QR-Codes in der Medienpädagogik

Viele haben sie bestimmt schon einmal irgendwo gesehen, diese viereckigen Symbole – und waren dann verwundert, wenn irgendwelche Leute ihr Smartphone darauf gerichtet haben. Die Rede ist von einem Quick Response Code, kurz QR-Code. Ursprünglich von einer japanischen Automobilfirma für die Markierung von Baugruppen konstruiert, findet diese Technik ihren Einzug in die Medienarbeit. Wie bei einem Barcode, den wir alle vom Einkaufen her kennen, können nämlich bestimmte Informationen in so einem QR-Code hinterlegt werden, z.B. ein Link, eine Telefonnummer, eine komplette Visitenkarte etc., die dann über eine Scanner-App eingelesen wird.

Ich selber nutze zum Erstellen der QR Codes den kostenlosen Generator GOQR.me. Hier ist es nämlich auch möglich, seine eigenen Kontaktinformationen in einem Code zu hinterlegen, was vielleicht für den Einen oder Anderen eine Idee für seine Visitenkarte oder einen Briefkopf sein könnte. Zum Lesen der Codes verwende ich die kostenlose Red Laser App, die für Android und iOS zur Verfügung steht. Sicher gibt es aber viele weitere kostenlose Apps, die Sie gerne im Kommentarfeld ergänzen können.

Interessant könnten diese QR-Codes vor allem aber auch für medienpädagogische Outdoor-Aktivitäten sein. Hier könnten die Codes z.B. GPS Koordinaten für eine Stadtralley oder konkrete Adressen für die nächsten Hinweise beinhalten. Aber lassen wir mal die Profis zu Wort kommen: Finden (und wenn ja wo?) QR-Codes bereits Verwendung in Ihrer Arbeit?

13 Kommentare

  1. Phosphatfrei am 22.11.2011:

    QR-Codes bei der GPS-gestützten Schnitzeljagd, tolle Idee, habe ich beim lesen des Artikels spontan gedacht. Wenn ich mir die Handyausstattung unserer jüngeren Besucher ansehe, muss ich den Gedanken noch einige Jahre reifen lassen. Zumindest so lange, bis die Jugendlichen flächendeckend über Handys mit Android oder iOS verfügen. Solche Smartphones haben bislang nur die Älteren. Aber bis dahin gibt es dann sicher auch Akkus, die eine ganze Geocaching-Tour durchhalten. Das ist nämlich momentan der zweite große Nachteil, den ich bei der Verwendung von Smartphones bei Outdoor-Aktivitäten sehe. Aber wir wollen uns ja auch noch auf morgen freuen können. ;-)

  2. Kelvin Autenrieth am 22.11.2011:

    QR-Codes eignen sich hervorragend für alle Spielarten von Location-Based-Games oder auch Alternate-Reality-Games. Ich habe für ein auf intergenerative Kooperation ausgelegtes ARG vor einiger Zeit QR-Codes verwendet, was sich als recht praktikabel erwiesen hat. Zum einen lässt sich damit das Spiel gut strukturieren: Intuitiv wird beim finden eines Codes klar, dass es sich auch um einen solchen handelt. Auch bei eher älteren und medienunerfahrenen Menschen. Dazu lassen sie sich Papiercodes auch einfach in mehrere Teile zerschneiden und anschließend wieder zusammenkleben – für die Bilderkennung kein Problem.
    Für Games sind sie durch ihre variablen Inhalte dazu in mehreren Weisen zu gebrauchen, da sie neben dem Text auch einfach Links (Und damit quasi jeden anderen Inhalt transportieren) können.
    Ich habe das Tool QuickMark auf einem Notebook benutzt. Das Programm ist puristisch gehalten und intuitiv zu bedienen.

  3. Michael am 22.11.2011:

    hi, wir haben uns über Fördergelder vom Kreis und Land im letzten Jahr drei Galaxy Tabs gekauft und verwenden auch QR Codes gerne für o.g. Events und Aktionen.
    Auch unsere Jugendlichen haben fast alle einen Androiden, die gibt es ja schon ab 100Eur. Die Idee mit dem Briefkopf finde ich echt gut, werds mal vorschlagen…

  4. VKetter am 22.11.2011:

    In zahlreichen medienpädagogischen Projekten setzt die Jugendabteilung “wi&you” (Wiesbaden) QR-Codes seit 2008 wie u.a. in “IJAB e.V.: Jugend online: Herausforderungen für eine digitale Jugendbildun” berichtet ein. In unterschiedlichen Kontexten, als mobiles Lernen mit Geocaching-Funktion & allein stehend gebe ich diese gesammelten Erfahrungen an Multiplikatoren weiter (Kultur- u. Kunstguides, Beratungsstellenführer, Leseförderungsgimmik etc.). Ich habe auch auf meiner Visitenkarte einen QR Code.

  5. Daniel am 23.11.2011:

    Hallo,

    die QR-Codes eignen sich natürlich auch für Outdoor-Games. Aber sie ermöglichen einem vor allem auch dort, wo GPS nicht funktioniert, also drinnen, die Medienrallyes, Bildungsrouten oder wie auch immer man die Location-Based-Games nennen mag, fortzusetzen.

    Unter qrgame.medialepfade.de haben wir uns eine Plattform für QR-Games geschaffen. Mit einem WordPress, mobilen Theme und einem Kommentar-Feld-Plugin haben wir so mit einfachen, technischen Mitteln eine mobile Spielplattform, die wir einfach erweitern und immer wieder neu bespielen können.
    Dazu gibt es auch noch Aufkleber, Rollups und verschiedenste andere QR-Codes mit statischen Web-Adressen, die wir dann aber immer wieder neu auf die Spielseiten umleiten können.

