Drehbücher schreiben – einfach und schön

Drehbuchschreiben in der Medienpädagogik

Screenshot aus dem Texteditor

Ausführliche Drehbücher nach allen Regeln der Kunst sind bei Videoprojekten in der Medienpädagogik eher selten, aber immer wieder gibt es Prozesse, wo Jugendliche lernen möchten, wie das funktioniert – und wie ein Drehbuch aussehen sollte. Für solche Momente ist es gut, “Fountain” im Blick zu haben.

Fountain ist nicht etwas ein Drehbucheditor, sondern eine Markdown-Syntax. Damit ist es möglich, in jedem einfachen Texteditor ein Drehbuch nach bestimmten Regeln “runterzuschreiben”. So bleibt der Text einerseits lesbar, kann aber von bestimmten Programmen oder Websites konvertiert werden.

Fountain hat sich mittlerweile zu einem Standard entwickelt und vereinfacht daher nicht nur kreative Prozesse in der Medienpädagogik, sondern ist für Jugendliche, die mit einem FilmemacherInnen-Beruf liebäugeln, auch eine sinnvolle Qualifikation.

Eike Rösch
Verfasst am 13.03.2012

2 Kommentare

  1. Heiko Walter am 13.03.2012:

    Hallo, ein in dieser Richtung sehr zu empfehlendes Programm ist celtx. Das Programm beherrscht neben der branchenüblichen Formatierung eines Drehbuches weitere Tools für ambitionierte Videoprojekte.

    Besonders gelungen ist m.E. die Integration weiterer sehr nützlicher Tools. So kann man Storyboards anlegen, mit eigenen Skizzen versehen und aus einer (in der Freeware begrenzten) Galery schon einmal den Aufbau am Set planen.

    Über einen Account beim Hersteller lassen sich auch kollaborative Projekte umsetzen. Ich nutze das Tool gerade bei einem Schulvideoprojekt, bei dem die Schüler über einen Zeitraum von 6 Monaten mit dem Programm Ideenfindung, Drehbuch, Storyboard und Setplanung umsetzen.

    Das Programm ist außerdem für alle drein Betriebssysteme verfügbar.

    Gruß Heiko Walter

  2. Uwe am 14.03.2012:

    Danke für die Empfehlung! Der Ansatz als markup ist überzeugend, muss man unbedingt mal testen.
    Wir haben auch schon mit etlichen Editoren experimentiert. Wünschenswert sind oft Funktionen zum kollaborativen Schreiben von drehbüchern – grad in schulischen und Jugendarbeitsprojekten. An celtx bin ich seinerzeit (ist aber schon ein Weilchen her…) abgeglitten, war ziemlich übermotorisiert für kleinere Projekte und nicht sehr intuitiv. Heikos Empfehlung könnte darauf hinweisen, dass sich was geändert hat – ein neuer Blick darauf steht jetzt auf der to-do-Liste :-)
    Wenns quick&dirty sein soll, genügt oft ein entsprechendes Template zB für GoogleDocs, ähnlich etwa dem Storyboard-Template unter http://www.drezac.com/2009/10/google-apps-for-class-storyboard.html. Damit wär kooperatives Arbeiten gut möglich.
    Richtig lecker ist m.E. Plotbot http://plotbot.com, ein richtig schönes kollaboratives Web 2.0-Tool speziell zum Drehbuchschreiben. Das Einarbeiten könnte ein wenig intuitiver sein, aber dann macht das Arbeiten mit dem Tool richtig Freude. Am Ende muss noch nichtmal unbedingt ein echter Film rauskommen – screenplays als Textform sind zum Beispiel beim kreativen Schreiben ziemlich spannend. Vgl. http://eventualitaetswabe.de/?p=289

    Danke nochmal für den Tipp!
    Uwe

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