. die EXIF Daten der Fotos nach GPS Koordinaten durchsucht. Allein durch die Tatsache, dass das eigene Profil, bzw. eigene Fotos mit in den Film hereingerechnet werden, macht das Video sehr anschaulich.
Damit das Video aber überhaupt funktioniert, bzw. die Profilinformationen in den Film eingefügt werden können, muss der Seiten-Besucher die Verbindung mit Facebook herstellen und entsprechende Genehmigungen erteilen. Diese Erlaubnis kann dann später in den Privatsphäreneinstellungen von Facebook unter “Werbeanzeigen, Anwendungen und Webseiten” wieder gelöscht werden.
Meiner Meinung nach ist das Video ein klasse Einstieg in das Thema “Umgang mit Daten in sozialen Netzwerken”. Sehr viele Menschen veröffentlichen einfach so Fotos, Ortsangaben und andere persönliche Informationen, die es unbekannten Aussenstehenden einfach machen, ein komplettes Profil zu erstellen.
Eltern im Netz – Wie begleite ich mein Kind?
Facebook ist in aller Munde und wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Eltern, die selbst nichts oder nur wenig mit sozialen Medien am Hut haben, nehmen im Zusammenhang mit diesem sozialen Netzwerk meist nur die negativen Schlagzeilen wahr – und möchten ihre Kinder am liebsten ganz davon fernhalten.
Die Ängste sehen etwa so aus: „Häufiger Internetkonsum macht dick, dumm und süchtig, Kinder sind auf Facebook Cybermobbing und Betrügern ausgesetzt und werden eh nur abgezockt, Facebook ist Zeitverschwendung“ etc. Doch ein Facebook-Verbot für den Nachwuchs ist sicher keine gute Option, denn das lässt sich weder kontrollieren, noch wird es dem heutige Mediennutzungsverhalten junger Menschen gerecht.
Aufklärung tut also Not, denn nur wer versteht, was Facebook Jugendlichen bietet, wo eher Vorsicht geboten ist und wie eine pädagogisch sinnvolle Begleitung der eigenen Kinder aussehen kann, ist in der Lage, seinem Kind bei der Nutzung sozialer Medien hilfreich zur Seite stehen.
Aus diesem Grund haben Tobias Albers-Heinemann, Autor im Medienpädagogik-Praxis Blog, und Björn Friedrich das Facebook-Buch für Eltern geschrieben, welches ab 28.10.2012 im Handel erhältlich ist. Beide Autoren haben in dem über 300-seitigen Buch ihre jahrelangen Erfahrungen in der medienpädagogischen Kinder-, Jugend- und Elternarbeit zusammengefasst und bieten zudem das Kernkapitel “Eltern im Netz – Wie begleite ich mein Kind” komplett kostenlos als PDF zum Download an.
Neue Schriften braucht das Land
http://www.flickr.com/photos/btmspox/
Plakate, Flyer, Ausschreibungen, Logos, Banner, Cover… das alles sind Printmedien, mit denen wir medienpädagogische Projekte, Aktionen und Ergebnisse präsentieren und vorstellen. Um aber nicht in der Flut von Flyern und Plakaten unterzugehen, müssen wir kreativ sein, ein ansprechendes Layout benutzen und natürlich eine schöne Schriftart. Erst letztens bin ich mit einem Kollegen wieder ins Gespräch gekommen. Grund hierfür war sein aktueller Projektflyer. Nein, es war eigentlich gar nicht der Flyer, sondern eher die gewählte Schriftart Comic Sans. Grund genug für einen kleinen Artikel zum Thema Schriftarten.
Dass Schriftarten sich auf dem Computer installieren lassen, weiss jetzt auch mein Kollege. Besonders gelungen fand er aber zwei Angebote von kostenlosen Designer-Fonts (hier und hier), die auf jeden Fall ihren Platz im nächsten Flyer finden werden. Aber auch von den beiden Handschriftarten-Sammlungen (Link und Link) war er sehr angetan. Etwas ungläubig wurde ich dann aber angesehen, als ich ihm MyScriptFont.com vorgestellt habe, einen Online Dienst, der aus der eigenen Handschrift eine Schriftart für den Computer zaubert.
