Mai 2010 »

Für die eigene Vortragskompetenz

Gut Präsentieren in der Medienpädagogik

"overhead projector" von tango.mceffrie auf flickr.com

Reflektiert, effektiv und interessant zu präsentieren gehört zu den Kernkompetenzen eines/einer (Medien)PädagogIn, der/die auch immer wieder Vorträge bestreitet. Daher gehört das Thema zu meinen Faibles und ich habe in den vergangenen Monaten wieder einige Links gesammelt, die helfen, an der eigenen Kompetenz zu feilen.

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Soziale Netzwerke: Was passiert da?

Facebook in der Medienpädagogik

Screenshot aus "Facebook trifft Realität"

Gerade Eltern haben oft ein Problem damit, zu verstehen, warum sich ihre Kids in sozialen Netzwerken tummeln. Auf diversen Elternabenden muss dann oft die Analogie “Poesiealbum” oder “Freundebuch” herhalten. Das Video “Facebook trifft Realität” kann dazu beitragen, näher zu bringen, WAS! sie dort machen.

Das Video zeigt plakativ die aus Erwachsenensicht eher unsinnigen und zeitraubenden Seiten sozialer Netzwerke und kann als Gesprächseinstieg für folgende Frage dienen: Was haben die Eltern früher für unsinnige Dinge gemacht, um sich auszuprobieren, zu profilieren usw. Das hilft, um die Eltern ein Stück näher in ihre Jugend zurückzubringen und den (medienpädagogischen) Erziehungsalltag entspannter zu gestalten. Das Video ist auch genial als Impuls für medienpädagogische Projekte und die Reflexion mit den Kids über den eigenen “Netzwerkkonsum”.

Dies ist ein Gastbeitrag von Thorsten Belzer.

Thorsten Belzer ist selbständiger Medienpädagoge und arbeitet im Raum Karlsruhe. Neben seinem mobilen Trickfilmstudio für Schulen, Kindergeburtstage und Feste, führt er Video- & Audioworkshops für Jugendliche sowie Elternworkshops zum Thema Soziale Netzwerke durch. Mehr unter www.belzer.de .

Samsung Pixon M8800 Fotohandy: Gute Bilder zum kleinen Preis

Fotohandys werden immer beliebter – nicht nur bei Jugendlichen. In letzter Zeit finden sie vor allem auch ihren Platz in der medienpädagogischen Arbeit. Kurze Videoclips, Fotos mit GPS-Daten für Geocashing oder andere Outdoor-Projekte, die Liste der Anwendungsmöglichkeiten ist lang.

Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle das Pixon M8800 Handy von Samsung vorstellen, welches in meinen Augen eine sehr gute Bildqualität zu einem sehr akzeptablen Neupreis ab 220 EUR liefert. Zum ersten Mal wurde nämlich nicht probiert, ein Handy mit einer Kamerafunktion auszustatten, sondern eher eine Kamera mit einem Telefonmodul zu erweitern.

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Mein Avatar und ich

Aus einem Workshops vom 30.5.2010 beim Goldenen Spatz in Erfurt

Aus einem Workshops vom 30.4.2010 beim Goldenen Spatz in Erfurt

Konzept für 2 Unterrichtseinheiten, ab 6. Klasse

Neues Unterrichtskonzept in der Artworks-School (für 2 Unterrichtseinheiten, ab 6. Klasse) Die Verbindung zwischen Mensch und seiner selbsterschaffenen Spielfigur (dem Avatar) steht im Vordergrund des 90min. Projekts: Wer möchtest du sein? Wer möchtest du nicht sein? Wie sehen dich andere? Was von dir selbst steckt in deinem Avatar? Hierbei wollen wir uns mit den Unterschieden von Spielwelt und Alltagswelt befassen, wollen hinterfragen, was Avatare von Spielern unterscheidet und was sie miteinander verbindet. Da die Spieler bei der Gestaltung ihrer Avatare immer auch ihre Kreativität nutzen, werden die Figuren fotografiert, beschrieben und diskutiert.

Konzeptdownload hier

In der Kürze liegt die Würze

Medienpädagogik Praxis-Blog nun auch unter medienprax.is

Wir verstehen uns nicht nur als inspirierende Informationsplattform, sondern auch als Lexikon, in dem mensch (mache ich ständig) bei Projekten nachschlagen kann: Wo finde ich das Tutorial zu meinem Programm? Wer hat noch gleich die Broschüre zu facebook rausgegeben? Wo zum Teufel kriege ich kostenlose Musik für das neue Video?

Und weil niemand ständig ein 26bändiges Lexikon aus dem Regal wuchtet, haben wir ein Kürzel gesucht und gefunden, das unsere schöne, aber lang zu tippende Domain auf den Punkt bringt: Ab sofort ist das Medienpädagogik Praxis-Blog daher auch per (www.)medienprax.is erreichbar. Bringt glatte 13 Buchstaben und damit 50% Ersparnis, die in Zukunft für die Recherche, die pädagogische Arbeit und/oder die kreative Pause genutzt werden können. Aufschreiben, merken, weitersagen.

