Die Angst vor der Kritik?
Umstrittene Flughafenszene in Call of Duty: Modern Warfare 2
Heute ist es also soweit, Call of Duty: Modern Warfare 2 steht in den Regalen und wartet darauf (zumindest laut Herstelleraussage) alle Verkaufsrekorde zu brechen. An sich ist das Spiel ein ganz normaler Shooter, zweifelsohne für Erwachsene klasse inszeniert, der aktuelle, moderne Szenarien aufgreift jedoch dabei offen lässt, ob er eine Karikatur, eine reine Provokation, ein Propagandamittel oder doch ein Anti-Kriegsspiel ist. Dennoch gibt es bei MW2 einen Diskussionspunkt, der zuerst von einer Seite aus aufgegriffen wurde, von der man diesen so nicht erwartet hätte – von den Spielern selbst – ah Moment, zur Zeit eigentlich nur von deren Sprachrohr den Computerspiel-Fachjournalisten. Grund des Anstoßes ist ein Level im Spiel, in welchem der Spieler als Doppelagent mit ansehen muss (zumindest in der deutschen Version – in der Originalfassung kann der Spieler unsanktioniert selbst schießen), wie seine Kollegen auf wehrlose Zivilisten schießen und ein Blutbad anrichten.
Das Spannende für uns ist die Tatsache, dass die angesprochenen Meinungsbildner fast schon präventiv medienpädagogische Arbeit leisten, indem sie Herangehensweisen, Verarbeitungsmöglichkeiten sowie Ethik und Moral ansprechen und diese Überlegungen an die Spieler weitergeben.
Die entsprechenden Links finden Sie hier:
Aus unserer Sicht ist ist zumindest fraglich, ob das (in der deutschen Version) passive Mitlaufen dem Spieler nicht mehr Gewalt aufdrängt als die Wahl, selbst zu entscheiden wie man vorgehen möchte – zusehen ist eben nicht spielen! Oder was meinen Sie?



3 Kommentare
Gerrit Neundorf am 10.11.2009:
Als kleine Ergänzung – Direkt nach der Installation und dem Starten erscheint folgender Hinweis: KLICK
Marcus am 11.11.2009:
Bin gespannt ob das neuste COD an COD4 anschließen kann. Leider kann ich erst heute Abend spielen. Den Argumente der Gamestar muss ich zustimmen, wenn man so ein Level einbaut, dann sollte man sich schon darauf konzentrieren das Leid und die Qualen darzustellen, auch wenn es sich sadistisch anhört, erreicht man nur dadurch dass die Szene befremdlich und abstoßend wirkt. In dem Video von Gamestar sieht es eher plastisch aus. Die Personen wirken auf mich wie Schaufensterpuppen und nicht wie einzelne Individuen.
Gerrit Neundorf am 13.07.2010:
Besser spät als nie… 24 Minuten Diskussion der Game One Redaktion zum Spiel:
http://www.gameone.de/blog/2009/11/call-of-duty-modern-warfare-2-diskussion
Man beachte die oftmals polemisch genutzten Mittel (Bild – Offton – Schnitte) in der Sendung von damals – http://gameone.de/tv/114 – ab 9:00 Min., welche sonst immer bestimmten kritischen Magazinen bei ihrer Berichterstattung über Computerspiele gerade von Spielemagazinen vorgeworfen werden
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