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TiltShift selbstgemacht
TiltShift-Fotos und ihre Miniaturwelten (schöne Beispiele hier (Foto&Video) und hier (Foto)) haben eine tolle Ausstrahlung und passen auch in die aktuelle Retro-Ästhetik. In der Medienpädagogik können sie daher ein mögliches Gestaltungsmittel für Websites sein – und weil die wenigsten TiltShift-Objektive haben auch ein Anlass sich mit Bildbearbeitung auseinanderzusetzen: Ein sehr gutes (und deutschsprachiges) Tutorial für Photoshop findet sich bei spiegel.de, ein englischsprachiger Klassiker hier.
Photoshop-Tutorials für “falsche” Tilt-Shift-Fotografien sind nicht unbedingt was neues, dafür aber die Online-Angebote für Situationen, in denen es mal schnell gehen muss: Der TiltShiftMaker bietet nach drei Klicks und rudimentären Anpassungen schnelle und gute Ergebnisse. Ausgefeilter aber auch komplexer ist der TiltShift Generator. Letzteren gibt es auch für das iPhone, sehr gut und auch offline nutzbar ist die iPhone-App Tiltshift.
Eine Suchanfrage sagt mehr als 1000 Worte
Wenn wir in allen möglichen (Alltags)Situationen das Internet bemühen, dann lassen sich alleine mit Screencasts in Kurzfilmen ganze Geschichten erzählen. Das zeigt mir ein Google-Werbeclip, auf den mich Uwe Klemm aufmerksam gemacht hat und die für mich die medienpädagogische Inspiration der Woche ist.
Mir fallen einige Anwendungen in medienpädagogischen Videoprojekten ein:
- Die Darstellungsform eignet sich hervorragend, um komplexe/abstrakte Geschichten oder Inhalte zu erzählen.
- Erweitert auf alle Internet-/Browseraktivitäten lassen sich Mediengewohnheiten/-phänomene genauso wie Alltagsgeschichten im Web2.0 erzählen. Beispielsweise kann eine Lovestory mit Facebook-Screencasts erzählt werden.
- Wenn eine Geschichte auf Suchanfragen oder Web2.0-Aktivitäten eingedampft wird, ist das einerseits eine sportlich-intellektuelle Übung, auf der anderen Seite kann das ein Anlass sein, das eigene Medienhandeln zu reflektieren.
Eine Idee mehr, die ich bald mal gerne ausprobieren würde. Haben Sie Erfahrungen mit dem Ausdrucksmittel?
Strichmännchen animieren
Strichmännchen sind ein Segen für alle, die nicht zeichenbegabt oder -geübt sind. Auch in der Medienpädagogik haben sie daher ihren Platz, zB. beim Einstieg in die Animation bzw. bei einfachen Bewegungsstudien von Menschen: Die Animation von Strichmännchen (engl. “Pivot Stick Figure Animation”) ist immer ein guter Einstieg in die Trickfilmproduktion und ein gutes Übungsfeld in Animationsprojekten.
Zwei kostenlose Programme erleichtern die Pivot Stick Figure Animation immens: “Pivot Stickfigure Animator” (Windows) und “Stykz” (plattformübergreifend) lassen Kinder und Jugendliche fast spielerisch die Animation erlernen und liefern schnelle Ergebnisse. In diesem Sinne: Let the animations begin!
Kennen Sie noch weitere Programme? Ergänzen Sie den Artikel einfach mit einem Kommentar.
Das Internet entdecken

"Web 2.0" von gualtiero auf flickr.com
WebQuests oder InternetRallyes sind eine bewährte und beliebte Methode, um mit Kindern und Jugendlichen spezifische Themen im Internet zu bearbeiten und/oder ihre Medienkompetenz im Bezug auf Webtechnologien zu fördern. Insofern ist es fast schon erschreckend, dass in fast vier Jahren Medienpädagogik Praxis-Blog bisher kein Artikel dazu erschienen ist.
Ein guter Anlass, das zu ändern, ist die “WebQuest über WebQuests“, eine Internetrallye, die für (Medien)PädagogInnen die Methode sehr gut aufbereitet. Weitere gute Informationsquellen zu dem Thema sind die entsprechenden (schulbezogenen) Dossiers von Lehrer-Online und aus der LehrerInnenfortbildung BaWü. Neben Wordpress ist der WebQuest Wizard aus der Schweiz ein vielversprechendes Instrument zur Erstellung von Internet-Rallyes.
Kennen Sie noch weitere Ressourcen zum Thema? Ergänzen Sie die Liste mit einem Kommentar.
Was Sie schon immer über Videoprojekte wissen wollten…
Aktive Videoarbeit hat zu recht Konjunktur, viele KollegInnen arbeiten neu mit der Methode und wünschen sich grundlegende Informationen und Praxistipps rund um Videoprojekte. Meine KollegInnen vom Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz und ich haben dazu die Broschüre “Klappe eins, die Erste” publiziert, die ein Nachschlagewerk für den Einstieg in die Videoarbeit mit Jugendlichen sein soll.
Die Publikation bietet die pädagogischen und filmischen Grundlagen für ein Videoprojekt: Konzept, Ablauf, Drehbucharbeit, die Dreharbeiten, Schnitt – genauso wie ein komplettes HowTo. Daneben enthält sie viele kleine Praxistipps, die das MedienpädagogInnenleben erleichtern.
Seit kurzen ist die Broschüre auch kostenlos online verfügbar: Auf der Projektewebsite des Instituts für Medienpädagogik gibt es das PDF zum Download (1,1MB).
Spezialeffekte und Equipment selbst gemacht

