Autorenarchiv »

30-Sekunden-Brühwürfel – animiert

Still aus "Rocky in 30 seconds"

Kurz und knackig soll es sein, und Spaß machen – das ideale medienpädagogische Projekt. Prädestiniert dafür, insbesondere wenn es was mit Film sein soll, sind Filme in 60 Sekunden bzw. Kinofilm-Brühwürfel. Wir haben bereits berichtet und auch unsere eigenen Erfahrungen ausgewertet.

Etwas ambitionierter sind die re-enacting bunnies. Nicht nur, weil die Zeit getoppt wird und die Geschichte eines Filmes in 30 Sekunden aufgegriffen wird. Besonders macht die Filme, dass sie animiert sind.

Damit drängen sich die Filme nicht gleich zum Nachmachen auf. Sie bieten dafür viel Inspiration und sind eine super Hilfestellung, wenn zum Beispiel nicht klar ist welcher Film eingedampft werden soll. Oder wenn in der medienpädagogischen Vorbereitungsphase nicht klar ist, welche die prägnanten Szenen eines Films sind. Um wenn dann das Zeitsparen auch noch so viel Spaß macht, dann ist eigentlich alles gut.

Young Indy: CuBrush

Screenshot aus CuBrush

Es ist schon wieder eine Weile her, dass der Deutsche Multimediapreis MB21 vergeben wurde. Erwähnung sollte aber einer der Preisträger CuBrush in jedem Fall finden, auch jetzt noch. Denn das Spiel wurde nicht nur von einem jungen und freien Entwickler geschrieben. Es macht richtig Spaß, insbesondere im Netzwerk!

Das Prinzip ist simpel: JedeR SpielerIn steuert einen Würfel über eine Würfelwelt. Die dabei berührten Würfel werden in der entsprechenden SpielerInnenfarbe gefärbt. Ziel ist es, in der vorher gesetzten Zeit so viele Würfel wie möglich in seiner Farbe besetzt zu haben. Kleine Handycaps geben dem Ganzen noch einen Funken mehr Spannung.

Wir haben das Spiel schon in unserer medienpädagogischen Praxis eingesetzt und durchweg positives Feedback erhalten. Ganz abgesehen davon, dass wir selber viel Spaß damit hatten.

CuBrush ist kostenlos, läuft (bislang) leider nur auf Windows, gibt es auch in unserer Freie Spiele-Ecke. Viel Spaß!

Computerspielsucht – eine Mär?

Still aus dem klicksafe-Spot "Wo lebts Du?"

Teilzeitthema Nummer eins, die Computerspielsucht, derzeit etwas ins Hintertreffen geraten. Im Zentrum des Interesses steht die geplante, dann unterbrochene und jetzt neu in Angriff genommene Novellierung des JMStV. Eine gute Gelegenheit sich in Ruhe und entspannt mit der Computerspielsucht auseinanderzusetzten – die nächste aufgeregte Phase kommt bestimmt.

Eine gute Basis für die Meinungsbildung ist die Studie “Computerspielsucht – Befunde der Forschung“. Und sie gibt einen Überblick über den Ist-Zustand in der Forschung. Vom BMFSJ in Auftrag gegeben wird anfangs sehr anschaulich die Problematik in der Begrifflichkeit der Computerspielsucht dargelegt. Dann geht es geht um Zahlen, klar. Und um einen Vergleich der verschiedenen Studienergebnisse.

Mit analogen Spielzeugen digitale Spiele spielen

Screenshot aus Video zu Milky Boat bei lab30

Eine Schüssel, darin Milch. Unter der Schüssel Elektronik, ein paar Platinen. Daran angeschlossen ein Gamepad. In der Schüssel, auf der Milch, ein Boot, das durch ein projiziertes Minenfeld gesteuert wird  – Schiffchenspielen mal anders.

Milky Boat nennt sich das ganze und sieht auf den ersten Blick nicht so spektakulär aus. Bei näherem Hinsehen aber wird deutlich, welcher Reiz in der Symbiose von analoger und digitaler Spielrealität steckt. Ein ähnliches Spiel, bei dem auch das Spielzeug in realita bewegt werden muss, ist Roy Block. Hier wird mittels zweier Blöcke an einer Projektionswand ein Männchen vom Start zum Ziel manövriert. Doch schauen Sie selbst.

Für den medienpädagogischen Alltag ist ein solches Spielprinzip leider noch Zukunftsmusik, noch ist es Kunst. Aber wir können hoffen. Hoffen darauf, dass Spieler wie ich, die sich in entspannter Spielerhaltung weiterhin sehr wohl fühlen, noch lange einen Bogen um physische Spieleraktivität erzwingende Konsolen machen können.

via spielbar.de

Filmschnipseln mit MPEG Streamclip

MPEG Streamclip

Mal eben schnell einen Filmausschnitt machen, für die Website als medienpädagogischen Teaser! Leichter gesagt als getan.

