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Die Angst vor der Kritik?

Umstrittene Flughafenszene in Call of Duty: Modern Warfare 2
Heute ist es also soweit, Call of Duty: Modern Warfare 2 steht in den Regalen und wartet darauf (zumindest laut Herstelleraussage) alle Verkaufsrekorde zu brechen. An sich ist das Spiel ein ganz normaler Shooter, zweifelsohne für Erwachsene klasse inszeniert, der aktuelle, moderne Szenarien aufgreift jedoch dabei offen lässt, ob er eine Karikatur, eine reine Provokation, ein Propagandamittel oder doch ein Anti-Kriegsspiel ist. Dennoch gibt es bei MW2 einen Diskussionspunkt, der zuerst von einer Seite aus aufgegriffen wurde, von der man diesen so nicht erwartet hätte – von den Spielern selbst – ah Moment, zur Zeit eigentlich nur von deren Sprachrohr den Computerspiel-Fachjournalisten. Grund des Anstoßes ist ein Level im Spiel, in welchem der Spieler als Doppelagent mit ansehen muss (zumindest in der deutschen Version – in der Originalfassung kann der Spieler unsanktioniert selbst schießen), wie seine Kollegen auf wehrlose Zivilisten schießen und ein Blutbad anrichten.
Das Spannende für uns ist die Tatsache, dass die angesprochenen Meinungsbildner fast schon präventiv medienpädagogische Arbeit leisten, indem sie Herangehensweisen, Verarbeitungsmöglichkeiten sowie Ethik und Moral ansprechen und diese Überlegungen an die Spieler weitergeben.
Die entsprechenden Links finden Sie hier:
Aus unserer Sicht ist ist zumindest fraglich, ob das (in der deutschen Version) passive Mitlaufen dem Spieler nicht mehr Gewalt aufdrängt als die Wahl, selbst zu entscheiden wie man vorgehen möchte – zusehen ist eben nicht spielen! Oder was meinen Sie?
Warum man Medienkompetenzen nicht mehr hören kann?!?
Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragen unter dem Titel:
„Internet und Computerspiele – Wann beginnt die Sucht?“ am 03.07.2009 in Berlin
Nach dem es in den letzten Monaten etwas ruhiger um die Frage geworden ist, wie gefährlich gewalthaltige Computerspiele sind (natürlich abgesehen vom Wahlkampf-Killerspielthema), verschiebt sich die Problematik mehr und mehr in Richtung der Suchtfrage von Computerspielen, insbesondere Computerrollenspielen und noch spezieller „World of Warcraft“.
Ein Resümee zur Veranstaltung mit interessanten Aussagen zum Thema Medienpädagogik und Medienkompetenz finden Sie auf der Seite des Institut für Computerspiel – SPAWNPOINT
Innenminister auf dem “Kriegspfad”
So, nun ist es soweit, der ultimativ Schuldige für die Übel dieser Welt, zumindest die in Deutschland im Wahljahr 2009, ist gefunden – die „Killerspiele“ sollen es mal wieder sein. Fast zeitgleich zu einer Demonstration für Jugendkultur und die Anerkennung von eSport als Reaktion auf das abgesagte IFNG in Karlsruhe, beschließt die Innenministerkonferenz, dass es endlich Zeit ist „Killerspiele“ um die Ecke zu bringen – präzisiert um ein Verbot der Herstellung und Verbreitung solcher (ab jetzt ganz klar definierten) eGames.
