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Super Mario im Klassenzimmer

SuperMario-StopMotion in der Medienpädagogik

Screenshot aus dem Video

Wenn das mal keine medienpädagogische Inspiration für ein Animationsprojekt zwischen Computerspiel und Video ist: Eine japanische Schulklasse hat per Post-Its und StopMotion Super Mario an die Wände ihres Klassenzimmers gebracht und damit die Realität zum Computerspiel gemacht.

Die Post-It-Technik an sich ist nicht unbedingt neu, für mich macht der Bezug zum Computerspiel und ehrlich gesagt auch der nicht professionelle Look das Video zum perfekten Beispielfilm für den Einstieg in ein Trickfilmprojekt.  [via neueslernen.org]

Computerspiele auf der Leine

Computerspiele-Geschichte in der Medienpädagogik

Screenshot von der Website

Komplexe Informationen einfach und anschaulich auf den Punkt zu bringen ist immer eine HeldInnentat und diese hier freut alle MedienpädagogInnen besonders, die sich in Projekten mit Computerspielgeschichte befassen und dafür Materialien suchen. Mauricio Giraldo Arteaga hat in seiner Videospielgeschichte-Zeitleiste viele Faktoren für die Weiterentwicklung der Spiele zusammengetragen. Das besondere daran: Die Informationen sind nach Spielen, Personen, Technologie, Firmen, Konsolen und anderen kategorisiert und lassen sich ein- und ausblenden – das alles kombiniert mit einer ausgefeilten Tastensteuerung.

Einziges Manko ist, dass alles (bisher?) nur in englischer Sprache verfügbar ist; dafür lassen sich sämtliche Inhalte innerhalb einer CC-Lizenz weiterverwenden.

Medienpädagogik und Pornografie

Medienpädagogik und Pornografie

"Mokum_Zoo.XXX" von Caneles auf flickr.com

Ich kann es nicht mehr hören! Das ätzende und scheinbar nicht totzukriegende Schlagwort von der “Generation Porno” beweist meine persönliche These, dass die MacherInnen von Tagungen und Studien in der Titelwahl so kreativ sind wie Schwarzweißkopierer. Aber auch durch endloses Wiederholen wird das Postulat dieser angeblichen “Generation” nicht wahrer. Es gibt sie schlicht und ergreifend nicht!

Das hat schon die Shell Jugendstudie 2006 in Ansätzen gezeigt, explizit untersucht und widerlegt hat das die Studie “Porno im Web 2.0. – Die Bedeutung sexualisierter Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen“. Weitere interessante Einblicke in wissenschaftliche Diskussionen zum Thema bietet die Hausarbeit von Michael Weis (PDF).

“Die Jugend” ist und bleibt gut, auch wenn Sokrates schon das Gegenteil behauptet hat und von jedem neuen Medium geradezu erwartet wird, es würde Jugendliche ins Verderben stürzen. Was Jugendliche brauchen, sind nicht neue Verbote und Sperrzonen, sondern Informationen, Begleitung, Geduld, Grenzen und Vertrauen. Sehr gelungen in diesem Zusammenhang finde ich das Dossier “Pornografie: Informationen zum Thema” von mediaculture online, weil es mit unaufgeregter Informationsarbeit einen emanzipatorischen Ansatz wählt.

Was ist Ihre Meinung zum Thema Pornografie in der Medienpädagogik? Welche Studien und Materialien fehlen hier?

Tipps für die Digitale Fotografie

Tipps für die Digitale Fotografie in der Medienpädagogik

"Backdive" von Dust Mason auf flickr.com

Die Digitale Fotografie ist sicher das präsenteste kreative Medium bei Jugendlichen und nicht wenige wollen nicht nur gut, sondern besser fotografieren. Da freut sich der/die MedienpädagogIn über alle Materialien, die er/sie den jungen FotografInnen an die Hand geben kann.

Die PH Zürich hat mit dem PDF “Eintauchen in die Digital-Fotografie” eine hervorragende Publikation herausgebracht, die genau dafür geeignet ist. Die AutorInnen erklären in der HowTo-Broschüre nicht nur Basics wie Kamerahaltung, Fokus und Bildgestaltung, sondern gehen auch ans “Eingemachte” wie ISO-Werte, Brennweiten und Blende.

Das Handy in der Schule

Handys in der Schule und Medienpädagogik

"mobile phone - conference image" von xristine_faulkner auf flickr.com

Das Handy ist ein bedeutendes Medium für Jugendliche und spielt daher auch in der Schule eine immer größere Rolle.