HDR roundup

HDR Fotos in der Medienpädagogik

"HDR of Morro Strand Beach" von howardignatius auf flickr.com

Redundanz erhöht die Sicherheit. Und auch wenn ich hier schon mindestens einen Link zu einem Tutorial zur HDR-Foto-Erstellung mit Photoshop gepostet habe – dieser Artikel ist so klar, einfach und informativ, dass er hier rein muss:

DrWeb erklärt kurz und prägnant, wie aus einer Bilderserie mit Photoshop eine HDR-Bilddatei erstellt wird – und nennt darüber hinaus auch Programme, mit denen das zu bewerkstelligen ist. Unter anderem das kostenlose “Qtpfsgui” (Mac, Win, Linux).

Denn auch wenn ich die HDR-Ästhetik nicht immer sooo brilliant finde, haben die Bilder eine immense Ausstrahlung und Faszination und sind daher ein schöner Anlass und Inhalt für medienpädagogische Fotoprojekte.

Fernsehen ganz nah

Fernsehen und Rundfunk in der Medienpädagogik

"China TV Channel Screen Test" von Gone-Walkabout auf flickr.com

Auch wenn Internet, youtube & Co. einen immer größeren Stellenwert haben, spielen das Fernsehen und der Rundfunk in der Medienwelt von Kindern und Jugendlichen immer noch eine zentrale Rolle – und damit auch in der Medienpädagogik, wenn es um Medienkompetenz geht.

Für alle, die in dieser Mission unterwegs sind, stellt der WDR im Rahmen seines pädagogischen Angebots zahlreiche Materialien zur Verfügung, die sich vor allem mit dem Fernsehen, aber auch Rundfunk auseinandersetzen. Auf verschiedenen Wegen geht es um Fernsehformate, Einstellungsgrößen, Journalismus, Inszenierungen etc. etc.

Die Materialien sind in ihrem Konzept und ihrer Methodik vor allem auf den schulischen Einsatz ausgerichtet, aber auch für die außerschulische Arbeit verwendbar. Es gibt sie gedruckt und als PDF; zum Bezug (Post/Download) muss lediglich die pädagogische Tätigkeit angegeben werden.

Fisheye-Linse selbstgebaut

Fisheye von alisdair auf flickr.com

Fotoprojekte in der Medienpädagogik gehen immer – sie kosten nichts, die Erfolgserlebnisse sind schnell da und können ohne großen Aufwand mit nach Hause genommen und an die Wand gehängt werden. Jedoch schwindet mit der Häufigkeit der angeboteten Projekte auch der Reiz, so dass neue Ideen eingebaut werden müssen. Da bietet es sich an mit ein paar Basteleinheiten den Perspektivwechsel aufzupeppen.

Mit Hilfe dieser Anleitung ist es einfach in einem kleinen Do-It-Yourself-Workshop eine Fisheye-Linse zu bauen, egal ob für eine Spiegelreflexkamera oder eine Hosentaschenknipse. Die benötigten Materialien sind schnell organisiert oder improvisiert nachgebaut und schon kann es los gehen. Der Misserfolg ist quasi ausgeschlossen, denn egal ob unter- oder überbelichtet, der Weissabgleich in die Hose ging oder mit zittriger Hand den Auslöser nicht richtig getroffen, ein Hauch Kunst lässt sich bestimmt entdecken.

Eingefrorenes Licht at its best

Langzeitbelichtung in der Medienpädagogik

Screenshot aus "Freezelight Magic Forest"

Langzeitbelichtungsfotos faszinieren MacherInnen und BetrachterInnen und begeistern auch in der Medienpädagogik Kinder und Jugendliche. Einmal mehr liefern nun Profis massenhaft Inspirationen im Web für zukünftige Lightpainting-Projekte.

Die russische Gruppe “Freezelight” stellt auf flickr gleich hunderte Bilder bereit, ebenso auf der (leider kyrillischen, aber über die Bilder trotzdem nutzbaren) Website der Gruppe. Ein besonderer Knaller sind die Animationen bei vimeo, in denen die KünstlerInnen tolle Fantasiewelten erschaffen. Mein persönlicher Liebling: “Freezelight Magic Forest“. Viel Spaß beim Nachmachen!

Die richtigen Fragen stellen

Videointerviews in der Medienpädagogik

Screenshot aus "PostSecret: Confessions on Life, Death and God"

Filme inspirieren – und die Videos von “Fifty People One Question” schaffen das gleich doppelt: Mit den sehr einfühlsam, bewegend und ästhetisch gemachten Videos gelingt es den MacherInnen, mehrere Tausend Menschen auf der Projektwebsite zu motivieren, Ihre Geheimnisse und Gedanken aufzuschreiben.

Für die Medienpädagogik finde ich die Videos noch aus mindestens einem weiteren Grund inspirierend: Den MacherInnen ist es offenbar in Straßeninterviews gelungen, PassantInnen sehr, sehr persönliche Dinge zu entlocken, alle InterviewpartnerInnen wirken sehr locker, offen, gutgelaunt. Wie bewerkstellige ich solch einen Interviewerfolg? Wie gehe ich mit den Menschen vor der Kamera um? Welche Fragen muss ich stellen, um solche Antworten zu bekommen? Das sind Fragen, die in Videoprojekten gemeinsam mit Jugendlichen beantwortet werden können.

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