März 2008 »

Zur Verlässlichkeit von Bildern in den Medien

Zur vielbeschworenen Medienkompetenz als ein Ziel von Medienpädagogik gehört auch die Fähigkeit zur kritischen Medienrezeption. Gute Argumente bzw. hervorragende Beispiele zur Verwendung in medienpädagogischen Veranstaltungen liefert Stefan Niggemeier in seinem Blog [1,2] (via reticon): Der Autor zeigt auf, wie Fernsehsender damit umgehen, wenn es zu Meldungen eigentlich keine Bilder gibt – er hat zwei Fälle entdeckt, in denen die JournalistInnen Bildmaterial aus anderen Zusammenhängen zweckentfremden. Wie das mit dem journalistischen Berufsethos vereinbar ist, das müssen die MacherInnen selbst beantworten.

Neue Dimension der Online-Bildbearbeitung

Die Möglichkeiten und Anwendungen der Online-Bildbearbeitung waren hier schon öfters Thema – und es war und ist klar, dass die Online-Tools nicht weit hinter lokal installierten Programmen zurückstehen. Die wahre Bedeutung der webbasierten Bildbearbeitung zeigt sich aber nun in einem Schritt des Programm-Platzhirschs Adobe, eine Online Version von Photoshop bereitzustellen.

Seit gestern ist die Beta-Version von “Adobe Photoshop Express” online und erste Tests und Kommentare bilden einen Chor von Lobeshymnen: Die flashbasierte Anwendung ist stabil, schnell, zuverlässig und bietet gute Ergebnisse. Die Anmeldung bei dem Online-Dienst ist kostenlos, dafür erhalten AnwenderInnen zwei Gigabyte Speicherplatz und eine breite Funktionalität; später soll noch eine Bezahlversion mit erweiterten Features dazukommen. Auch für Projekte der Medienpädagogik bedeutet das einen weiteren Schritt in Richtung nur-online-Projekte. Allerdings hat Photoshop Express einen Haken, der allen Online-Anwendungen eigen ist: Eine funktionierende und schnelle Internetverbindung ist Voraussetzung. Und vor diesem Hintergrund sind wahrscheinlich in naher Zukunft weiterhin die lokalen Programme vorzuziehen.

Datenschutz, Urheberrecht, Sicherheit & Co.

Ehrlich gesagt ist es ein bisschen wie die Sendung mit der Maus, nur kommt keinE normal SterblicheR an Armin und Christoph ran – er versucht es trotzdem und ist damit immerhin informativ: Moritz, die Hauptfigur der Infoclips der Landeszentrale für politische Bildung NRW. In jeder Folge sieht sich der Student mit einem Problem aus dem Internet oder mit seinem Handy konfrontiert, das er zusammen mit ExpertInnen löst. Dabei geht es meist um Datenschutz, das Urheberrecht, allgemeine VerbraucherInnensicherheit und ähnliche Dinge.

Mittlerweile gibt es 17 Folgen, die alle einzeln auf der Website der LzpB angeschaut werden können. Die kurzen Filme eignen sich dabei sowohl zum Selbststudium als auch als kurzer Input bei medienpädagogischen Projekten. Ich hab beispielsweise heute gelernt, dass es doch Sinn macht, mein Handy besser zu schützen.

Browserkompatibilität online überprüfen

Egal ob im medienpädagogischen Umfeld oder bei freien Webprojekten: sobald es um die Gestaltung von Webseiten geht, muss getestet werden, ob alle Browser das gewünschte Ergebnis liefern – schließlich machen nicht alle Browser in der Praxis das, was in der Theorie logisch wäre…

Diese Überprüfung der Browserkompatibilität ist in der Praxis kein leichtes Unterfangen, schließlich müssen eigentlich alle Programme auf dem eigenen Rechner laufen und das noch auf mehreren Plattformen. Genau hier setzt das Angebot von browsershots.org an: Mensch gibt eine Internetadresse an und kann sich Screenshots von bis zu 50 Browsern ansehen oder als zip herunterladen. Geniale Sache. Zwar muss mensch sich je nach Ansturm auf die Seite mehrere Minuten gedulden, spart sich aber ansonsten einigen Aufwand.

