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Spielend motivieren: Lesen und Schreiben mit der Nintendo DS verbessern

In Deutschland gibt es 7,5 Millionen funktionale Analphabeten im Erwachsenenalter, die keine Texte lesen oder schreiben können. Wenn Betroffene nach der Schule ihre Lese- und Schreibkompetenzen verbessern möchten, steht der Spaß nicht selten hinten an. Dabei bieten interaktive Medien viel Potenzial für die Alphabetisierung von Erwachsenen.
Menschen mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen haben in ihrem Leben sehr viele negative Lernerfahrungen gemacht und brauchen positive Erlebnisse. Durch den medienpädagogischen Lernzugang entdecken Kursteilnehmer den Spaß am Lesen- und Schreibenlernen und verbessern ihre Kompetenzen.
Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung hat deshalb im Projekt iCHANCE ein Konzept entwickelt und erprobt, mit dem die Spielkonsole Nintendo DS zusammen mit dem Lernspiel “Lernerfolg Grundschule Deutsch – Klasse 1-4″ den Einzug in den Alphabetisierungsunterricht finden kann. Eine pädagogische Handreichung und der Abschlussbericht sind auf der Projektseite einsehbar.
Timm Helten ist Dipl. Pädagoge und arbeitet als Leiter des Projektes iCHANCE beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Geocaching mit c:geo
Mit c:geo möchte ich Euch eine kostenlose Geocaching-App vorstellen, welche mittlerweile in der neusten Version sogar in OpenSource Lizenz angeboten wird. Die App ist über den Android Market sowie direkt beim Entwickler als apk-File zu beziehen.
Doch nun zur App selbst: Nach der Installation und anschließendem Start der App solltet ihr Euch zunächst in den Einstellungen mit einem Geocaching.com-Account anmelden. Wer noch kein Konto besitzt sollte dies im Vorfeld erledigen. Ihr greift dann auf das entsprechende Kartenmaterial von Geocahing.com zurück und habt auch die Möglichkeit direkt in eurem Profil zu loggen/posten (Stichwort: papierloses Geocaching). Auch die Einbindung eines Go 4 Cache und Twitter-Accounts sind möglich um andere User in Echtzeit zu sehen bzw. Postings auf Twitter zu veröffentlichen.
Nach dem Start der App erwartet Euch zunächst ein transparentes Menü mit sechs Icons. Hier könnt ihr zur Live-Karte wechseln, welche euch alle in der Nähe verfügbaren Caches anzeigt. Der zweite Menüpunkt “In der Nähe” ist eigentlich ähnlich dem ersten Punkt, jedoch in tabellarischer Ansicht. Der dritte Menüpunkt beinhaltet alle auf dem Gerät gespeicherten Caches. Die restlichen Menüpunkte lassen dann noch unterschiedliche Suchoptionen zu. Als gängigste Methode wird wohl die Live-Karte eingesetzt und diese schauen wir uns auch genauer an.
fake reality – “So echt, dass wir selbst darauf reinfallen würden”
"Jim Gabour" von openDemocracy auf flickr.com (cc by-sa)
Die TV-Erfolgsstory des vergangenen Jahrzehnts waren Formate, die vorgeben, „echte“ Menschen in „echten“ Situationen zu zeigen. In Wirklichkeit überlässt man bei solchen Produktionen selten etwas dem Zufall. Im Englischen hat sich dafür der Begriff „scripted reality“ etabliert.
Wie geht einE TV-ProduzentIn vor, der/die eine Doku-Soap oder Casting Show plant und damit möglichst viel Erfolg haben möchte? Seit 2009 versetzen wir in unseren „fake reality“-Workshops eine Gruppe 13-16jährige Jugendliche in diese Situation. Ihr Auftrag: eine Reality-TV-Inszenierung zu entwickeln und umzusetzen, die möglichst echt wirkt und dabei von Anfang bis Ende durchgeplant ist. Wie solche Workshops ablaufen, das soll dieser Praxisbericht zeigen. Den ganzen Beitrag lesen
Das iPad als digitales Tonstudio – Teil 2
Dies ist der zweite Artikel der Serie “Das iPad als digitales Tonstudio“. Während es im ersten Teil um die Zutaten ging, also Hardware und Software, gehe ich hier auf die Benutzung und Bedienung von Garageband ein.