Das Dossier “Handy im Schulfeld” der PH Zürich enthält Vorschläge für den Unterricht und weist auf verschiedene Materialien und Hintergrundinformationen zum Thema Handy in der Schule hin: praxisbezogene Literatur, Handreichungen, Hintergrundliteratur und Links. Die Publikation kann als PDF heruntergeladen werden.

Mediaculture online stellt ebenfalls eine umfangreiche Sammlung an Materialien, Konzepten und Ideen für den Handyeinsatz im Unterricht zur Verfügung.

[Dank für den Dossier-Hinweis an Mandy Schiefner]

Urheber? Werk? Urheberrechtsgesellschaft?

Urheberrecht in der Medienpädagogik

Screenshot aus einem Video

So lange es noch existiert, bleibt das Urheberrecht gerade in der Medienpädagogik ein wichtiges Thema. Bei allen guten Materialien, die dazu veröffentlicht werden, sind zentrale Begriffe für NichtjuristInnen nicht leicht zu verstehen: Was ist einE UrheberIn? Was ist ein Werk? Was ist eine Urheberrechtsgesellschaft?

Einen einfachen Weg zum Urheberrechtsverständnis hat die Autorenvereinigung CISAC geschaffen. In drei unterhaltsam, spannend und informativ gestalteten Videos im Comicstil werden die drei genannten Begriffe sehr gut erklärt. Wie geschaffen für den nächsten Vortrag oder Projektinput.

[via PriorMart Blog]

Urheberrecht zum Anfassen

Urheberrecht in der Medienpädagogik

Screenshot von iRights.info

Auch im digitalen Zeitalter darfs für MedienpädagogInnen ab und zu mal was gedrucktes sein: zum Nachschlagen, Schmökern, Mitnehmen.

Seit diesem Frühjahr gibt es das geballte Wissen der Website iRights.info zum Urheberrecht in der digitalen Welt als Buch – in gedruckter und digitaler Form. Die Publikation kann bei iRights heruntergeladen und bestellt werden.

Photoshop-HowTo Roundup

Photoshop Tutorials in der Medienpädagogik

"mujer 2?" von Mauricio Concha auf flickr.com

Die Photoshop-Welt ist höchst dynamisch: Das Bildbearbeitungsprogramm entwickelt sich zum Einen erstaunlicherweise immer noch weiter, zum Anderen machen UserInnen immer wieder neue, abgefahrene Dinge damit. Da lohnt es sich, für das nächste medienpädagogische Fotoprojekt immer ein Auge auch auf die Handbuch- und Tutorialszene zu werfen.

Ich bin in jüngster Zeit mal wieder fündig geworden: Dr.Web stellt 41 Photoshop-Tutorials für schöne Fotoeffekte zusammen, darunter Spiegel- und Perspektiveneffekte, Lichtstreifen, Retusche, Fotomontagen undundund. Galileo Design hat sein Handbuch zu Photoshop CS4 als OpenBook ins Netz gestellt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Neue Präsentationen voraus

Ahead für Präsentationen in der Medienpädagogik

"stop ahead sign" von Benimoto auf flickr.com

Prezi beseitigt zwar nicht die Grundprobleme von beamergestützten Präsentationen, bringt aber gegenüber den “linearen” Programmen PowerPoint und Keynote einen Kreativitäts- und damit auch Aufmerksamkeitsgewinn. Entsprechend wird es in der Medienpädagogik und darüber hinaus als Hoffnung für Präsentationsgeplagte gehandelt.

Mit Ahead.com macht sich seit einigen Monaten ein Konkurrent auf, der ähnliche Funktionalitäten verspricht und an einigen Stellen sogar besser sein möchte. netzwertig.com hat einen Vergleichstest gemacht und stellt dem neuen Angebot ein tendenziell gutes Zeugnis aus. Klingt vielversprechend und macht Lust auf den ersten eigenen Test. Haben Sie schon Erfahrungen mit Ahead?

Erfrischende Frischfilme

Frisch! von psd auf flickr.com

Medienpädagogik und die freie Filmszene gehören einfach zusammen, das wird mir immer wieder bewusst: Nicht nur können Videoprojekte für Jugendliche ein Einstieg in das FilmemacherInnendasein bedeuten, die Produkte der freien Szene sind gleichzeitig immer wieder schöne Inspirationen für die medienpädagogische Arbeit.

Jüngstes Beispiel für letztere Verbindung ist die Filmcommunity “frischfilm” des Schweizer Fernsehens. FilmemacherInnen können dort ihre Werke hochladen, die Community bewertet sie und bringt die besten ins Fernsehen. Heraus kommt eine grandiose Sammlung medienpädagogischer Inspirationen — und vielleicht ja auch ein Sprungbett für die Filmstars von morgen.

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