Unser Gespräch ging dann natürlich noch über Lesbarkeit, Anzahl von Schriftarten in einem Dokument bis hin zur Farbgestaltung. Aber das hebe ich mir für einen weiteren Artikel auf
CarotDAV – Zugriff auf Sugarsync, Dropbox, WebDAV, FTP, Skydrive, Google Drive…
Sugarsync, Dropbox, WebDAV, FTP, Skydrive, Google Drive – das alles sind Dienste und Möglichkeiten, Dateien auf einem Server oder in der Cloud abzuspeichern. Hierdurch entstehen tolle Möglichkeiten der Zusammenarbeit, dass diese Dienste auch den sozialen Faktor – vernetzen und tauschen – größtenteils erfüllen. Allerdings finde ich es manchmal recht unübersichtlich, vor allem wenn ich selbst mehrere Dienste in Anspruch nehme. Schließlich möchte ich nicht für jedes Angebot einen separaten Klienten auf meinem System installiert haben.
Abhilfe schafft hier unter Windows das kostenlose Programm CarotDAV. In der explorer-artigen Umgebung können dann die Dateien hoch und heruntergeladen sowie gelöscht werden. Positiv ist auch, dass CarotDAV nicht installiert werden muss, also portable funktioniert. Eine tolle Sache für Menschen, die an fremden PCs ohne Installationsrechten auf ihre eigenen Dateien zugreifen wollen…
Projektbeispiel zur gemeindepädagogischen Dimension medienpädagogischer Angebote
Viele Kollegen und Kolleginnen, die medienpädagogisch arbeiten, sind bei einem kirchlichen Träger angestellt, also entweder bei einer Kirchengemeinde, einem Dekanat oder Kirchenkreis oder direkt bei der Landeskirche. Ich selbst habe vor einigen Monaten auf einer neu eingerichteten Projektstelle der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau angefangen, einer Stelle, deren Schwerpunkte im Bereich der Medienbildung und Medienpädagogik liegen.
In vielen Gesprächen, die ich mit Mitarbeitern der Landeskirche geführt habe, wurde gar nicht mal der Sinn einer Medienbildungsarbeit angezweifelt, sondern vielmehr die Frage in den Raum gestellt, in wie weit sich gemeindepädagogische Schwerpunkte und Interessen, sowie theologische Themen mit der Medienpädagogik verbinden lassen?
Das ist eine Frage, die vielleicht für den Einen oder Anderen etwas seltsam erscheinen mag, in Bezug auf “Kirche als Arbeitgeber” aber durchaus gerechtfertigt ist.
Ich will an dieser Stelle kein Fass aufmachen, nicht verkünden vor allem denjenigen nicht auf die Nerven gehen, die mit der Kirche nichts am Hut haben wollen. Ich möchte dieses Thema mit denen besprechen, die vielleicht auch auf der Suche nach Möglichkeiten sind, gemeindepädagogische Themen mit medienpädagogischen Angeboten zu verknüpfen. Das ist ein kompliziertes Feld, in dem es so gut wie keine Literatur gibt. Das habe ich selbst gemerkt, da ich zu Beginn meiner Tätigkeit noch eine Kolloquiumsarbeit zur Qualifikation als Gemeindepädagoge schreiben durfte.
Eine Analyse der gespeicherten Facebook-Daten
Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Daten Facebook alles über Sie gespeichert hat? Es sind ja nicht nur die von uns selbst veröffentlichten Beiträge, Ortsangaben und Fotos, aus denen sich ein persönliches Profil erstellen lässt. Auch unser Freundeskreis lässt viele informative Rückschlüsse auf uns zu.
Die Suchmaschine Wolfram Alpha bietet seit kurzem die Funktion an, das eigene Facebook Profil zu analysieren. Unsere persönlichen öffentlichen Daten, unsere beliebtesten Fotos, eine umfangreiche Analyse unserer Beiträge und eine Aufschlüsselung unseres Freundeskreises nach Alter, Geschlecht und Wohnort sind nur ein Teil des Ergebnisses. Interessant finde ich persönlich auch die Übersicht, mit welchen Apps (Facebook über Browser, iPad-App oder iPhone App) ich zu welcher Uhrzeit am meisten Facebook genutzt habe.
Nun, wie sieht es bei Ihnen aus? Sind sie überrascht, welche Informationen Facebook von Ihnen gespeichert hat oder ist das alles nicht Neues für Sie?