Aber zuerst ein kleiner Nachtrag in Sachen Zutaten: der Wind- und Poppschutz des Metero Mic hat sich bei den ersten Gesangsaufnahmen dann doch als weniger gut erwiesen. Daher habe ich noch einen Mikrofonständer dazu genommen, um daran das Samson-Mikro samt Poppschutz zu montieren. Sieht fast professionell aus und ist für die Gesangsaufnahmen eine prima Installation.
Für die erste Aufnahme ergibt sich also folgendes Setup:
USB-Mikro per USB-Adapter an iPad anschließen, GarageBand für das iPad starten, neuen Song starten, mit Finger zu “Audio Recorder” navigieren, drauftippen.
Mithilfe der Recorder-Einstellungen lassen sich die Spurlautstärke, Echo, Hall anpassen sowie die Spursteuerung einblenden.
Das iPad als digitales Tonstudio – Teil 1
Diesen ersten Teil der Serie “Das iPad als digitales Tonstudio” widme ich der Ausstattung und dem passenden Setup, das man für seine eigenen Audioaufnahmen im heimischen Wohn- oder Arbeitszimmer benötigt. Der zweite Teil wird dann von der ersten Aufnahme mit diesem Setup handeln, und Teil 3 beendet diese Miniserie mit einer Reihe von Tipps & Tricks, die dabei helfen sollen, die Aufnahmen noch ein wenig besser zu machen. Also, viel Spaß dabei!
An Zutaten für das eigene Tonstudio benötigt man folgenden Dinge:
Ein iPad oder iPad 2. Natürlich ist ein iPad 2 schneller und bietet mehr Speicher, aber das erste iPad ist für die Tonstudio-Zwecke völlig ausreichend.
Ein externes Mikrofon wie das Meteor Mic, das ich seit ein paar Tagen mein Eigen nenne. Das USB-Mikro von Samson zeichnet sich durch folgenden Eigenschaften aus:
- Sehr stylisches Design mit silbernem Finish im Retro-Look. Es ist wie gemacht für die schicken Produkte aus dem Hause Apple.
- Robuste Bauweise, also nicht so ein Plastik-Gedöns, wie man es oft in den Händen hält.
- Drei ausklappbare Standfüße mit Gumminoppen, was dem Mikro auf dem Tisch ein wirklichen sicheren Stand verleiht. Außerdem lassen sich die Standfüße stufenlos einstellen, sodass man das Mikro optimal aufstellen kann.
- Eine Stummtaste. Diese ist allerdings für Chats und andere kommunikative Dinge geeignet und hat mit unserem Tonstudio nichts zu tun.
- Eine Audiobuchse für Kopfhörer zum Mithören. So hat man stets eine gute Kontrolle während der Aufnahme.
- Ein Standardgewinde an der Unterseite des Mikros. Damit lässt sich das Meteor Mic an jedem Mikrofonstativ anschrauben. Das ist vor allem für Gesangsaufnahmen sehr praktisch.
- Und finally eine wirklich gute Aufnahmequalität. Das waren zumindest meine ersten Eindrücke. Ich werde sie korrigieren, falls notwendig.
Ein geeignetes Aufnahmetool für das iPad. Ich habe mich für Garageband von Apple entschieden, und habe die vier Euro bis jetzt nicht bereut. Denn neben der Möglichkeit, mit wenig Aufwand eigene Musikstücke mit einer Fülle von virtuellen Musikinstrumenten aufzunehmen, kann man auch eigene Aufnahmen mit Instrument und Gesang produzieren. Doch dazu gibt es mehr im zweiten Teil dieser Miniserie.
Und sonst? Wer nicht ständig mit einem Kopfhörer aufnehmen will, dem sei ein kleiner Lautsprecher mit einem 3,5-mm-Audiokabel empfohlen, der sich direkt am Meteor Mic anstöpseln lässt. Zum anderen benötigt man den USB-Adapter für das iPad, den es bei Apple unter der Bezeichnung Apple iPad Camera Connection Kit für 29 Euro zu kaufen gibt.