Für uns, die wir es uns u.a. zur Aufgabe gemacht haben, zwischen Spielern und Nicht-Spielern von eGames zu vermitteln, ist der wirklich erschreckende Punkt an der Debatte der, dass demokratische Mittel genutzt werden sollen, damit wenige Nicht-Spieler für viele erwachsene Spieler eine Entscheidung treffen, nämlich die, ob sie bestimmte Spiele spielen dürfen oder eben nicht. Was zudem in den letzten Monaten alles durch die Presse geisterte, erinnerte schon ein wenig an neuzeitliche Hexenjagd. Da wurde von “Schweinefirmen” gesprochen, welche u.a. für Kriegstreiberei und Verrohung der Jugend verantwortlich seien und ‚überhaupt wollen die ja alle immer nur Geld machen‘! Zudem ist ja Kinderpornografie auch verboten, was laut einiger hochrangiger Politiker in der selben rechtlichen Ebene einzuordnen ist wie – ja genau, wie die „Killerspiele“, deren einziger Sinn darin liegt, immer so viele Menschen wie möglich zu töten und mit Knüppeln auf wehrlose Rentner los zu gehen!
Ein Kommentar zum Thema mit dem Titel “Ist WahlKAMPF ein Killerspiel?” finden Sie auf der Internetseite von Spawnpoint.
Lernen und Lehren mittels eGame
Zurzeit hat man das Gefühl, dass sich die ganze (medienpädagogische) Welt mit dem Thema Bildung und Computerspiele auseinandersetzt – soweit so gut! Interessanter Weise scheinen jedoch auch hier die Herangehensweisen unterschiedlich motiviert zu sein. Während die einen auf die schon seit Jahren mehr oder weniger (meist jedoch weniger) gelungen Edutainment-Spiele, bzw. den heute gerne genutzten Deckelbegriff ‘Serious Games’ setzen, arbeiten die anderen daran, wie man populäre, kommerzielle Spiele in Unterrichtskontexte einbeziehen kann, was man auch als eine Methode von konstruktiver Computerspielpädagogik bezeichnen könnte. Auch das, was dann letztlich vermittelt wird unterscheidet sich oftmals – purer Unterrichtsstoff vs. ganzheitliche Schlüsselkompetenzen.
Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile, welche ich hier in Ansätzen kurz darstellen möchte: Den ganzen Beitrag lesen
Kostenlose SPORE Labor Vollversion + Gewinnspiel
Normalerweise ist es nicht wirklich üblich, dass sich Medienpädagogik und Wirtschaft gut ergänzen… Im vorliegenden Fall schon:
Der Autokonzern AUDI hat in Zusammenarbeit mit Electronic Arts Deutschland einen Wettbewerb gestartet, bei dem ein AUDI für das Jahr 2025 designet werden kann. Soweit so gut. Interessant wird dies, wenn man bedenkt, dass für die Designestudie das Spore Labor von EA genutzt werden soll! Wer es noch nicht kennen sollte – mit dem Spore Labor lassen sich mit vielen Freiheiten und Kreativität die witzigsten Figuren erstellen. Von der Einzeller Kreatur, über Gebäude, Fahrzeuge, Schiffe bis zum Flugzeug und Raumschiff ist alles möglich. Soweit so viel besser! Aber der wirklich interessante Teil für die oftmals nicht unbedingt mit Geldern gesegnete Medienpädagogik ist, dass die Spore Labor Vollversion für den Wettbewerbszeitraum kostenlos runtergeladen werden kann! Wenn man bedenkt, dass das Spore Labor den 5 Jährigen genaus begeistern kann wie die 80 Jährige bleibt nur zu sagen – Wer hier nicht zuschlägt ist selber schuld
Der Link zur Wettbewerbsseite: KLICK (unter “Was ist SPORE ?” – “SPORE Labor downloaden”)
eSport – aus der Nische über den e.V. ins Bewusstsein?!?
Das Deutschland in Sachen eSport Entwicklungs- ok, sagen wir Schwellenland ist scheint zumindest dem interessierten eGamer bereits aufgefallen zu sein. Ich weiß, dass so mancher eSportler dies so nicht hören geschweige denn wahrhaben will – und das ist auch gut so! Ohne die zahlreichen Enthusiasten wäre eSport nicht da wo er gerade ist bzw. hin will. Das er sich in Deutschland dann doch entwickelt wird spätestens deutlich, wenn man sich Statistiken zu den organisierten Spielern anschaut oder die Höhen der ausgeschütteten Preisgelder vergleicht. Zudem wird auch am Nachwuchs (u.a. medienpädagogisch) gearbeitet siehe eSport Schulmeisterschaften – wir berichteten. Den ganzen Beitrag lesen
Gewaltdarstellungen in eGames ≠ höherer Spielanreiz!?