Möglichkeit 1, aufwändig, langwierig und rechenintensiv: Den kompletten Film in eine Schnittsoftware importieren (schon das kann u.U. eine Weile dauern), vorne und hinten Teile wegschneiden bis der Ausschnitt übrig bleibt. Dann exportieren. Je nach Schnittsoftware und Plattform unterscheiden sich hier die Formatmöglichkeiten.

Möglichkeit 2, einfach, schnell und nur mäßig rechenintensiv: Ein spezielles Tool nutzten. Wir haben schon einige Software in unserer “Freie Programme“-Liste, aber MPEG Streamclip schlägt sie meiner Meinung nach alle. Mit diesem Tool können Filme fast jeden Formats geöffnet, beschnitten (hierzu werden ein In- und ein Outpunkt im Vorschaufenster festgelegt) und schließlich ebenfalls in fast jedes Format exportiert werden.

Die große Zeitersparnis hört man vielleicht nicht gleich raus, wer aber einen Testdurchlauf hinter sich hat wird überzeugt sein. Die Software arbeitet sehr souverän, die gewählten Exporteinstellungen (sehr hilfreich wenn die Frage lautet: 4:3 oder 16:9, oder gar 16:10, oder doch lieber Letterbox) lassen sich in einer Vorschau vor dem Export kontrollieren, sie ist sowohl für Mac als auch für Windows zu haben – kostenlos! Viel Spaß beim streamclippen.

Danke an Markus für den Tipp!

Jump’n Run mit Physik-Engine

Screenshot aus dem Spiel

Andere Spielkonzepte braucht die Spielewelt. Mit neuer Grafik ist es nicht getan. Schon oft berichteten wir über neuartige Spiele, die, obwohl in der Konzeption etwas einfacher gehalten, schnell sehr viel Spielspaß bereiten.

Hier und heute geht es um ein Spiel, bei dem die Idee hinter Crayon Physics weiterentwickelt und mit Jump’n Run kombiniert wurde. Bei Max & the Magic Marker wird die Spielfigur in bewährter 2-D Optik nach links und rechts manövriert. Dabei müssen Hindernisse bewältigt werden, der Magic Marker hilft. Es gibt aber keinen Königsweg, den Lösungsansätzen sind kaum Grenzen gesetzt. Das gibt selbst den einfachsten Formen von linaren Spielen wieder einen Reiz und gewissen Charme, so dass sie auch bei Jugendlichen sehr beliebt sind – auch wenn es hier eventuell eines Schlüsselreizes bedarf, beispielsweise in Form von Vorspielen. Spätestens wenn einE ZuschauerIn einen anderen Lösungsansatz favorisiert ist der Run auf die Mäuse eröffnet.

Das Spiel ist leider nicht kostenlos, findet daher auch keinen Platz in unserer hall-of-gratuitous. Leider. Für knapp 15 Euro kommt man auf Mac und Windows in diesen Spiel- und Knobelgenuss. Hoffentlich gibt die medienpädagogische Kasse die noch her. Viel Spaß!

Dank an Philipp!

Illusion Bildschirmhintergrund

von Ares1060 auf flickr.com

Manchmal ist das Medium für ein medienpädagogisches Projekt klar, aber die Idee für ein Produkt fehlt. Es sollte möglichst eines sein, das nicht gleich im Dschungel der Dateien verschwindet. Wie wärs mit einem Bildschirmhintergrund?

Auf den meisten Bildschirmen sind Urlaubsfotos zu sehen, ein Foto vom Haustier oder irgendeines das gefallen hat. Warum nicht eine kurze visuelle Illusion erstellen? Anleitungen finden sich hier und hier. Der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen. Ideal für ein Kurzprojekt außerhalb der Ferien oder im Unterricht.

Wer keinen Laptop hat ist klar im Vorteil, denn der Desktop steht in der Regel immer am selben Ort, der Monitor wird selten bewegt. Das erhöht die Lebensdauer des schönen Gesamtbildes. Allerdings ist die Erstellung des Bildes um zwei kleine Schritte umfangreicher: Der genaue Stand des Monitorfußes sollte aufgezeichnet werden, damit er, nachdem das Bild mit dem Hintergrund gemacht wurde, genau dort wieder hingestellt wird und auch stehen bleibt (Laptop-User können einfach den Deckel zuklappen). Denn eine kleine Abweichung von der Normalposition macht den Hingucker schon zunichte.

gesehen auf smashingmagazine.com

Tune up your life with Sugru!

Sugru – ideal für kleine Reparaturen

Ich habe mit mir gerungen: Ist das medienpädagogisch relevant, passt das hier her? Ich habe die Frage mit einem klaren ‘Jein’ beantwortet und mich entschieden den Spagat zu wagen. Los gehts!

