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Tune up your life with Sugru!
Ich habe mit mir gerungen: Ist das medienpädagogisch relevant, passt das hier her? Ich habe die Frage mit einem klaren ‘Jein’ beantwortet und mich entschieden den Spagat zu wagen. Los gehts!
In der medienpädagogischen Praxisarbeit haben wir, insbesondere aber die TeilnehmerInnen, mit Technik zu tun. Manchmal teure Technik, oft benutzte Technik. Technik, der man ihre Reise durch die Hände von Kindern und Jugendlichen ansieht. Bei dem Versuch den Lebenszyklus der Geräte zu verlängern drängt sich Sugru quasi auf.
Sugru ist etwas zwischen Knete, Tape und Silikon. Es ist formbar wie Knete, klebt wie Tape an diversen Untergründen und über Nacht (auf jeden Fall in der Nähe um 8 Stunden) wird es formstabil wie Silikon. Ein Videohandy beispielsweise hätte, an den Ecken mit kleinen Sugru-Punkten versehen, bei einem szenisch notwendigen Fall wesentlich höhere Überlebenschancen als ohne. Aber auch für Reparaturen und zum Tunen ist Sugru gut zu gebrauchen.
2 oder 3 | alt oder neu: Die SIMS
Wir haben schon öfters über Machinima geschrieben, eine klasse Methode für medienpädagogische Videoprojekte. Unsere bisherigen Projekte haben wir mit Die SIMS 2 realisiert und positive sowie negative Erfahrungen gemacht. Nun haben wir das letzte Machinima in Die SIMS 3 erstellt und waren überrascht – und an so mancher Stelle enttäuscht bis frustriert. Aber der Reihe nach.
Allgemeine Anmerkungen:
Die SIMS 3 kommt in einer Mac- und in einer Windows-Version, auf der selben DVD, ohne Mehrkosten. Das ist sehr praktisch. Wir haben uns für die Mac-Version entschieden, weil in den vergangenen Projekten die Datentransfers von Windows zu Mac zeitraubend und nervig waren. Geschnitten haben wir mit Final Cut Pro, daher auch die Notwendigkeit des Transfers. Die folgenden Kritikpunkte können also auch macspezifisch sein, Windowsfilmer würden unter Umständen keine oder andere Punkte anführen.
Licht ins Formatewirrwarr und Shortcutlisten zu Foto-, Video- und Audioeditoren
Vorbereitung ist die halbe Miete! Das gilt natürlich auch für medienpädagogische Projekte, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gut vorbereitet zu sein bedeutet aber auch, neben einer guten und realistischen Planung der Projektabläufe, über den Tellerrand hinweg informiert zu sein und evtl. auch Material für die TeilnehmerInnen zur Hand zu haben.
Unter worldwide-studios.com finden sich Listen, die die unterschiedlichen Formate von Audio- und Video- und Fotodateien gegeneinander setzen. Das ist schonmal sehr aufschlußreich, kommt so doch ein wenig Licht in das Dunkel rund um das Formatewirrwarr. Noch interessanter jedoch sind die Listen der Shortcuts für die populären Editionsprogramme rund um Audio, Video, und DVD. Hier sind die Listen leider – vielleicht aber auch verständlicherweise – auf Mac-Software wie z.B. Final Cut Pro, Soundtrack Pro, DVD Studio Pro beschränkt, mit einer Außnahme, die aber, ähnlich wie die anderen Programme auch, auf Grund des Anschaffungspreises nicht allzu oft in der Jugendarbeit Verwendung finden dürften. Die Außnahme bildet Avid Media Composer, die etablierte Alternative zu Mac-Programmen, die (noch) in der professionellen Videoproduktion weit verbeitet ist.
Auch wenn diese Programme nicht dauerhaft in den einzelnen medienpädagogisch aktiven Einrichtungen verortet sind kommen ProjektleiterInnen evtl. doch das eine oder andere Mal in die Verlegenheit mit ihnen zu arbeiten – für all diejenigen sind die Listen sehr hilfreich.
Um der Vollständigkeit willen gibt es auch noch die offizielle Shortcut-Liste zu dem guten alten iMovie HD (6), das zumindest bei mir den Vorzug erhält vor allen späteren Versionen. Wenn Sie Gründe dafür wollen, dann geben Sie in die Suchleiste “imovie” ein, Sie werden fündig und zustimmen!