Na das ist doch mal wieder ein argumentativer Stich (bitte nur als Wortspiel auffassen
) ins Herz aller Computerspielgegner. Die weitläufige und gern dogmatisch verbreitete Meinung, dass gerade Gewaltdarstellungen in Computerspielen für einen gewissen Spielanreiz verantwortlich sind, wird nun durch eine neue Studie – zumindest in Frage gestellt. Eine medienpädagogisch, konstruktive Diskussion wird durch die Ergebnisse eher bereichert. Den ganzen Beitrag lesen
Apropos innovativ – ‘Mirror’s Edge’ ab heute auch für PC
Genremix ist ja mittlerweile schon ein alter Hut. Die Mischung aus Jump’n Run und First Person Shooter hat man jedoch auch nicht alle Tage. Aber dieser Umstand allein ist nicht die Innovation um die es bei Mirror’s Edge geht. Noch viel spannender ist die Umsetzen dieser Mischung in einer urbanen zeitgemäßen Umgebung, in welcher der Spieler von Hausdach zu Hausdach, von Vorsprung zu Vorsprung oder auch schon mal von einem Hausdach auf einen Kran springen muss – möglichst schnell und sicher. Das kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Genau, das erinnerst sehr stark an ‘Parkour‘. Für die Aktiven ist Parkour mehr als Sport – sie nennen es eine Art Lebensphilosophie, welche zugegebenermaßen bestimmte sportliche Voraussetzungen beim Traceur einfordert.
Wäre es nun nicht spannend die Schnittmenge zwischen Realität und Spiel medienpädagogisch zu nutzen? Den ganzen Beitrag lesen
Kreative Games – von wegen nur alle paar Jahre…
…schon muss ich mich selbst berichtigen
Nicht nur World of Goo hat sich dem Thema Physik gewidmet, auch Crayon Physics Deluxe tut dies in überzeugender Art und Weise und geht dabei noch einige Schritte weiter!!! Eine Mischung aus Linerider und Scribblenauts – Begeisterung!
Ach könnt ich nochmal Schüler sein und mit meinem Physiklehrer darüber streiten, ob Masse, Trägheit, Beschleunigung und wie sie alle heißen nun von Crayon Physics Deluxe korrekt oder nicht umgesetzt sind. Spaß macht die Arbeit (oder war’s Spiel
) damit definitiv, ob in der Schule oder in der Medienpädagogik. Den ganzen Beitrag lesen
Die Welt ist eine Schleimkugel!
Ja ja, alle Jahre wieder kommt da ein (zumeist von unabhängigen Entwicklern erstelltes) Spielchen, dass von allen Seiten gehyped wird – meist zu Recht!
So ist es nun auch bei World of Goo. Ein auf den ersten Blick sehr simples Spiel, wo es jedoch um Kreativität, Logik, vorausschauendes Denken und Physik geht. Hört sich erst mal wieder nach gut gemeintem Serious Game an, entpuppt sich beim Spielen jedoch als innovativer und spaßiger Zeitvertreib – fernab vom Mainstreameinerlei der eGames-Welt. Zudem ist das Spiel weit weg von der irrwitzigen Idee, dass nur mit voluminösen 3D Grafik-Engine, die jeden modernen Rechner in die Knie zwingt, der Spieler hinterm Ofen vorzulocken ist
– das Spiel läuft also auch auf älteren Rechnern. Der medienpädagogische Einsatz ist damit fast schon zwingend, ob nun als Auflockerung zwischendurch, bis hin zum Gruppenwettstreit – hier ist Einiges möglich. Den ganzen Beitrag lesen