Screenshot aus "Elio"
Manchmal darfs bei medienpädagogischen Videoprojekten auch mal etwas mehr sein – wenn der Geschichte ein Spezialeffekt gut tut oder Jugendliche sich an Kamerafahrten mit einer einfachen Steadycam ausprobieren möchten.
Für solche Momente – oder einfach zur Selbstbildung – sind mir zwei gute Recherchemöglichkeiten über den Mauszeiger gelaufen:
- Backyard FX bietet kleine Videotutorials zu einfachen Spezialeffekten inkl. Materiallisten, Schnittempfehlungen – und auch Bastelanleitungen, etwa zu einfachen Steadycams,
- die Vimeo Film School hat ein ähnliches Angebot, konzentriert sich dabei vor allem auf Produktionstipps und richtet sich eher an Profis.
Im Vimeo Channel finden sich ab und zu auch schöne Beispielfilme – und so gibt es auch diese Woche eine medienpädagogische Inspiration zum Wochenende: “Elio” – ein StopMotion-Film, gemacht mit Pappfiguren.
(K)Eine Animation erstellen mit Memoov

Screenshot eines Memoov-Videos
Manche Dinge sind echt gar keine Empfehlung wert. Aber auch das kann eine hilfreiche Information für LeserInnen sein, deswegen berichte ich dann doch vom Praxistest des Online-Animationstools “Memoov“: Ähnlich wie GoAnimate versprechen die MacherInnen des Tools schnell und einfach erstellte coole Animationen im Flash-Zeichenstrick-Stil. Auf den ersten Blick ist die Website auch vielversprechend: einige Locations, viele Chraktere und damit vielfältige Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen und zu animieren; darüber hinaus können die Animationen mit selbst eingesprochenem Ton unterlegt werden.
Dann hat für mich aber schon der Spaß aufgehört: Die Bedienung finde ich alles andere als intuitiv, die Dokumentation ist schlecht (und auf Englisch, also für Jugendliche eh nur bedingt geeignet), es muss viel herumprobiert werden mit fragwürdigen Ergebnissen. Dass die Produkte nach all dem Frust auch noch bei youtube publiziert werden, erhöht den Spaßfaktor nicht unbedingt.
Von daher meiner Meinung nach für die Medienpädagogik ungeeignet und allenfalls einen zweiten Blick wert, wenn die Beta-Phase vorbei ist. Was meinen Sie?
Saudumme Fragen, saugute Tutorials

Screenshot aus dem Tutorial
Videotutorials können auch richtig Spaß machen. Das zeigt Ulf Ligniez mit seinen liebevollen Animationen, die gleichzeitig auch inhaltlich gut und lehrreich sind. Mit seiner Reihe “Saudumme Fragen” führt er unter anderem in Programme wie Photoshop und “Super” ein und setzt dabei Standards: Die Animationen selbst sind sehr gelungen, die Nachvertonung hervorragend mit einem sehr guten Sprecher, das Konzept schlüssig, unterhaltsam und oft auch sehr lustig.
In diesem Sinne ist mein Favorit “Saudumme Fragen 01 – Videos umwandeln mit Super” kein medienpädagogisches Beispielvideo im engeren Sinne, sondern vor allem gute und lehrreiche Unterhaltung für MedienpädagogInnen, ein Tutorial für alle Fälle – und eine Inspiration, sich auch mal anders an Tutorials zu wagen. Viel Spaß!
YouTube im Handumdrehen auf der Festplatte

"3 Mosaic" von Leo Reynolds auf flickr.com
Gerade rund um Videoprojekte in der Medienpädagogik gelüstet es eineN immer mal wieder, Videos von YouTube als Datei auf einer (Offline-)Festplatte zu haben. Für diese Momente gibt es zahlreiche Online-Angebote, die die Konvertierung schnell und unkompliziert vornehmen – wenn mensch sie denn gefunden hat. Ich muss nämlich immer wieder scharf überlegen, wie denn die tolle Konvertierungsseite von neulich hieß.
Das ist nun vorbei, denn dank 3outube.com ist die Konvertierung nach zwei Tastenklicks erledigt – und ohne Grübeln. Das einzige, was zu tun ist, ist das “y” in der YouTube-VideoURL mit einer “3″ zu tauschen. Genial einfach.
[Dank an René Scheppler!]