Schwimmen lehren oder anleinen?
Die Neuauflage des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) ist noch nicht durch die Länderkammern gewunken worden, da wollen wir eine Studie aus den USA an den/die interessierte und ausdauernde MedienpädagogIn bringen. Sie heißt “Youth safety on a living internet“, ist auf englisch, allerdings nicht sehr schwer zu lesen und zu verstehen. Die Würze in Kürze: Jugendmedienschutz ist gut und wichtig, allerdings ist der beste Weg zu einem sicheren Umgang mit dem Internet das Veranwortungsbewußtsein zu schärfen – dem selbst und anderen gegenüber. Das dürfte PraktikerInnen und aufmerksame BeobachterInnen wenig verwundern, es ist dennoch wichtig, dass solche Erkenntnisse wissenschaftlich fundiert kommuniziert werden. Denn so gibt es eine gewichtige Grundlage für Argumentationslinien.
Noch ein interessanter Vergleich zum in Deutschland geplanten Jugendmedienschutz (ich weiss leider nicht mehr wo ich ihn gelesen habe, der Autor möge mir verzeihen und auf sich verweisen): Mensch bewohnt samt Familie und zwei Kindern ein Grundstück an einem See. Die Kinder, sagen wir 6 und 10 Jahre alt, spielen häufig im Garten, auch nahe am Wasser und füttern die Enten. Um die Kinder vor dem Ertrinken zu schützen haben die Eltern folgende Möglichkeiten:
- sie ziehen um, ins Landesinnere
- sie lassen eine dicke Mauer errichten, ein Zaun würde zwar erstmal helfen, aber das Bedürfnis ans Wasser zu gehen bliebe
- sie bringen den Kindern schwimmen bei.
An dieser Stelle muss mensch vorsichtig sein, ausgenommen von dem Vergleich sind hier natürlich strafbare Handlungen im Internet wie z.B. Pädokriminalität oder -sexualität. Es geht mir eher um die Debatte der Medienkompetenz und die Bewahrung der Kinder vor den Möglichkeiten des Internets. Nur, dass ich hier nicht mißverstanden werde!
via wortgefecht.net
Darfs ein wenig weniger sein? – Farbtherapie
Weniger ist manchmal mehr. Insbesondere in unserer Zeit, in der immer mehr Farben – und diese auch noch brillianter, schärfer, farbiger und überhaupt – gesehen werden können. Mit oft übersättigten Farben wird um unsere Aufmerksamkeit gerungen, so dass weniger davon schon eher wieder auffällt.
Wenn sich medienpädagogische Fotoprojekte mit Bildern in schwarz-weiß beschäftigen, sieht mensch oft den krassen Gegensatz zum oben skizzierten Bild: Graustufen. Doch das muss nicht sein, es gibt auch ein Dazwischen. Und wie mensch an dieses Dazwischen gelangt und gekonnt dosiert einsetzt beschreiben zwei kurze und gut nachvollziehbare Tutorials des dr.web anhand von GIMP.
Auch wenn GIMP immer noch für manch eineN gewöhnungsbedürftig zu sein scheint, für die Jugendarbeit gibt es meines Erachtens keinen gleichwertigen (im doppelten Sinne) Ersatz. Also, hier und jetzt mit einsteigen und die freien und kostenlosen Softwareangebote, wenn nicht gleich lieben dann doch zumindest schätzen lernen.
Fisheye-Linse selbstgebaut
Fotoprojekte in der Medienpädagogik gehen immer – sie kosten nichts, die Erfolgserlebnisse sind schnell da und können ohne großen Aufwand mit nach Hause genommen und an die Wand gehängt werden. Jedoch schwindet mit der Häufigkeit der angeboteten Projekte auch der Reiz, so dass neue Ideen eingebaut werden müssen. Da bietet es sich an mit ein paar Basteleinheiten den Perspektivwechsel aufzupeppen.
Mit Hilfe dieser Anleitung ist es einfach in einem kleinen Do-It-Yourself-Workshop eine Fisheye-Linse zu bauen, egal ob für eine Spiegelreflexkamera oder eine Hosentaschenknipse. Die benötigten Materialien sind schnell organisiert oder improvisiert nachgebaut und schon kann es los gehen. Der Misserfolg ist quasi ausgeschlossen, denn egal ob unter- oder überbelichtet, der Weissabgleich in die Hose ging oder mit zittriger Hand den Auslöser nicht richtig getroffen, ein Hauch Kunst lässt sich bestimmt entdecken.