Dies ist ein Gastartikel von Michael Hülskötter und zuerst in seinem Blog erschienen. Er ist Diplom-Informatiker und Techblogger in einer Person. Hülskötter beschäftigt sich seit 1984 mit dem Thema Computer und ist seit 2004 großer Apple-Fan. Er lebt in München und betreibt dort sein eigenes Redaktionsbüro.
Audioschnitt mit Hindenburg Journalist
LZ-129 in Lakehurst. Quelle: Wikimedia Commons
[Update 17.7.2011: Offenbar gibt es keine kostenlose Variante von Hindenburg mehr. Der Hersteller bietet nur noch eine 30-Tage-Testversion und eine Edu-Version, die allerdings nur günstiger als die Vollversion ist.]
Eher duch Zufall stieß ich kürzlich auf ein ganz hervorragendes Audioschnittprogramm, dem ich hier eine ganz klare Empfehlung für die Medienpädagogik aussprechen möchte. Zugegeben – “Hindenburg” ist ein zunächst etwas verwunderlicher Name für ein Audioschnittprogramm. Die Verwunderung legt sich nach einem Besuch auf der Website des Programms beim dänischen Hersteller Nsaka: der Name spielt auf einen der prägenden Momente der Radiogeschichte an, den Bericht vom Unglück des Zeppelins “Hindenburg” 1937.
Eigentlich handelt es sich bei Nsakas Hindenburg um ein Programmpaket – einmal um “Hindenburg Journalist” , ein Aufnahme- und Schnitttool speziell für die Belange von Radiojournalisten – und den “Hindenburg Field Recorder”, eine iPhone-App zur Aufnahme und grundlegenden Bearbeitung von Audiomaterial.
Beide Programme erweisen sich als für medienpädagogische / schulische Belange allerbestens geeignet. Die Ausrichtung des Programms auf effizientes radiojournalistisches Arbeiten führt zu einem Verzicht auf überflüssige Funktionsvielfalt. Viele vergleichbare Programme (auch das ansonsten hoch geschätzte Audacity) decken auch den Mehrspurenmix z.B. von Musik ab und bringen die entsprechenden Werkzeuge mit; für das in medienpädagogischen Zusammenhängen oft realisierte Arbeiten mit kleinen Radiobeiträgen, Hörspielen usw. sind diese Funktionen oft eher verwirrend und störend. Den ganzen Beitrag lesen
VJing als Methode der Videoarbeit
"Altitude 2005, Kunsthochschule für Medien Köln" von guttertec auf flickr.com (cc by-nc-sa)
Der wirklich produktive Umgang mit Video im (Medienkunde-)Unterricht ist eine der Disziplinen, die im “normalen” schulischen Ablauf mit schöner Regelmäßigkeit an technische, organisatorische und zeitliche Grenzen stoßen. Für die Aufnahme von Videomaterial steht selten genug ausreichend Kameratechnik zur Vefügung, Videoschnitt erweist sich als äußerst zeitaufwändiger und fehleranfälliger Prozess. Dennoch ist das Erstellen eignere kleiner Videos natürlich eine reizvolle und medienpädagogisch sehr sinnvolle Unternehmung, gelingt dabei doch die kreativ-spielerische Umsetzung von sonst eher analytisch erworbenem Wissen über filmische Gestaltungsmittel.
Aus dieser Gemengelage heraus empfehlen sich diverse “reduzierte” Ansätze der aktiven Videoarbeit wie z.B. Trickfilme (in Stop-Motion-Technik als Legetrick oder Brickmovie, aber auch Strichmännchenanimationen usw.).
Mit einer Klassenstufe 8 konnte ich kürzlich einen etwas anderen Ansatz ausprobieren, nämlich orientiert am sogenannten VJing. Im eigentlichen Sinne handelt es sich dabei zu live gemischten Videoclips z.B. als visuelle Begleitung der Audioperformance eines DJ. In der Form ist das natürlich unter den oben beschriebenen Rahmenbedingungen nicht beherrschbar – aber der prinzipielle Ansatz ist sehr attraktiv: Ein Musikstück dient als Vorlage und gibt Rhythmus, Tempo etc. der visuellen Umsetzung vor; das verwendete Videomaterial besteht meist aus recht kurzen, häufig eher abstrakten Clips (sog. “Loops”). Den ganzen Beitrag lesen

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