    Bei Interesse kann ich das gerne mal ausführlich beschreiben.

    Anwendung fand das auf der Gamescom, bei den Intel Friday Night Games in über zehn Städten, dem MB21-Festival usw., ist also ganz gut erprobt :-)
    Und bietet vor allem eine Menge Potential, die Spielform weiter zu denken, die Formulare über freie Eingabe-Möglichkeiten oder Checkbox-Abfragen haben meistens gut funktioniert – aber bei stabilen, schnellen Internetverbindungen ist da natürlich eine Menge mehr drin..

    Viele Grüße
    Daniel

  6. Roger am 02.12.2011:

    Hallo,
    Schaut Euch doch einmal Scanvenger an: http://scanvenger.kaywa.com
    Bei Interesse, könnt Ihr Euch direkt bei uns melden.
    Am besten via Mail roger.fischer@kaywa.com oder Skype roger.fischer
    Beste Grüsse
    Roger

  7. Eike Rösch

    Eike Rösch am 02.12.2011:

    Danke für den Hinweis. Das unklare Preismodell hält mich aber schon davon ab, auch nur testweise das Angebot auszuprobieren. Mehr Infos auf der Website wären gut.

  8. Tobias Driewer am 11.12.2011:

    Also eigentlich wollte ich nur ein wenig Erfahrung mitteilen, aber erstmal ein Link:
    http://code.google.com/p/zxing/ damit lassen sich die QR Codes offline am PC erstellen, auslesen etc.

    Erfahrung 1: Wir machen seit bereits zwei Jahrn eine Art QR-Code Rallye durch unsere Gemeinde. Man kann es auch als Touristenführung sehen. An allen schönen Plätzen oder Gebäuden, sowie historischen Stätten finden sich diese Codes. Innerhalb des Codes befinden sich dann Tipps, Erklärungen und immer zwei Neue Anlaufpunkte mit Koordinaten und einer kleinen Wegbeschreibung. Wir haben bisher zwar wenig, aber wenn dann, positive Resonanz erhalten. Zudem veranstalten wir gelegentlich Geocaches in denen auch QR Codes vorkommen und haben innerhalb der Einrichtung QR Code Gedichte versteckt. Es ist eine Nette Spielerei, die allerdings auch negativ genutzt werden kann. So haben es zum Beispiel einige Schüler geschafft QR Code Spickzettel zu erstellen.

    schönen dritten Advent :-)

  9. Harald am 19.12.2011:

    Hallo,
    ein sehr interessanter Beitrag und informative Kommentare. Ein interessanter Ansatz ist, QR Codes für eine Stadtrallye und für Events zu verwenden. Die Meinung von Phosphatfrei oben kann ich nicht teilen; bin eher der Ansicht, dass bereits sehr viele Jugendliche Smartphones besitzen. Ok, die Akkuleistung ist generell verbesserungswürdig.

    QR Codes begegnen einem in der Praxis immer häufiger und die Unternehmen in Deutschland entdecken so allmählich das QR-Code-Marketing. Auf meinem Blog habe ich ein schönes Beispiel eines Immobilienmaklers veröffentlicht.

    Bei Interesse freue ich mich über euren Besuch auf
    http://www.qrcode-erstellen.com

    Dort gibt es jede Menge Informationen zu den Themen QR Code erstellen, deren sinnvolle Verwendung sowie zum Bereich mobile Webseiten.

    Freundliche Grüße
    Harald

  10. Tobias Albers-Heinemann

    Tobias am 22.12.2011:

    als kleine Ergänzung der Link zu einer App, die mittels QR Code den Zugang ins eigene W-Lan Netz erlaubt. Freunde können dann den Code scannen und haben dann die Wlan Zugangsdaten… Leider nur für Android… https://market.android.com/details?id=com.sudomakemeanapp.wifiqr

  11. Ulrich Tausend am 15.05.2012:

    Letztes Jahr wurde die PS3 in unserem Jugendzentrum geklaut. Ein gemeiner Scherge namens GANGSTA hatte stattdessen nur einen Entführerbrief mit kurzem Text und einem QR Code hinterlassen. Praktisch, dass wir gerade an dem Tag 5 Smartphones ausgeliehen hatten. Die QR Codes leiteten auf Google Formularseiten. Sehr einfach zu erstellen:

    https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dEluT0JoMzExZWdCUUV6ZkpwYnk0MGc6MQ

    Ich habe so das Gefühl, dass GANGSTA bald wieder zuschlägt…

  12. Ulrich Tausend am 15.05.2012:

    Der Url Shortener Tiny.cc bietet an, dass man für verkleinerte Urls gleich einen QR Code anlegen kann. Den Ziel des Codes kann man im Nachhinein verändern.
    http://tiny.cc/qrcodes
    Ganz praktisch.

  13. Praxistipp: Nacht-Lesemodus bei iOS Geräten für alle Apps auf Knopfdruck | Medienpädagogik Praxis-Blog am 24.05.2012:

    [...] nächtlichen Abenteuerspiels mit einer Jugendgruppe. Eingesetzt werden können hier natürlich QR-Codes oder GPS Koordinaten oder was Ihnen sonst noch so alles einfällt. Auf jeden Fall muss sich die [...]

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