Eike Rösch
25.03.2008

Tipps zum Freistellen mit Photoshop

Die MacWelt bietet auf ihrer Internetseite kostenlos einen Crashkurs zum Freistellen mit Adobe Photoshop CS3 an. Der Autor beschreibt ein Zusammenspiel verschiedener Werkzeuge, insbesondere dem Schnellauswahl-Werkzeug, zum schnellen und erfolgreichen Freistellen von Objekten aus Bildern – gut, verständlich und effektiv.

Du bist nicht allein…

…oder doch? Auch in medienpädagogischen (Web)Projekten muss mensch sich immer mal wieder fragen, woran es liegt, dass keine Verbindung zu einem Server hergestellt wird. downforeveryoneorjustme.com bietet hierzu einen praktischen Service und hilft eine Problemquelle auszuschließen: Die Seite zeigt an, ob eine Domain wirklich für das ganze Netz nicht erreichbar ist oder nur für mich. Ganz nützlich, bleibt nur zu hoffen, dass im Fall der Fälle genau diese Domain erreichbar ist…

Schöner arbeiten mit dem Web2.0

Das mit dem Web2.0 alles besser wird wissen wir schon lange und trotzdem tauchen immer wieder praktische Applikationen auf, die das (Arbeits)Leben schöner machen zweinull.cc hat gerade eine Zusammenstellung der zwölf praktischsten Dienste gemacht, die alte Bekannte enthält, aber auch neue Freunde. Meine Neuentdeckungen sind drop.io, eine Seite, auf der mensch sehr leicht und relativ sicher große Dateien für andere zum Download zur Verfügung stellen kann, und PDFHammer, eine funktionsreiche Online-Bearbeitung von PDF-Dateien. Nicht neu aber nochmal erwähnenswert ist auch YouConvertIt, die geniale Online-Konvertierung für alle Dateien.

placeSpotting – der GoogleMaps-Sport

Die Seite hat mich in der letzten Stunde nicht losgelassen: placespotting.com . Der/die BenutzerIn hat bei dem Kartenrätsel die Aufgabe, Satellitenaufnahmen auf der Weltkarte wiederzuerkennen und dann auch wiederzufinden. Und wie sich das heutzutage gehört, kann mensch selbst Aufgaben stellen, außerdem die bestehenden Aufgaben nach bestimmten Kriterien durchsuchen. Das hat nur entfernt mit Medienpädagogik zu tun, immerhin geht es darum sich mit GoogleMaps vertraut zu machen. Vor allem aber ist die Seite spannend, macht Spaß und mensch lernt nebenbei auch noch die Welt kennen. Dieses Posting hat fast 30 Minuten gebraucht, denn ich bin schon bei der nächsten Aufgabe hängengeblieben…

Dossier zur PC- und Internetsucht

Während in Mainz die erste Ambulanz für Internetsucht als Modellprojekt gestartet ist, streiten sich Fachleute nach wie vor über das Phänomen PC- und Internetsucht: Ist sie Ursache oder Symptom, überhaupt ein Krankheitsbild und wie äußert sie sich. Die Skepsis über die Effekte einer intensiven Internetnutzung ist jedoch wie bei allen neuen Medien groß und deswegen ist die Internetsucht ein relevantes Thema für die Medienpädagogik. mekonet hat im Rahmen des Safer Internet Day ein Dossier zum Thema bereitgestellt und liefert auf seiner Seite vielfältige Hintergrundinformationen, Sichtweisen, Fakten und Beispiele. Eine gute Argumentationsgrundlage.

Professionelles Webdesign im Web2.0

Wer meint, Webdesign im Web2.0 sei nichts als der polierte-Platte-Effekt und bunte Buttons und Sterne, der/die ist auf dem Holzweg. Das ist eine der Erkenntnisse, die mensch auf der Seite von Ben Hunt erlangen kann. Der erfahrene Webdesigner gibt auf webdesignfromscratch.com sein umfangreiches Wissen weiter – von Grundlagen wie das Design mit XHTML und CSS über  ausgefeilte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Design einer professionellen Seite bis hin zu Detailfragen wie allgemeiner Gestaltung und Branding. Den/die BesucherIn erwarten interessante Artikel, PDFs mit Teilaspekten und auch ein kostenloser Auszug aus dem Buch des Autors. Hut ab vor der Freigiebigkeit und eine dicke Weiterempfehlung – sei es für die eigene Weiterbildung oder den Einsatz in Projekten der Medienpädagogik.

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