Twitterwalls erstellen und moderieren
Immer wenn irgendwelche Menschen auf Tagungen von Medienkompetenz oder Internet sprechen, fällt der Begriff Twitter. Viele von Ihnen kennen Twitter, ein Microblogging-Dienst, der von den Einen in den Himmel gelobt, von den Anderen als überflüssiges und unübersichtliches Web-Instrument abgetan wird. Aber zwischen Heilsbringer und Teufelszeug gibt es noch eine ganze Menge an Möglichkeiten, Twitter als hoffentlich bald “normales” Instrument der Beteiligung und Kommunikation einzusetzen.
Eine dieser sinnvollen Beteiligungsmöglichkeiten ist z.B. der Einsatz einer Twitterwall. Auf dieser im Browser dargestellten (und auf einer Projektionsfläche abgebildeten) Seite werden lediglich die Tweets angezeigt, die mit einem bestimmten Merkmal gekennzeichnet sind, z.B. einem Hashtag (#). So besteht also für alle Twitter-User die Möglichkeit, sich ortsunabhängig an einer Diskussion oder einem Beitrag zu beteiligen. Auf der Seite pb21.de gibt es einen tollen Artikel über die Möglichkeit, eine solche Twitterwall einzurichten und sinnvolle Tipps für deren Verwendung und Moderation.
Besonders interessant dürfte die Frage sein, welche Hilfsmittel sinnvoll sind, um nicht nur die Beteiligung der Zuhörer, sondern auch die Qualität der Diskussion zu verbessern. An dieser Stelle geht dann die Frage an die Twitterwall-Profis unter den LeserInnen. Welche Tipps können Sie den Menschen geben, die zum ersten Mal eine Twitterwall einsetzen möchten?



2 Kommentare
Klaus am 16.01.2012:
Guten morgen, also ich habe bei einer Twitterwall folgende Erfahrungen gemacht:
Die Wall sollte so stehen, dass auch die Leute auf dem Podium sie sehen, da sonst die Twitterwall nur ein Medium für die Gäste ist, aber nicht für die Menschen auf dem Podium.
Viele Grüße
Klaus
Andrea Mayer-Edoloeyi am 17.01.2012:
Meine Erfahrung ist auch, dass es wichtig ist, dass die Personen, die vorne stehen auch Einblick in die Twitterwall haben, sei es mit 2 Wänden oder einfach am Laptop oder iPad oder so. DiskutantInnen und Vortragende sollten darum auch über die Twitterwall im Vorfeld Bescheid wissen.
Zudem gibts immer wieder das praktische Problem, dass trotz Ausprobierens der verschiedenen Tools die Schrift oft nicht gross genug ist zum Lesen von der Ferne. Dann wird es aber sinnlos. Insofern braucht es einfach einen guten Beamer und eine grosse Leinwand. Da es aber halt auch oft Slides oder Prezis zum Beamen gibt, muss es die Raumsituation zulassen, was manchmal durchaus tricky sein kann.
“Moderieren” aus der Überschrift würde ich auch gerne noch aufgreifen. Ich finde es gut und sinnvoll, wenn jemand von den VeranstalterInnen das im Blick hat und mittwittert, aber jegliche Form von Zensur ist kontraproduktiv. Wer es nicht aushält, dass da auch ab und an harsche Kritik kommen kann, der/die sollte es lieber blieben lassen, das ist weniger peinlich.
Vorteil einer Twitterwall ist, dass die Kommunikation im Raum präsent ist und es auch für Menschen, die nicht vor Ort sind, eine Möglichkeit eröffnet, sichtbar teilzuhaben. Und die Twitterei fördert einfach auch die Vernetzung zwischen den Teilnehmenden und bietet auch oft Hintergrundinfos über Links. Ich mag das sehr gerne, aber würde mir immer gut überlegen, ob es zur jeweiligen Veranstaltung passt.
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