In der medienpädagogischen Praxisarbeit haben wir, insbesondere aber die TeilnehmerInnen, mit Technik zu tun. Manchmal teure Technik, oft benutzte Technik. Technik, der man ihre Reise durch die Hände von Kindern und Jugendlichen ansieht. Bei dem Versuch den Lebenszyklus der Geräte zu verlängern drängt sich Sugru quasi auf.

Sugru ist etwas zwischen Knete, Tape und Silikon. Es ist formbar wie Knete, klebt wie Tape an diversen Untergründen und über Nacht (auf jeden Fall in der Nähe um 8 Stunden) wird es formstabil wie Silikon. Ein Videohandy beispielsweise hätte, an den Ecken mit kleinen Sugru-Punkten versehen, bei einem szenisch notwendigen Fall wesentlich höhere Überlebenschancen als ohne. Aber auch für Reparaturen und zum Tunen ist Sugru gut zu gebrauchen.

Den ganzen Beitrag lesen

2 oder 3 | alt oder neu: Die SIMS

"The Sims at Alton Towers" von Sevenupcan auf flickr.com

Wir haben schon öfters über Machinima geschrieben, eine klasse Methode für medienpädagogische Videoprojekte. Unsere bisherigen Projekte haben wir mit Die SIMS 2 realisiert und positive sowie negative Erfahrungen gemacht. Nun haben wir das letzte Machinima in Die SIMS 3 erstellt und waren überrascht – und an so mancher Stelle enttäuscht bis frustriert. Aber der Reihe nach.

Allgemeine Anmerkungen:

Die SIMS 3 kommt in einer Mac- und in einer Windows-Version, auf der selben DVD, ohne Mehrkosten. Das ist sehr praktisch. Wir haben uns für die Mac-Version entschieden, weil in den vergangenen Projekten die Datentransfers von Windows zu Mac zeitraubend und nervig waren. Geschnitten haben wir mit Final Cut Pro, daher auch die Notwendigkeit des Transfers. Die folgenden Kritikpunkte können also auch macspezifisch sein, Windowsfilmer würden unter Umständen keine oder andere Punkte anführen.

Den ganzen Beitrag lesen

Licht ins Formatewirrwarr und Shortcutlisten zu Foto-, Video- und Audioeditoren

Formatewirrwarr in Audio, Video und Foto

Vorbereitung ist die halbe Miete! Das gilt natürlich auch für medienpädagogische Projekte, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gut vorbereitet zu sein bedeutet aber auch, neben einer guten und realistischen Planung der Projektabläufe, über den Tellerrand hinweg informiert zu sein und evtl. auch Material für die TeilnehmerInnen zur Hand zu haben.

Unter worldwide-studios.com finden sich Listen, die die unterschiedlichen Formate von Audio- und Video- und Fotodateien gegeneinander setzen. Das ist schonmal sehr aufschlußreich, kommt so doch ein wenig Licht in das Dunkel rund um das Formatewirrwarr. Noch interessanter jedoch sind die Listen der Shortcuts für die populären Editionsprogramme rund um Audio, Video, und DVD. Hier sind die Listen leider – vielleicht aber auch verständlicherweise – auf Mac-Software wie z.B. Final Cut Pro, Soundtrack Pro, DVD Studio Pro beschränkt, mit einer Außnahme, die aber, ähnlich wie die anderen Programme auch, auf Grund des Anschaffungspreises nicht allzu oft in der Jugendarbeit Verwendung finden dürften. Die Außnahme bildet Avid Media Composer, die etablierte Alternative zu Mac-Programmen, die (noch) in der professionellen Videoproduktion weit verbeitet ist.

Auch wenn diese Programme nicht dauerhaft in den einzelnen medienpädagogisch aktiven Einrichtungen verortet sind kommen ProjektleiterInnen evtl. doch das eine oder andere Mal in die Verlegenheit mit ihnen zu arbeiten – für all diejenigen sind die Listen sehr hilfreich.

Um der Vollständigkeit willen gibt es auch noch die offizielle Shortcut-Liste zu dem guten alten iMovie HD (6), das zumindest bei mir den Vorzug erhält vor allen späteren Versionen. Wenn Sie Gründe dafür wollen, dann geben Sie in die Suchleiste “imovie” ein, Sie werden fündig und zustimmen!

Zusatzinfos

Feed abonnieren Newsletter

Nächste Artikel

  • Den Publikumsjoker ziehen
  • Spielen statt Klicken – das Facebook Offline-Spiel
  • Material: “Computerspiele in der Grundschule”
  • Ein online-meta-Tool für die Bildbearbeitung…
  • Welcher Facebook-Typ bist Du?

Weitere Zusatzinfos

Pat-O-Meter