Overbug: Rhythm is it!
Ist es ein Spiel, eine Musiksoftware, oder ist es Malsoftware? Irgendwie alles! Denn was rauskommt ist Musik (im weitesten Sinne) und u.U. ein interessantes Bild, und Spass macht es obendrein auch noch – ein Ü-Ei für medienpädagogische Projekte.
Mit Overbug können Minimal-Tracks ganz einfach zusammengestellt werden – ich scheue mich es komponieren zu nennen. Beim ersten Versuch werden wahrscheinlich ein paar Kreise gezogen, auf diesen Kreisen werden kleine (grüne) Aktivierungspunkte und Soundpunkte verteilt. Die Soundpunkte wandern im Uhrzeigersinn auf dem Kreis, und immer wenn ein solcher Soundpunkt einen (grünen) Aktivierungspunkt passiert kommt ein für die Farbe des Soundpunktes charakteristischer Ton. Das halbwegs geschickt arrangiert ergibt in Summe idealerweise ein erträgliches Rhythmus-Konglomerat.
Verwirrt? Dann einfach ausprobieren! Overbug läuft ohne Installation auf MAC und Windows. Viel Spaß!
Farbenfroh gen Sommer
Der Sommer naht merklich, die Planungen gedeien, aber Inspirationen für das Plakat oder den Programmflyer lassen auf sich warten. Das warten hat sich gelohnt, denn hier gibt es genügend Bilder die Ihnen bei Ihrer medienpädagogische Arbeit helfen können.
Die ersten beiden Seiten die ich vorstellen möchte sind Suchmaschinen für flickr.com und haben eine besondere Suchfunktion: Bei Multicolr suchen Sie nach einer Farbe oder Farbkombination (wir haben die Seite schon seit längerem auf unserer Freie Fotos-Seite gelistet, findet aber trotzdem Erwähnung, weil ihr System perfektioniert wurde). Bei Taggalaxy verfeinern Sie Ihre Suche anhand der angebotenen Tags in Form von Planeten, die um Ihren Suchbegriffsplaneten kreisen. Schön anzusehen und dazu noch sehr übersichtlich.
Tineye ist auch eine Suchmaschine, allerdings kann hier rückwärts an bestimmten Orten gesucht werden. Das heißt, ich gebe eine URL ein und Tineye sucht für mich die Seite nach Bildern ab.
Die Datenbank Bigpicture ist eine Seite, die zum Boston Globe gehört. Hier werden Fotos gelistet die entweder z.B. über eine Agentur gelaufen sind oder von ihren Machern zur Verfügung gestellt wurden. So manch grandioses Bild findet sich darunter, kein Wunder, dass die (noch) nicht unter Creative Commons stehen.
gesehen auf macworld.com, via Dansa
Pfeiffer zum Abschuss freigegeben?
Vor fast einem Jahr haben wir die Post-Pfeiffer-Ära ausgerufen. MedienpädagogInnen und Gamer haben gejubelt, leider etwas verfrüht. Denn in den vergangenen Monaten hat sich Christian Pfeiffer wiederholt zu Wort gemeldet, ein Podium bekommen um seine bemerkenswerten erforschten Zusammenhänge kund zu tun. So zum Beispiel hat er jüngst belegt, was wir schon immer wussten: Shooter spielen ist der Einstieg in die Rockergruppe (Link).
Zuversichtlich im Hinblick auf die neue Zeitrechnung hat mich allerdings ein Artikel beim Stern, der, mehr noch als Der Spiegel, auf aktuell gehypten Wellen ganz oben mitschwimmt und dabei zusätzliche Gischt produziert, gestimmt. Dort taucht unser prominenter Widersprecher in der Serie “Geißeln der Talkshows” auf.
Wir rufen an dieser Stelle zu einer Sammlung auf: “Pfeiffer-Dir-Einen: Best of Pfeiffers Welt”. Gesucht werden die “fundiertesten” und medial präsenten Erkenntnisse der Forschungsfabrik KFN (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Pfeiffers Homebase).
Wir freuen uns auf zahlreiche Offenbarungen! Vorab für die richtige Stimmung noch eine kleine Lektüre, “Die hohe Kunst des Pfeifferns” von Heinrich Lenhardt.











